Würdet ihr euren Hund zu einem fremden Welpen (!) auf einem Spaziergang lassen?

  • (das Herzigste was ich bei ihm sah, er lag auf dem Rücken, Hundchen sprang auf seinen Brustkorb, versuchte dabei so etwas wie Maulrangeln, kam nicht einmal mehr mit den Pfoten auf den Boden. Dabei waren seine Vorderpfoten quasi gekreuzt, sah aus ... als hielte er was Wildes den in Armen :D ... und beiden bereitete es Vergnügen :smile:)

    So etwas ähnliches habe ich mal bei meinem Collie erlebt. Der Welpe, der hier allerdings seine Welpenzeit verbrachte und jetzt auch wieder bei uns wohnt, hat ihn als Trampolin benutzt und ihn hat das anscheinend gekitzelt und beide haben echt Spass gehabt und ich mich halb schief gelacht...es gibt sogar Fotos davon...Muss ich oft dran denken...echt süss.


    Der Collie liegt, der Welpe mit Anlauf rauf und hüpf und wilde Minute (kleine Hummel und so leicht wie eine Feder war der da..)

  • Bei meiner erübrigt sich Welpenkontakt meist von alleine. :smile: Sie wiegt 27 kg und ist ein Schäferhund.

    Sie mag Welpen, ist aber rassebedingt etwas grobmotorisch und ich mag Welpen auch und schaue sehr wie so ein Zwerg drauf ist falls der Besitzer ihn zu uns hin lassen will. Manche sind mir da wirklich etwas zu entspannt. So ein Baby braucht ja nun mal keine schlechten Erfahrungen.

    Deshalb würde ich einen ersten Kontakt niemals zulassen wenn mein Hund nicht angeleint ist oder das Hundebaby Angst zeigt.

    Kleine Draufgänger sind gar kein Problem, aber sie müssen schon etwas robust sein. Dann klappt das hervorragend. Schön ist dann oft zu sehen wie andere Leute schauen wenn sich solche Kontakte öfter treffen. Beispiel ist ein Jack Russel der sich mega freut wenn er meine sieht. Er ist jetzt 2 Jahre alt und kennt sie seit er 9 Wochen alt ist. Er hat viele schlechte Erfahrungen auf einer Hundewiese gemacht und trotzdem verstehen sich die beiden immer noch toll. Ich habe sogar das Gefühl das er sich in unserer Nähe sicherer fühlt. Ebenfalls eine französische Bulldogge, ein Mädel. Heute etwa 3 Jahre alt. Macht um jeden größeren Hund einen Bogen, aber erkennt meine schon auf große Entfernung und wir laufen gerne gemeinsam.

    Was gar nicht geht sind zappelige Welpen oder Jungspunde die an ihr hochspringen wollen. Da maßregelt sie energisch und laut und denen gehen wir aus dem Weg, auch wenn die Besitzer schon mal sagen das ihr Hund mal dringend eine auf den Deckel bekommen muss.


    LG Terrortöle

  • Da maßregelt sie energisch und laut und denen gehen wir aus dem Weg, auch wenn die Besitzer schon mal sagen das ihr Hund mal dringend eine auf den Deckel bekommen muss.

    Solchen Besitzern gehe ich tunlichst aus dem Weg.


    Tatsächlich hatte mich mal - ist schon Jahre her - eine solche Besitzerin dermaßen sauer gemacht, dass ich ihr äußerst barsch entgegnet habe:

    "Es ist IHRE Aufgabe, IHREN Welpen zu erziehen. Wenn SIE meinen, anderen, vor Allem fremden Hunden diese Aufgabe überlassen zu müssen, müssen Sie sich nicht wundern, wenn dies darauf hinausläuft, dass Sie Ihren Welpen in Streifen wiederbekommen und anschließend lebenslang einen angstaggressiven Pöbler an der Leine haben - wenn er diese von Ihnen erhoffte Maßregelung durch einen anderen Hund überhaupt überlebt.

    Meine Hunde sind mir auf jeden Fall zu schade dafür, Ihre Unfähigkeit auszubügeln!"


    Dann habe ich sie stehen lassen und bin gegangen.

  • Was bedeutet denn die Frage“ Darf mein Welpe ihrem Hund Hallo sagen?“


    Bedeutet es nicht eher „ist ihr Hund lieb?“ Versteckt sich dahinter nicht eher

    Unsicherheit oder schlicht ein Kontaktversuch des Halters. Und die Situation ist auch noch anzuschauen. Wo bin ich grad, macht es überhaupt grad Sinn stehenzubleiben ext.


    Hier sieht man auch schön in der Beschreibung mancher, dass Welpe sekundär ist, sondern man will dem EIGENEN HUND SOZIALISIEREN.
    Deshalb denke ich, die Frage ist zu streichen, ich frage sowas nie, für meinen Welpen.
    Als Anfänger ja, mit dem Ergebnis, dass der immer liebe Hund ein Verhalten zeigte, was zutiefst unsozial war.


    Mein Fehler war, dass ich meine Verantwortung an den Hundebesitzer BGB, mit dem ach so netten Hund

  • Als Hundeanfänger muss ich ja auch Erfahrungen sammeln können.


    Welpen einfach hinlassen und schauen wie es dann läuft, ist sicher der falsche Weg.


    Fragen kostet aber nichts - und ein wenig Vertrauen in andere Menschen auf eine ehrliche Antwort finde ich auch besser, als mit Angst vor anderen Hunden durch die Gegend zu rennen.


    Wie oft lasse ich denn solche Kontakte zu, gerade in der ersten Zeit?


    Bei meinem Ersthund war es so, dass der in der ersten Woche außer Wohnung, dem begrünten Hinterhof und den Menschen, die nun zu seiner neuen Familie werden sollten, nix anderes kennen lernte.

    Ab der zweiten Woche bei mir bin ich dann mit ihm in den Wald gefahren, wo er erkunden konnte nach Herzenslust - zu Zeiten, wo ich nahezu mit ihm alleine war.

    Traf ich auf einen anderen Hundehalter, so habe ich sorgfältig geschaut, ohne Hundekenntnis, nur mit Empathie - und die war basiert auf der Sorge um meinen Welpen.


    Nach EINEM solchen Hundekontakt, der bisher immer freundlich verlief ... hatte der Welpe erst mal 2 Tage Zeit, dieses außerordentliche Erlebnis sacken zu lassen.


    Dann wurde es ganz, ganz kleinschrittig mehr, mit wachsender Resilienz des Welpen konnten dann auch die Anforderungen gesteigert werden.


    Es ist eben nicht die Masse an Hundekontakten, sondern die Qualität dieser Hundekontakte, die maßgeblich die Sozialisierung beeinflusst.

  • Es ist eben nicht die Masse an Hundekontakten, sondern die Qualität dieser Hundekontakte, die maßgeblich die Sozialisierung beeinflusst.

    Das unterstreich ich.

    Wer das berücksichtigt kommt sehr gut durch die Welpenzeit und hat danach einen offenen recht sicheren Junghund.


    Und durch die Zeit gilt wieder:


    Es ist eben nicht die Masse an Hundekontakten, sondern die Qualität dieser Hundekontakte, die maßgeblich die Sozialisierung beeinflusst.

  • Hier ein absolutes Nein! Totales No-Go!

    Hope ginge voll drauf - geht gar nicht.


    Bei meiner Rotti-Hündin war das kein Problem. Sie schmiss sich auf den Rücken und ließ sich als Welpenspielzeug mißbrauchen. Fand sie allerdings offensichtlich gut :ka:

  • Bei meiner Rotti-Hündin war das kein Problem. Sie schmiss sich auf den Rücken und ließ sich als Welpenspielzeug mißbrauchen. Fand sie allerdings offensichtlich gut :ka:

    Ich glaube das ist wirklich ein Bereich in dem man Menschen und Hunde fast vergleichen kann.

    Manche mögen keine Kinder/Welpen, manche sind gleichgültig, andere mögen sie in Maßen, oder nur, wenn es die eigenen/aus der Familie sind und andere lieben sie total und blühen auch als Babysitter total auf. :smile:

  • Würdet ihr sagen, euer Hund wäre ein guter Kontakt für einen fremden Welpen?

    Jein.

    Elliot ist super. Geht sehr freundlich und nett auf andere Hunde zu und ist anfangs auch sehr vorsichtig. Sein Aber: Er ist recht wild beim Spielen. Je nach Größe des Welpen würde ich das dann unterbinden. Wäre es aber z.B. ein Labradorwelpe, dem es nicht unbedingt was ausmacht, auch mal einen Pfotenpatscher auf den Kopf zu kriegen, hätte ich da keine Bedenken.


    Kimi finde ich als Kontakt für Welpen eigentlich auch toll. Sie ist sehr nett, sehr höflich und sie zeigt ganz fair Grenzen. Je nach Welpe könnte/müsste/sollte dieser aber lernen, Grenzen aufgezeigt zu bekommen bzw. diese zu akzeptieren. Sie würde ich z.B. mit einem Labbiwelpen eher nicht länger zusammen lassen, weil ich dann Angst hätte, dass sie unter die Räder kommt. Sie macht zwar tolle Ansagen, kann die aber im Ernstfall nicht umsetzen.


    Würde ich mir jetzt einen Welpen zu meinen dazu holen (was ich eh erst dan tun würde, wenn Elliot nochmal ein Jahr älter ist), dann hätte ich zwei tolle Erzieher hier, da bin ich mir ganz sicher. Auch wenn ich trotzdem noch in Bahnen lenken müsste, aber das bleibt eh nicht aus.


    Und der Vollständigkeit noch unser Teilzeit-Labbi: Er war bei Elliot immer der nette Onkel, der jederzeit zum Spielen bereit ist. Fast immer ganz vorsichtig, legt sich extra auf den Boden, passt super gut auf und lässt sich von Welpen malträtieren. Das ist aber auch sein "Nachteil": Er macht gar keine Ansagen. Erst dann, wenn es ihm weh tut. Daraus lernt ein Welpe im Zweifelsfall eben auch nichts Gutes. Aber trotzdem würde ich ihn zu stabileren Welpen problemlos lassen können.


    Ach ja: Natürlich alles nur, wenn der Welpenbesitzer und der Welpe selbst das auch möchte. Ist eh klar, wollte ich nur nochmal dazu sagen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!