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Windhunde und mediterrane Rassen sowie deren Mischlinge

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    Meine persönliche Meinung: dadurch, dass Jagd mit Hund, also im Sinne von Hund erlegt die Beute, hierzulande schon so lange verboten ist, gibt es im Grunde keine Verwendung für Jagdhunderassen, die eigenständig arbeiten. Mangels Ideen hat man die halt in einen Topf gepackt, ob es Sinn macht, oder nicht. Solang es Minderrassen betrifft, fällt der Aufwand noch wenig ins Gewicht und andere Verbände haben sie nicht an der Backe.

    Sind nicht einige der Windhundrassen ursprünglich genau das gewesen und in ihren Ursprungsländern noch immer? Eigenständig arbeitende Jagdhunde? :denker: oder bin ich jetzt völlig auf dem falschen Dampfer?


    Die Definition vom Hound ist ein selbständig jagenden Hund... So auch Greyhound... ich verstehe also die Aussage oben nicht.

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  • :ka: Ich versteh das auch nicht so recht. Niemand behauptet, dass Podencos Windhund sind - Podencos sind Hunde des Urtyps. Der DWZRV betreut neben den Windhunden eben auch verschiedene Hunde des Urtyps.

    Gemeinsames Merkmal dürfte sein, dass es sich um selbstständige Jagdhunde handelt, deren Jagdeinsatz das Beutemachen durch den Hund zum Ziel hat.


    Beim Renn- und Coursingtraining seh ich gar kein Problem in der Teilnahme unterschiedlicher Rassen - die Hunde laufen so oder so nach Rasse getrennt, im Training zudem sowieso öfters Einzelläufe, weil manche Hunde sonst nicht laufen.



    Bei Veranstaltungen ist das was anderes. Hier gehört der Windhundsport im weitesten Sinne zur Zucht dazu, so dass bei Veranstaltungen natürlich nur DWZRV-Rassen (übrigens wirklich Rassen - nicht Hunde! Es sind auch Hunde aller anderen unter dem FCI befindlichen Vereine zugehörigen Hunde zugelassen) laufen - und Basenjis. Warum Basenjis auch laufen dürfen, weiß ich nicht - da werden sich die Rasseverbände mal dementsprechend geeinigt haben.


    Da nach Rassen getrennt gelaufen und gewertet wird, bin ich tatsächlich eher abgeneigt, dass auch weitere Nicht-DWZRV-Rassen an Veranstaltungen teilnehmen dürfen - schon "nur" mit diesen Rassen sind die Veranstaltungen oft voll und bei einigen Veranstaltungen darf man nicht teilnehmen, wenn man nicht schnell genug meldet, weil schnell alle Plätze belegt sind.

    Hier müssten dann getrennte Veranstaltungen geschaffen werden - allerdings dürfte zumindest beim Coursing für andere Rassen auch ein anderes Reglement (nicht nur bzgl. Streckenlänge, erlaubte Winkelungen, Länge der Start- und Zielgerade, sondern auch der Bewertungskriterien) entworfen werden müssen.

    Jin - Whippet - 19.04.2015
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  • Meine persönliche Meinung: dadurch, dass Jagd mit Hund, also im Sinne von Hund erlegt die Beute, hierzulande schon so lange verboten ist, gibt es im Grunde keine Verwendung für Jagdhunderassen, die eigenständig arbeiten. Mangels Ideen hat man die halt in einen Topf gepackt, ob es Sinn macht, oder nicht. Solang es Minderrassen betrifft, fällt der Aufwand noch wenig ins Gewicht und andere Verbände haben sie nicht an der Backe.

    Sind nicht einige der Windhundrassen ursprünglich genau das gewesen und in ihren Ursprungsländern noch immer? Eigenständig arbeitende Jagdhunde? :denker: oder bin ich jetzt völlig auf dem falschen Dampfer?


    Die Definition vom Hound ist ein selbständig jagenden Hund... So auch Greyhound... ich verstehe also die Aussage oben nicht.

    Nene, Missverständnis. Ich meinte es so, dass Windhunde, die mediterranen Rassen, manche Urhunde und im Prinzip ja auch der Ridgebacks alles Jagdhunde sind, die absolut nicht zum zentraleuropäischen Jagdverständnis passen.

    Also grundsätzlich durchaus unterschiedliche Hundetypen, die aber alle hierzulande keinen "Gebrauchswert" haben (und nicht immer Begleithund oder Schoßhundoptik, damit haben sich die Terrier über Wasser gehalten) und deshalb, jedenfalls ist das meine Interpretation, eher notdürftig teilweise zusammen gefasst wurden, auch, was Hundesport anbelangt.


    Weil sie etwa in klassische Jagdprüfungen nicht passen oder da die Dominanz anderer Rassen zu hoch ist. Ein Ridgeback oder manche Podencotypen würden mitunter doch reinpassen können. Ich vermute, Vereinsmeierei und "Haben wir immer so gemacht" spielt (wie immer und überall) auch mit, dass die eben bei den "Jagdbegleit und Jagdhelfer" Hunden keine Rolle spielen und thematisch ein bisschen hin und her geschoben werden. Während ein paar Jagdhunderassen, hier vornehmlich die Windhunde, im Jagdgebrauch überhaupt keine Funktion übernehmen können, weil das, was sie können in Deutschland, Österreich usw (gleichzeitig auch den Ländern weitestgehend ohne eigene Windhundgeschichte und ohne eigene Rassen) schon länger verboten ist, als überall sonst, die Jagd mit hochbeinigen, nicht spurlauten Hunden, die Hetzjagd.


    Also unterschiedliche Jagdhunderassen, die aber gemeinsam haben, dass ihr Zuchtziel, der Grund ihrer Existenz, nicht legal ist und man sonst mit ihnen nicht so recht was machen kann (überzeichnet gesprochen, aber einfach aus "Leistungsaugen" in anderen Hundesportsparten relativ unbrauchbar) in einen Topf geben. Auch von der Verbandsbetreuung her.


    Manche Rassen wurden erst in den letzten 20, 30 Jahren nennenswert bekannt, was macht man mit denen, wo gibt man sie hin, wenn sie nicht nach üblichem Jagdhundverständnis funktionieren?

    Windhundverbände als Randerscheinung gab es zumindest schon. Also im deutschsprachigen Raum.


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