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Kontrollzwang beim Jack Russel oder was ist das?

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    Hallo,
    ich bin neu hier und stelle uns kurz vor:
    Wir sind eine 4-köpfige Familie (Eltern + 2 Kinder, 17 und 20), dazu kommen am Wochenende noch die Freundin bzw. der Freund der Kinder.
    Wir haben einen 11 jährigen Spitzmischlingsrüden( Spike), den wir als Welpe bekamen und eine Jack-Russel-Mischlingsdame (Lucie) die mittlerweile 5 Jahre alt ist.
    Diese haben wir mit 9 Monaten aus schlechter Haltung übernommen.
    Wir wohnen in einem Einfamilienhaus mit offener Wohnküche in der die Treppe ins Obergeschoss verläuft.


    Der Rüde ist sehr auf meinen Mann fixiert, die Hündin hängt mir ständig an der Pelle.


    Das Lucie mir hinterher rennt und mich als einzige begrüßt, auch wenn wir alle gemeinsam nach Hause kommen, haben wir einfach so akzeptiert.
    Im Badezimmer bin ich lieber alleine und sie muss vor der Tür warten, was sie auch anstandslos macht.
    Nachts schläft sie eigentlich bei meiner Tochter im Zimmer.


    Nun zu unserem Problem:
    Lucie liegt immer in meiner Nähe und sobald sich jemand bewegt oder etwas sagt, läuft sie knurrend bzw. quwietschig-bellend (schreibt man das so?) auf denjenigen zu. Eine Unterhaltung ohne geknurre ist zur Zeit nicht möglich :omg:
    Dabei ist es egal ob derjenige neben mir sitzt, 3 Meter entfernt oder von oben die Treppe etwas runterruft.


    Spike versucht sie auch zu kontrollieren. Da er so ein genügsamer alter Herr ist, gelingt es ihr auch.


    Wenn meine Tochter sie abends hoch rufen möchte fangen Machtspielchen an. Meine Tochter schafft es mittlerweile nicht mehr, Lucie mit Worten in ihr Zimmer zu bekommen.
    Schicke ich sie hoch, geht sie widerwillig, aber sie geht.
    Lassen wir diese Machtspiele, bleibt Lucie vor meiner Schlafzimmertür liegen und wartet bis ich morgens wieder aufstehe.


    Das Schlafproblem ist weniger die Frage, soll sie halt auf dem kalten Fußboden schlafen ..
    aber was könnte gegen das geknurre helfen?
    Wo sollten wir sie hinschicken, wenn sie es macht?


    Ich hoffe, ihr könnt es irgendwie nachvollziehen, falls nicht bitte nachfragen.


    Danke schon einmal für Tipps und schönen Abend.


    LG

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  • Hallo,
    Lucie hat Euch gut im Griff und trifft Entscheidungen, die Ihr treffen solltet.
    Ich würde mich von dem Hund nicht kontrollieren lassen. Wenn sie Dir nachläuft, schließe die Tür. Lege Lucie auf ihre Decke und bestehe darauf, dass sie dort liegen bleibt.
    Wie sieht Euer Tagesablauf aus?
    Wie verhaltet Ihr Euch, wenn der Hund Euch kontrolliert? Nehmt Ihr es als gegeben hin?

  • Vielen Dank für die Antwort.
    Meinst du mit den Entscheidungen treffen, dass sie den Schlafplatz alleine ausgesucht hat?
    Dabei dachte ich mir, dass sie merkt, wie unbequem es nachts wird, wenn sie nicht mit meiner Tochter hochgeht. (Wahrscheinlich denkt Lucie da anders drüber ;) )


    Wenn ich Lucie sage, dass sie auf ihren Platz liegen bleiben soll, dann macht sie das auch.
    Da bin ich leider konsequent inkonsequent. Erst wenn es mir auffällt, dass sie mir wieder etliche male die Treppe hoch gefolgt ist, dann lasse ich sie unten Platz machen.
    Da sollte ich mehr drauf achten, das stimmt.


    Am Anfang haben wir es ignoriert wenn sie in unsere Gespräche reingefallen ist, bzw. gar nicht als Proplem wahr genommen. Jetzt ist es schon recht nervig (darum die Frage hier).
    Als erstes bekommt sie ein "aus", wenn sie in unsere Gespräche fällt. Ändert es nichts, wird sie auf ihren Platz geschickt.
    Nach ca 5 Minuten springt sie dann aber doch wieder auf und es beginnt von vorne.


    Unser Tagesablauf: ich gehe morgens gegen 8 Uhr mit den Hunden (da ist der Rest der Familie schon los), danach können die Hunde in den Garten, bei schlechten Wetter sind sie drinnen ohne Beschäftigung. Gegen mittag gehen wir eine kleine Runde, danach fahr ich zur Arbeit. Um 14 Uhr kommt Töchterchen und lässt die Hunde raus in den Garten, spielt mit Ihnen, fährt mit Lucie Inliner, macht Zirkuslektionen oder Suchspiele. Abends geht mein Mann noch einmal eine große Runde mit den Beiden.


    Da Lucie mir so sehr hinterher läuft, habe ich mich soweit es geht aus allen Sachen rausgenommen. Ich füttere nicht mehr und spiele nicht mehr mit ihr.


    Lieben Gruß

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  • Ich bin mir gar nicht sicher ob ich das Verhalten mit 'aus' quittieren würde. Das birgt halt die Gefahr, dass sie anfängt, wenn das nicht, dann halt etwas anderes.


    Ich meine du sprichst es selber an: absoluter Kontrollwahn. Für sie ja auch stress pur. Du bist zusätzlich absolut inkonsequent. Ich würde das auf den Platz schicken nicht so sehr negativ sehen. Auch nicht 'als Strafe' ausführen lassen, eher als Alternativhandlung.


    Manchmal habe ich das Gefühl (und schließe mich da nicht aus), dass man bei Tierschutzhunden (in welcher Weise auch immer) deutlich nachgiebiger ist und auch mehr durchgehen lässt. Das ist allerdings nicht unbedingt positiv für den Hund.


    Wie gesagt sie wird auch unglaublichen Stress haben dich immer im Blick zu haben.
    Du musst es halt ändern WOLLEN. Ich würde die Stalkerei im Keim unterbinden. Alles nachlaufen wird mit 'auf den Platz geahndet'. Hier ist es sehr wichtig dass du das auflösen nicht vergisst. Löst sie von alleine auf bringst du sie halt wieder hin.
    Nicht wütend werden, eigentlich habt ihr es ja alleine verbockt- nein nicht eigentlich. Vermutlich ist es von Zeit zu Zeit schlimmer geworden, am Anfang ist das süß und irgendwann extrem nervig. Ich würde sie allerdings auch nicht in das Zimmer deiner Tochter 'zwingen'. Nachts würde ich ihr die Wahl lassen. Sonst auch wieder inkonsequent zum restlichen Training. Du schickst sie hin, Belohnung und Auflösung bleiben aus.


    Ich würde die nächste Zeit peinlich darauf achten alles korrekt auszuführen. Nicht zu lange auf ihrem Platz lassen. Alles im erträglichen Rahmen.


    Viel Glück:)

  • Hallo AnnaAimee,


    vielen Dank für dein feedback.
    Kann schon sein, das wir viel Rücksicht auf sie nahmen, obwohl wir gleich nachdem wir sie bakamen zur Hundeschule sind.


    Jetzt gerade der Test: sie hört oben aus dem Kinderzimmer Stimmen, springt aus ihrem Körbchen und läuft knurrend die Treppe zu einem Drittel rauf. Ich rufe sie zurück auf ihren Platz. Löse es nach ca. 2 Minuten wieder auf.
    Sie guckt mich an (wundert sich) und läuft knurrend die Treppe hoch.
    War die Zeitspanne zu kurz?
    Jetzt ist sie von alleine wieder auf ihren Platz gegangen, bis zum nächsten mal ...


    Das "aus" erfolgt spontan von demjenigen, der gerade genervt reagiert

    • Neu

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  • Nein, das war nicht zu kurz. Ich benutze jetzt das Wort korrigieren, meine aber das oben beschriebene Alternativverhalten.
    Ziel des ganzen ist ja den Kontrollwahn zu korrigieren. Und zwar dahingehend, dass es nicht ihr Bier ist wer was macht.


    Das dauert. Sie wird es anfangs nicht verstehen. Deshalb ist es wichtig, dass du schnell und präzise korrigierst. Es wird aufgelöst und sie zeigt das Verhalten wieder? Ab zurück auf den Platz. Und so weiter. Man braucht Geduld und einen langen Atem.
    Es wird für sie nicht klarer werden, je länger sie auf ihrem Platz liegt. Ihr soll klar werden, dass das Verhalten nicht erwünscht ist und sie sich raushalten soll.


    Ist sie generell unsicher? Das Knurren in dem oben genannten Fall hört sich für mich spontan eher nach Unsicherheit, als nach Kontrollwahn an (neue, unbekannte Stimmen? Sehr hohe Stimmen?). Nichts desto trotz gibst du Sicherheit durch Routine und klare Regeln.


    Wo liegt denn ihr Platz? Scheint als hätte sie davon auch einen recht guten Überblick?!


    Spontan reagieren ist halt kein guter Ratgeber. Macht meistens viel mühevolle Arbeit kaputt. Ihr solltet das gemeinsam besprechen wie weiter vorgegangen wird. Wenn jeder etwas anderes sagt wird es schwierig.


    Knurrt sie jeden an?
    Wie arbeitet ihr grundsätzlich (positiv, überwiegend durch Strafe, evtl. noch Rudelgedöns? Clicker, Leckerchen usw.)

  • Ja, sie ist unsicher und ein ängstlicher Hund und braucht klare Regeln.
    Ist ein Balljunkie und gegen andere Hunde aggressiv.
    In den letzten Jahren haben wir viel gearbeitet und das Problem mit dem Kontrollwahn dabei übersehen...:(


    Unsere Stimmen sollte sie aber innerhalb von 5 Jahren kennen gelernt haben.


    Grundsätzlich belohnen wir wir neue Kommandos positiv mit Sprache und Leckerlies. Schon Gelerntes wird langsam ausgeschlichen, so wie überall denke ich.


    Ihr Korb ist unter der Treppe und von da kann sie alles einsehen. Sie liegt aber oft unter dem Couch- oder Esstisch.

  • Ah okay, das ist noch eine wichtige Info, aber ihr macht glaube ich so weit alles richtig und übersehen, passiert :)


    Habt ihr mal über eine (offene!!!!!!) Box nachgedacht, die an einem Platz steht wo nicht jeder vorbeiläuft? Sie scheint ja geschützte Plätze zu mögen. Aus einer (offenen!) Box hat sie dann trotzdem nicht rundum Blick und ist geschützt.


    Das würde ich defitiniv probieren. Und dran denken- offen lassen! Positiv aufgebaut könnte das sehr entspannend wirken und das 'auf dem Platz schicken' sehr unterstützen. Ansonsten würde ich den Korb auf jeden Fall in eine ruhigere, weniger belebte Ecke schieben.


    Ach ja, auch bekannte Stimmen können je nach Tonlage gruselig wirken. Vielleicht sollte ich mal so ein Video machen, auch mit Körpersprache etc. machen. Das klingt für viele immer so absurd.

  • Danke,
    werden das Körbchen erstmal wo anders hin stellen und beobachten.
    Desweiteren werden wir sie nun konsequent auf ihren Platz schicken wenn sie meckernd durch die Gegend läuft.
    Aber sie knurrt auch, wenn sie durch den Arm springen soll, z.B. Es passt ihr einfach nicht. sie knurrt dann, macht s aber trotzdem.
    Haben wir sie zum knurren erzogen?

  • Bin gespannt was du brichtest, ich hoffe ja sehr dass du berichtest.


    Ich würde Knurren nicht als etwas negatives sehen. Das machen die meisten Hundehalter, das ist schon richtig.
    Ganz persönlich finde ich Knurren gut und wichtig. So kann man auf Unwohlsein o.ä. reagieren (viele unterdrücken Knurren und wundern sich wenn es zum Schnappen/einem Biss kommt). Meine Große drückt sich auch sehr laut durch alle möglichen Laute aus. Ob das schlecht ist- nein, warum auch. Ich mecker doch auch und sage wenn ich etwas doof finde. Wie meine Umwelt damit umgeht ist natürlich unterschiedlich.


    In dem Sinne, selbst wenn ihr sie zum Knurren erzogen hättet (vorausgesetzt das passiert durch erhöhtes Selbstbewusstsein und nicht aufgrund von übersehenen Ausdrücken, die sie vorher gezeigt hat) ist in meinen Augen etwas absolut positives.
    Beobachtet in den Momenten genau. Auch Körpersprache des Hundes und vor allem eure eigene! Habt ihr die im Blick (Buchempfehlung: 'Das andere Ende der Leine')? Bei manchen Hunden reicht starren um 'Unwohlsein' hervorzurufen. Dieses kann sich dann beispielsweise in Knurren zeigen.

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