Drei Problemchen (Bellen, Streß und Magen)

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    Hallöchen zusammen :)


    wir haben mit Sam momentan 3 Problemchen, eines davon gehört zwar eigentlich ins Gesundheit/Futter teil, aber ich dachte es ist schon ok, wenn ich es hier zusammenfassend mit unterbringe.


    Sam ist mittlerweile 8 1/2 Monate alt und wir sind im großen und ganzen sehr Zufrieden mit seiner Entwicklung. Er hört sehr gut (wenn er nicht gerade seinen Pubertären LMAA Tag hat :D ) Freilauf klappt mittlerweile auch sehr gut, Grundkomandos wie Sitz, Platz, Warte (Bleib), Aus und Nein beherrscht er sehr gut, Impulskontrolle ist auch sehr gut (kann Bällchen werfen und während er hinterher rast, ihn abrufen :D ) Also im Großen und Ganzen sehr Zufriedenstellens für sein alter :)
    Es gibt aber 2 Sachen, an denen wir zwar schon lange "Arbeiten" es sich aber bisher kein Stück gebessert hat.


    1. Anbellen von Fremden Menschen und/oder Hunden: Sam ist Wachsam, dass an sich finde ich nicht weiter tragisch, da sein melden aus 1 - 2 x leises Bellen oder knurren beschränkt und ich ihn mit einer übertriebenen Umguck Gestik und "Ist gut" komando schnell wieder zum Schweigen bringen kann. Dass er mir ungewöhnliche Sachen draußen meldet finde ich (besonders Nachts) nicht schlimm und dieses Verhalten hält sich auch in Grenzen. Das bellen was ich meine, hat auch nichts mit Wachsamkeit zu tun, z.B kommen uns zwei Spaziergänger entgegen und er fängt das bellen an, er fixiert dabei nicht, er nimmt keine bedrohliche oder Ängstliche Haltung ein, er läuft ganz normal weiter und bellt dabei halt einfach und guckt immer wieder zu den Spaziergängern.
    Was wir bisher versucht haben: Abbruchsignal (Nein, Aus, Ruhe, ist gut): bringt nichts, Ablenkung (Spielzeug rausholen): er lässt sich zwar ablenken, er bellt aber fröhlich weiter, einmal habe ich ihm zur Ablenkung ein Leckerchen in der Wiese versteckt, hat er auch brav danach gesucht trotzdem dabei weiter gebellt. Ignorieren (momentan): Wenn er Anfängt jemanden anzubellen (egal ob Hund oder Mensch) nehme ich ihn etwas kürzer und reagiere weder auf ihn, noch auf den Menschen/Hund den er anbellt, ich gehe einfach nur zügig weiter. Dass mache ich erst seit ca. 2 Wochen, daher kann ich zum Erfolg/Misserfolg noch nicht viel sagen.
    Ich hab auch schon im Internet nach diversen Möglichkeiten gesucht, wie ich ihm klar machen soll, dass ich es nicht toll finde, was er da macht. Worauf ich beim Thema "Bellen abgewöhnen" immer wieder Stoße ist die Wasserspritze und die Rappeldose, die für mich aber nicht in Frage kommen, zum einen, weil Sam in keinster Weise in diesem Verhalten gefangen ist und ich ihn da "Rausholen" muss (er reagiert völlig normal auf mich, hört auf Komandos, nur still ist er halt nicht ^^) zum anderen ist Sam ein ziemliches Sensibelchen und ich aus solchen Methoden bei ihm wohl mehr Schaden als Nutzen hätte.
    Habt ihr vielleicht Tipps, was ich noch versuchen könnte? Wäre für alles dankbar :)


    2. Extremes Kläffen nach dem Autofahren: Hier kann ich bisher nur von Vermutungen sprechen, da ich noch keine aussagekräftigen Beweise dafür habe, aber alles im allem schon sehr dafür spricht. Sam findet Autofahren an sich nicht doof, er springt von sich aus auf die Rückbank, lässt sich auch ohne Probleme ins sein Autositz verfrachten und wenn er mal richtig kaputt ist (nach der Hundeschule z.B) schläft er darin. Meistens ist das Autofahren aber eher eine etwas Geräuschintensive Sache, wenn er nämlich fit ist, fiept er, zum Teil auch durchgehend. Unsere längste fahrt war 1 1/2 Stunden zu meinen Eltern, diese hat er durchgehend gefiept und ist erst 5 Minuten, bevor wir angekommen sind, eingeschlafen. Auf dem Rückweg (2 Stunden fahrt) war er allerdings überwiegend Ruhig, aber von den paar Tagen auch absolut k.O (ist auch dort nicht viel zur Ruhe gekommen)
    Das Problem ist aber auch nicht das Autofahren an sich, es fängt erst an, wenn das Auto zum stehen kommt. Sobald nämlich der Motor aus ist, ist es für Sam das Zeichen richtig los zu legen. Je nachdem wo wir uns zu diesem Zeitpunkt befinden ist sein Radau sehr mächtig (bei uns zuhause beschränkt es sich überwiegend auf zappeln und 2 - 3 x bellen) Wenn wir an einem komplett fremden Ort sind, dauert es eine ganze Weile, bis er wieder runter kommt, bei der Hundeschule paart sich noch Freude in das Verhalten etc. Kurzum: Das Ankommen und Aussteigen ist mit Sam eine sehr lautstarke Angelegenheit.
    Das es am Auto liegen könnte, da bin ich durch Zufall drauf gekommen, als ich mit Sam mal zu Fuß zum TA gegangen bin. Zu diesem Zeitpunkt haben wir die Bellatacken noch dem jeweiligen Orten zugeordnet (HuSchu - Freude, TA - Will nicht etc.) als ich dann aber vor der Praxistür stand, ohne das Sam irgendetwas von sich gegeben hat war ich dann doch sehr erstaunt und bin ins grübeln geraten.
    Meine Vermutung ist, dass Sam beim Autofahren Streß entwickelt und diesen beim Aussteigen durch das Bellen dann einfach raus lässt. Beim nächsten Besuch bei der HuSchu, wo das Problem natürlich am deutlichsten zu Tage tritt, da wir dort am häufigsten hinfahren, möchte ich versuchen, dass mein Mann mich etwas weiter entfernt mit Sam rausschmeißt und ich dann quasi zufuß zum Platz gehe um zu sehen ob meine Vermutung dahingehend bestätigt wird wenn er vorher die Möglichkeit hatte, seinen Streß raus zu lassen.
    Viel daran gearbeitet haben wir noch nicht, da wir auch noch nicht Sicher sind, woher dieses Verhalten kommt (am Sonntag wissen wir mehr ^^) aber ich schaue zumindest, dass er im Auto erst mal ruhig ist, bevor ich ihn rauslasse. Ich steige also schon aus öffne seine Tür aber erst, wenn er ruhig ist. Öffne ich die Tür und er fängt sofort wieder mit dem Bellen an, schließe ich die Tür kommentarlos wieder, er wird also erst raus geholt, wenn er komplett ruhig ist. Bringt draußen nur nichts, da fängt er dann sofort wieder an, aber zumindest beim Aussteigen zeigt sich mittlerweile eine Verbesserung.
    Mich würde eure Meinung dazu interessieren, ob ihr bei dem geschilderten Problem auch vom Streß beim Autofahren ausgeht oder das Problem eher wo anders seht? Auch für Tipps wie ich ihm dabei helfen kann wäre ich dankbar.


    3. Immer wieder Magenprobleme: Wie bereits am Anfang erwähnt, gehört dieser Teil eigentlich in ein anderes Unterforum, aber da ich hier eh schon am Probleme beschreiben bin, pack ich es einfach mal mit hier rein, ich hoffe das ist ok. Wir haben ja, nach langer suche, endlich ein Futter für Sam gefunden, was er gut verträgt ohne Durchfall, Flatulenzen oder anderen unverträglichkeits Anzeichen. Das Problem ist, dass Sam häufig Probleme mit dem Magen hat (derzeit Durchfall und eine gereizte Analdrüse seit dem WE) Natürlich sind wir damit in Tierärztlicher Behandlung und er bekommt Schonkost (gekochtes HÜhnchen und matschig gekochten Reis) Sonst bekommt er Grau Nassfutter und Wolfsblut Trockenfutter (Alaska Salmon, wir haben aber noch andere Sorten zum Probieren da) Momentan überlege ich, ob ich ihm mit einer Futterumstellung helfen kann, dass sein Magen nicht mehr sooft Probleme macht und habe mir mal Nassfutter wie Terra canis und Granatapet rausgesucht, die ja nur Obst/Gemüse und kein Reis o.Ä enthalten. Allerdings muss ich da momentan auch gestehen, dass ich absolut keine Ahnung habe, was Sam am Futter evtl. nicht vertagen könnte und was ihm immer wieder auf den Magen schlägt. Allerdings ist mir gestern auch aufgefallen, dass er nach der Abendlichen TroFu Fütterung vom Vortag (ich hatte kein gekochtes Hühnchen mehr da) am morgen einen ganz normalen Kotabsatz hatte (der allerdings etwas schwer ging, da die Analdrüse ja noch arg gereizt ist aber der Kot war absolut ok, nicht zu weich, nicht zu hart etc.) alles danach war wieder Durchfallartig (zum teil auch einfach nur Wässrig) Nun habe ich den verdacht, dass er entweder den Reis oder das Hühnchen nicht gut verträgt. Heute morgen habe ich ihm nur Hühnchen, ohne Reis gegeben und warte mal ab, was da jetzt so kommen wird.
    Meine Frage diesbezüglich, woran könnte es liegen? Am Getreide (Reis) oder sollte ich vielleicht doch mal eine Ausschlußdiät machen? Der Krux ist, er hat jetzt eine ganze Zeitlang sein Futter gut vertragen, aber vielleicht hat er jetzt auch einfach nur eine Unverträglichkeit entwickelt.


    So, dass wars erst mal, schon mal danke an alle die sich diesen Roman durchlesen, für Tipps, Tricks und Hilfe bin ich jetzt schon dankbar :)

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  • Hört sich an als ob er sein Leben als ziemlich stressig empfindet. Dazu würden auch die Magenprobleme passen, was oft durch Stressprobleme entsteht.


    Du bist doch in einer Hundeschule. Was sagt der Trainer dazu?

  • Ich kann mich natürlich nicht in meinen Hund hineinversetzen, aber das er sein Leben als streß empfindet? Würden dann nicht andere Anzeichen dazu kommen?
    An dem Problem mit dem anderen Menschen und Hunde anbellen wollen wir arbeiten, sie will es extra in der Gruppenstunde zur Sprache bringen, da wir ja auch nicht alleine mit dem Problem da stehen, sollte dies auch nicht funktionieren, haben wir immer noch die möglichkeit das im Einzelunterricht bzw. vor Ort anschauen zu lassen um so möglichkeiten zu finden.
    Bei dem Bellen nach dem Autofahren sind wir ja im Grunde noch an der Ursachen Forschung, wie oben beschrieben, mit dem Streß, ist derzeit nur eine Vermutung, weil es halt ins Bild passt, wir fahren halt mit Sam nicht viel mit dem Auto, dass zieht die Ursachen Forschung auch etwas in die länge.
    Bei der Magengeschichte, hatte ich bisher immer eine Quelle, die sie verursacht hat, war diese Quelle gestrichen, war auch bald wieder alles in Ordnung. Nur diesesmal fehlt mir diese Erkentniss, da er vorher sein Futter super vertragen hat, so kann es am Futter liegen, oder er kann sich auch einfach nur etwas eingefangen haben da er ja auch Probleme mit der Analdrüse hat. Dazu bekommt er auch Medikamente wegen seiner Epilepsie und er hat vor 1 Monat einen Kastra Chip bekommen, keine Ahnung ob das da auch mit einfließt. Ich frag mich halt, ob es ihm vielleicht helfen könnte, wenn ich beim Nassfutter auf Sorten wie Terra Canis Getreidefrei oder Granatapet wechsel, die eben nur Obst und Gemüse und kein Getreide beinhalten oder ob ich erstmal andere Schritte gehen sollte um sicher herauszufinden, ob eine unverträglichkeit vorliegt (Ausschlußdiät)

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  • Er bekommt 1 Tablette Luminaletten, eine halbe morgens und eine halbe abends. Seit der Kastrations Chip wirkt ist er komplett Anfallsfrei, wenn das die nächste Zeit so bleibt reduzieren wir die Dosis wieder um die Hälfte (eine viertel morgens, eine viertel abends) was vor der Pubertät und dem interesse an Hündinen auch gereicht hat.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Im Grunde müsste man eine umfassende Anamnese bei Deinem Hund machen, um überhaupt einen Überblick zu bekommen.


    Die Medikamente haben ja auch ihre Nebenwirkungen - nicht nur die Erwünschte. Epi-Medikamente z.B. verändern ja die Wahrnehmung.


    In welchem Alter fingen denn die Anfälle an?

  • "Diagnostiziert" wurde die Epilepsie mit 3 Monaten, er hat dann die Luminaletten bekommen (damals eine halbe am Tag) und die Anfälle wurden weniger und verschwanden dann komplett, bis er in die Pubertät kam und anfing sich fürs andere Geschlecht zu interessieren, die Anfälle nahmen wieder rasant zu, bis es so schlimm wurde, dass er nach dem Kontakt mit einer Läufigen Hündin viele Anfälle hintereinander hatte (der traurige Rekord lag bei 8 Anfällen in 2 Stunden) weswegen wir uns für den Kastrations Chip entschieden, in der Hoffnung, dass es dadurch wieder besser wird, was es allen anschein nach auch wird.


    Sam ist ein ganz gewöhnlicher kleiner Junghund, voller Energie, manchmal etwas zappelig, aber immer sehr umgänglich, lieb, verspielt und verschmust. Das oben beschriebene sind wirklich die einzigen Probleme die wir haben und diese würde ich auch nicht mal als schlimm einstufen.

  • Epilepsie ist eine Stresserkrankung. Wenn Du schreibst, dass Dein Hund voller Energie ist, dann könnte es auch sein, dass er überdreht ist ;)


    Im Grunde beschreibst Du mit dem anspringen der Sexualhormone auch, dass die Anfälle in direktem Zusammenhang mit Stress stehen. Bei meiner Hündin habe ich die Epi durch massives Stressmanagment in den Griff bekommen. Vielleicht ist das bei Euch auch so.


    Deine "Problemchen" wie Du sie nennst, wirken für mich wie die Spitze des Eisbergs.


    Dein Hund ist sehr früh an Epilepsie erkrankt. Mitten in den Entwicklungschüben - die auch mit Stress einhergehen. Es liegt nah, dass die Hirnentwicklung unter anfallsunterdrückenden Medikamenten nicht normal verlaufen kann. Dein Hund ist also schon speziell ;)

  • Beim Lesen des Eingangsposts kam mir auch Stress als Ursache für die "Problemchen" in den Sinn.
    Du schreibst selber, daß dein Hund ein Sensibelchen ist - Bellen und Magenprobleme können Auswirkungen dessen sein. Die Epilepsie beeinflusst das Leben deines Hundes wahrscheinlich mehr als du dir vorstellen kannst - die Medis unterdrücken das nur und haben Nebenwirkungen, wie Corinna schon schrieb: dein Hund ist kein "normaler" Hund in dem Sinne....
    An deiner Stelle würde ich mich vielleicht mal an eine gute Tierklinik wenden oder einen TA, der ganzheitlich arbeitet und auch von Verhalten etwas versteht (das ist leider nicht üblich). Auf den Seiten der http://www.gtvt.de/ kannst du dich mal umschauen - die dort gelisteten TÄe sind auf kombinierte "Erkrankungen" spezialisiert.
    Für mich hört sich dein Hund schon so an als ob sein Verhalten die Ursache im STress hat - und Epi begünstigt das natürlich oder ist sogar ursächlich.

    Es grüßen: Birge & der Hüterich


    Dachs - AHH - 4/2009

  • Würde sich stress den nicht auch in anderen Ebenen äußern? Würde er dann nicht immer bellen, wenn wir Leute auf der Straße treffen? Wäre die Körpersprache bei diesen "Begegnungen" nicht anders? Vielleicht habe ich auch eine falsche Vorstellung unter Streß beim Hund.

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