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Tierschutz -wie filtert man schwarze Schafe raus ?

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    Hallo zusammen!


    Ich habe zZt keinen Hund, aber das wird sicher kein Dauerzustand bleiben. Da weder mein Mann noch ich aber solche "lebensverändernden Anschaffungen" ;) übers Knie brechen und im kommenden Jahr noch einiges auf uns zu kommt, warten wir erst einmal noch ein bis anderthalb Jahre ab.


    So lange geh ich weiterhin mit den Hunden im Tierheim Gassi und lese/informiere mich über alles Mögliche was das Thema Hund angeht.
    Natürlich schaue ich auch hin und wieder im Zergportal oder anderen Seiten der verschiedenen Rassen in Not - einfach weil es mir Spaß macht und so ein bisschen träumen muss ja auch mal sein :rollsmile: .
    Da wir vor kurzem ein paar Möbel auf ebay Kleinanzeigen eingestellt hatten, habe ich zum ersten Mal mitbekommen, dass auch dort viele Tierschutzhunde angebotenen werden.


    Was mir da auffällt, in unserer Region gibt es da wohl ein paar Organisationen, die eieigentlich immer die gleichen Standardsätze zur Beschreibung ihrer Schützlinge bringen. Absoluter Traumhund (zu 99% aus Rumänien), verträglich mit alles und jedem, gar keine Macken und topfit.
    Ich bin zwar ein Mensch der erstmal positiv an alles ran geht, aber wenn ich diese Beschreibung sooo oft lese, frag ich mich doch, was für Wunderhunde es dort auf den Pflegestellen gibt. :hilfe: Das ist doch nicht realistisch und warum schreibt man alles "Friede Freude Eierkuchen"?
    Das wirft für mich persönlich kein seriöses Licht auf die Orga. Und dann habe ich vorhin das gefunden :
    Der wunderschöne Bruno: http://m.kleinanzeigen.ebay.de…erschoene-bruno/267485828


    Und dann bisschen drunter der Aladin: http://m.kleinanzeigen.ebay.de…cht-ein-zuhause/267361414

    :sad2: hmm ich finde das seltsam. Das ein und der selbe Hund in mehreren Plattformen zu finden ist, erhöht die Vermittlungschance - klar. Aber der gleiche Hund unter zwei Namen in Kleinanzeigen? Was soll das bringen?


    Ich wüsste gerne von euch, worauf achtet ihr, wenn ihr einen Hund über den Tierschutz sucht? Was wirkt auf euch aabschreckend/unseriös und was vertrauenserweckend?
    LG und einen schönen 3. Adventssonntag!

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  • Naja... die eine Anzeige ist scheinbar von der Orga (oder was auch immer) geschaltet worden, die andere von der Pflegestelle. Sie werden ihn umgetauft haben.


    Allerdings stellen sich mir persönlich die Nackenhaare auf, wenn in seriösen vermittlungsanzeigen einer seriösen Orga der Text aus Sicht des Hundes geschrieben wird und dann noch das Wort "PflegeMAMA" fällt. Stattdessen wäre es sinnvoller zu schreiben, welche Rassen (und damit auch Eigenschaften) in ihm vermutet werden, wie er sich z.B. bei Wildsichtung gibt, wie er sich Fremden gegenüber verhält, wie lange er bereits in der Pflegefamilie ist (einige Hunde brauchen ein paar Wochen, um "an zu kommen" und zeigen dann auf einmal ein ganz anderes Verhalten), wie sieht´s mit Kindern aus..... nicht nur "er ist so superlieb..."


    Naja.. aber das sieht wohl jeder anders ;)

  • Ich war lange auf der Suche nach einem Verein, den ich unterstützen möchte und da hab ich mir ein paar Kriterien überlegt.


    Die Beschreibungen sollten auf jeden Fall wichtige Daten sowie gute Fotos (schlimm, was manche da für Fotos einstellen) enthalten. Ebenso sollte die Beschreibung eben nicht "einfach süß, nur nett " usw. sein, sondern ein kleines bisschen mehr auf den Punkt. Spätestens dann im direkten Kontakt mit dem Verein erwarte ich mehr an Inhalt.


    Ein Verein sollte weiterhin gut beraten können, bei Auslandshunden auf so etwas wie Mittelmeerkrankheiten hinweisen und auch dazu Infos geben können. Ebenso wäre es günstig, wenn ein Verein ein bisschen rassekundig wäre und zumindest die Lokalschläge der Hunde in dem Gebiet, wo man sie herholt, einschätzen kann. Wie oft wird ein Herdenschutzhund als Golden Retriever-Mix angepriesen und der Leidtragende ist am Ender der Adoptant und auch der Hund?


    Beschreibungen, die nur darauf ausgerichtet sind, auf die Tränendrüse zu drücken (so was wie "Tötungstermin morgen" oder Beschreibungen aus der Ich-Perspektive des Hundes), sprechen mich persönlich gar nicht an.


    Der Verein sollte auf jeden Fall die Leute gut auswählen und auch mal Nein zu Interessenten sagen bzw., wenn der Wunschhund aus Sicht des Vereins nicht passt, auch mal auf einen anderen Hund umlenken, der passender wäre. Es sollte also nicht zu einfach sein, einen Hund zu bekommen.


    Also nicht nur Masse raus holen, sondern einfach auch darauf achten, dem einzelnen Hund am Ende auch wirklich zu helfen mit einer passenden Stelle.


    Dann so was wie Vorkontrollen, Haltungsbögen usw., also den Bewerber auf Herz und Nieren prüfen.


    Ebenso sollte der Verein im Ausland Projekte unterstützen oder selbst leiten, wie Aufklärung, Kastrationsprojekte, Futterstellen usw., also Hilfe zur Selbsthilfe geben, denn alle Auslandshunde zu importieren kann dauerhaft keine Lösung sein.


    Der Verein sollte auch nach Vermittlung noch Ansprechpartner sein.
    Und nur die Menge an Hunden in der Vermittlung haben, die man auch für die Zwischenzeit gut untergebracht kriegt.


    Das wäre das, was mir jetzt spontan so eingefallen ist.

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  • Danke für eure Antworten. Da bin ich froh, dass es mir nicht allein so geht, dass mich diese "Ich-armes-Hundewesen - bitte adoptier mich sofort" Anzeigen nicht ansprechen.
    Oft sind tatsächlich zu wenige Fakten in den Texten.


    Danke gorgeous2000 für den Einwurf mit den landestypischen Rassen und MME. Das habe ich noch gar nicht so genau bedacht, vor allem mit den Rassen. Oft steht ja tatsächlich Labrador-Mix oder "Senfhund" als Rasse, aber wahrscheinlich sehen Kenner schon eher, ob da nicht ein Hütehund o.ä. drin ist.
    Dass die Orgas auch Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort leisten sollen und nicht nur auf Teufel komm raus importieren, das sehe ich auch so.

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