Unaufmerksamkeit

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    :winken: Ihr da,
    haben zur Zeit wieder einmal ein Problem mit unserem Tapsy: seine ständige Unaufmerksamkeit! Mir persönlich kommt es so vor, als ob er immer nur dann unaufmerksam ist, sobald Schnee liegt. Er beginnt, sobald wir mit ihm draußen sind, uns zu reizen, mit ihm zu spielen, worauf wir versuchen, nicht zu reagieren. Das kann teilweise ein ganz schöner Kraftakt sein.
    Nachdem wir ihn freigelassen haben und er sich ausgetobt hat, beginnen wir mit seinen täglichen Übungen, d.h. Komm (z.Zt. an der 10-Meter-Leine), Sitz, Platz, Bleib und Fuß.
    Die Probleme sind folgende: 1. Geht er ständig in die lange Leine
    (obwohl es ohne Schnee meist
    problemlos funktioniert, daß er in dem
    Radius bleibt)
    2. Platz in Verbindung mit Bleib: sobald man
    sich einige Meter von ihm entfernt hat,
    springt er, ohne daß man das Kommando
    aufgelöst hat, auf, um in den Schnee zu
    beißen.
    3. Zerrt er an der Leine.
    Das letzte Problem haben wir einigermaßen gelöst, durch ständige Richtungswechsel, sobald er anfängt, sich in die Leine zu stämmen. Das hat allerdings hervorgerufen, daß er wieder begonnen hat, an einem hochzuspringen, sobald man sich in die "falsche" Richtung bewegt.


    Hat jemand ein paar Ideen für uns, wie wir unseren Tapsy wieder aufmerksam bekommen? :help: Mir gehen langsam die Ideen aus! :ka:


    Wir waren zwar in der Hundeschule und gehen jetzt auch noch einmal wöchentlich zur Junghundestunde, aber ich habe so langsam das Gefühl, daß er alles vergessen hat. Die Hundeschule schiebt sein momentan schlechtes Verhalten auf die "Pubertät". Was meint ihr dazu?


    Es grüßen Euch, Tapsy, Maik und Denise aus dem verschneiten Thüringen!


    -Auch der größte Hund war einmal ein Welpe-

    --Auch der größte Hund war einmal ein Welpe--

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  • Huhu,


    als ich Deinen Beitrag gelesen habe, hatte ich sofort den Eindruch, dass Tapsy wohl etwas überfordert und gestresst ist. Könnte es sein, dass Du evtl. ein bisschen viel verlangst?


    Zitat

    Nachdem wir ihn freigelassen haben und er sich ausgetobt hat, beginnen wir mit seinen täglichen Übungen, d.h. Komm (z.Zt. an der 10-Meter-Leine), Sitz, Platz, Bleib und Fuß.


    Klingt irgendwie nach Schema F. Versteh mich nicht falsch, aber es klingt so, als ob Du immer das selbe machst und nun verzweifelst, dass es keine Fortschritte gibt. Korrigiere mich, wenn ich das falsch interpretiere. Es könnte aber auch sein, dass Dein Anspruch zu hoch ist (Du also größere Fortschritte erwartest) als Dein Hund tatsächlich bringen kann. Für ihn ist der Schnee dann vielleicht die Gelegenheit seinen Frust loszuwerden - denn in irgendetwas beißen, zerrupfen oder wildes Herumspringen zeigt häufig ein nicht hundegerechtes Anspruchsniveau.


    Zitat

    Das letzte Problem haben wir einigermaßen gelöst, durch ständige Richtungswechsel, sobald er anfängt, sich in die Leine zu stämmen. Das hat allerdings hervorgerufen, daß er wieder begonnen hat, an einem hochzuspringen, sobald man sich in die "falsche" Richtung bewegt.


    Manchmal ist Richtungswechsel ein Schuss nach hinten... Würde ich das mit meinen Border Collies machen (bei Teak habe ich das anfänglich auch), würden sie total hochdrehen und dann auch an mir herumspringen. Ich würde versuchen mehr Ruhe reinzubringen. Da muss man manchmal eben geduldig und stur sein... Ich weiß, dass das gerade bei so flippigen Hunden schwierig ist, aber wenn man da "mitmacht" wird der Hund meist noch aufgedrehter.


    Ich denke, dass das nicht-aufmerksam-sein eine Folge von all dem ist. Bring mehr Ruhe rein und mach das, was Du machst nicht so vorausschaubar! Ich habe übrigens bei meinem "pubertierenden" Border Collie nie mehr als an der Leine gehen, auf Zuruf zurückkommen und hin und wieder mal hinsetzen oder hinlegen geübt. Und das wirklich nicht oft!


    Gruß Corinna

  • Naja, was heißt zuviel verlangen... Er hat ja das alles schon perfekt beherrscht. Was mich stört ist, daß er im Moment so "frei dreht". Hatte eigentlich unsere Hundeschule so verstanden, daß Konsequenz das einzigste ist, was hilft.


    Aber es kann schon gut sein, daß wir ihn im Moment etwas überfordern. Konsequent kann man ja trotzdem auch sein, wenn wenn man wenig übt. Werde es auf jeden Fall ausprobieren, es ruhig angehen zu lassen.


    Danke für Deinen Tip!


    Grüße von Tapsy, Maik und Denise


    -Auch der größte Hund war einmal ein Welpe!-

    --Auch der größte Hund war einmal ein Welpe--

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  • Zitat von "Tapsy"

    Naja, was heißt zuviel verlangen... Er hat ja das alles schon perfekt beherrscht.


    Das kenne ich zu gut! Denk daran, dass Lernen niemals in linear geschieht - es gibt also immer wieder sogenannte Lernplateaus und Einbrüche.


    Hinzu kommt, dass Dein Hund - wenn ich mich richtig erinnere :gruebel: - ein Rottweiler-Mix ist. Gerade Rottweiler sind ja bekannt dafür absolute Spätentwickler zu sein. Das heißt, es könnten tatsächlich noch zusätzlich die Hormone verrückt spielen!


    Viel Erfolg! Das wird schon werden!


    Viele Grüße
    Corinna

  • Hallo!
    Danke, das hoffen wir, daß es wieder wird! Denke mal, spätestens wenn der Schnee wieder getaut ist, wird er wieder das gewünschte Verhalten zeigen.
    Ist es möglich, daß der Schnee der äußere Reiz ist, der sein schlechtes Benehmen auslöst? (siehe "Der unverstandene Hund")
    Darin heißt es:" ...dass die körpereigene automatische Erregungsproduktion, äußere motivierende Reize, Schlüsselreize und die Handlungsbereitschaft zusammenwirken. Sie müssen in ihrer Summe einen Schwellenwert überschreiten, um eine Reaktion auszulösen...".
    Ohne Schee funktioniert ja alles prima!
    Wenn ja, wie sollte ich mich dann richtig Verhalten?
    Der Artikel zum Thema "Bestrafen" war übrigens supi :gut: !


    Mit freundlichen Grüßen, Tapsy, Maik & Denise


    -Auch der größte Hund war einmal ein Welpe-

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    • Neu

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  • Hallo Corinna
    eine grosse Steigerung der Aktivität unserer Hunde verzeichnen wir jetzt in der Schneezeit auch!!!!
    Unsere Lara (2 Jahre) und auch die olle Cora (8Jahre) toben wie die wilden im Schnee rum.
    Ich denke, das die Hunde dieses Wetter einfach nur Toll finden und es ihren Übermut reizt.
    Mach Dir nicht so viel Stress, tobe mit deinem Hund die paar Tage die das Wetter noch hält und gönne ihm einfach ein bischen Freude und Lebensstil.
    Ich halte es einfach so, mal ein paar Tage Pause zum nur Toben und Leben, muss auch für einen Hund mal sein.
    Gönne ihm die Abwechslung!! und dir auch :gut: .
    Üben sollte nicht zum Stress werden und damit es weiter für alle etwas positives ist muss auch mal eine kleine Auszeit sein.

  • Hallo, ihr drei!
    Das mit dem Toben geht zur Zeit leider nicht so, wie wir gern hätten. Wohnen in der Nähe eines Waldes und da ist zur Zeit leider zu viel Wild unterwegs (haben die Erfahrung leider schon machen müssen, daß unser "Dicker" Rehen hinterhergejagt hat). Sind momentan fast immer mit der 10-Meter-Leine unterwegs & da läßt sich nicht so gut toben, leider :(


    Hab ihm heute aber eine Auszeit gegönnt & ihn nur ein paar mal heran gerufen. Hat alles prima geklappt :gut: .


    Von daher ist es gut möglich, daß ich ihn die letzte Zeit etwas viel abverlangt habe! Ich gelobe Besserung! :biggthumpup:


    Viele liebe Grüße aus dem verschneiten Thüringen!


    -Auch der größte Hund war einmal ein Welpe-

    --Auch der größte Hund war einmal ein Welpe--

  • Meine drei Toben natürlich auch gern im Schnee - das hat man bei uns ja leider so selten. Teak hat sogar beim Hüten hin und wieder mal die Nase in den Schnee gestupst und ihn albern hochgeworfen!


    Zitat von "Tapsy"

    Darin heißt es:" ...dass die körpereigene automatische Erregungsproduktion, äußere motivierende Reize, Schlüsselreize und die Handlungsbereitschaft zusammenwirken. Sie müssen in ihrer Summe einen Schwellenwert überschreiten, um eine Reaktion auszulösen...".


    Mein Gott - da hat sich aber jemand alle Mühe gegeben den Sachverhalt kompliziert auszudrücken und dann mit einer seltsam wissenschaftlichen Wortwahl :gruebel: Wobei ich mich ernsthaft Frage was eine automatische Erregungsproduktion sein soll. Im Großen und Ganzen denke ich schon, dass der Autor das meint, was ich schreibe.


    Gruß Corinna

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