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Labbibesitzer

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    Hallo,


    hab mal eine Frage an die Labbibesitzer (die aus der Showlinie). Sind die Hunde wirklich so unkompliziert, verstehen sich mit allen, keinen Jagdtrieb und so "tut nix" Hunde?


    Wir haben hier eine Labbihündin in der Nachbarschaft (fast 1 Jahr alt), die Besitzer laufen immer hier bei uns auf dem Weinberg und die springt da einfach so rum, aber mal mit der wirklich was getan wird nicht. Die animiert dauernd ihren Besitzer und der hängt immer am Handy, raucht sein Zigarettchen und geht nach einer 1/2 Stunde wieder heim und das wars.


    Bleibt ein Labbi so ausgeglichen? Dann wird das glaub mein nächster Hund :roll: . Ich hab hier nämlich so ne Knalltüte, wo man richtig viel arbeiten muß. Mach ich auch gerne aber manchmal frustriert das, das die einfach immer nur gechillt über den Weinberg laufen und die Hündin so mithopst.


    LG Sabine

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  • Ehrlich? Totaler Quatsch!
    Klar haben viele Labbis (sicher nicht alle!) von Natur aus eine sehr hohe Reizschwelle und sind freundlich. Aber Fakt ist, dass jeder Labbi ein Individuum ist.
    Nur weil das bei dem so ist den du siehst (und wer sagt dir, dass dem Hund das reicht und er zu Hause Ruhe gibt?), gilt das nicht für alle.
    Zudem sind Labbis bekannt für ihren "Dickschädel". Ein "Will To Please" ist nicht gleichzusetzen mit "einfach zu erziehen/zu halten". Eher im Gegenteil. Unsere Emma WILL arbeiten! Sie braucht Körper- und Kopfarbeit. Nur mal ne halbe Stunde rumlatschen....ich glaube damit ist kein Hund so richtig ausgelastet. Aber wenn dem Hund das von Anfang an anerzogen wird und es ihm reicht, ist das auch ok. Dann sollte ich mir aber keinen Labbi holen. Denn von Natur aus, sind Labbis eher lebhaft und v.a. oft seeeehr "kontaktfreudig" gegenüber allem Lebenden.
    Und ich kenne auch viele Labbis, die durchaus jagen (unsere ist so eine!) und das mit Leidenschaft! Sorry für die direkten Worte, aber ich kenne einfach zu viele "arme Labbi-Seelen", die von Familien "angeschafft" wurden, genau aus diesem Irrglauben heraus und die jetzt im Wohnzimmer oder im Vorgarten vor sich hinvegetieren, weil sie ihren Besitzern zu anstrengend wurden, da sie sich plötzlich als gar nicht mehr von allein zu erziehen entpuppt haben.

  • Dazu eine schöne Anekdote von gestern: Ich bin mit Juno (11 Monate, Labbi-Goldie Mix) am See. Madame rennt erstmal ne Runde mit ner Aussiehündin, dann ist apportieren und schwimmen angesagt. Wir laufen weiter, Madame spielt mit anwesenden Hunden... Fragt mich ne andere HH ganz erstaunt: "Das ist aber ein Retriever oder?" Ich:"Ja" Sie:"Die ist ja richtig schnell, da müssen sie ja täglich ne Stunde laufen oder?" Ich:"Ähhh, nee eher anderthalb Stunden. Wenn sie erwachsen ist auch mehr." Die gute Frau schaute ganz entgeistert, als ich dann noch meinte dass stumpfes laufen und Spiel mit Hunden meiner geistig nicht reicht und deswegen regelmäßig Dummytrainig ect angesagt ist.
    Also unterschätz mal nicht die Ausdauer und den Bewegungsdrang. Die Labbihündin meiner Mutter (8 Jahre, Showlinie) ist genauso drauf, ach ja Jagdtrieb können alle Retriever mitbringen...

    Ich fand heraus, dass einem in tiefen Kummer von der stillen, hingebungsvollen Kameradschaft eines Hundes Kräfte zufließen, die einem keine andere Quelle spendet.


    Doris Day



    LG von dem Familienrudel
    Juno (*23.03.2014)
    Dante (*05.01.2013)
    Nala (*13.11.2009)
    Baghira (*20.11.2006)

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  • Ich hab einen Labbi aus Standard-Zucht und sie ist definitiv nicht selbsterziehenden und durchweg unkompliziert.Lina hat ne gute Portion jagdliche Motivation (so wie dein Beispiel könnte ich nie mit Lina spazieren, ich muss sie immer wenigsten teilweise im Blick haben und auch die Umgebung gut beobachten), dazu ist sie für nen Labbi ziemlich sensibel, hat aber trotzdem einen Dickschädel.
    Sie ist schon recht genügsam, aber wenn es mehrere Tage gar keine Beschäftigung gibt, kann sie auch schon mal ein bisschen lästig werde , weil sie sich dann irgendwann was sucht zum Beschäftigen.
    Sie ist ziemlich verträglich und liebt erstmal alles was atmet. Das heißt ich hab das erste Jahr damit verbracht ihr klar zu machen, dass nicht jeder Mensch auf unserem Spaziergängen ihr neuer bester Freund ist uns Pfotenabdrücke auf seinen Klamotten möchte.
    Die meisten die ich kenne Labbis haben da ein "Distanzproblem". Einige die ich treffe, sind deshalb nicht mehr verträglich, weil die Besitzer verpasst haben dran zu arbeiten und die Hunde schlechte Erfahrungen gemacht haben, wenn andere Hunde diese Distanzlosigkeit als völlig respektlos einordnen und böse werden.


    Ich kenne einen Labbi bei uns aus der Hundeschule der völlig hyperaktiv ist. Er hat anfangs den Besitzern die komplette Wohnung zerlegt und hat keinerlei Impulskontrolle oder Frustrationstoleranz. (Allerdings kommt der Hund nicht aus kontrollierter Zucht, spielt da vielleicht auch ne Rolle).


    Auch ein Labbi ist ein Hund, auch ein Labbi kann Probleme machen und auch (oder vielleicht auch vorallem) ein Labbi braucht ne ganze Menge Geduld und liebevolle Konsequenz.


    Bekommen Labbis keine ordentliche Erziehung ist's jedoch meist so, dass sie nur extrem lästig werden und selten richtig aggressiv.


    edit:
    Lina bekommt übrigens 1,5- 2 Stunden Auslauf und geht einmal die Woche zum Begleithundetraining. Einmal machen wir Dummyarbeit und möglichst jeden Tag üben wir UO, Tricks, Suchspiele, Intelligenzspiele und ähnliches.

    Viele Grüße von Katha
    Lina ~25.5.2012~ & Ylvie ~23.01.2015~ Labrador Retriever &
    Jack ~15.05.2011~ Katerchen



    A Labrador Retriever says: Show me what you want, forget the why and I will get out to do it my way.


    Oreoschnute und Schokokugel

  • Retriever haben Dickschaedel? Das wär mir aber neu. Dass ein Hund arbeiten will hat nichts mit Sturheit zu tun sondern einfach mit ihrer Herkunft. Dickschaedel sind aber eher die Hunde die Dir den Mittelfinger zeigen wenn Du was von ihnen willst und lieber in eine andere Richtung gehen.


    Ansonsten stimme ich voll und ganz zu.


    Vorallem auch dahingehend dass jeder Hund anders ist. Mein Golden Retriever (okay, kein Labbi, von Natur aus etwas ernsthafter) war tatsächlich fast selbsterziehend, hat gern und schnell gelernt und wollte einfach nur gefallen.
    Jagdtrieb hatte er keinen und alles was für ihn zählte waren seine Menschen. Ob da nun langweilig durch die Gegend gelatscht wurde oder durch einen Parcours war ihm eigentlich egal solange nur seinem Menschen da waren.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo,


    ich habe einen 10 Monate alten Labbi aus einer Standardzucht (entspricht wohl der Showlinie). Ich muss sagen, er ist schon mega unkompliziert. Er war innerhalb von einer Woche zuverlässig stubenrein und hat mir auch sonst bisher in der Erziehung keinerlei Probleme bereitet. Natürlich ist er, seinem Alter entsprechend ein sehr aufgewecktes Kerlchen und er benötigt schon konsequente Führung. Aber er versteht sehr schnell, was von ihm wann erwartet wird und verhält sich in meinem Beisein zu 98% vorbildlich.
    Natürlich sorge ich dafür, dass er altersgerecht bewegt und beschäftigt wird und das trägt sicher zu seiner Ausgeglichenheit bei, aber ich denke schon, dass ich da mit ihm einen Glücksgriff gemacht habe.
    Wenn man ihm Action anbietet, ist er sofort dabei. Wenn man Ruhe einfordert, hält er diese ein, bis anderes Programm geboten wird.
    Da ich mit Newton noch mit dem Grundgehorsam beschäftigt bin, habe ich noch nicht angefangen, mit ihm in Richtung Dummytraining, etc. zu arbeiten. Damit möchte ich warten, bis der Grundgehorsam zuverlässig sitzt. Ich denke aber schon, dass irgendeine Form von zusätzlicher Beschäftigung (neben dem Spazieren gehen) im Erwachsenenalter nötig sein wird, damit der Hund seine Ausgeglichenheit behält.
    Wobei das sich jetzt nicht so anhören soll, als sei der Labbi selbsterziehend. Ich stecke viel Zeit und Arbeit in seine Erziehung und habe eine sehr gute Hundetrainerin an der Seite, bei der wir Kurse belegen und die mich bisher immer gut beraten hat.
    Ich formuliere es mal so: Wenn du einen unkomplizierten, ausgeglichenen Hund haben möchtest, hast du mit einem Labbi mittleren Temperaments sehr gute Startvoraussetungen. Den Rest musst du selbst leisten.


    Liebe Grüße,
    Rafaela

  • Ich habe ein Vermehrer Hund (Golden Labrador*hust) übernommen von einer Bekannten.
    Die hat alles Falsch gemacht und so bekam ich diesen Hund.


    Und mein der Hund ist einer Seits Leichtfürig und dann hat er Momente wo er auf durch zu stellt.


    Er ist ein Chronischer Abhauer und der kann fast einen ganzen Tag weg bleiben. Des wegen hat er Ruffwear Pflicht.


    Da er sehr kaputt ist (HD, ED, Spondylose) war er schon immer etwas grumlich , da er jetzt aber leider die Krankheit PRA bekommen hat er sich noch mehr geändert.



    Er ist Agressive geworden anderen Hunden gegen über, ich Persönlich weiß nicht ob er es so ernst meint. Aber er trägt trotzdem Maulkorb und ich denke den werden wir nicht mehr los.


    Aber Jim steht NICHT für ein Hund aus einer VDH Zucht also geht zum VDH


  • Von LCD oder vom DRC (beide dem VdH angeschlossen) erhälst du sicher einen wesensfesten Labbi! Danke für diesen Einwand. Ist sehr wichtig, dass Labbis aus einer seriösen Zucht stammen! :)

  • Hier laufen viele Labbis rum,die die ich öfter treffe und auch mal 2-3 Stunden um mich habe sind wirklich alle sehr leichtführig und laufen quasi nebenher.
    Aber man kommt ja ins Gespräch,bestimmt 60-70% davon waren als Welpen Terroristen,über zerstören der Einrichtung,Zeug fressen und operiert werden müßen usw.auch einfach mal der Nase nach ohne Rücksicht auf Verluste.
    Jetzt als 2-7 Jährige sind die alle echt gechillt aber davor hattens die Leute nicht leicht.Viele dachten auch,das schaff mer alleine und sind dann mit den Hunden doch noch in ne Hundeschule gegangen,weils einfach nicht mehr ging.
    Darunter auch ehemalige Rotti- und Schäferhundhalter,die sich ihre Schäfi- u. Rottiwelpen zurück gewünscht haben.

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