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Merkwürdiges Verhalten bei scheinträchtiger Junghündin

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    Hallo Ihr Lieben,


    unsere Hündin (nun 1 Jahr und 2 Monate) war im August/September das erste Mal läufig und ist nun mitten in der Scheinträchtigkeit angelangt, d. h. es gibt das komplette Programm gerade:


    - sie ist seeeehr anhänglich und verschmust,
    - das Gesäuge hängt ein wenig (ist aber nicht mit Milch gefühlt, soweit ich das erfühlen kann),
    - sie scheint im Moment wieder sehr interessant für unkastrierte Rüden,
    - sie jammert und heult scheinbar grundlos vor sich hin,
    - sie liebt gerade ihr (Kuschel)spielzeug über alles,
    - sie rammelt die Sofakissen wie bekloppt.


    Letzteres ist besonders merkwürdig, da ich meine ein Muster zu erkennen (wo vielleicht gar keins ist):


    Früh und abends, NACHDEM sie gefüttert worden ist, fängt Sie an aufzudrehen, d. h. sie jammert vor sich hin, ist allgemein unzufrieden und rammelt dann das erstbeste, was ihr unter die Pfoten kommt. Meist müssen dann ihre Schlafdecken oder unsere Sofakissen dran glauben. Wenn wir ihr die Sofakissen wegnehmen, versucht Sie an uns rumzuknabbern (also dieses sanfte Knabbern an irgendwelchen Körperstellen :-)) Diese Situation dauert so ca. eine halbe Stunde, dann kommt sie in der Regel zur Ruhe und legt sich schlafen. Ich geb ihr dann meistens noch ein Kauspielzeug, an dem sie sich dann auch gern abreagiert.


    Wir wollen ja aber gerade nicht, dass sie nach dem Fressen noch großartig durch die Wohnung tobt, so dass wir sie im Moment gerade zur Ruhe erziehen wenn sie mitten in diesem "Wahn" ist.


    Vor der Läufigkeit bzw. währenddessen hatte sie nie so ein Verhalten gezeigt. Man kann im Moment echt die Uhr danach stellen :-( Das geht jetzt so ca anderthalb Wochen.


    Muss ich mir langsam Sorgen machen oder hört diese Phase von ganz allein wieder auf, sobald die Hormone wieder auf Normalpegel sind? Wie war/ist das bei euren Hündinnen? Treffen während dieser Zeit einige der o. g. Verhaltensweisen auf Eure Hündin zu?


    Ich habe hier schon einige Threads dazu gelesen aber so richtig eingegangen auf das Rammelverhalten ist da bisher niemand. Ich hoffe nur nicht dass es eine Gebärmutterentzündung ist.

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  • Deine Hündin zeigt normales Verhalten einer ausgeprägten Scheinträchtigkeit, ich würde ihr im Moment das Spielzeug wegnehmen, sie soll es nicht herumtragen und auch nicht in ihr "Nest" schleppen, wenn dann geht raus und spielt dort mit ihr und ihrem Spielzeug und dann kommt es ganz weg, dass sie keinen Zugriff drauf hat.
    Das Sofakissen kommt auch weg, dann kann siees weder rammeln noch bemuttern, alternativ würde ich sie, wenn sie das tut auf ihren Platz schicken, wo sie dann liegen bleibt.


    Das Rammeln hat nichts mit der Läufigkeit zu tun, es ist eine Übersprungshandlung, die viele Hunde zeigen, so wie wenn wir mit den Füßen wippen oder Fingernägel kauen in bestimmten Situationen.
    Meine HUnde drehen nach der Fütterung auch immer auf und toben und Spielen danngerne, aber ich mag nicht, dass sie sich mit vollen Bäuchen da rumkugeln, also werden sie, wenn dies nach dem Fressen passiert, auf ihre Plätze geschickt, damit sie etwas ruhen, nach dem Fressen.
    IN ganz schlimmen Fällen, wo die Hündin nicht mehr frisst und nicht nach draussen mag, gibt es ein Medikament, dass man geben kann, es beendet die Scheinträchtigkeit, sollte aber nur in ganz schlimmen Fällen angewendet werden, es ist nämlich ein Hormon.
    Eine Gebärmutterentzündung äußert sich nicht durch Rammeln oder Ähnliches, vielmehr, zeigt die Hündin unspezifische Symptome, wie Fressunlust, Trägheit, ein ganz alarmierendes Anzeichen wäre, wenn deine Hünin viel, viel mehr trinkt als normal, das wäre ein Anzeichen für eine Entzündung oder auch eitriger Scheidenausfluss, dann ab zum TA

    Luzie, Australian Shepherd (red merle), *07.06.2009
    Caro, Australian Shepherd (red bi), *23.04.2013

  • Achso und JA, die Verhaltensweisen haben früher auf meine ältere Hündin zugetroffen, sie hatte ein großes Gesäuge, gab aber auch Milch und sie war in jeder Scheinträchtigkeit sehr mitgenommen, fraß nichts und war depressiv, sie wollte nicht mal mehr nach draussen und ansonsten ist sie wirklich ein Duracell-Hündchen, es war immer sehr schlimm, diese Wesensänderung, weshalb wir sie kastrieren ließen und seither geht es ihr wirklich sehr, sehr gut, was dies anbelangt.

    Luzie, Australian Shepherd (red merle), *07.06.2009
    Caro, Australian Shepherd (red bi), *23.04.2013

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  • Diese Wesensänderungen kenne ich von der letzten Läufigkeit meiner Hündin auch, wenn auch in anderen Ausprägungen - sie hat damals alles und jeden angeknurrt, ihren Platz verteidigt bis auf's Blut, hatte ein geschwollenes Gesäuge inkl. etwas Milch, ist nicht mehr satt geworden und auch draußen war sie heftig auf Krawall gebürstet, wenn sie denn überhaupt mal raus wollte. Auch ihre unendliche Unsicherheit kam plötzlich wieder, sie hat in der Zeit sogar wieder unter sich gepinkelt, je nachdem wer und wie man sie ansprach :verzweifelt:
    Das Ganze ging satte 2,5 Monate.


    Erst Galastop (das Medikament, das Luziefer wahrscheinlich meinte) hat ihr geholfen. Sie war nach der 3 von 7 Gaben schon wieder "mein Hund".
    Bei der Kastration einige Wochen später wurden dann auch Entartungen und Zysten gefunden. Mein Mädchen ist aber da schon 11,5 Jahre gewesen.


    Bei deiner Hündin würde ich auf jeden fall noch abwarten, ob die hier gegebenen Ratschläge Wirkung zeigen. Deine Maus ist zum ersten Mal in ihrem Leben läufig gewesen und nun auch das erste Mal scheinträchtig. Ich würde ihr Zeit geben, sich in diesem "Hormonchaos" zurecht zu finden und zu lernen, wie sie am besten damit umgehen kann.


    Übrigens finde ich Scheinträchtigkeiten bei Hündinnen völlig normal.

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