Grundkommandos...

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    Moin Ihr Lieben!

    Wir fangen an mit Grundlagen .... mir ist bisher kein Buch in die Hände gefallen, dass sich mit erwachsenen Hunden (oder jungen erwachsenen Hunden) und deren Erziehung befasst. Was ich bisher mitgenommen habe ist, dass sie sich im Grunde von Welpenerziehung nicht so sehr unterscheidet.

    Bei uns läuft das schon ganz gut, glaube ich, aber ich zumindest habe ein paar Fragen.

    1) Wieviele Kommandos gleichzeitig kann ein Hund sich merken? Baustellen wären bei uns "Leinenführigkeit", gleich wieder "losspringen", wenn der Hintern einmal kurz auf dem Boden saß und der Rückruf.

    Also ich will das nicht alles in kürzester Zeit erreichen, bitte versteht mich nicht falsch. Ich gestehe uns und Silver jede Zeit zu, die sie braucht.


    Wenn sich jedoch Sachen einschleifen, weil wir "pennen", wäre das ja auch für beide kontraproduktiv, wisst ihr was ich meine?

    Also dass es dann für alle Beteiligten doppelt schwer wird, weil Silver nicht versteht, dass Sachen, die bisher durchgewunken wurden, plötzlich anders gelten.


    Unsere erste Quittung haben wir schon erhalten in Sachen "ich DARF aufs Sofa!" Heißt IMMER. Da müssten wir sogar schon zurückschrauben, dass sie "fragt".


    Was "wir" schon gut machen, ist:


    - "Weiter", wenn sie beim Spazierengehen zu den Enten / in die Büsche abbiegen will

    - "komm her" beim Spazierengehen, in der Wohnung eh

    - "warte" wenn jemand an der Tür ist. Sie läuft ganz selten raus.

    - "Hepp" ins Auto oder "warte" an der Straße. Da achtet sie aber genau drauf, dass wir losgehen oder stehen bleiben. Dann startet sie auch sofort.


    Joaaaaa, das war es so weit... Wenn da jemand vielleicht auch einen tollen Literaturtipp hat bin ich sehr dankbar!

  • Dr. SAM - dein online Tierarzt
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  • also wieviele Kommandos ein Hund sich merken kann weiß ich jetzt nicht so genau, kommt ja auch drauf an ob der Hund sehr klug, oder eher dümmlich ist. Aber 50 schafft bestimmt auch der Dümmste.


    Ich hab mir mal vor Jahren ein Buch gekauft das heißt "einfache Hundeerziehung" vom Brainhamster Verlag. Da sind die Trainingsschritte ganz gut erklärt. Ansonsten empfehle ich eher Hundeschule, denn wenn du doch was falsch machst kann das Buch dich halt nicht korrigieren.

  • Moin!

    Wir sind wöchentlich einmal bei einem Kurs in einer Hundeschule. Da gefällt es uns auch ziemlich gut und wir nehmen eine Menge mit. Aber im Alltag kommt dann ja innerhalb einer Woche doch ne Menge, die dann am Hundeschultag nicht in Gänze geklärt werden kann.

    Danke schonmal!!!:)

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  • Ich würde schauen, was bei euch das Wichtigste ist. Das ist von Alltag zu Alltag unterschiedlich. Damit würde ich dann anfangen.


    Bei der anderen Dingen würde ich versuchen zu verhindern, dass sie es jetzt ständig falsch macht. Arbeitet zuerst am Sitzenbleiben, und macht beim Rückruf zuerst ein "Komm her"... was sie dann eben auch mal ignoriert. Den richtigen Rückruf baut ihr dann später mit "Hier!" oder einem anderen Wort auf.


    Oder ihr fangt mit dem Rückruf an - und lasst zuerst Sitz schlicht weg, wenn ihr es nicht braucht.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich habe eben mal grob versucht zu zählen, mir sind auf die schnelle so 30 Kommandos eingefallen, die mein alter Hund konnte. Und ich habe bestimmt noch einige vergessen.

    Also Hunde können schon sehr viele Dinge lernen. Die andere Sache ist natürlich, wie Lockenwolf schon sagt, ob man diese Kommandos überhaupt braucht. Das meinste ist natürlich oft einfach nur tricksen um den Hund zu beschäftigen. Zum normalen Zusammenleben reichen auch eine Handvoll Kommandos.

    Die oberste Regel ist meiner Meinung nach immer Konsequenz. Ich setze meine Forderung konsequent durch. Das bedeutet aber nicht grob oder unfreundlich. Einfach konsequent.


    Deine Fragen zu den einzelnen Kommandos habe ich jetzt nicht so ganz verstanden. Wo liegen da die Probleme, könntest Du das nochmal genau erklären?

  • Meine Hunde können einen Haufen Kommandos, zum Teil extra beigebracht, zum Teil nebenbei und zum Teil hat Hund sich das selbst beigebracht, weil zu intelligent für mich xD


    Die allerwichtigsten Kommandos bei uns sind Stopp/Warte und Hier. Das lernen sie als erstes (neben ihrem Namen^^). Alles andere ist untergeordnet und nur "nice to have".


    Ob der Hund sich auf Kommando hinsetzen, hinlegen, tanzen oder sich totstellen kann, ist ja nur ein netter Trick, aber nichts was man bräuchte um sicher durch den Alltag zu kommen =)


    Ich habe bei Finya (die ist erwachsen eingezogen) anfangs den Fehler gemacht und versucht extra Übungseinheiten zu machen, um ihr irgendwas beizubringen. Das war völlig sinnlos, also hab ich das bei Frodo (ist als Welpe eingezogen) nicht mehr gemacht, sondern einfach dann geübt, wenn ich es gebraucht habe.

    Die Sachen, die wir für die BH gebraucht haben, hat er natürlich gesondert gelernt (besonders das Fußlaufen), aber sowas brauch ich im Alltag halt einfach nicht.

    Leinenführigkeit würde ich immer nur in kurzen Einheiten üben und für den Hund klar erkennbar als Training kennzeichnen, also zB Halsband und Geschirr an den Hund und wenn du ihn am Halsband führst, weiß er, dass er "schön" laufen muss. Diese Zeiten kann man dann nach und nach ausdehnen, aber nicht zu schnell, da Leinenführigkeit anfangs viel Konzentration braucht. Sowas muss ein Hund erst lernen. Das geht nicht von 0 auf 100 und führt nur zu Frust.

    Nicht gleich wieder lossprinten, wenn er sich hinsetzt - klingt als wäre er ein sehr unruhiger Geselle, also lieber mehr Ruhe reinbringen, Futter suchen lassen, viel loben, wenn er ruhig sitzen bleibt, usw.

    Desto mehr Chancen man dem Hund gibt die Aufgabe richtig zu lösen, desto schneller lernt er =)

    Your Love is like a Soldier, loyal till you die. James Blunt


    * Finya - serbische Terpitzprinzessin * Frodo - Überflieger Kleinpudel *


    Finya & Frodo im Wunderland

  • # Leinenführigkeit - danke, das hat schonmal sehr geholfen. Also häppchenweise. Das ist gut. Auf bestimmten Strecken wirft sie sich (Eichhörnchen sei Dank) SO!!! derbe nach vorne, dass ich sehr froh bin, dass das Pubertier seinen Rassenwunsch (Labrador, so groß wie möglich) NICHT durchgesetzt hat. Das hat noch Luft nach oben. Ansonsten weiß sie es tatsächlich schon ca, dass Geschirr und Leine was anderes bedeutet. Und wie gesagt, wir haben und lassen ihr Zeit. Ich möchte halt nur nichts versäumen, was dann für alle Beteiligten später doppelt Stress wäre.


    # Es heißt ja immer "einen Befehl nur einmal geben". Wenn ich Silver aber "Sitz" sage (zum Beispiel!) und sie nicht "Sitz" macht. Wie setz ich das dann konsequent um? Bisher hab ich mit Leckerli versucht. Dann sitzt sie bis sie aufgekaut hat. Höchstens. Oder eben auch nicht (wenn ohne Futter). Druck auf den Poppes?

  • # Es heißt ja immer "einen Befehl nur einmal geben". Wenn ich Silver aber "Sitz" sage (zum Beispiel!) und sie nicht "Sitz" macht. Wie setz ich das dann konsequent um? Bisher hab ich mit Leckerli versucht. Dann sitzt sie bis sie aufgekaut hat. Höchstens. Oder eben auch nicht (wenn ohne Futter). Druck auf den Poppes?

    Wenn du "Sitz" sagst, und sie nicht sitzt, dann hat sie nicht verstanden, was "Sitz" heißen soll. Zumindest weiß sie nicht, dass "Sitz" immer "Sitz" bedeutet, auch wenn es an anderen Orten/in anderen Situationen/unter Ablenkung abgefragt wird.

    Sie muss das erst generalisieren. Dafür einfach so oft wie möglich "Sitz" an neuen Orten und mit Ablenkungen neu aufbauen, bis es wirklich "sitzt" (entschuldige bitte den schlechten Wortwitz :pfeif:)

  • Es heißt ja immer "einen Befehl nur einmal geben". Wenn ich Silver aber "Sitz" sage (zum Beispiel!) und sie nicht "Sitz" macht. Wie setz ich das dann konsequent um? Bisher hab ich mit Leckerli versucht. Dann sitzt sie bis sie aufgekaut hat. Höchstens. Oder eben auch nicht (wenn ohne Futter). Druck auf den Poppes?

    Ich würde bei sowas immer erst mal davon ausgehen, dass der Hund noch gar nicht gelernt hat, was Sitz heißt... Sowohl das Lernen des Kommandos als auch das generalisieren (also an verschiedenen Orten, in verschiedenen Situationen, mit steigender Ablenkung üben) braucht unheimlich viele Wiederholungen. Als Mensch neigt man (grad bei vermeintlich einfachen Dingen wie Sitz) schnell dazu, zu viel vom Hund zu erwarten. Wenn du jetzt anfängst, mit Zwang an die Sache zu gehen (indem man den Hund z.B. mit Gewalt in die gewünschte Position bringt, gern nett mit "leicht auf das Hinterteil drücken" umschrieben...), weiß dein Hund immer noch nicht, was Sitz bedeutet, bekommt aber zusätzlich noch Stress, weil er plötzlich Ärger bekommt.


    Daher würde ich die Sache von der anderen Seite aufrollen: nur dann ein Kommando sagen, wenn du Geld darauf verwetten würdest, dass der Hund das auch ausführt ;) Bis dahin weiter üben, auf dein Timing achten und die Anforderungen ganz langsam steigern und immer so arbeiten, dass der Hund möglichst gar keine Fehler machen KANN.


    Dein Hund ist ja erst so kurz bei dir, der kann noch gar nichts sicher können, allenfalls hat er vielleicht eine vage Idee, was bestimmte Gesten und Worte bedeuten könnten. Daher mach dir keinen Stress und lass dir vor allem nicht einreden, dass du jetzt aber konsequent irgendwas durchsetzen müsstest.

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