Jetzt schnappt sie zu

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    Hallo ihr.


    Ich hatte schonmal ein Thema bzgl. der Probleme meiner Hündin Pia gegenüber Hunden. Ich schreibe hier alles nochmal in Ruhe und von Anfang an auf. Sorry, wenn es viel wird, aber ich denke, nur so kann man ihr Verhalten (wenn überhaupt) übers Internet nachvollziehen.


    Pia ist jetzt 2 Jahre und 11 Monate alt, kastriert und wiegt 3,5 Kilo.


    Pias Welpenzeit:
    Wir waren in einer guten Welpenschule mit ihr. Es war eine Mischung aus Erziehung, Spiel und Ruhephasen. Die Trainerin hat uns viel beigebracht und während des Spieles uns gezeigt, wie man wann eingreifen sollte. Die anderen beiden Welpen waren deutlich größer als Pia, daher haben wir ihr oft Schutz geboten, wenn einer der Welpen ihr zu heftig wurde. Das hatte immer gut geklappt.


    Wir gingen zu der Zeit regelmäßig in einem Waldstück spazieren, um viele verschiedene Hunde zu treffen. Leider haben uns dort sehr viele Hundehalter erklärt, wir sollten Pia keinen Schutz geben, sie müsse da selber durch und Welpen würde eh nichts passieren. Dummerweise haben wir darauf gehört. Fragt mich nicht, warum ich nicht lieber auf die Trainerin hörte - ich weiß es leider selber nicht genau.


    So kam es dann, dass Pia öfters von größeren über den Haufen gerannt wurde. Pia wurde dann aggressiv gegen stürmische Hunde - logischerweise.


    Kurz darauf haben wir eine Gruppe kennen gelernt und sind mit dieser von da an mitgelaufen. In dieser Gruppe liefen immer so 6-9 Hunde mit. Dort wurde Pia nie umgerannt und von allen respektvoll behandelt. Sie wurde wieder mutiger und kam auch wieder mit stürmischen Hunden besser aus.


    Am Wochenende lief die Gruppe nie zusammen und wir waren meistens alleine unterwegs. Leider wurde sie dann auch öfter wieder umgerannt. Ich wusste es damals nicht besser, blocken oder sowas kannte ich da noch nicht.


    Aber durch die Gruppe, die wir ja immerhin 5 x die Woche trafen, schien ihr das nicht so viel auszumachen.


    Dummerweise musste Pia dann kastriert werden (krankheitsbedingt). Das war sicherlich förderlich für ihre Unsicherheit.


    Nach ca. 1,5 Jahren kam ein neues Mitglied in die Gruppe. Eine unsichere Schäferhund-Kangal-Mixhündin. Zuerst war alles prima. Irgendwann fing Sina (die neue Mixhündin) an, andere Hunde zu bedrohen, auf den Boden zu drücken und knurrend darüber zu stehen. Sie jagte die Hunde richtig heftig, bis sie sie endlich auf dem Boden hatte. Gruppenmitglieder ließ Sina immer in Ruhe.


    Ihr Besitzer ging mit ihr in eine Hundeschule - sehr fragwürdige Methode, finde ich. Jedenfalls brachte das überhaupt keine Besserung.


    Eines Tages ging Sina auf Pia los. Sie raste knurrend hinter Pia her. Ich bekam keinen der Beiden zu packen und Sina trieb Pia immer wieder von mir weg. Als Sina Pia dann gestellt hatte, habe ich Sina endlich zu packen bekommen, die dann fast noch mir in den Arm schnappen wollte. Auf ein scharfes Nein hat sie dies aber gelassen. Ihr Besitzer leinte sie dann an.


    Pia hatte "nur" ein Matschauge davon getragen. Aber ihre Psyche hat mehr abbekommen. Sie hatte panische Angst vor Pia. Irgendwann verließen wir die Gruppe. Ich wollte Pia das nicht mehr antun und Sina war mir persönlich zu unberechenbar, auch wenn sie nie gebissen hat. Aber 3,5 Kilo gegen 35 Kilo sind trotzdem nicht ungefährlich.


    Die Zeit nach der Gruppe:
    Danach liefen wir nur noch alleine mit Pia. Wir haben natürlich unterwegs Hunde getroffen. Hunde, die sie bis dato kannte, waren kein Problem, aber auf neue Hunde konnte sie sich nicht einlassen. Wir haben es erstmal dabei belassen. Sprich fremden Hunden sind wir meistens ausgewichen.


    Leider war ich kein bißchen schlauer geworden, so dass die arme Pia noch einige Male umgerannt wurde. Daraus entwickelte sie dann eine eigene Lösug für sich - sie rannte weg. Sie hatte viel Kondition und sie konnte Haken wie ein Hase schlagen. Damit hatte sie ihre Verfolger zwar nie an sich direkt dran, aber die meisten haben auch nicht abgelassen von ihr. Pia hat dabei auch geschrien wie am Spieß, was bei einigen Hunden wohl nen Jagdinstinkt ausgelöst hat. Diese waren dann besonders hartnäckig.


    Von da an lief ich fast nur an Orten, wo man niemanden traf. Sie hatte zu der Zeit fast nur Kontakt zu der Hündin meiner Mutter.


    Die erste Besserung:
    Letztes Jahr im Dezember haben wir einen Zweithund aus dem Tierschutz aufgenommen. Klar, sie fand ihn zuerst total doof und hat ihn viel angezickt. Aber er war ihr draußen eine große Hilfe. Haben wir denn mal nen Hund getroffen, ging er immer sofort dazischen und hat ihr die Hunde quasi abgenommen (irgendwie fühlen sich Hunde von unsicheren Hunden oft angezogen).


    Pia hat schnell gemerkt, dass Gio (unser Zweithund) ihr bei Hundebegegnungen hilft. Sie hat ihn dadurch nicht nur akzeptiert, sondern sie wurde auch etwas lockerer, wenn wir Hunde trafen.


    In der Zwischenzeit stellte ich fest, dass Gio viel Wert auf Hundekontakte legt und gefrustet ist, wenn er keine haben kann. Also gingen wir wieder öfter an Orten spazieren, wo andere Hunde liefen. Pia flüchtete nicht mehr und war auch nicht mehr ganz so ängstlich. Wenn ein fremder Hund mal zu ihr kam, hat sie ihn zu 99% gleich weggzickt. Ihre vorigen Signale wurden einfach nicht wahr oder ersnt genommen von den anderen Hunden. Sie zeigt schon von Anfang an deutlich, dass sie eine Annäherung nicht wünscht: Bogen laufen, Rücken rund machen, Bürste, Blick abwenden, Rute etwas runter. Wird all das ignoriert, gibts ein Knurrer und dann nen Abschnapper. Zurecht, wie ich finde.


    Soweit kommt es mittlerweile selten, denn Gio hält ihr die Hunde vorher schon souverän vom Hals.


    Wo liegt unser Problem?


    Wir haben leider mit Pia vorher nie geübt, dass man auch mal ruhig draußen an einem Ort verweilt. Das haben wir nun in Angriff genommen. Wir sind jetzt seit Frühling diesen Jahres intensiv dabei. Wir suchen uns ne Bank, ne Wiese o. ä. und dann haben wir langsam angefangen, die Zeit zu steigern. Jogger, Radfahrer, Wanderer usw. bellte sie anfangs an. Das macht sie nun gar nicht mehr.


    Hunde wurden noch ne Zeit länger verbellt. Aber auch das macht sie nur noch ganz selten.


    Aber: Sobald wir irgendwo stehen, lässt sie keine Hunde in ihre Nähe (und in meine auch nicht) - ihre Nähe meint dabei sowas bei 3 Metern. Sie wird richtig giftig und rennt böse knurrend auf die Hunde zu. Rennen diese weg, jagd sie diese. Bleiben sie stehen, tut Pia es auch und knurrt mit ca. einem Meter Abstand weiter. Kommt der Hund dann dichter, schnappt sie ab und geht dabei auch richtig an den Hund ran.


    Ich habe angefangen, Pia Leckerlies von den Hunden wegzuwerfen, während Gio mit den Hunden Kontakt aufgenommen hat. Das klappt sehr gut bis jetzt. Aber es kommen auch immer wieder Hunde, die Gio ignorieren und sofort auf Pia zurennen. Die ignorieren sowohl Gios deutliche, souveränen Ansagen, als auch Pias Gekeife und Abschnappen.


    Ich gehe dann natürlich dazwischen, nur meistens wird sie dann noch schlimmer, bevor ich sie dann anleinen kann.


    In letzter Zeit hatte sie auch 2 x Fell im Maul vom anderen Hund. Sowas gabs vorher nie. Sie wäre nie so dicht an die Hunde ran gegangen.

    Und heute dann
    das bisher "Heftigste". Wir saßen am See auf nem Baumstamm, ich hatte Pia an der Leine. Ich sah einen Cavalier kommen und sagte zu meinem Mann: "Da kommt ein kleinerer Hund, aber der ist an der Leine, also gibts keine Probleme". Joa, kaum ausgesprochen, leinte der Besitzer seinen Hund ab und dieser raste sofort im Affenzahn auf uns zu. Ich versuchte noch, Gio auf den Hund aufmerksam zu machen, aber es ging zu schnell und schwupps hing er an Pia und die wurde richtig sauer. Ich konnte nichtmal aufstehen, weil ich sie erstmal weghalten musste. Ich wollte sie dann mit der Hand an ihrer Brust etwas wegschieben vom Spaniel und sie hat in genau dem Moment nach dem Spaniel geschnappt und dann mich erwischt. Es hat zwar nicht geblutet, aber das trotzdem weh. Ich finde ihre Reaktion schon heftig. Klar, der Spaniel war sehr aufdringlich, aber gleich zu kneifen?


    Mein Training bisher:
    Gleich vorweg: Ich bin ein begeisterter Clickerer. Den Clicker habe ich unterwegs immer dabei oder ansonsten mein Markerwort. Ich bin aber kein soganannter Wattebauschwerfer.


    Wenn wir Hunde kommen sehen, erheben wir uns, weil sie noch heftiger ist, wenn wir sitzen. Wir gehen dann etwas hin und her und ich clickere, wenn Pia nach dem Hund schaut. Wenn die Hunde sich dann ruhig nähern, geht es meistens ganz gut, solange die nicht direkt auf mich oder sie zu gehen. Passiert dies doch oder ist der Hund eben zu wild, reagiert sie ja mit Keifen, Jagen und Abschnappen.


    Nun habe ich ja halt angefangen, ihr die Leckerlies zu schmeißen.


    Leider habe ich keine Ahnung, wie ich reagieren kann, wenn die Hunde so auf uns zu donnern? :???: Blocken kann ich irgendwie nicht richtig. Die wuseln so rum und schwupps sind die an mir vorbei und bei Pia.


    Was genau möchte ich heraus finden:


    Zuerst einmal hoffe ich, Trainingsansätze oder sowas zu bekommen. Und - auch wenns schwierig ist übers Internet - vielleicht eine "Einschätzung", was sie damit bezweckt oder erreichen möchte.


    Ich denke ja, sie hat einfach keine Lust auf diese Hunde und will die von sich weg haben. Und mich sieht sie eventuell als Ressource, die auch verteidigt werden muss? Oder aber sie meint, ich kann sie nicht gut genug in diesen Situationen anleiten, also klärt sie das selber, was sie aber nicht so souverän kann. Für das weitere Vorgehen ist es ja wichtig zu wissen, was sie damit erreichen möchte.


    So, das wars denke ich. Sorry nochmal für den langen Text. Wenn ihr noch was wissen möchtet, nur zu :smile:

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  • Deine Pia reagiert da recht ähnlich wie Smilla, mit dem Unterschied, dass ich bei Smilla kontinuierlich eine Besserung beobachte, während es bei Pia scheinbar eher schlimmer wird.


    Das Problem hast du doch eigentlich längst erkannt, nur hast du bisher in deinem Training nichts daran geändert! Du lässt sie immer wieder mit den fremden Hunden "alleine" und ihre Taktik mit der Keiferei ist ihre Lösung für die Situation, denn es funktioniert. Mit dem Verweilen an einem Ort machst du es aus meiner Sicht noch schlimmer, weil du ihre Erfolgserlebnisse noch häufiger machst: Hund kommt - sie keift - Hund geht (wäre ja auch so weitergegangen...)
    Du kannst Hunde noch so lange Schönclickern, es wird nichts helfen, wenn du ihr in der direkten Konfrontation keine Hilfe bieten kannst. Also: Übe das Blocken von fremden Hunden (und lass das nicht ausschließlich durch Gio lösen), bringe ihr bei bei Hundesichtung bei dir Schutz zu suchen bzw. sich hinter dich zu stellen, konstruiere Begegnungen mit Hunden, die ruhig sind und mit denen sie in deiner Nähe und ruhig Kontakt aufnehmen kann.
    (Bei Smilla unterbreche ich ihr Keifen auch mal mit einem Abbruchsignal, wenn es mir zu hysterisch und übertrieben ist. Sie darf Grenzen zeigen, aber ein Nachsetzen, wenn der andere Hund schon geht erlaube ich ihr nicht.)


    Und ganz wichtig: Nicht jeder Hund braucht andere Hunde und Pia offensichtlich eben nicht. Wenn Gio es braucht, dann suche den Kontakt mit ihm alleine und lasse Pia in zu stark frequentierten Gegenden besser Zuhause.

  • Hallo Jasmin!


    Ich würde das Training zum Verweilen an einem Ort auch erst einmal hinten an stellen. Das lädt Pia sehr dazu ein alles genau zu beobachten und die heran nahenden Hunde wirken noch bedrohlicher wenn sie angerannt kommen, als wenn alle in Bewegung ist.
    Ich denke das A und O in nächster Zeit wird sein, daß sie bei dir zuverlässigen Schutz vor solchen Hunden findet. Pia muß sich zu 100% darauf verlassen können, daß du ihr solche Hunde "vom Leib" hältst. Nur dann wird sie aufhören das selbst regeln zu wollen.
    Ich würde mit Pia momentan auch eher in wenig frequentierten und übersichtlichen Gebieten spazieren gehen um dir das Blocken zu erleichtern. Je eher du heranrasende Hunde siehst, um so mehr Zeit hast du zu reagieren.
    Du könntest Pia ein Kommando für: "Geh hinter meinen Rücken und bleibe dort" beibringen, so daß sie in solchen Situationen weiß was sie tun soll. Das wird ihr zusätzliche Sicherheit geben.


    LG


    Franziska mit Till

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  • was mir auffällt, ist dass du Pia wegschiebst - du solltest lieber den fremden Hund abblocken.
    Ich würde den Hund nicht mehr ständig in solche situationen bringen, solande sie sich nicht auf deinen Schutz verlassen kann. Erst mal würde ich mit bekannten Hunden üben, die von ihr wegzuhalten. bis sie dir glaubt, dass du das kannst, und bei dir wieder Schutz sucht.

  • Als erstes solltest du dir klar werden, was du erreichen möchtest. Geht es lediglich um Management, wie du mit Pias mangelnder Sozialkompetenz am besten durch den Alltag kommst, dann musst du lernen, wie du sie am besten schützt, und ihr gleichzeitig ganz klare Verhaltensregeln beibringen - sie darf da nicht weiter nach eigenem Gutdünken agieren, das kann für sie extrem gefährlich werden. Sie soll sich da an dich wenden, aber dann musst du auch handeln, so dass sie das eben nicht selber tun muss!


    Wenn es dir darum geht, an den Ursachen zu arbeiten und ihr ein sinnvolleres Sozialverhalten beizubringen, wirst du um professionelle Unterstützung nicht herumkommen. Und die muss sowohl zwei- wie vierbeinig sein. Denn kein Mensch kann einem Hund Hündisch so beibringen, wie dies sozialkompetente Hunde tun können. Du hingegen wirst Anleitung durch einen Trainer brauchen.

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

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  • Cherubina: Ja richtig, Pias Verhalten verschlimmert sich eher. Ich weiß nur einfach nicht, wie ich ihr die Hunde "vom Hals halten" kann. Also sollte ich die Übungen mit dem an einem Ort verweilen erstmal hinten an stellen?
    Oh, ganz vergessen. Ein Abbruchsignal habe ich auch. Das sitzt auch ziemlich gut, nur in den Situationen leider nicht/noch nicht.


    Gut, also Blocken üben, Pia hinter mich bringen/ihr das beibringen und mit Gio alleine gehen, wenn wir in ein Gebiet gehen, wo viele Hunde laufen.
    Vielen Dank für deine Tipps :smile:


    franziska: Alles klar. Dann wird das Training an Orten zu verweilen erstmal weggelassen. Stimmt, wenn wir in Bewegung sind, ist sie insgesamt viel ruhiger. Da hätte ich irgendwie auch selber mal drauf kommen sollen. Dann habe ich sicherlich mit dem Rumsitzen ihr Verhalten verschlimmert/verstärkt.


    Vielen Dank für deine Hilfe =)


    @byllemitblacky: Oh man, du hast recht. Vorhin war mir das so unangenehm, dass ich irgendwie dachte, ich muss Pia von dem Hund wegschieben. Aber er kam ja zu ihr und nicht sie zu ihm.


    Auch dir vielen Dank :smile:


    Ich habe mir irgendwie einreden lassen, Pias Verhalten wäre falsch. Eigentlich wusste ich innerlich, dass dem nicht so ist, aber anders rum konnte ich diese Vorwürfe auch nicht aushalten. Ich muss jetzt zusätzlich selber lernen, mich nicht von anderen Menschen verunsichern zu lassen und für meinen Hund da sein.


    Gio ist so ganz anders. Klar, man kann nie 2 Hunde vergleichen und jeder hat halt seine Erfahrungen gemacht. Aber Gio ist so einfach und hat überhaupt keine Probleme mit Hunden. Ich habe gedacht, er hilft ihr besser, als ich. Weil ich es ja auch eben gar nicht geschafft habe.


    Mir tut das echt leid und weh, dass Pia es wegen mir so schwer hat :verzweifelt: Aber ich werde das nun ändern.

  • naijra: Ich denke, leichter wäre es für sie, wenn sie das Sozialverhalten ordentlich lernt. Also ein Hundetrainer... daran habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht. Aber ja, das ist sicherlich sinnvoller, als da alleine "rum zu probieren".


    Gerne würde ich ja ihre ehemalige Welpentrainerin nehmen, aber die macht derzeit dieses "Gutachten" (oder wie man das nennt) bei der tierärztlichen Kammer und nimmt erst nächstes Jahr wieder Verhaltensprobleme an.


    Ansonsten muss ich mal recherchieren, was es sonst noch für Trainer in Bremen gibt. Vor allem aber auch, dass ich einen anständigen finde, der nicht mit Klapperdosen o. ä. arbeitet.


    Vielen Dank für deine Hilfe :smile:

  • Zitat von "LieblingPia"

    Gerne würde ich ja ihre ehemalige Welpentrainerin nehmen, aber die macht derzeit dieses "Gutachten" (oder wie man das nennt) bei der tierärztlichen Kammer und nimmt erst nächstes Jahr wieder Verhaltensprobleme an.


    Dann aber auch die Ratschläge befolgen und nicht mehr auf jeden hergelaufenen "Hundeexperten" hören!

    Gruß
    Hanne


    Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

  • Zitat von "QuoVadis"


    Dann aber auch die Ratschläge befolgen und nicht mehr auf jeden hergelaufenen "Hundeexperten" hören!


    Ja, dieses Mal werde ich alles beherzigen und mich nicht mehr von anderen Menschen auf einen "falschen Weg" führen lassen.


    Wir hatten sie auch diese Woche im Wald getroffen. Da hatte sie mir das halt auch erzählt mit diesem Gutachten, weil mein Stiefvater derzeit auch einen Trainer sucht und ich sie ihm empfohlen hatte.


    Wir haben kurz mit ihr gesprochen und sie hatte einen Aussie an der Leine dabei. Pia war abgeleint und keifte "plötzlich" zwischen meinen Beinen durch den Aussie an, der gar nichts von ihr wollte :ops: Da hatte Bärbel (die Trainerin) auch so ne Bemerkung gemacht. Weiß es nicht mehr wörtlich, aber ging so in die Richtung, dass Pia sich auch "nicht ganz normal" verhält.

  • Was ist schon "normal"? Sie benimmt sich so, wie sie es für sich und zu ihrem Schutz gelernt hat. Sie benimmt sich nicht souverän und sozial...


    Zum Blocken von Hunden:
    Vielleicht kannst du ein bisschen mit Gio üben!? Ist er sehr verfressen? Gibt es etwas was er total toll findet und es sofort fressen würde, wenn er die Chance bekäme? Oder gibt es ein Spielzeug, das er unbedingt haben will, wenn er es sieht? Das wäre ideal zum trainieren deiner Körpersprache, denn dann könntest du das Superfressen oder Superspielzeug auf den Boden legen und ihn nur körpersprachlich davon fernhalten. Du führst ihn daran vorbei und er darf nicht dran. Das schafft man bei vielen Hunden allein damit, dass man sich groß und breit macht und sich frontal dem Hund zugewandt zwischen ihn und das Futter stellt. Will er um dich herum verstellst du ihm den Weg, weiter groß aufgerichtet. Ist er hartneckig, dann gehst du einen überzeugten Schritt in seine Richtung. Will er immernoch vorbei kannst einmal aufstampfen und/oder zischen, die Arme ausbreiten oder in die Hände klatschen.
    Es gibt wirklich wenig Hunde, die sich dadurch nicht beeindrucken lassen. Eine Steigerung wäre dann noch ein Schlüsselbund in die Richtung des Hundes zu werfen, aber das würde ich bei meinem Hund in dieser Übesituation nicht machen ;) .


    Ganz wichtig ist das überzeugte Auftreten ohne zu zögern. Blöd ist eben, dass sich solche Situationen nur begrenzt simulieren lassen.

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