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7 Monate und will ständig aufreiten - Welches Training ist sinnvoll?

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    Hallo ihr Lieben,


    unser Milo ist mittlerweile fast 8 Monate und entwickelt sich prächtig. Er ist nun mitten in der Pubertät gelandet.


    Hundekontakte laufen seit 4 Wochen so ab, dass der andere Hund sehr intensiv beschnuppert wird und dann folgt bei Weibchen (kastriert und unkastriert) und bei kastrierten Rüden sofort ein permanentes Aufreiten oder wenigsten der Versuch dessen.


    Von Beginn an unterbinde ich jeglichen Versuch, nutze unser Abbruchsignal und trenne ihn sofort von dem anderen Hund, aber er lässt nicht locker.


    Wir haben sehr viel Hundekontakt und langsam schwindet meine Freude daran. Meist ist binnen 5 Minuten ein "Opfer" gefunden, welches er nicht mehr aus dem Auge lässt. Er ist dann richtig bessesen. In der Hundeschule unterbrechen wir das Spiel und er wird zur Seite genommen. Auf Gruppengängen leine ich ihn an. Aber er ist dann auch nicht mehr ansprechbar und zieht unheimlich an der Leine.


    Verwarnen ihn die anderen Hunde, lässt er von sich aus ab und geht auf die Suche nach einem neuen "Partner". Natürlich gibt es auch viele Hunde, die sich nicht äußern, daher herrscht derzeit meist Leinenzwang.
    Er ist dann auch fix und fertig, atmet schnell und hechelt stark.


    Jetzt meine Fragen. Soll ich die Kontakte jetzt meiden, um ihn nicht so sehr zu stressen?
    Wie kann ich weiter daran mit ihm arbeiten? Derzeit hat er eine 1m Leine am Geschirr, damit ich schnell eingreifen kann. Habt ihr weitere Tipps für mich?


    Wird das wieder besser?


    Ich hatte zuvor 15 Jahre zwei Hündinnen und war eher in der Lage, dass meine Mädels immer von Rüden bestiegen wurden. Und dies nervte tierrisch. Daher fühle ich mich einwenig unter Zugzwang :fear: .


    Bei unserer 15 jährigen kastrierten Hundeomi ist Ruhe, auf sie ist er nicht einmal aufgesprungen. Auch uns und seine Spielzeuge/Kuscheltiere lässt er in Ruhe.


    Ich freue mich auf eure Erfahrungen!


    Danke Nicole

    Emma (*Juli 1999)


    Milo (*September 2014)


    Ada (*Mai 2015)

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  • Hallo Nicole!


    Cookie ist ja nur ein paar Wochen jünger wie Milo und wir hatten dieses Verhalten bis jetzt einmal bei einem ersten Spaziergang mit 2 Hündinnen - eine 3 Jahre und die andere 4 Monate alt. Ich kann dir nachfühlen, dieses permanente Aufreiten war Stress pur und da das Abbruchkommando bei uns auch nur immer kurzfristig Erfolg gezeigt hat (dann ist er halt zur anderen), war's dann ein Leinenspaziergang. Ich war fix und alle - er auch - und ich hab versucht mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass er frühreif ist - hat ja auch schon mit 12 Wochen das Beinchen gehoben.


    3 Tage später haben wir auf einem Spaziergang eine 6 Monate alte Hündin getroffen, die gerade die ersten Tage der Läufigkeit hatte und sind ein Stück gemeinsam gelaufen. Und was soll ich sagen - Cookie hat ein wenig geschnuppert und dann haben beide super toll zusammen gespielt. Alles ohne Leine. Da war nichts mit Aufreiten und seitdem ist das auch (bis jetzt) nicht mehr passiert.


    Lange Rede kurzer Sinn: Aufreiten muss nicht immer sexuell begründet sein. Es kann auch Stress bedeuten. In unserem Fall denke ich, war es das damals auch: fremde Umgebung, megaviel los und 2 fremde Hündinnen dazu - war ihm wahrscheinlich an dem Tag zuviel.


    Wie siehts denn bei euch aus, wenn ihr nur mit einem anderen bekannten Hund spazieren geht? Macht er das dann auch? Vielleicht sind es ihm einfach zuviele Hunde auf einem Haufen?


    LG
    Karin


    PS: Echt schade, dass ihr soweit weg wohnt.

    Cookie - Shih-Tzu-Mix, geb. 6.10.14
    Mila - BolonkaZwetna, geb. 14.6.17
    Sammy - EKH-Kater, geb. 8/2005

  • Ich würde für weniger Hubdekontakte sorgen und dann eher zu ruhigen älteren Hunden, erst Mal möglichst die Gleichen. Neue trifft man zwangsweise draußen eh immer mal wieder.

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  • Liebe Karin,


    die Hundegruppe variiert immer. Aber wir gehen nur 1 mal wöchentlich gemeinsam und 1 mal zur Hundeschule. Zu Hause schläft er den ganzen Tag.


    Bei allen bekannten unkastrierten Rüden ist das Spielverhalten gleich geblieben, bei anderen Hunden kam dieses Verhalten über Nacht.
    Er leckt den anderen Hunden auch immer überall rum. Woran ist den ein sexuell motiviertes Aufreiten erkennbar?
    Auch bei Spaziergängen schnuppert er sich fest und leckt an fremden Urin.


    Ich versuche ruhig zu bleiben. Bin mir nur unsicher, wie sehr es ihn stresst. Muss er lernen, damit umzugehen?


    Mir wird ganz bange, wenn ich ein paar Monate weiter denke. Meine Schwiegereltern (leben in einem Mehrgenerationenhaus) wollen sich auch einen Hund holen. Es soll ein weiblicher Welpe werden. :tropf:


    Ich möchte einfach lernen, damit umzugehen.


    Liebe Grüße an deinen süßen Cookie.


    Nicole

    Emma (*Juli 1999)


    Milo (*September 2014)


    Ada (*Mai 2015)

  • Ich würde für weniger Hubdekontakte sorgen und dann eher zu ruhigen älteren Hunden, erst Mal möglichst die Gleichen. Neue trifft man zwangsweise draußen eh immer mal wieder.


    Das war auch mein Bauchgefühl. Ich gehe öfters mit zwei Althunden. Beide kastriert. Da probiert er es einmal und wird sofort zurecht gestutzt und dann können wir entspannt laufen.


    Danke!

    Emma (*Juli 1999)


    Milo (*September 2014)


    Ada (*Mai 2015)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Das mit dem Lecken kann ich bei Cookie auch ab und zu beobachten. Wenn er mit seinem Welpenkumpel spielt (Rüde), dann machen sie es beide gegenseitig. Wir haben schon gesagt, wahrscheinlich werden sie mal schwul. :pfeif: :D
    Auch der Urin meiner Seniorhündin wäre interessant für ihn, wenn sie wo hinpieselt. Da sie momentan aber ein spezielles Krebsmedikament bekommt, ist mir das zu gefährlich, dass er da hinleckt. Meine "Geheimwaffen" sind momentan selbstgebackene Pansenkekse bzw Leberkekse - da eilt er immer geschwind herbei. Funktioniert sogar bei Pferdeäpfel... aber verfressen war er schon immer. ;)


    Diese Phänomene "über Nacht" kenne ich auch. Wochenlang wird ein Berg Bügelwäsche ignoriert - an einem Tag dann angebellt und am nächsten draufgesprungen und gegraben. Auf die Idee, dass er den Berg bügelt ist er leider noch nicht gekommen. Da warte ich noch drauf... :roll:


    Vertrau deinem Bauchgefühl! Man muss nicht immer mit jeder Situation umgehen können, wenn man es vermeiden kann.


    LG
    Karin

    Cookie - Shih-Tzu-Mix, geb. 6.10.14
    Mila - BolonkaZwetna, geb. 14.6.17
    Sammy - EKH-Kater, geb. 8/2005

  • Wir haben das mit "nein" und anschließend an die Leine und Hundekontakt untersagen gemacht. Aufreiten macht er nun nicht mehr. Sich festschnuppern und Urin ablecken allerdings schon noch. Aber dass wir "rammeln" nicht dulden hat er kapiert und macht er nur noch, wenn der andere anfängt und er dann natürlich zeigen will, dass er der "Chef" ist. Aber normalerweise spielt er nur normal mit anderen Hunden oder schnuppert natürlich auch mal, aber mehr auch nicht.

  • der andere hund wird es doch selbst unterbinden und so lernt er das sowas nicht gewollt ist.
    er ist mit 7 monaten einfach noch jung und lernt und das lernt er durch andere hund sehr sehr schnell.


    kastrierte Rüder riechen wie weibchen und sind so für intakte rüden interessant, das finde ich das negativste an kastration, denn damit tut man den kastraten keinen gefallen das sie plötzlich interessanter sind,


    als mensch kann eh nicht wirklich einschreiten oder steht ihr immer neben euren tieren ?
    und bis man hin ist, ist es eh schon am anderen hund selbst unterbunden.

  • @xervers: ja, ich steh neben dem Hund und lass ihn nicht einfach treiben im wahrsten Sinn des Wortes.


    Und nicht alle Hunde sind nett. Manche unterbinden es nach "Hundeart". Es gibt aber auch Hunde, die dann beißen würden. Ich würde es nicht riskieren.


    Und ja, wir stehen neben unserem Hund. Wir trainieren auf Teufel komm raus den Rückruf. Der klappt nicht immer, aber immer öfter. Unser Ziel ist, dass er sofort kommt und nicht einfach andere Hunde anschnüffelt. Und bis er nicht so hört. Bleibt er an der Leine. Oder läuft an der Schlepp und wird dann eingefangen, wenn er sich anderen Hunden nähert.

  • der andere hund wird es doch selbst unterbinden und so lernt er das sowas nicht gewollt ist.er ist mit 7 monaten einfach noch jung und lernt und das lernt er durch andere hund sehr sehr schnell.


    kastrierte Rüder riechen wie weibchen und sind so für intakte rüden interessant, das finde ich das negativste an kastration, denn damit tut man den kastraten keinen gefallen das sie plötzlich interessanter sind,


    als mensch kann eh nicht wirklich einschreiten oder steht ihr immer neben euren tieren ?
    und bis man hin ist, ist es eh schon am anderen hund selbst unterbunden.

    Doof nur für die Hunde die sich eben nicht wehren, sondern es geduldig über sich ergehen lassen.
    Was lernt er dann daraus?
    Und das mit dem riechen, komisch nur das es bei weitem nicht allen Kastraten so geht. Ich kenne übrigens keinen bei dem das passiert.





    @nicky2308: Unterbinden und wie schon gesagt wurde, den Streßpegel runterfahren.
    Bei den meisten Hunden ist weniger oft mehr, mein Whippet reitet aus diversen Gründen auf, Mobbing von ihm aus und Überforderung sind da die häufigsten Ursachen.
    Das Urin lecken, nun, er muss ja nun auch erstmal lernen wie das so ist als "ganzer Mann". Ich vergleich das gerne mit menschlichen Teenies, da benehmen sich die Jungs ja auch oft genug wie die letzten Trottel, ist bei jungen Rüden nicht anders. ;)
    Sie wachsen da raus, mit jeder Läufigkeitswelle wird er etwas ruhiger und gefasster werden.

    Troublemakers, die tun nix! Die wollen nur spielen!
    Prinz Arren: 03.04.2012* Mini Bullterrier
    Prinz Hamilton: 26.09.2012* Whippet


    Vorgegangen, unvergessen: Trolly † 2002, Löle †2012 und die anderen

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