Die Freizeitgestaltung synchronisieren – ohne zu überfordern

  • Hi liebe Community,


    ich habe eine kurze Frage. Seit kurzem ist ein sehr lieber und vor allem netter Rüde bei mir eingezogen. Der Kleine ist jetzt knapp über drei Monate alt und nun müssen wir schauen, dass sich unsere Leben synchronisieren, ohne ihn zu überfordern.


    Was er jetzt so mitmachen muss und sollte: Zur Arbeit mitgehen, U-Bahn fahren und Dienstags ins Restaurant / Bar.


    Bevor jetzt manche tief Luft holen, um eine Schimpftirade zu starten: NICHT!!! alles auf einmal.


    Die Arbeit muss er aber auf jeden Fall sofort kennenlernen. Ich habe ein großes Büro und er hat hier alles, was er braucht. Ich fahre aktuell noch mit dem Auto zur Arbeit, da dies für ihn angenehmer ist und er nicht gleich so viel Action auf einmal hat.


    Wenn er sich jetzt im Büro etwas eingewöhnt hat, wollte ich in vier Tagen mit ihm immer mal eine U-Bahn Station fahren. Damit er das große, böse und laute Gefährt kennenlernt und sich langsam dran gewöhnt. Mein Ziel ist, dass wir dann in vier Wochen die ganze Strecke mit den Öffentlichen nehmen können. Ist das schon zu ambitioniert oder denkt ihr, dass ist okay?


    Und nun zur Bar / Restaurant: Ich gehe seit ca. sechs Jahren mit meinem Freundeskreis einmal in der Woche essen. Das ist ein Ritus, den ich sehr gerne beibehalten möchte. Die nächste Zeit würde ich aber erstmal darauf verzichten, denn ich denke das tagsüber ARBEIT und Abends dann noch RESTAURANT zu viel für ihn sind. Mein Ziel ist es, ihn auch hier langsam daran zu gewöhnen und nur Abends ins Restaurant zu gehen, wenn ich am Arbeitstag Home Office nehmen kann. Sprich: Entweder ist er auf der Arbeit ODER Abends im Restaurant. Beides kombinieren wollte ich in ca. sechs bis acht Wochen. Auch hier die Frage: Denkt ihr das ist okay oder lieber mehr Zeit geben?


    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten :D.

  • Zitat

    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten .


    Das ehrt uns zwar, allerdings ist der einzige, der Dir sinnvolle Antworten geben kann, Dein Hund. Wir können Dir nicht sagen, was diesen Hund überfordert und was ok für ihn ist - Du wirst ihn einfach beobachten und Dein Bauchgefühl zu Rate ziehen müssen, wann Du welchen neuen Dinge einführst. ;)
    Ich finde es okay, einen groben Plan zu haben, wann was in etwa stattfinden soll, solange ich bereit bin, diesen Plan jederzeit über den Haufen zu schmeißen, wenn der Hund mir etwas anderes signalisiert.


    Viel Spaß mit dem Kleinen!

  • Ich würds einfach mal machen. Es muss nicht alles ein Problem sein.


    Sei halt vorbereitet, dass du nur was trinkst und nach ner halben Stunde wieder gehst.


    Ich würde allerdings den Hund eher daran gewöhnen, zuhause zu bleiben, wenn du abends weggehst - ich finde das einfacher.

  • Ich finde es toll wie viele Gedanken du dir machst :)
    Das hört sich doch alles gut Durchdacht an. Meine Hunde gehen selbst mit in Büro, wir haben damit angefangen 2 Tage nachdem die zwei mit je 4 Monaten aus dem Tierschutz bei uns eingetroffen sind. Die Hunde haben sich sehr schnell daran gewöhnt & inzwischen ist das total langweilig da sie ja lernen sollten dass im Büro Ruhe ist.


    Zum Thema U-Bahn, ich würde erstmal ohne zu fahren in den U-Bahnhof gehen, mich an den Bahnsteig setzten usw. damit Hundi sich mal an die Geräusche und das viele Treiben dort gewöhnt. Aber auch das kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein und für manche Hunde ist das total unspektakulär. Ich würde einfach schauen wie der Hund reagiert wenn ihr in die U-Bahn Station geht, je nach dem würde ich es dann langsam angehen lassen.


    Viel Erfolg und viel Spaß mit dem Kleinen :)

  • Wenn das alles Pflicht ist, dann mach es einfach. Ein kleiner Welpe lernt so am Besten, dass es was vollkommen normales ist und wird das gut mitmachen. Ich hab für meinen Welpen zwei Monate nur halbtags gearbeitet, würde ich jetzt im Nachhinein nicht mehr machen, denn für den Hund war das überhaupt kein Problem, für mich finanziell durchaus. Evtl. wirklich nicht an einem Tag Bahn fahren, Arbeiten und Essen gehen, aber wenn Bahn fahren und Arbeiten ansonsten dein Alltag ist, warum nicht? Besser als wenn du wartest und dann mit einem Jungspund von 6-8 Monaten Bahn fahren musst, der das nicht kennt.

  • Wie sieht das Ganze denn aktuell aus? Wie "benimmt" sich der Hund bei der Arbeit (war er überhaupt schon mal mit?) und wieviele Eindrücke muss er da verarbeiten?


    Ich frage deshalb, weil mein Hund im Büro hauptsächlich rumliegt und döst - das war auch schon so, als sie noch klein und neu und verstört war (habe sie mit 5 Monaten übernommen). Für meinen Hund war Büro immer sehr unaufgeregt, hier ist aber auch nicht viel Trubel. Das sieht an anderen Arbeitsplätzen auch anders aus.


    Im Restaurant sehe ich auch erstmal kein Problem. Probier es aus. Nimm seine Decke und was zum Kauen mit, setz Dich an einen Tisch am Rand und lass nicht allzu viele Leute an dem Hund rumstreicheln - wenn er sich dann entspannen kann und sich irgendwann hinlegt, ist alles fein und Du kannst das nächste Woche wieder machen. Wenn er aufdreht, bellt und ins Mobiliar beißt, kannst Du Dir immer noch überlegen, wie Du ihn langsamer dran gewöhnst.


    Dein Plan, ihn schrittweise an die U-Bahn heranzuführen klingt gut. Auch hier: Wenn Du das Gefühl hast, der Hund ist gestresst oder überfordert: Lass es langsamer angehen. Wenn der Hund da arglos und interessiert mitmacht, ist alles gut. Er sollte nicht unbedingt eine Dreiviertelstunde lang an der Leine von Umsteigebahnhof zu Umsteigebahnhof gezerrt werden, aber ihn jetzt schon an Deinen Alltag heranzuführen, ist absolut richtig.

  • Hi!


    Heute ist sein erster Tag im Büro. Erstmal war natürlich alles ganz neu und aufregend – und vor allem ist das böse Aufzugmonster nicht sein bester Freund.


    Aber er liegt die ganze Zeit hinter mir auf seiner Decke und pennt. Alles perfekt bisher. Ich kann sogar mal raus gehen, ohne das er meckert.


    Wenn es morgen auch so gut läuft, dann gehe ich mit ihn mal an den Bahnsteig und teste, wie er das mag. Aktuell ist er noch recht vorsichtig. Kein Schisser, hat aber gesunden Respekt. Das gefällt mir sehr gut, weil er nicht gleich jeden Menschen an der Straße anspringt, den er sieht.

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