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Schon wieder das Problem mit dem Besuch.

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    Hallo, ich weiß, dass es hier sehr viel zu Besucherproblemen zu lesen gibt. Leider hab ich für mich noch keine hilfreiche Antwort gefunden.
    Es geht um meine Sunny. 14 Monate alt. Aus dem Tierschutz Bulgarien. Habe sie seit dem sie drei oder vier Monate alt ist. Keiner wußte genau wie alt sie war.


    Drei starke Rassen. Schäferhund, Rodesien Rigeback, Englisch Setter.
    Absolut kein Anfängerhund. Die Rassen hab ich durch einen DNA Test erfahren. Ich wollte es für mich wissen um sie so gut es geht zu fördern.


    Wir üben jeden Tag und machen große Fortschritte. Aber sie wird wohl nie ein Schmusehund oder ein Hund der glücklich ist, wenn er die meiste Zeit im Korb liegen darf. Nein...Sunny braucht das volle Programm. Für Körper und Geist. Und das jeden Tag. Man kriegt ja immer den Hund den man braucht...also fit sind wir auf jeden Fall :D


    Mein größtes Problem...Besuch. Und ganz schlimm-wenn der Besuch ein Kind ist. Ich bin am verzweifeln. Es ist so schlimm. Diese ganzen Tricks und Methoden...alles versucht. Inzwischen bleibt sie häufig an ihrem Platz im Korb.


    Aber kaum geh ich zur Türe und mach auf...Zack. Gebelle ohne Ende. Sie stellt ihr Fell auf, dass sie richtig gruselig aussieht. Solange ich noch umkehren kann, dränge ich sie wieder zurück, nur irgendwann drückt man die Türklinke nach unten...also wieder zurück auf ihren Platz. Dann bleibt sie tatsächlich da, aber das geknurre und Gekläffe geht da weiter und hört einfach nicht auf. Leckerlis vom Besuch will sie nicht. Dafür ist sie zu aufgeregt. Sie steht so unter Strom, das sie nix mehr wahrnimmt.
    Also führe ich sie in das Schlafzimmer. Dort geht's weiter. Gekläffe und geknurre. Mein Besuch hat jedes Mal Angst. Das ist so schlimm für mich. Und peinlich ist es mir auch.
    Trotzdem versuche ich es jedesmal wieder auf diese Art und Weise.


    Meint ihr, ich soll sie gleich, wenn's klingelt, in ein Zimmer bringen? Das ist doch kein Zustand. Was mach ich im Sommer, wenn alle im Garten sind? Meine Hundetrainerin(Hundeschule) meint, ich solle das akzeptieren. Ihr Hund mag auch keine Kinder. Sowas könne man nicht ändern. Stimmt das?
    Auffällig ist, dass es am schlimmsten ist, wenn der Besuch bulgarisch aussieht! Dann flippt sie völlig aus.
    :hilfe: :hilfe:
    Kann mir jemand einen Tipp geben?

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  • ....bin kein Profi, kenne den Hund auch nicht....aber, ich würde jetzt mal rein intuitiv die Trainerin wechseln... Solang es "kein Zustand" für Dich ist, ist es schwer es zu akzeptieren, wenn ein Hund sowas macht. DAs belastet einen Halter, ganz klar. Aber, es belastet dadurch auch den Hund.


    Intuitiv (sorry, aber, anders kann ichs nicht ausdrücken) würde ich persönlich den Hund niemals wegsperren.... damit löst Du das Problem nicht, Du schaffst es nur beiseite.....weg vom Bildschirm...aber, es ist ja immer noch da. Dein Hund mag keinen Besuch.... das ist jetzt natürlich erstmal doof. Aber, es gibt ja auch MEthoden, mit denen man die Akzeptanz des Hundes aufbauen kann, die Furcht bannen kann. WIE, keine Ahnung, evtl. haben andere User nen guten Tipp für nen guten Trainer in Deiner Umgebung, oder Du suchst Dir selbst einen anderen Trainer heraus.


    Wichtig ist, dass Du Deinen Hund einschätzen lernst. DU musst wissen, was zumutbar ist, und was man Step by Step zumuten kann. VERLOREN, ist der Hund diesbezüglich sicherlich nicht. Ihm muss nur irgendwie vermittelt werden, dass er keine Angst haben braucht, wenn Besuch kommt. Das mit den Bulgarischen Besuchern..... könnte mir nur vorstellen, dass er an der Charakterisierung der Aussprache dieser Sprache erkennt, dass.....


    Gibts mit Sicherheit Methoden, dem Hund schonend beizubringen, dass die Aussprache und Betonung mancher Worte, nicht bedrohlich für ihn sein müssen....


    Dir liegt etwas daran, also bleib dran! Du bist der Mensch, dem Dein Hund vertrauen muss... evtl. (ne, wahrscheinlich ganz sicher, ohne es böse zu meinen) wirst Du stark an Dir arbeiten müssen. An Deinem Auftreten und vorweg, an Deiner Einstellung.


    Wo ein Wille, da ein Weg. Aber, nichts auf Biegen und Brechen, sonst kommt man vom Regen in die Traufe.... wenn Du verstehst?


    Dein Hund reagiert nur so, weil er es nicht besser weiß. Weil er bislang Erfolg mit seinem Verhalten hatte...... andere Trainerin und eine Umstellung in Dir selbst.... das wäre jetzt meine "Empfehlung".... was ja nur ein Gedankenanstoß sein kann.....


    Beste Grüße

    „Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

  • Wegsperren kann keine Lösung sein.
    Was passiert wenn der Hund aus Versehen mal freikommt? Sowas passiert schneller als man denkt und dann hat man den Salat.
    Ich würd mir nen anderen Trainer suchen.

    .

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  • Zitat von "luna2510"

    .........Aber sie wird wohl nie ein Schmusehund oder ein Hund der glücklich ist, wenn er die meiste Zeit im Korb liegen darf. Nein...Sunny braucht das volle Programm. Für Körper und Geist. Und das jeden Tag. Man kriegt ja immer den Hund den man braucht...also fit sind wir auf jeden Fall :D ......



    Das heißt was? Wie sieht denn euer "tägliches Programm" aus?

  • [quote Dann bleibt sie tatsächlich da, aber das geknurre und Gekläffe geht da weiter und hört einfach nicht auf.][/quote]


    Wie lange hast du das denn schon ausgehalten, ohne den Besuch rein zu lassen?


    Also es klingelt, Hund liegt auf seinem Platz, du gehst zur Tür, Hund fängt an zu bellen?!
    Was machst du denn dann? Den Besuch trotzdem rein lassen?
    Wenn du zurück gehst, ohne den Besuch rein zu lassen, wie lange dauert es denn dann, bis sie aufhört?


    Und hast du schonmal probiert, mit dem Besuch rein zu gehen?
    Also du gehst mit dem Hund vor die Tür und gehst zusammen mit dem Besuch rein? (Am besten ohne Klingeln, Besuch könnte dich ja anrufen, wenn er da ist..)

    • Neu

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    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würde vorschlagen, dass Ihr Euch einen Trainer sucht, der was mit solchen Hunden anfangen kann...


    Zitat

    Nein...Sunny braucht das volle Programm.


    Was darf man denn darunter verstehen?

  • Moin,


    hmhpf, Du schreibst, das sie am meisten Theater macht, wenn der Besuch südländisch ausschaut? Das erinnert sie wohl an ihre ehemalige Zeit in Bulgarien. Ich würde vermuten, das sie auch deutlich mehr auf Männer reagiert, als auf Frauen? Das wird damit zusammen hängen, was sie erlebt und erfahren hat und da es sehr frühe Prägungen und Erfahrungen waren, sitzen diese tief.


    Du hast da einen traumatisierten Hund mit unbekannter Geschichte, das sollte Dir vor allem überhaupt nicht peinlich sein..... wirklich nicht. Ich kenne das von meinem Diego, dem war Besuch unheimlich, Männer noch unheimlicher und manchen Besuch (meist, denjenigen, den ich auch nicht schätzte) mocht er nie nicht. Ich hab das hingenommen, er muss nicht jeden Menschen mögen und gut leiden können.


    Für ihn war es aber entlastend, bei solchem Besuch ins Schlafzimmer zu können, er tobte nicht vor der Tür weiter, sondern legte sich und entspannte einfach..... er bellte zwar und ging duchaus nach vorn, aber man konnte deutlich erkennen, das es Furcht war. Leckerchen von Fremden nahm er an aber er mochte sie deshalb nicht lieber.


    Ich würde vermuten, das es ihm gut tut, hinter Dir zu bleiben. Das Besuch ihn ignoriert und aus dem Weg geht und das er lernt, das Du die Dinge für ihn regelst. Das braucht vor allem einfach Zeit. Und es benötigt auch lange und gute Ruhephasen, Hunde sind entspannter, wenn sie zur Ruhe kommen, notfalls dazu nötigen. den jungen Dalamtiner meiner Tochter binde ich schlichtweg an, nur dann entspannt er und schaltet sich quasi ab. Lasse ich ihn laufen, läuft er stundenlang und kommt nicht zur Ruhe, je konsequenter ich da bin, desto ruhiger wird er im Alltag, mittlerweile legt er sich schon mal von alleine hin.


    Sundri

  • Das kennen wir auch.
    Linchen mag Fremde auch nicht.


    Doch während sie diese unterwegs ignorieren kann, klappt das zuhause nicht.


    Für sie ist es auf jeden Fall entspannender, wenn sie raus aus dem Geschehen kommt. D.h., sie kommt nicht mit an die Tür, sondern geht in ihren Korb, der in einem anderen Zimmer steht. Wenn es völlig Fremde sind, schließe ich auch die Tür, damit sie die Leute zuerst nur hören, aber nicht sehen kann. Dabei bleibt sie normalerweise ruhig.


    Hat der Besuch Interesse am Hund, lasse ich sie irgendwann dazukommen, wenn alle sitzen und die Situation entspannt ist. Meistens klappt es dann und sie kann dabei bleiben. Ist es jemand arg Unheimliches und sie macht Anstalten, zu bellen oder zu knurren, schicke ich sie wieder in ihren Korb. Bei Kindern mache ich keine Experimente, da bleibt sie außen vor.


    Wir haben uns damit arrangiert, dass Linchen ein Hund ist, der auf Fremde immer erst mal misstrauisch reagiert, das ist ihr Charakter.

  • Linchen...mir kommt es vor als beschreibst du unsere Cindy :-)
    Ich will mittlerweile auch nicht mehr auf biegen und brechen, dass Cindy immer und Überfall dabei ist..im Schlafzimmer hat sie ihre Ruhe und entspannt. Wenn alle sitzen und keine kleinen Kinder dabei sind, hole ich sie dazu. Sonst nicht

  • Zitat von "Sundri"

    Ich würde vermuten, das es ihm gut tut, hinter Dir zu bleiben. Das Besuch ihn ignoriert und aus dem Weg geht und das er lernt, das Du die Dinge für ihn regelst. Das braucht vor allem einfach Zeit.


    Das hat meinem Hund auch geholfen. :-) Wenn es klingelte ist er total aufreget nach vorne geschossen, hat dann den Besuch angekläfft und sich kaum beruhigt. Er ist was Besuch angeht eben ein Schisshase. Dann habe ich angefangen den Hauseingang als meinen Raum zu beanspruchen (ein Tipp von dem berühmten und von mir eigentlich weniger geliebten amerikanischen Hundetrainer). Mit dem Signal "zurück" und vorsichtig auf ihn zugehen (wirklich nur sanft, weil er schnell eingeschüchtert ist), habe ich meinen Hund vom Eingangsbereich zurückgedrängt. Vom Eck aus darf er von mir aus schauen wer da ist und auch bellen. Da er es total schlimm findet von Besuch Aufmerksamkeit zu bekommen, haben die Gäste des Hauses ein Ignorier-Gebot (klappt leider nicht immer).


    Inzwischen schlägt er nur noch selten an, wenn es klingelt (kann jedoch auch mit seinem Senioren-Gehör zusammenhängen). Wenn doch, dann motzt er von seinem Bett aus. Und wenn er doch mal schauen kommt, bleibt er von sich aus weiter hinten und bellt ein paarmal. Ich habe den Eindruck, dass er ganz froh ist, muss/darf er nicht mehr so nah an den Besuch. Er beruhigt sich auch schnell wieder, solange er nicht beachtet wird.


    Das Ganze hat er eigentlich recht schnell kapiert und das, obwohl wir gar nicht soooo viel Besuch bekommen.


    Zitat von "Sundri"


    den jungen Dalamtiner meiner Tochter binde ich schlichtweg an, nur dann entspannt er und schaltet sich quasi ab. Lasse ich ihn laufen, läuft er stundenlang und kommt nicht zur Ruhe, je konsequenter ich da bin, desto ruhiger wird er im Alltag, mittlerweile legt er sich schon mal von alleine hin.


    So musste eine Hundehalterin aus der Hundeschule mit ihrer jungen und völlig überdrehten Labrador-Hündin Ruhe üben :-)

    Jedes Töpfchen find' sein "Teckelchen"

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