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SOS: ganz großes Problem mit dem Alleinbleiben

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    Hallo & HILFE,


    ich hatte ja schonmal einen Beitrag wegen meiner Schäfihündin, die sich mit dem Alleinbleiben sehr schwer tut. Ich habe zum zweiten Mal ganz von vorne angefangen mit dem Training, sprich mit aus der Tür rausgehen und sofort wieder reinkommen. Hat ein paar Tage gut geklappt und ausgesehen, als gäbe es Fortschritte. Mittlerweile hat sich das Ganze aber enorm zugespitzt. Madame ist jetzt 6 Monate alt und hat eine riesengroße Zerstörungswut entwickelt. Selbst wenn die Türen offen sind und wir im Haus rumgeistern, nutzt sie die Gelegenheit SOFORT und springt ungelogen auf hohe Kommoden, öffnet verschlossene Türen, macht Schubladen auf usw. Ihr geht es nicht mal um Fressen, sie zerstört einfach ALLES. beim Alleinbleiben, selbst wenn es nur 2 Minuten sind, geht sie sprichtwörtlich die Wände hoch, holt mittlerweile Bilder von den Wänden, heute musste die Garderobe dran glauben: komplett rheruntergerissen und zerfetzt bis aufs letzte Teil. Wenn man sie irgendwo anleint, was ich heute für eine halbe Stunde getan habe, als ich einkaufen war - zerbeißt sie eben die Leine. In eine Box sperren geht auch nicht, egal wie klein sie ist - sie kotet trotzdem rein. Sie beißt sogar in die Alugitter der Box. Draußen kann man sie nicht lassen, da schreit sie alles zusammen. Ich bitte ganz dringend um Ratschläge. Das minutenweise aufbauen vom Alleinbleiben klappt mal richtig gut und dann, bei zb 10 min angekommen, rastet sie wieder aus und zerfetzt alles was ihr in die Quere kommt, und kotet alles voll. Bitte bitte bitte, helft uns !


    Ps: jeden Tag 4 Gassi-Runden (altersentsprechend), Nasen - und Kopfarbeit an der Tagesordnung. Langweilig dürfte ihr eigentlich nicht sein.


    Danke für eure Hilfe !
    :tropf: lariluh

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  • Hi,


    ich bin kein Experte, würde bei solch extremen Verhalten aber dazu raten, einen kompetenten Trainer zu kontaktieren, der sich die Gesamtsituation einmal anschaut.
    Normal hört sich das nicht an.


    Zudem würde ich unbedingt abklären, ob gesundheitlich alles in Ordnung ist!!
    Und auch, wenn ihr nicht langweilig ist, könnte Überforderung stattdessen eine Rolle spielen.


    Wenn du noch nicht beim TA warst, würde ich dort als erstes hin.


    Alles Gute!

  • es könnte auch das gegenteil von langweile, nämlich ein genereller stresszustand sein. ich würde umbedingt mit einem sehr kompetenten trainer drüberschauen. man muss herausfinden wo das problem liegt. das muss nicht per se einfach beim alleinebleiben liegen.

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  • Huhu,


    hört sich nach einem sehr schwierigen Fall an. Es kann an einer Vielfalt von Gründen liegen, dass sie nicht allein bleiben kann. Hat sie während deiner Abwesenheit die ganze Wohnung zu Verfügung? In welchem Gemütszustand lässt du sie alleine? Kann es vllt doch sein, dass die überfordert ist bzgl. Spaziergängen, Nasenarbeit, etc.? Das kann ja bei zarten 6 Monaten schon sehr schnell passieren. Gäbe es eventuell die Möglichkeit, sie in einem Raum alleine zulassen, wo sie absolut nichts anstellen kann? Wie ist es nachts? Ist es da genauso? Wie verhält sie sich dir gegenüber, wenn du da bist? Läuft sie dir nach? Fordert sie dich oft (etwa zum Spielen, Streicheln, etc.)?


    Grundsätzlich ist minutenweises Aufbauen sehr sinnvoll, aber wenn es immer wieder solche Rückfälle gibt, liegt es unter Umständen auch nicht am Training sondern hat andere Ursachen.


    Liebe Grüße,
    Rafaela

  • In eine Box sperren geht auch nicht, egal wie klein sie ist - sie kotet trotzdem rein.

    Mmmh, für mich klingt es so, als habt ihr den Aufenthalt in der Box generell nicht richtig aufgebaut und positiv belegt. Du schreibst von "einsperren", das klingt eher wie eine Strafe, soll es aber gar nicht sein. Schreib doch mal, wie und ob ihr sie an die Box gewöhnt habt.


    Du hast einen 6 Monate alten Hund, da ist es völlig normal, dass dieser noch nicht lange alleine bleiben kann. Wenn sie nach 2 Minuten schon die Wände hochgeht, ist dass dann halt einfach zu lange für sie. Da heißt es dann wieder einen Schritt zurück und den richtigen Moment für das Wiederkommen abpassen, nämlich dann, wenn Hundi noch ruhig ist. Es ist viel Arbeit, aber ihr dürft auf keinen Fall zu viel erwarten und sie nicht überfordern, sonst habt ihr wenn ihr Pech habt einen Hund der nie alleine bleiben wird ohne großen Stress zu haben.

    Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
    Blaise Pascal

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Kenne dieses Verhalten vom Dobirüden meines damaligen Freundes. Üben über Wochen hinweg und plötzlich stand man wieder vorm Anfang.


    Wir haben damals den Hund ins Auto verfrachtet, haben uns ohne Worte hinterm Haus versteckt, für ihn ein überschaubarer Raum und er konnte seine Umgebung beobachten.


    Er hat im Auto definitiv weniger geweint als in der Wohnung. Nach ein paar Minuten sind wir zurück, es gab Megaleckerlies und das haben wir über Wochen so durchgezogen. Von ein paar Minuten bis hin zu 30 Minuten. Länger wollten wir ihn nicht im Auto lassen.


    Wir konnten dann in der Wohnung das Training fortsetzen und es hat geklappt. Nach ein paar Monaten war er tatsächlich in der Lage, allein zu bleiben, ohne die Wohnung zu zerstören.


    Aber das Ganze braucht Zeit und kann nicht von Heute auf Morgen klappen. Disziplin, Ruhe und Geduld sind hier angesagt. Jeder Hund ist anders und ob mein Tipp Dir weiterhilft, ist dahingestellt. Ich hoffe, ihr bekommt das hin und sicher haben hier im Forum noch viele Leute hilfreiche Tipps für Dich. Davon bin ich überzeugt.

  • Hallo.


    Deine Beschreibung hört sich genau an wie unsere Hündin Suki.
    Sie kam überall hoch, hat sich alles geholt und zerfetzt (auch wenn es auf dem 2M hohem Kasten lag). Aus der rießen Alu-Doppel-Box ist sie mit 4 Monaten ausgebrochen (als sie 20 Min alleine war) und hat sie total zertrümmert.
    Glücklicherweise liebt sie die Box im Auto und kann hier total abschalten. Also ist hat die ersten Monate immer im Auto gewartet, wenn wir was längeres zu erledigen hatten und wir haben nur in kurzen Phasen daheim das Alleine bleiben geübt.


    Mittlerweile ist sie 16 Monate und wir kämpfen immer noch.
    3 Stunden schafft sie mittlerweile fast immer ohne Zerstörungen. Sie bekommt abwechselnd eine Kauwurzen, ein Geweih und eine Rinderkopfhaut. Damit ist sie beschäftigt. Sehr entspannt ist sie aber danach trotzdem nicht. Sie läuft auf und ab und ist sehr unruhig.(-> Kamera).


    Uns ist aufgefallen, dass sie generell immer überdreht ist und kaum zur Ruhe kommt (außer in der Nacht in ihrer geliebten Box). Sie will immer bei uns sein, am liebsten unter der Decke und entspannt sich eigentlich nur wenn sie mit uns Körperkontakt haben kann oder in der Box.


    Was wir jetzt seit 2 Monaten machen, hilft ihr jedoch sehr:
    Sie kommt jetzt immer nach dem Spazieren gehen in ihre Box in der sie nachts schläft. Diese Box steht im Schlafzimmer.
    Sie geht in die Box, fährt total runter und pennt selig.
    Seitdem wir dieses Training machen, funktioniert das Alleine bleiben viel besser!
    Wir lassen sie jetzt 2x in der Woche 2-3 Stunden und 2x in der Woche 5 Stunden alleine und seit über 1 Monat *auf Holz klopf* hat sie nichts mehr zerstört. Außerdem liegt sie schon ab und zu, sie schläft zwar noch nicht, aber sie liegt mal.


    Ist dein Hund auch so extrem an dich gebunden oder kann er sich nie wirklich entspannen?
    Probier es einmal, dass er das Entspannen gezielt an einem Ort (nicht zu sehr in eurer Nähe) lernt.
    Vielleicht hilft euch ja mein Tipp :)

  • Irgendwo gibt´s hier nen Thread zum Thema, ob jeder Hund das Alleinsein lernen kann. Such den mal raus - da gibt´s tausend Tips, was man machen kann oder nicht machen sollte, und ganz viele Erfahrungsberichte zu den jeweiligen Hunden der Schreiberlinge :-)


    Wie sieht´s bei Euch daheim aus: verfolgt sie Euch oft, oder ist sie in der Lage, mal allein in nem Zimmer zu bleiben, wenn Ihr ins nächste geht? Neigt sie eher zu Kontrollwahn, oder hat sie Angst beim Alleinbleiben? Habt ihr getestet, mal nur ein Zimmer zur Verfügung zu stellen? Habt Ihr nen regelmäßigen Ablauf, den Ihr üben könnt - z.B. jeden Tag um 10 Uhr früh mal 5 Minuten allein lassen, dann 7 Minuten, dann mal wieder nur 3 - aber immer um dieselbe Zeit? Regelmäßigkeit gibt auch Sicherheit, und der Hund lernt so, daß Ihr immer wieder kommt. Den Ablauf dann auch mit entsprechendem Kommentar, jedes Mal dasselbe vorher machen, das gleiche Leckerli geben, bevor man geht etc. - richtig ein Ritual draus machen. Das gibt Sicherheit.


    Solange es nicht klappt, daß der Hund z.B. im Wohnzimmer gechillt liegenbleibt, wenn ihr in die Küche wechselt oder mal ins Bad geht, braucht ihr nicht anzufangen, das Rausgehen zu probieren.


    Seid ihr evtl. anfangs immer daheim gewesen, und habt jederzeit Blick- oder Körperkontakt gehabt? Wenn ja, kanns schon sein, daß es hinterher schwieriger ist, dem hund ein Alleinsein beizubringen. Schwieriger - aber nicht unmöglich.


    Wie gesagt, sucht Euch mal den Thread raus, es kommt viel auch auf die individuelle Situation und den Hund an, konkrete Tips, was Euch hilft, kann nur jemand geben, der sch Euren gesamten Umgang mit dem Hund mal anschauen kann.


    Bis das richtig geübt werden konnte und gut klappt, würd ich den Hund lieber zu einem Sitter bringen (wenn er da streßfrei sein kann), ansonsten immer mitnehmen (wenn möglich) - solang der Hund Streß bem Alleinsein hat, würde ich ihm das nicht antun, sondern erst daran üben. Denn wenn der das Alleinsein erstmal mit ganz viel Streß verbunden hat, dann ist es sehr schwer, den wieder ruhig zu kriegen, und daran arbeiten zu können.

    Biene, Zwergpudelmix, *7.02.2007, Flächensuchhund - Bossi, DJT-Fox-Mix, *4.06.2006

    Faro, DJT, *14.08.2013 - Moritz, roter Kater, * 2008

    Frieda, DJT, 2001-30.07.2019 - Mogli, Norweger-Mix, Aug. 2010 - 29.05.2019

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