Hat sie Schmerzen?

  • Hallo,


    bei all den gesundheitlichen Problemen mit Anka mache ich mir jetzt insgesamt wieder mehr einen Kopf wegen anderer und "alter" Geschichten. Sie hat aktuell eine Blasenentzündung. Als sie gerade ausgewachsen war, wurde bei ihr schwere HD auf beiden Seiten festgestellt. Von einer OP wurde damals in der spezialisierten Tierklinik abgeraten. Sie bekam dann immer wieder kurweise, teilweise auch dauerhaft Grünlippmuschelpulver und zweimal intensiv Unterwasserphysiotherapie. Jetzt ist sie 7. Da sie bei der Blasenentzündung keinerlei Anzeichen von Schmerzen zeigt, frage ich mich jetzt, ob sie womöglich aufgrund der HD Schmerzen hat(te), die ich nicht bemerkt habe. Das treibt mich gedanklich momentan ziemlich um.

    Als Junghund hatte sie teilweise große Probleme beim Laufen, humpelte nach dem Aufstehen, musste sich erstmal einlaufen etc. Als sie ausgewachsen war und insbesondere nach der ersten Unterwasserphysio ist das zurückgegangen.


    Das Einzige, was im Laufe der Jahre blieb, war ein etwas "seltsamer" Gang. Sie "wackelt" mit der Hüfte, mal mehr, mal weniger, was ja ein typisches Symptom ist. An der Hüfte hat sie wenig Muskulatur. Bereitet ihr das Schmerzen?


    Sie humpelt nicht, lahmt nicht, springt ohne zu zögern ins Auto und geht problemlos Treppen rauf und runter. Sie sitzt nicht "schief", bleibt beim Spazierengehen nicht stehen oder setzt sich hin. Sie hechelt nicht und schreit beim Spielen oder Laufen oder sonstwann nicht auf. Sie ist allerdings für ihre 7 Jahre ein ruhiger Hund. Beim Spazierengehen ist sie die ersten 15 Minuten oft noch sehr "schnell unterwegs", nach 20 Minuten oder so geht sie meist neben oder hinter mir her. Ganz anders als mein anderer, genauso alter Hund (der allerdings auch viel kleiner und insgesamt vom Wesen her viel hibbeliger ist als Anka, die schon immer eher gemütlich war).


    Wie seht ihr das? Ich kann sie ja nicht fragen, ob ihr etwas wehtut, aber da sie die Blasenentzündung ohne sichtbare Schmerzen einfach so "wegsteckt", mache ich mir Gedanken ...


    Liebe Grüße

    Ayyda

    • Neu

    Hi


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    • PS:

      Um das zusammenzufassen: Wie finde ich heraus, ob sie Schmerzen hat?

      Am Anfang ihrer Blasenentzündung hat sie eine Woche ein Schmerzmittel bekommen. In dieser Zeit habe ich keine Veränderung ihres Verhaltens bemerkt (z. B. mehr Spielen, mehr Rennen etc.). Sie war wie immer. Ich habe allerdings auch nicht besonders darauf geachtet, da das Augenmerk auf anderen Dingen lag. Rückblickend denke ich mir jedoch: Wenn sie aufgrund der HD Schmerzen hätte, hätte sich ihr Allgemeinbefinden ja unter der Gabe des Schmerzmittels verbessert, oder? Dann wäre sie z. B. anders gelaufen, wäre agiler gewesen oder so? Oder sehe ich das falsch?


      Ihr Liebingsplatz ist unter dem Bett. Um da drunter zu kommen, muss sie sich ganz schön zusammenquetschen. Auch das spricht m. E. dagegen, dass sie Schmerzen hat. Sie nutzt dazu ja ihre Hüften. Würde sie das nicht vermeiden und woanders liegen, wenn ihr die Hüfte wehtun würde?


      Ach, sie tut mir momentan irgendwie total leid. Sie hat so viele "Baustellen", wir tun alles, was geht, und sie ist so ein toller Hund mit einem einzigartigen Charakter.

    • Um das zusammenzufassen: Wie finde ich heraus, ob sie Schmerzen hat?

      Indem du die Hüfte mal röntgen läßt, um genau zu sehen was da los ist.

      Vielleicht läßt sich operativ oder per Goldimplantaten was machen. Das kann aber nur ein Arzt beurteilen.

    • Ich würde auch Röntgen lassen. Und mal zum Physiotherapeuten, der kann sie durchtasten und feststellen, ob es verspannungs- oder blockadebedingte Schmerzen gibt.

    • Ein Röntgenbild stellt die Knochen dar, nicht aber das Schmerzempfinden.

      Das ist ja bei jedem Lebewesen anders.

      Mein Indikator wäre: wenn sich mit Schmerzmittel keine Veränderung an dem eh schon unauffälligen Verhalten zeigt, dann hat sie auch keine gravierenden Schmerzen.

      Natürlich muß man wach bleiben und seinen Hund gut beobachten. Aber das tust Du ja schon.

      Meine alte Hündin hat Zeit ihres Lebens eine katastrophale Hüfte, aber zum Glück nie irgendwelche Auffälligkeiten gezeigt. Wir haben immer darauf geachtet, sie nicht groß springen und hopsen lassen und auch kurweise mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt. Aber sie war immer puppenlustig.

      Jetzt mit 12 ist sie insgesamt in ruhigem Fahrwasser, aber das darf man als Oma dann auch.

    • Statt zu Röntgen würde ich sie mal einem Osteopaten oder Physio vorstellen.


      Röntgenbilder sind nicht immer aussagekräftig und alles ist auch nicht darstellbar.

    • Wenig Muskulatur spräche zumindest dafür, dass sie ne Schonhaltung einnimmt und sich eben nicht voll belastet bzw richtig.

      Was langfristig an der ohnedies betroffenen Hüfte und anderswo Probleme macht.


      Muskulatur hat auch eine Stützfunktion und vermag grad im Hüftbereich einiges auszugleichen. Ist keine da, ist irgendwann Knochen auf Knochen und kein Halt.


      Ein orthopädischer Tierarzt sollte Dir sagen können, ob und wo sie Schmerzen hat. Ebenso ein Physiotherapeut oder Chiropraktiker. Die kennen und können auch Zug- und Druckpunkte, die man selbst meist nicht kennt und sehen den Hund aus neutralen Augen.


      Hecheln oder schreien... da is dann aber oft was akut arg. Chronischer Schmerz ist häufiger "leiser" und wird übersehen (ja, is mir auch schon passiert).



      Schmerzmittelprobe halte ich für problematisch insofern, als nicht jedes Schmerzmittel gegen jede Art von Schmerz hilft.

      Entzündungsschmerz wird nicht immer gleich behandelt wie zb Nerven- oder Knochenschmerzen.



      Also: Tierarzt o. ä. explizit nach Schmerzen fragen. Die haben zb auch nicht die Hüfte im Kopf, wenn die Blase das Thema ist. Oder sagen: "Ihr Hund hat vorne links im Zeh Schmerzen, wenn eigentlich das Ohr angeschaut wird.

    • Die TÄ meinte immer, dass man das nur wissen könne, wenn wir z. B. mal eine Woche probeweise Schmerzmittel geben. Das hatten wir auch schonmal durch (ich meine, mit Onisor), da hat sie keine Veränderungen gezeigt. Es war alles wie immer.

      Ich habe in den letzten Jahren zweimal mit ihr eine Unterwasserphysiotherapie gemacht. Das war immer einmal pro Woche über einige Wochen hinweg. Beim letzten Mal habe ich die Therapeutin gefragt, ob sie meint, dass mein Hund Schmerzen hat, was sie verneinte. Aber ich werde jetzt einfach nochmal hingehen, wenn die Blasen-Geschichte ausgestanden ist. Ich denke mal, die Physiotherapeutin wird da genug Erfahrung haben und kann es beurteilen? Sie hat zuerst Humanmedizin studiert und dann eine Ausbildung zur Hunde-Heilpraktikerin und -Phyiotherapeutin gemacht. TÄ ist sie zwar nicht, aber hat wohl genug Background. Was meint ihr?

      Und nochmal eine Phyiso-Runde wird meinem Hund gerade im Winter sicherlich guttun.


      Es gibt schon auch Dinge, bei denen ich mir denke, die würde sie nicht machen, wenn ihr die Hüfte schmerzen würde, z. B. unters Bett kriechen, sich bei gemähten Feldern auf den Rücken werfen und sich mit aller Kraft wälzen, ins Auto und aufs Sofa springen etc. Aber man macht sich halt trotzdem so seine Gedanken...

    • Du schreibst ja das die Muskulatur nicht so gut ist. Ich schätze jetzt mal auf einer Seite mehr, auf einer weniger.
      Bedeutet der Hund hat/hatte schmerzen oder hätte sie, wenn er normal belasten würde deshalb die Entlastung. Ich würde also zur Physio fahren und sie durchtasten lassen. Wo sind ggf. Blockaden, Übungen und Masnahmen mit bekommen die Muskaltur passend aufzubauen und die Fehlhaltung ggf raus zu bekommen.

    • Ich denke mal, die Physiotherapeutin wird da genug Erfahrung haben

      Weder eine Physiotherapeutin noch ein Arzt können da ohne Röntgenbild etwas beurteilen.

      Die Hüfte kann man sehr schön auf jedem Röntgenbild erkennen!

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