Wesensänderung alter Hund

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    Hallo,


    Ich mache mir Sorgen um meinen alten Mann. Bzw. mit 8 ist er eigentlich noch nicht so alt, aber er baut das letzte Jahr massiv ab...
    Da ich hier noch keinen TA meines Vertrauens gefunden habe wüsste ich gerne ob ihr Ideen habt wo das her kommt und was ich nächste Woche beim TA abklären lassen sollte.


    - Futterneid/Ressourcenverteidigung: Das wird immer schlimmer, fremde Hunde werden mittlerweile grundsätzlich angegriffen (bis vor einem Jahr hatte er noch nie von sich aus etwas getan), wenn ich mit dem Mund an Essbares (auch unseres) gehe knurrt er (und beschwichtigt), heute hat er mich das erste Mal in seinem Leben angenurrt als ich ihm etwas mit der Hand wegnehmen wollte (Knochen den er dem Kleinen gestohlen hat), er geht immer aggressiver an den Futternapf des Kleinen usw... Spielzeug ist nicht so schlimm, aber auch hier wird es schlimmer. Und ja ich habe gegengesteuert mit allem was ich an Tipps hier im Forum gefunden habe, aber hilft nichts.


    - Hunger: Als junger Hund hat er sogar den Futternapf geteilt, Futter stand offen rum, ich konnte Essen auf dem Couchtisch stehen lassen wenn ich die Wohnung verlassen habe. So ist es schon lange nicht mehr, aber momentan wird es extrem. Er frisst alles gierig in sich rein, riskiert Ärger, nimmt immer weiter zu. Wenn ich sein Futter reduziere lässt er es am Kleinen aus. Wenn ich auf der Couch esse versucht er richtig aggressiv an den Teller zu gehen und knurrt mich an wenn ich ihn wegschubse (auf Kommandos reagiert er sowieso nicht mehr dann). Aber auch Küchenanrichte ist keine 3 Minuten mehr sicher. Ich kenne den Hund so nicht!


    - Bellen: Er pöbelt immer mehr grundlos rum. Also nicht Dinge die wir nur nicht hören, sondern wirklich grundlos. Ich dachte erst es ist der Umzug, aber es wird schlimmer statt besser. Mittlerweile sind wir an einem Punkt wo er uns anbellt. Also zB mein Freund kommt aus dem Keller, kommt hoch (was ICH höre), er kommt ins Wohnzimmer und Koda schießt los und verbellt ihn.
    Ich nehme an Augen (wirken auch irgendwie trüb) und/ oder Ohren lassen nach. Aber was kann ich für ihn tun? Es wird immer mehr, das kann kein Dauerzustand sein.


    - Und hin und wieder ist er einfach... komisch? Nicht lebensfroh, lustig, aktiv sondern griesgrämig, steht rum, lahmarschig, teils fast apatisch. Ich könnte aber nicht sagen was genau die Gründe sind, also Schmerzen, beginnende Demenz oder einfach nur ein schlechter Tag.


    Gut und er hat hin und wieder Schmerzen im unteren Rücken, aber das nur der Vollständigkeit halber. Und einen Fettknubbel (laut TA, hab mir den Fachbegriff nicht gemerkt), aber der verändert sich in Größe und Festigkeit, was mich auch etwas misstrauisch macht.

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  • Mein Rat wäre, stell den Hund einem guten TA vor.
    Ich denke da ist gesundheitlich was im Argen.

    Gut und er hat hin und wieder Schmerzen im unteren Rücken, aber das nur der Vollständigkeit halber. Und einen Fettknubbel (laut TA, hab mir den Fachbegriff nicht gemerkt), aber der verändert sich in Größe und Festigkeit, was mich auch etwas misstrauisch macht.

    Auch das sollte abgeklärt werden, dringend.
    Und ein 8-jähriger Hund ist für mich noch nicht alt.

    LG Anette

    (Mohikaner und Inventar)

    Für immer in meinem Herzen

    Diego * 2004 - † 21.Juni 2018

    Bonnie * 1986 - † April 1999

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  • Dem Rat zu einer gründlichen gesundheitlichen Abklärung kann ich mich nur anschliessen.


    Unter gesundheitlichen Problemen (aber auch in hohem Alter) können Verhaltensweisen, die zeitlebens ein Problemchen dargestellt haben, aber immer gut gemanaged werden konnten, deutlicher zum Vorschein kommen, weil dem Tier schlichtweg durch Schmerzen, Unwohlsein die Ressourcen geraubt werden, die es dazu bräuchte, in diesen Momenten die Contenance zu wahren.


    Unerkannte Schmerzen können einen kirre machen.


    LG, Chris

  • Ja wie gesagt ich will nächste Woche zum TA.


    Und ich war im Sommer schonmal, der hat grob drüber geschaut, den Fettknubbel nach 5 Sekunden als unbedenklich erklärt und raus waren wir.


    Als ich den Kleinen impfen hab lassen, hatte ich ihn auch dabei und den TA (ein anderer) gebeten ihn sich anzuschauen. Der meinte nur das wäre normal für alte Hunde.


    Jetzt gehe ich wieder zu einem neuen TA, vllt ist der etwas hilfreicher, aber falls nicht will ich nicht wieder nutzlos weggeschickt werden. Deswegen die Frage was denkt ihr sollte man machen, Blutbild, Röntgen? Ich weiß ihr seid keine Ärzte, aber die TAs hier sind bis jetzt.... enttäuschend. Ich bin nah dran mal eben quer durchs Land zu meinem alten TA zu fahren.


    Und ich wollte wohl irgendwo auch wissen ob ich übertreibe und es eigentlich nichts ist...


    Ich fühle mich gerade einfach so hilflos, weil ich bisher einfach so abgeschoben wurde und will das nicht nochmal...

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Lass vor allem Seh- und Hörvermögen abklären. Dieses "verwirrte" Rumstehen, das du da beschreibst, hat meine achtjährige Hündin gezeigt, als sie schnell erblindete. Das wurde so massiv, dass neurologische Probleme befürchtet wurde, aber es war dann tatsächlich nur der Schock durch das schnell vergehende Augenlicht -der Hund wußte sich einfach in der fremd werdenden Welt nicht zu helfen. Laß dir nicht, auch nicht vom Tierarzt, erzählen ,dass es für einen Hund kein Problem sei, schlecht zu sehen - es ist eins, und zwar ein massives. Später kann er zwar gut klarkommen, aber in der Übergangsphase braucht er Hilfe und Rücksicht.


    So eine Verwirrung kann auch durchaus zu Aggressivität führen: Das Tier kann mit den nachlassenden Sinnen die Welt nicht mehr einschätzen und neigt dann zu "Kurzschlüssen".


    Das würde ich also ganz genau abklären lassen, dazu das Übliche: Hat er irgendwo Schmerzen? Wie sehen die Blutwerte aus, vielleicht mal ein geriatrisches Blutbild?


    Ich würde ganz sicher davon ausgehen ,dass dein Hund, wenn er sich so dramatisch verändert, eine gesundheitliche Beeinträchtigung hat. Mit acht fängt ein Hund ja nun gerade erst an, alt zu werden, und für so massive Probleme ist das eigentlich noch keine Erklärung.

  • So, also die Doofnuss erfreut sich, außer einem Lipom, bester Gesundheit, Blutwerte allesamt hervorragend. Er ist also nur ein A..... . Ne, wir sind am weiterüberlegen, was sein könnte.


    Beim Futter experimentiere ich mit Zusammensetzung (Fett-, KH-, Gemüseanteil usw) in der Hoffnung, dass sich da was auftut. Momentan habe ich das Gefühl mehr Fett+Gemüse und öfter füttern hilft. Wenn ich viel Glück habe wird die Ressourcenverteidigung dann auch besser. Damit wäre ich ja schon zufrieden.


    Bellen: Meine Überlegung ist Taubheit+ Unsicherheit. Die TA hat sich kurz die Ohren angesehen und dann gemeint, von außen sieht man nichts. Aber das muss man ja auch nicht unbedingt.


    Und das wird tatsächlich immer schlimmer. Momentan weiß ich zuverlässig sobald mein Freund vom PC aufsteht (oder sich stärker bewegt), wie lange er auf Toilette ist oder ob er hoch kommt. Wenn er hoch kommt, kommt ihm ein auf Krawall gebürsteter Hund entgegen, bis der kapiert wen er vor sich hat... Funktioniert aber auch andersrum, also dass er meine Bewegungen meldet usw, liegt also nicht an meinem Freund.
    Außerdem wird seit Neuestem auch kommentiert wenn ich zB in der Küche (2-3 m von der Couch (=ihm) weg) Schubladen und Schränke schließe. Danke für den Hinweis...
    Ich bin mittlerweile ziemlich sicher, dass es Probleme mit den Ohren gibt und er ist eben unsicher ist. (Oder hat jemand eine andere Idee?)
    Und wichtigste Frage, hat jemand eine Idee wer/wie/wo/was ich da trainieren/probieren könnte?
    Es neeervt nämlich unglaublich wenn absolut alles kommentiert wird. Und wenn ich Recht habe und er wirklich Unsicherheit und Taubheit ist muss es ja auch für meinen alten Mann extrem unangenehm sein. Nur bin ich hier absolut ratlos was ich tun könnte...

  • Also klar, immer erst TA, aber für mich klingt das schlichtweg nach Altersdemenz. Das ist so wie wenn Frau Schmidt aus Zimmer 6 bei jedem Gereausch ruft :"Was machst du denn da, Gisela?" Obwohl Gisela gar nicht dort wohnt sondern mit Mann und Kindern in Frankfurt.
    Dazu passt auch, dass er jedes mal denkt ihr seid Einbrecher, bis es dann doch kurz klick macht, wenn er euch riecht.


    Kann man glaube ich nicht ganz viel machen... Aber vllt ist es ja doch was anderes.

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