Lonely Barkers - die Alleinbleib-Selbsthilfegruppe

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    Hallo in die Runde!


    Jetzt will ich mich hier auch mal einklinken. :-) Wir haben seit 4,5 Monaten eine Zweithündin. Die Zusammenführung hat eigentlich gut geklappt und beide machen sich gut.


    Unsere Ersthündin ist seit 4,5 Jahren bei uns. War eine extreme Angsthündin. Bei ihr hat das Aufbauen des Alleine-Bleiben wirklich mehrere Monate gedauert. Dann hatten wir es aber perfekt drauf und es war immer Stille, wenn wir nicht da waren.


    Als nun die kleine (auch schon 5 Jahre) eingezogen ist, haben wir nach kurze Eingewöhnung angefangen mit Alleine-Bleib-Training. Es war interessanterweise nicht so, dass nur wegen Ersthund die zweite Madame einfach brav allein blieb. Wir hörten als Jaul-Konzerte. Haben also wieder alles von vorne aufgebaut. Eine App hilft uns dabei gewaltig. Ich höre immer, was daheim los ist: also, ob es still ist oder gerade was abgeht. (Babyphone 3G) - Klappt gut. ;-) Nun hatten wir 8 Wochen völlige Ruhe. Ob wir nun 30 min weg waren oder auch mal 4 h - es war immer ruhig daheim.


    Letzten Freitag dann plötzlich ein Rückfall: ich hatte die App an und nach 15 min ging es los mit Gebell der Großen (klang nach "da ist was draußen im Garten-Anschlagen) und dann hat die kleine natürlich auch mal richtig losgelegt. Wir hatten dann 15 min tolles Konzert beider Damen. Dumm von uns: wir hatten den HDMI-Stecker des Tablets zum TV eingesteckt, also konnten wir kein "Nein, Aus" via App ins Daheim schicken. (das klappte beim Üben-Aufbau perfekt - schnell war immer Ruhe und wir brauchten keine Einwürfe mehr machen) :D
    Ich war danach total aus dem Häuschen und dachte wir müssen wieder von Vorne anfangen. Es zeigte sich aber dann, dass die Mausi zwar etwas verunsichert durch den Rückfall war, aber wir sind dann nach kurzer Ruhephase nochmals außer Haus, um hier gar nichts einreißen zu lassen. Wir hörten noch einmal kurz ein "Wuh" ein "Aus" von uns und dann war Stille für die restlichen 25 min in denen wir nochmals weg waren.
    In meinem Wahn, nur ja nicht die Nachbarn zu stören :hust: hab ich also gleich wieder mit permanentem täglichen Training (Reize wie Anziehen, Ausziehen, Schlüssel) und vor allem mehrmals täglich das Haus verlassen, angefangen. Wir haben das Büro im Haus, also müssen wir nicht ständig die Hunde allein lassen. Aber ich dachte: lieber gleich intensiv wieder dran arbeiten.


    Nun glaube ich nach 4 Tagen, dass wirklich eine Katze im Garten war oder so und sie deshalb so aus dem Häuschen waren. Denn ansonsten höre ich nichts mehr. Heute mal kurze ein "Wuff-Wuff" das aber ganz fix ein kurzes Gekeife untereinander war, weil danach war dann für 20 min wieder nichts.
    Sie wirken an sich eigentlich ganz entspannt, wenn ich wieder da bin. Kennt von euch jmd. sowas, also einen einmaligen Ausrutscher? Ich hatte echt schon Schlimmstes befürchtet.


    Anfangs wurde ja fleißig Radau gemacht und reingepinkelt von Zeit zu Zeit. Aber nach 8 Wochen Training war es ausgestanden. Vll. muss man sich mit zwei Hunden auch darauf einstellen, dass es einfach manchmal kurz Gekappel unter den Damen gibt oder eine Katze im Garten eben mehr Aufregung verursacht als bei einem Hund? Ich bin gespannt auf eure Meinungen. Ich bin ja echt erste heute wieder etwas beruhigter... :rollsmile:

  • @Veriye
    Ich würde nach dem Umzug schon wieder von "Vorne " anfangen, einfach um Rückschläge zu vermeiden. Da kannst du aber dann ganz schnell steigern und bist sicher nach 1-2 Wochen wieder beim Normalstand.


    @kelsi
    Schön, dass es bei euch so schön klappt. Die Katzenproblematik kennen wir auch. Wir machen deshalb das Rollo von der Tür runter und damit hat sich bei uns das Problem :tropf: !


    Bei uns steht wieder ein Neuanfang ins Haus, da wir über Ostern im Urlaub waren. Also wieder auf Anfang, um den Kleinen wieder ans Alleinebleiben zu gewöhnen. klappt bisher ganz gut und ich hoffe wir sind bald wieder auf Kurs. Die 25 Minutenmarke war schon cool, denn dann konnten wir endlich mal einkaufen gehen, also die Zeit einfach sinnvoll nutzen xD !

  • Veriye: vll. probiert ihr es zum Umzug mal mit Zylkéne für 14 Tage. Als wir vor 1,5 Jahren umgezogen sind (ohne Revierwechsel - nur 2 Straßen weiter) hatte das für Liesel einiges an Stress bedeutet. Dannn hat uns unser TA zu Zylkéne für einige Tage geraten. Ausschlag war weg, sie war entspannt und im Nu war die neue Wohnung mit Garten ihr Favourite. ;-) Kannst schon so 2-3 Tage vor Umzug anfangen. Sind keine Beruhigungsmittel oder sonstiges sondern ein Milcheiweiß, dass die Welpen beim Säugen ausschütten - hat entspannende Wirkung bei gleichzeitig sehr hoher Aufnahmefähigkeit.


    Jacke: Wir haben leider eine 6 Meter Glasfront und dort nur draußen eine Markise und keine Rollos (noch nicht - werden jetzt wohl nachgerüstet). Ja es scheint, als wären unsere Damen doch eher ein "leichter" Fall. Trotzdem ich kann auch nur empfehlen: auch innerhalb der Wohnung immer mal wieder an ihren Platz schicken - nachlaufen etc. gibt es bei uns nicht. Sie wissen, dass unter Tags im Büro gearbeitet wird und da haben sie Sendepause, auch wenn wir da sind. Das war bei der Kleinen eigentlich das Training, dass das Alleine-Bleiben im nächsten Schritt extrem beschleunigt hatte. Das ein Hund mit 5 Jahren, der schon öfter umgezogen ist, natürlich noch schneller mal kurz zurückfällt in alte Verhaltensmuster ist irgendwie auch logisch. Aber es wird eigentlich immer kontinuierlicher bei ihr. :gott:

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  • Soooo ich hab endlich die möglichkeit die hunde live zu beobachten ... iphone und ipad sei dank ...


    Ich versuch wann immer zu üben und die beiden alleine zu lassen ... es geht aber irgendwie nur schleppend vorwärts ... wenn ich gehe dreht Tarek sofort hoch, läuft nervös umher, Rute oben, und fiept ... irgendwann steigert sich das ins bellen ... geh ich dann gleich rein und sag streng fertig ruhe und geh wieder raus, ist er um einiges ruhiger, legt sich teilweise sogar hin oder fängt dann mal kurz an rumzuschnüffeln oder steigt an den Möbeln hoch ...


    Ich hab jetzt beide wieder im gesamten raum frei, ich hatte ihn wegen den knabber sachen in der box, aber er tut auch mit knabberei gleich schlimm ... und für längere zeit käme für mich die box eh ned in frage ...
    Whyona geht höchstens mal kurz vorne ans Gitter, legt sich dann aber hin und döst vor sich her ... leider kuckt er sich das nicht ab ...


    Ich versuch jetzt so den Moment abzupassen, wo er sich mal hinlegt und wenigstens halbwegs entspannt ist ...


    Ich geb die hoffnung nicht auf dass ers doch noch lernt, wobei ich ja weiss dass er nicht pauschal mit dem alleine sein mühe hat, sondern es mit mir zusammen hängt da er in der Hundepension ohne Probleme unten im Hundezimmer bleibt ...

  • Danke für eure Antworten :winken:


    Also was wir jetzt schon haben und worauf Leia sehr gut reagiert ist Adaptil. Das sind wohl auch Hormonduftstoffe, die das Hirn des Hundes ins Säuglingsalter zurücksetzen. Leia kann eigentlich alleine bleiben, reagiert aber stark auf Geräusche von draussen. Das Ding in die Steckdose und sie schlägt nicht mehr bei jeder Autotür an. Und Beto ist auch entspannter. Als Pulver in Form von Zylkene kannte ich noch gar nicht.


    Wir haben uns extra 1 Woche freigenommen, um zu zweit zu sein, dann kann einer ausser Haus, zB in der alten Wohnung was erledigen, oder einkaufen und wir können sie dann kontrolliert alleine lassen.


    Also wir kriegens schon hin :)

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ja vor einiger Zeit, als wir noch trainieren mussten ohne Ende meinte eine gute Freundin: du musst deinen Hunden vertrauen." Und das war ein wirklich wichtiger Satz. Von da an dachte ich mir irgendwie: es geht ihnen ja gut daheim. Nichts kann ihnen passieren und wir kommen ja wieder. Dadurch war ich innerlich ruhiger und es gab dann schnell wirkliche Durchbrüche. :-) Also, vertrauen wir unseren Rackern, dann wird alles gut. :applaus:

  • Ich habe lange überlegt, ob ich das hier schreibe, aber irgendwie möchte ich das nicht verheimlichen:
    Bei uns läuft es derzeit nicht so gut. Nachdem ja 25-30 Minuten gut geklappt haben, haben wir wieder einen Einbruch. Bin zurück auf 15 Minuten, aber selbst die klappen nicht so richtig entspannt.
    Ich habe darauf die Verhaltenstierärztin kontaktiert, die uns letztes Jahr mit der Geräuschangst so gut geholfen hat. Sie fand es auch seltsam, dass es bei uns trotz so viel Üben so ein auf und ab ohne erkennbare Ursachen ist. Ein Grund kann Lillys Deprivationssyndrom sein und die daraus resultierende Tatsache, dass sie mit Stress so extrem schlecht umgehen kann.
    Für das Folgende hat vielleicht nicht jeder Verständnis, aber Lilly wird nun darum für eine begrenzte Zeit Alprazolam kriegen, das ist ein Medikament, das bei starken Angstzuständen eingesetzt wird. Wir erhoffen uns, damit einen Durchbruch zu erreichen. Ich habe mir das wirklich gut überlegt, war anfangs auch wirklich dagegen, aber wenn es Lilly hilft, kann man ihr wirklich viel Stress nehmen und damit zu mehr Lebensqualität verhelfen. Die Hundetrainerin von cumcane, und der Verhaltenstierarzt, die schon mit uns gearbeitet haben, haben dieses Medikament damals schon empfohlen, da Lilly so ein harter Fall ist. Ich wollte es lieber so schaffen, aber wir üben seit 2,5 Jahren und konnten bisher diese tiefsitzenden Ängste nicht nehmen, ich weiß mir keine andere Lösung mehr. Wenn es damit auch nicht klappt, werde ich das Training wahrscheinlich einstellen und es so hinnehmen wie es ist. Aber diesen einen letzten Versuch werden wir noch machen! Ich hoffe so sehr, dass wir diese Ängste in den Griff bekommen...!

    Katrin mit Lilly

  • ich kann deine Entscheidung verstehen. Es wäre einfach nicht fair über deine Entscheidung negativ zu urteilen.
    Du hast auf dem "normalen" weg alles versucht und ich kann deine Verzweiflung wirklich verstehen. Wahnsinn, dass du 2,5 Jahre durchgehalten hast. Die meisten hätten sie bestimmt entweder abgegeben oder hätten sie leiden lassen.
    Es tut mir sehr leid, dass ihr diese rückschitte hattet und hoffe, dass die Medikamente den Durchbruch bringen.
    Ich finde es auch toll und mutig, dass hier (im Forum) zu schreiben.


    Bei uns läuft es leider auch wieder schlechter :(. Jordi macht wieder Terror, wenn ich ihn außerplanmäßige bei meinem Freund lasse.
    Morgens, wenn er allein im flur ist , legt er sich alle 10-20 min anders hin. Ganz allein habe ich ihn deshalb schon länger nicht mehr gelassen. Ich hoffe, das legt sich wieder!!!

  • Ich verurteile deine Entscheidung auch nicht. Ich denke jeder der einen Hund hat der nicht alleine bleiben kann versteht, dass, wenn alle "normalen Mittel" versucht wurden, auch eben solche Sachen ausprobiert werden. Ich kann dich absolut verstehen und drück euch ganz arg die Daumen, dass es wirkt und ihr so endlich Fortschritte macht. Absoluter Respekt für dein Durchhaltevermögen.


    @ Ricci
    Das tut mir sehr Leid, dass es nicht so läuft. Drück euch die Daumen, dass es bald wieder besser wird.


    Bei uns läuft es eigentlich ganz gut. Wir haben gestern wieder 15 Minuten gemacht. Die letzten 5 hat er aber öfter den Kopf gehoben und hin und wieder gefiept. Also denk ich ist es sinnvoll hier wieder anzusetzen und das noch einige Tage so zu machen. mein Freund meint wir schmeißen ihn einfach ins kalte Wasser und fahren die nächsten Tage schon einkaufen aber das möchte ich irgendwie nicht. Vor allem da wir nächste Woche beim Wandern sind und wir da auch nicht üben können denk ich ist es grad nicht schlecht die 15 Minuten nochmal zu festigen und dann ab übernächster Woche wieder zu steigern.

  • "Ins kaltes Wasser" ist das Stichwort, dass ich jetzt einfach mal aufgreife.


    Geübt hatten wir die letzten Wochen an den üblichen 15-20 Minuten. Sehr wechselhaft, mal sehr ruhig, mal mit herumgelaufe, fiepsen und schlechter Laune bei Madame.


    Letzte Woche war ich dann leider so blöd, keinen Hundesitter für 2 Termine zu organisieren - im Auto war es einfach viel zu warm und so flott konnte ich niemanden finden, Absagen ging auch nicht da das kurzfristig direkt ne dicke Rechnung bedeutet hätte :-/


    Also: da muss sie durch! Die Termine dauerten (absehbar, sonst hätte ich das nie gemacht) maximal 30 Minuten. Genau inkl Fahrt: 24 und 31 Minuten.
    Was madame in der Zeit gemacht hat kann ich nichts sagen, da unsere kamera zwar live streamen aber nicht speichern kann. Jedenfalls sah ich beim heimkommen Madame in ihrer Kudde liegen und das Büro nicht verwüstet. Von den Nachbarn, die sich über jeden scheiss beschweren, kam auch nix.


    Hab gestern und heute dann wieder gezielt und mit Überwachung geübte.15+23 Minuten. Nicht perfekt, da sie wieder herumläuft und bissi miept und motzt, aber sie legt sich auch wieder hin und findet Ruhe. Ich sehe das mittlerweile als OKAY und werde nicht nochmal nen Schritt zurück gehen.


    Bald fällt das Training leider 8 Wochen Aus :( ich haben praktikum u bin 8h tägliche außer haus. Madame kommt in der Zeit zu meinen Eltern tagsüber. Leider geht es nichts anders und ichMUSS dieses Praktikum machen :fear:

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