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Unsere Junghunde... der alltägliche Wahnsinn Teil 9

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    Ich bin wesentlich entspannter seit ich a) Lolas Aufregung besser handeln kann und b) mir jemand, bei dem ich erleben durfte wie gut er/sie Hunde einschätzen kann, sagte dass Lola gut läuft bei mir und einfach nicht der schlaftablettig wirkende Hund werden wird, der überall propagiert wird. Also habe ich meine Ansprüche zurückgefahren und kann jetzt einfach gucken, was Lola leisten kann anstatt zu schauen, was Lola leisten können soll. Ist das verständlich geschrieben? :fear:

    Zudem ist sie ja auch noch nicht ganz erwachsen, auch wenn sie erwachsener wirkt seit der letzten Läufigkeit.



    Wir waren auch eine entspannte Runde. Jedenfalls war sie das am Ende. Anfangs war ich einfach nicht so recht bei mir, ohne dass ich verifizieren konnte, warum das so ist. Aber als es ging, lief Lola wieder von selbst.



    Hab Lola einmal korrigiert, weil nervig. War dabei aber wohl bisschen deutlich und bisschen zu nachdrücklich. Und einige Schritte später fängt Lola dann an, neben mir zu hopsen. So diese Spielaufforderungshopser. Ich bin nicht sicher, ob das Gefiddel war oder ob sie mich entspannen wollte. Habs aber gleich gecheckt immerhin und wir haben kurz gehuschelt.




    Lustig auch. Wir kommen grade vom Pipi, Lola bleibt mitten auf der Treppe stehen. Ich frage "Wasn, musste nochmal spazieren gehen?" .. Hund war oben wie ein Blitz. :lol:


    Schaefchen2310

    Stand noch eine andere Rasse zur Wahl?

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  • Wer hat ihm denn die Maske verpasst? Und sowieso, ich dachte man macht das mit Quark? Und wo sind die Gurkenscheiben?



    Also ich hab ja nun absolut keinen guten Vergleich und weiß nicht wirklich, ob Ole nun "leicht" oder "krass" ist (vermutlich wie so oft irgendwas dazwischen), aber ich denke ich hab den (Jung-)Hunde-Code geknackt :klugscheisser:

    Niedrige Erwartungen = entspannter Besitzer = entspannter Hund

    Welche Erwartungen für den Hund hoch sind, muss man dann wohl raten. Da kann man sich im Idealfall und ohne Glückskekshund aka Mischling an der Rasse orientieren oder man fängt eben bei Null an

    Und um jetzt mal den Bogen zurückzuschlagen zu seltsamen Campushunden:


    Ich denke, viele Menschen haben einfach ein verzerrtes Bild von Hunden im Allgemeinen. Da stimmen die Erwartungen eben null. Man sieht Hunde in der Innenstadt, Hunde die Stöckchen bringen, Hunde die miteinander toben, Hunde die auf der Geburtstagsfeier von Mensch zu Mensch laufen. Da denkt man sich, dass das der normale Rahmen ist, in dem Hundehaltung eben funktioniert und alles was da rassemäßig rausfällt, braucht eben mehr/überhaupt Erziehung, aber dann passt das schon. Das ist so das, wie ich selbst an die Sache gegangen bin (trotz viel Interesse für Tiere und Verhalten!) und wie es meiner Beobachtung nach auch bei den meisten anderen läuft. Dass eben nicht jeder Hund als Begleithund glücklich wird oder sogar in dem Rahmen nicht mehr tragbar wird, scheint vielen nicht klar zu sein. Das einzige, was ich da als Maßnahme - weil es ja kein einfacher Begleithund ist - bei Hütimixen beispielsweise kenne, ist das elendige Auslasten mit täglich vier Stunden Rennen und Fahrradfahren. (Einer ist erst 1,5 Jahre alt und hat dieses Programm!)


    Nun kann ich damit leben bzw. ist es mir sogar recht, dass mein Hund wahrscheinlich nicht als WG-Hund taugen wird, weil er dann kein Auge zukriegt, und andere Hunde eher nicht so berauschend findet. Aber froh bin ich schon, dass ich nicht auf die Idee gekommen bin, dass ein Akita sich hier bestimmt nett machen würde :ugly:

    Grüße von Maren und Ole (*31.12.2018), Shiba-Mischling

  • :verzweifelt: Dieses Erlebnis habe ich zur Selbstreflektion genutzt und mich und mein Verhalten geändert und den Hund mit seinem Charakter wie er eben ist gesehen und auch so respektiert.

    Seit diesem Tag geht es uns wirklich gut und es gab nie wieder so bescheidene Tage.

    So ein Erlebnis hatte ich auch mal. Der zweijährige Emil, ich und mein Mann auf der Terrasse und Emil, wie damals üblich quasi durchweg am Bellen. Mein Mann und ich gereizt (was es ja nicht besser macht bei einem sensiblen Hund) und mein Mann sagt "Mach, dass es aufhört". Ich war so wütend, dass ich wirklich fast mit Fäusten auf ihn los bin. Total hilflos (schließlich wusste er ja, dass ich das Bellen nicht abstellen kann).

    Habe die Story dann einer Trainerin erzählt bei der ich dann war und eben beschrieben wie hilflos ich mich gefühlt habe. Und die meinte zu mir "Und genauso fühlt sich Emil." Das hat mich so getroffen, weil es so wahr war. Über den Stress mit dem ewig bellenden Hund habe ich vergessen Emils Leid in dieser Situation zu sehen.

    Zwar hat diese Trainerin mir auch an sich nur Management an die Hand gegeben (nicht so verkehrt, vieles davon nutze ich auch immer noch), aber mit diesem Satz hat sie mich ziemlich umgedreht. Ich habe viel mehr auf Emil geachtet und bin tatsächlich ab dem Tag nie wieder sauer auf den Hund gewesen. Angestrengt ja, klar, kurz vorm Tinnitus ist man nicht immer soooo entspannt, aber mein Umgang mit dem Hund ist wesentlich ruhiger geworden und ich habe tatsächlich vor jedem Eingreifen meinerseits überlegt, ob das jetzt wohl was bringen wird, oder ob der Hund mich gar nicht mehr wahrnimmt.

    Das hat viel Stress aus unserer Beziehung genommen und ich war dann in der Lage all das Positive zu sehen, was er in mein Leben gebracht hat.

    Claudia und ihre Fellnasen
    Chica (kleiner Mischling): geboren irgendwann 2005
    Emil (Sheltie): geboren 21.06.2015
    Fiete (Collie): geboren 07.06.2017


    für immer in meinem Herzen mein Seelenhund Wusel: geboren 1999, gestorben 19.02.14


    Emils Kindertage

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