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Welche Beschäftigung statt Apportierspielchen? Suchspiele für jeden Hund geeignet?

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    Ich habe mal eine Frage zur Beschäftigung meiner Hündin. Vllt. hat ja jmd eine Idee.


    Ich fange mal von vorne an:
    Ich würde gerne mit Molly etwas machen was ihr Spaß macht aber nicht in Jagdspiele ausartet. Ich weiss nur nicht was.
    Molly liebt Bälle und anderes Wurfspielzeug. Schon immer. Ich habe mit ihr deshalb bisher Apportierspiele gemacht. Nach ersten üben mit einem mit Leckerli gefüllten Preydummy hat das so ziemlich von alleine funktioniert. Sie bringt also so ziemlich alles zurück was ich werfe. Egal was es ist. Leckerlis interessieren sie inzwischen da nicht mehr wirklich.. Das ist denke ich dieser Selbstbelohnungseffekt. Um sie etwas auszubremsen, habe ich das dann weiter ausgebaut indem ich sie haben absitzen lassen und erst mit Freizeichen durfte sie das Geworfene dann holen- Dann weiter ausgeweitet: das sie warten musste, auch wenn ich mich Richtung geworfenes bewegt habe.
    Sie wirkt bei Apportierspielen häufig versessen und lässt sich nicht mal durch andere Hunde ablenken. Die interessieren dann nicht oder nur kurz. Die Übungen bei denen sie auf Freizeichen warten muss, holen sie ganz gut wieder runter.


    Auch wenn ich sie noch kontrollieren und abrufen kann wenn sie geistig in dem Modus ist, möchte ich mit ihr etwas machen was sie in eine andere Richtung, vllt auch ihre Konzentration, mehr fordert.
    Ich bin nur etwas überfragt was da für sie in Frage kommen könnte...
    Im ersten Moment dachte ich an Suchspiele. Da sie sehr verfressen ist sucht sie in unserer Wohnung immer mal wieder den Boden nach essbaren ab. ;)
    Nach ersten Versuchen zweifel ich aber daran ob dass das Richtige ist: Als ich mal den Dummy gezielt ins hohe Gras geworfen habe. Ist sie verpeilt immer wieder daran vorbeigelaufen. Also habe ich den Dummy kürzer (nur wenige Meter) geworfen. Aber auch da findet sie ihn nur wenn sie der Bewegung folgt und nicht mit der Nase sucht. Verliert sie ihn aus den Augen läuft sie verpeilt herum bis ich ihr irgendwann eine Richtung vorgebe.
    Auch wenn ich ihr Leckerli zeige und in der Wohnung verstecke... sie sucht nur mit dem Augen und nie mit der Nase.
    Wie bringe ich sie dazu ihre Nase zu nutzen? Ist es überhaupt klug einen Hund der zum jagen auf Sicht neigt auch noch das Hilfsmittel "Nase" vorzustellen? ;)


    Habt ihr vllt. noch Ideen wie ich sie mit Spass fordern kann?

    Molly, Franz. Bulldogge (*18.10.2013)
    Arthus, Berger des Pyrénées (*11.05.1999 -29.03.2016)

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  • hab Geduld, das dauert. Machs erstmal im niedrigen gras. Das reicht auch schon vollkommen aus. Je nachdem welche Farbe das Spielzeug hat, sieht der Hund es einfach nicht im gras. Hohes gras ist schon ne ziemliche Leistung. Ich mache das mit meiner Hündin schon seit welpenalter, aber selbst sie hat manchmal richtig Probleme.


    Schau mal nach Büchern von Anne Lill Kvam. Da findest du schöne Anleitungen zur nasenarbeit.

    Grüße Steffi & der Mini-Tibi
    (Tibet-Terrier, *Mai2013)

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  • Versuch doch mal etwas wirklich gut riechendes (Pansen, Schweineohr) so zu verstecken, dass sie es nicht sehen kann. Dazu eignet sich zB eine alte Decke, ein Bettlaken oder ein Handtuch, in dem Du das Objekt der Begierde einwickelst. Dann sieht sie es nicht, riecht es aber sicherlich und wird Taktiken entwickeln, daran zu kommen. Dazu muss sie dann Nase statt Augen benutzen. Auch umgedrehte Becher oder ein leerer Karton eignen sich dazu. Vielleicht kann sie es auf diese Art lernen?


    Für andere Spielereien und Beschäftigungsmöglichkeiten habe ich gerade auf meinem Blog eine Challenge gestartet. Ab morgen gibt es 30 Tage lang Beschäftigungsmöglichkeiten Querbeet, von Suchspielen über Wohnzimmer-Agility bis hin zu Tricks ist alles dabei. Ein Gewinnspiel gibt es auch und ich freue mich über jeden, der mitmacht. Meine beiden Hunde sind dabei Versuchskaninchen und dürfen die Übungen natürlich auch machen und da beide sehr unterschiedlich sind ist das zuweilen sehr lustig.

  • Danke für eure Rückmeldungen.


    BigJoy: Super Link. Da probier ich was aus.


    Omisha: Danke das du deine Erfahrung mitteilst. Ich hab schon gedacht das es einfach nicht ihr Ding ist aber dann mach ich weiter.


    Morgaine: Ich versuch es mal mit einem Karton. Vllt lässt sie sich ja tatsächlich so dazu bringen.
    Wenn ich das richtig verstehe kann ich die Tagesübungen über die App abrufen, richtig?

    Molly, Franz. Bulldogge (*18.10.2013)
    Arthus, Berger des Pyrénées (*11.05.1999 -29.03.2016)

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich hab mit Einstein ganz klein angefangen:


    Ich hab Leckerlis (in dem Fall Extrawurst) neben mir auf den Boden geworfen, drauf gezeigt und such gesagt. Danach habe ich langsam den Abstand von mir zum Leckerli vergrößert, drauf gezeigt habe ich aber noch immer.


    Mittlerweile ist das Suchen seines Balles seine liebste Beschäftigung. Das ist für ihn selbstbelohnend. Dennoch zeige ich ihm die ungefähre Richtung vor. Er sucht sowohl mit den Augen als auch mit der Nase. Mittlerweile befestigen wir den Ball schon auf Bäumen, unter Laub, etc. Das hat er aber auch lernen müssen.


    Das mit dem Deckel hätte ihn zu Beginn überfordert, da er auch wissen muss, wie man den Deckel weg bekommt. Bei Tieren die damit Erfahrung gemacht haben, aber eine tolle Idee.


    Mit dem Deckel habe ich es so aufgebaut: Zuerst auf dem Behälter, dann eingeklemmt und dann erst unter dem Becher.

  • Gibt aber auch durchaus Hunde die einfach nicht ihre Nase einsetzen oder es ihnen zu anstrengend ist.
    Und es denen mühsam beizubringen finde ich nicht so gut. Lieber eine Neigung unterstützen die der Hund sowieso schon mitbringt.
    Was macht sie denn noch gerne?


    Vielleicht wären Tricks was für sie?
    Oder Obedience? Das gefällt mir, weil es sehr abwechslungsreich ist.

  • julia: Die App bietet Tagesaufgaben, das stimmt. Und auch bei uns gibt es eben ab morgen für 30 Tage Ideen, was man machen kann. Und die sind nicht alle aus der App. Ich bin seit 9 Jahren in der Hundeschule und wir haben da sehr viel gemacht, von Klickern über Nasenspiele bis hin zu Futterstrategie und Mantrailing war alles dabei. Diese Ideen will ich endlich mal unter die Menschheit bringen :-)


    Wenn sie das mit dem Karton und der Decke auch nicht mag dann ist sie evtl wirklich kein Nasenhund und ich würde was anderes versuchen wie Cruzado schon sagte.

  • Gibt aber auch durchaus Hunde die einfach nicht ihre Nase einsetzen oder es ihnen zu anstrengend ist.
    Und es denen mühsam beizubringen finde ich nicht so gut. Lieber eine Neigung unterstützen die der Hund sowieso schon mitbringt.
    Was macht sie denn noch gerne?


    Vielleicht wären Tricks was für sie?
    Oder Obedience? Das gefällt mir, weil es sehr abwechslungsreich ist.

    Sie rennt gerne. :ugly:
    Hört sich total bescheuert an aber wenn wir draußen unterwegs sind, hat sie ziemlich Pfeffer im Hintern. Normales laufen am Fahrrad ist z.B. auch okay für sie aber es löst keine Begeisterung aus. Nur wenn sie dann auch mal ein paar Abschnitte Tempo machen und richtig durchziehen darf. Wenn es nach ihr ginge bis zum Umfallen. Ich muss sie da ziemlich zügeln weil sie einfach nicht merkt wenn sie müde ist. Also sie macht am liebsten Sachen wo sie sich körperlich verausgaben kann.
    Tricks habe ich auch schon gemacht. Also nach Online-Anleitung. Da sie verfressen ist geht das auch ganz gut. Aber sie ist ziemlich schnell frustriert weil sie so scharf auf das Leckerli ist das sie sich nicht auf den Trick konzentriert sondern versucht mich zu hypnotisieren. :tropf:
    Also das kann ich nur in kurzen Schüben machen sonst verlier ich ihre Konzentration.


    Ich habe gerade einen Thread gesehen der Agility behandelt. Das wäre vllt. auch was.Vllt. kann man ihre Energie da ein bisschen in Bahnen lenken.
    Was macht man denn bei Obedience?



    julia: Die App bietet Tagesaufgaben, das stimmt. Und auch bei uns gibt es eben ab morgen für 30 Tage Ideen, was man machen kann. Und die sind nicht alle aus der App. Ich bin seit 9 Jahren in der Hundeschule und wir haben da sehr viel gemacht, von Klickern über Nasenspiele bis hin zu Futterstrategie und Mantrailing war alles dabei. Diese Ideen will ich endlich mal unter die Menschheit bringen :-)


    Wenn sie das mit dem Karton und der Decke auch nicht mag dann ist sie evtl wirklich kein Nasenhund und ich würde was anderes versuchen wie Cruzado schon sagte.

    Also ich denke das mit dem Karton wird sie machen weil sie wie oben geschrieben, total verfressen ist.
    Ich probier es mal- Ich denke es würde WENN weniger an ihrer Begeisterung sondern eher an ihrer Konzentration scheitern. Aber mal schauen.

    Molly, Franz. Bulldogge (*18.10.2013)
    Arthus, Berger des Pyrénées (*11.05.1999 -29.03.2016)

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