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Der "gefährliche" Hund

  • Für mich ließt es sich so

    Vater und Kind latschen durch die Gegend.

    Type pöbelt los und Vater reagiert und schützt und dann geht es halt ab.

    Du hast aber schon gelesen, dass es damit anfing, dass der Hundehalter zu den Eltern gesagt hat, sie sollen das Kind vom Hund weg nehmen?

    Zitat

    Als sich das Kind dem Hund näherte, soll der 33-Jährige die Familie erst fremdenfeindlich beleidigt und den Vater aufgefordert haben, sein Kind von dem Hund wegzunehmen.

    Das kann auch einfach heißen das dass Kind zu nah am Hund lang gegangen ist.

    Da steht nicht das Kind wollte den Hund streicheln sondern es kam zu Nahe

    Flauschige Abenteuer mit Mr Flauschig

  • Vorweg ich habe das jetzt von dir nur mal so rausgezogen, hat also nix mit deiner allgemeinen Aussage zu tun.


    Wieviele Hunde kennt ihr, die zivil auf Kommando Menschen angreifen und keine Diensthunde für den Zugriff sind?


    Ich sage es mal so, es ist Berlin, da gibt es an Szene alles in jede nur erdenkliche Richtung. Eine Bekannte hier um die Ecke hat ihren Hund aus der "Kampfhundszene", allerdings war der Hund Opfer. Der wurde 10 Jahre im Keller gehalten und galt als Anheizer für die auszubildenen Hunde und hat da nicht nur eine Verletzung davon getragen bevor er da befreit wurde. Aktiv für den Kampf wurde er nicht eingesetzt, sonst hätte er wohl kaum 10 Jahre überlebt, aber das gibt es in Berlin.

    Was der Hund nun von phänotypischen Listenhunden hält kann man sich vorstellen.


    Ich kenne auch keinen solchen Hund, das liegt aber daran, das ich nicht in der Szene bin und damit keiner Hausieren geht. Ausbildungen in die Richtung scheint es aber zu geben, auch in Bezug auf Menschen. Illegale Autorennen gibt es auch, auch wenn ich das noch nie live miterlebt habe.


    Lichtenberg ist nun nicht der toleranteste Bezirk in Berlin, auch wenn der rechten Kiez von Lichtenberg nicht an der Anna-Ebermann Str. liegt.


    ***


    Und klar, der Großteil der zupackenden Listenhunde stammt nicht aus seriösen Zuchten. Ändert aber leider nichts daran, das sie existieren, weil bestimmte Gruppen sich diese Hunde aussuchen.


    Die Rassen sind gebrandmarkt und haben eine Stempel und den werden sie auch nicht mehr los, wenn die Presse sich ändert und es nur noch Hunde aus seriösen Quellen gibt. Denn das Potential haben auch diese Hunde und so schnell vergisst der Mensch nicht. Und die entsprechende Klientel an Menschen ist eben nicht bekannt für einen rücksichtsvollen und verantwortungsbewussten Umgang. Und letzendlich kann man auch den bestgezogensten Hund versauen.


    Das ist nicht schön, ist aber auch nicht wegzureden.


    In Berlin ist das extrem, es gibt nur wenige Listenhundhalter, die man nicht sofort in eine Schublade packen kann. Das ist traurig, ist aber einfach so.


    Wir haben entweder die rechte Fraktion oder Menschen arabisch stämmigen/südländischen Ursprung, die die entsprechenden Klischees bedienen.


    Wir machen auch einen Bogen um Listenhunde, liegt an mehreren Sachen. 1. Mag Kami diesen Typ Hund überhaupt nicht, gefühlt gibt es sie hier nur in aggro (hat sie schon am eigenen Leib erfahren müssen) oder aber als distanzlosen Freukeks. Beides findet sie kacke, also meiden wir sie.


    2. Die Halter, das ist in den meisten Fällen nicht das Klientel von Menschen das ich mag. Klingt fies ist aber hier meist so. Ich mag keine Leute die sich ihren Hund aus Statusgründen holen, denn so ist es traurigerweise meist. Wohlbemerkt nicht immer, wir kennen auch einige wenige nette Listihalter. Aber viele der anderen wissen ganz genau welche Wirkung ihr Hund auf andere Leute hat und von Rücksichtnahme ist da nix zu sehen. Keiner dieser Leute würde sich einen Labbi, Pudel,... holen, es geht um die Außenwirkung dieser Hunde.


    In Berlin sind das eben Listis, Gebrauchshunde und seit 2 Jahren auch vermehrt Herdenschutzhunde.


    Das ist hier einfach so und wenn das so gehäuft vorkommt, sammeln die Leute auch entsprechend häufig negative Erfahrungen, ob nun mit den Hunden selbst oder den Haltern.


    Wir haben erst letztens wieder ein Beobachtung dieser Art gemacht. Kurzfassung: Frau mit Pudel an Leine im Park. Südländer mit Listi der freiläuft. Listi rennt auf den Pudel zu. Der Pudel ist anscheinend unverträglich, die Frau nimmt ihn hoch. Vielleicht nicht die schlauste Idee, aber was solls. Der Listi springt also an der Frau hoch um an den Pudel zu kommen. Die Frau schreit den HH an, den Hund wegzunehmen. Er ruft halbherzig. Sie schreit weiter, der Hund hopst immer noch - Beutetrieb, er versucht in die Haksen zu schnappen. Der HH schlendert zu ihr, packt den Hund am Halsband, entfernt sich ein paar Meter, lässt ihn los und das Spiel beginnt von vorne.

    Die Frau brüllt wieder, das sie die Polizei ruft. Der Typ "MACHT ER WAS!?!?!?". Es geht weiter, der Begleiter von ihr greift zum Handy. ERST da nimmt er den Hund weg, zieht ihn am Halsband weiter. Lässt ihn aber nach 20m wieder frei, setzt die Kopfhörer auf und läuft weiter. Die Frau hat sicher todesängste ausgestanden.


    Wahrscheinlich war der Hund nicht gefährlich, hätte aber immer kippen können, in Richtung der Beine hat er geschnappt. Sicher ist es ungünstig den Hund hochzunehmen. Aber diese ganze Szene spiegelt den Umgang hier mit diesen Hunden wieder.


    Ein anderer HH mit Listi, der Hund hat Nerven aus Stahl. Er lässt ihn überall nackig rumlaufen, kein Halsband, nix und der hat keine Begleithundeprüfung,...

    Der Hund tillte mal an einem jungen Baum aus, weil da ein Eichhörnchen drauf war. Der Typ fand es geil und schüttelte auch noch mehrfach an dem Baum.


    Das sind so Szenen... Selbst wenn keiner Verletzt wird, das ist die Außenwirkung, die die HHs hier fördern. Nicht alle, aber in einer großen Stadt leben eben auch potentiell mehr Idioten.

  • Lichtenberg hat schon lange ein Problem mit rassistischen und homophoben Übergriffen. Erst letztes Jahr gab es dort einen ähnlichen Fall: https://www.morgenpost.de/berl…t-Hund-auf-Begleiter.html


    Bin fast täglich in Lichtenberg. Man muss selbst gar nichts "falsch" machen, um in solch eine gefährliche Situation zu geraten. In den vergangenen vier Jahren bin ich ohne mein Zutun zwei Mal knapp an sowas vorbeigeschlittert. Aber für einige reicht schon die pure Anwesenheit von Personen, die nicht in ihr beschränktes Weltbild passen, um sich provoziert zu fühlen. Zum Glück waren deren SoKas im Gegensatz zu ihnen nicht aggressiv.

    LG
    Maja


    Fili *05/06/2015


    Wir treffen uns auf der großen Hundewiese wieder:
    Chucky + 13/11/2014
    Frisky +17/09/1999


    Black is beautiful!

  • Leute...


    ... wie ihr wisst und schon immer wisst, ist das DF NICHT der Platz für politische Diskussionen.



    Also bitte - sofort Stop damit. Wenn es um Menschen geht, wo sich einer vor den anderen stellt und ein Streit entsteht und ein Hund einen Mensch beißt - alles ok zu diskutieren. Aber weiter nicht - ab hier und jetzt. Danke.

    Zack Zack, Malinois (*30.3.2018), Thilde, Malinois (*14.06.2013), Theo, Épagneul Breton (22.05.2002 - 22.02.2018), Pepe, Terrier-Mix (Oktober 1998 - 1.10.2011)


    Die Hummel-Hunde


    Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten sind im Hund enthalten. (Franz Kafka)

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