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Arbeitgeber im Sozialbereich überzeugen... Ideen und Tips???

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    Hallo liebe Foris,


    wir (meine Kollegin und ich) sitzen hier gerade auf Arbeit und überlegen hin und her, haben aber keine wirklichen Ideen mehr...


    Folgende Problematik:
    Meine Kollegin und ich waren Ende Januar in der Türkei bei einer Tierschützerin, die sich dort meist behinderten und kranken Straßentieren annimt um eine Katze zu holen, die ich im Septemberuralub dort gefunden habe.
    Meine Kollegin wünscht sich schon lange einen Hund, hatte bisher aber noch nie das passende Gegenstück gefunden. Während unseren Aufenthaltes in der Türkei geschah aber folgendes:
    Meine Kollegin verguckte sich in einen schwer geschädigten, misshandelten, nicht vermittlebaren Hund, der bei der Tierschützerin lebt. Dieser war wie gesagt - nicht vermittelbar und das wurde ihr auch deutlich gesagt und zeitgleich wurde auf 3-4 andere (vermittelbare) Hunde verwiesen - bei denen der Funke aber einfach nicht übersprang.
    Am nächsten Tag ereignete sich etwas, das ich persönlich Schicksal nenne... Der Tierschützerin lief ein kleiner Welpe mitten auf einer stark befahrenen Straße vors Auto und sie sammelte ihn (besser sie, also eine Hündin) ein und das - obwohl sie sonst nur verletzte und behinderte Tiere mitnimmt - macht es privat, hat also nicht endlos Platz und finanzielle Mittel.
    Und diese Hündin sah genauso aus wie der Hund in den sich meine Kollegin verguckt hat - quasi in Welpe und als wir einen Tag später wieder kamen - BAFF - da war es geschehen - Liebe auf den ersten Blick!!! (Jaja, ich hab immer zu ihr gesagt - Dein Hund wird dich finden)
    Und wir mussten wieder nach Hause und der Hund musste natürlich da bleiben - 3-4 Monate, Papiere besorgen, Titer Bla usw. Ausreisefähig ab Mitte Mai.


    Wir saßen hier also in den vergangenen Wochen und meine Kollegin schwärmte und schwärmte und schwärmte und.... freute sich - eben auf Mai.


    Wir arbeiten beide in einem Kinderheim, leben hier für mehrere Tage am Stück (nennt man innewohnende Erzieherin), haben aber auch eine eigene Wohnung. Trotz allem... das hier ist unser zweiter Wohnsitz, unser zweites Leben und wir dürfen hier auch eigentlich leben wie es uns gefällt. Also haben wir unsere Tiere mit hier und ich habe eben meinen Hund auch dabei.
    Es ist kein Problem - wir sind hier eine kleine Familie - quasi alleinerziehende Mutter mit 4 oder 5 Kindern, da sind regelmäßige Spaziergänge kein Problem und das Tier hat auch die Möglichkeit sich einen Rückzugsort zu suchen. (haben ja auch ein eigenes Schlafzimmer usw.)


    Meinen Hund habe ich von einer Kollegin übernommen, die hier vorher gearbeitet hat. Ein Golden Retriever - lieb, sozial, hört gut usw. Sie durfte den Hund direkt mitbringen, weil die Elterntiere angeblich ausgebildete Therapiehunde waren - weiß aber keiner ob es stimmt...
    Nun hat meine Kollegin es unserer Chefin gesagt und die hat gesagt, dass sie keinen zweiten Hund duldet, weil es Tierquälerei wäre (zu kleine Wohnung - 380 qm) und es dann zuviele Tiere wären. (aktuell 2 Katzen, 2 Kaninchen dauerhaft und eben mein Hund wenn ich im Dienst bin).


    Meine Kollegin hat auch angeboten mit dem Hund eine Ausbildung zu machen, aber dafür ist er ja noch etwas zu jung wenn er im Mai mit 9 Monaten kommt. Wir suchen nach guten Argumenten, nach Möglichkeiten den Übergang schonend zu gestalten oder einfach nach Ideen um es unserer Chefin schmackhaft zu machen...


    Habt ihr noch Ideen oder Vorschläge???
    Und sorry für den langen Text....

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  • Hi,
    ......wäre natürlich besser gewesen, schon im Voraus abzuklären, wie die Chefin zu einem weiteren Hund steht ;)
    Wichtig ist nun: nicht mehr schwärmen sondern sich als verantwortungsvolle Mitarbeiterin zu klassifizieren, d.h. konkrete Angaben zum Hund machen und wieviel Zeit seine Betreuung in Anspruch nehmen wird. Eure Arbeit mit den Kindern darf natürlich nicht vernachlässigt werden, nur weil da ein Hund herumspringt! Das sieht kein Chef gerne.
    Wer klug ist......bezieht die Kinder in die "Betreuung" des Hundes mit ein , quasi als pädagogisches "Highlight", als Aufgabe, den neuen Mitbewohner in seinem neuen Leben liebevoll zu begleiten und zu betreuen. Das geht natürlich nur bei etwas größeren, wenig verhaltensauffälligen Kindern, die schon selbst genug Stabilität erfahren haben.
    Gut wäre also ein clever ausgearbeitetes pädagogisches Konzept für die Chefin, wie der Hund in eure Arbeit eingegliedert werden kann.....natürlich zum Wohle "eurer" Kinder :smile:


    Ich selbst arbeite auch in einer sozialen Einrichtung und bringe seit vielen Jahren meine Hunde mit zur Arbeit( immer große Hunde aus dem Tierschutz) und habe das Wohlwollen meiner Chefs durchaus auf meiner Seite. Trotzdem ist es unverzichtbar, auch Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen(...gerade bei einem neuen Hund), aber das ist alles machbar.
    Zur Eingewöhnung nehme ich allerdings immer ein paar Tage Urlaub, um das neue Familienmitglied nicht zu überfordern. Gerade Hunde aus dem Tierschutz brauchen oft ein bißchen länger, um sich an die neuen Lebensverhältnisse anzupassen.


    Also.....viel Glück bis dahin ;)


    LG

    Audrey mit Ashley, die nicht mehr an meiner Seite ist, aber für immer in meinem Herzen.

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  • Hi, schon mal Danke für die Antwort...
    Also sicher ist natürlich, dass der Hund erstmal ankommen darf und meine Kollegin sich nach Ankunft ein paar Wochen Uralub nimmt. Die Kinder werden grundsätzlich mit einbezogen, denn schließlich gehört der Hund dann zur Familie und die Kinder dürfen sich altersentsprechend mit dem Hund beschäftigen, allerdings nicht alleine raus gehen, da die Kids dafür noch zu jung sind.


    Die Arbeit mit den Kindern leidet natürlich auch nicht drunter, Im Gegenteil, man hat noch viel mehr Ansporn die freie Natur zu erkunden... ;-)


    Interessant sind natürlich die Vorsichtsmaßnahmen... Was verstehst du darunter und wie bist du da vorgegangen???

  • Hi,
    unter Vorsichtsmaßnahmen meine ich natürlich auch die rechtliche Absicherung, wie Haftpflichtversicherung , korrektes Impfbuch, Parasitenkontrolle usw.
    Jeder Arbeitgeber spielt verrückt wenn die Bude voller Flöhe ist oder schlimmer.....der Hund eines der Kinder verletzt. Ihr müßt wissen, ihr habt die gesamte Verantwortung, daß es keine Probleme mit dem Hund gibt. Ich achte also sehr darauf, daß mein Hund nicht zu sehr bedrängt wird und er auf jeden Fall Rückzugmöglichkeiten zur Verfügung hat. Auch Erziehung ist eine sehr wichtige Angelegenheit, denn wenn der Hund die eigene "Familie" kennt, muß er noch lange keine Gastkinder akzeptieren. Auch hier habt ihr die Verantwortung, dem Hund zu "erklären", daß übermäßiger Schutztrieb nicht erwünscht ist.
    Auch die Sache mit der Hundefütterung muß bedacht werden! Viele Tierschutzhunde neigen ja zum Futterneid und können ziemlich giftig werden, wenn man sie stört. Den Kindern sollten also auch ein paar Regeln erklärt werden, damit alle voneinander profitieren können. Sind sie dazu zu klein, müsst ihr das übernehmen! Hund und Kinder erstmal nicht allein lassen, aber das ist ja allgemein bekannt :smile:


    Vielleicht geht alles gut.......aber wenn nicht, ist der Hundehalter immer für seinen Hund verantwortlich und das muß man einfach wissen! Das kann bis zu einer Kündigung gehen, deshalb ist es wirklich wichtig, sich vorher die Sache gut zu überlegen.


    Meine persönlichen Erfahrungen waren bisher gut. Ich habe inzwischen Hund Nr. 3 aus dem Tierschutz und konnte ihn ohne großen Probleme in meine Arbeit integrieren :smile:


    LG

    Audrey mit Ashley, die nicht mehr an meiner Seite ist, aber für immer in meinem Herzen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Also das Grundsätzliche und die Vorsichtsmaßnahmen sind geklärt, aber wir brauchen immer noch Argumente, warum ein Tierschutzhund genauso so gut sein kann, wie ein Golden Retriever mit Therapiehund Eltern....
    Da fehlen uns einfach noch die Argumente, auch um ein pädagogisches Konzept zu erfassen... Die Fachliteratur ist da leider sehr allgemein verfasst...

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