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Mal wieder Hund und Baby

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    Hallo,
    nach dem Husky vorfall liest man ja eine menge Themen zu Hund und Baby und bei mir kommt jetzt aktuell auch eins.
    Undzwar ist es so das im Juni Nachwuchs hier im Haus ansteht, wo ich mir allerdings nie groß gedanken drüber gemacht habe.
    Denn meine Hündin liebt Menschen eigentlich, kneifen oder zwicken käme ihr nicht in den Sinn (dachte ich) und sie kennt durch die Kinder der Schwägerin eigentlich auch kleine Kinder.
    Diese sind nämlich fast jeden Tag im Haus und sie spielen auch zusammen im Garten.
    Die kleinen sind 1 1/2, 4 und 6 Jahre alt aber Jüngere kennt sie eigentlich nicht, da gab es nie kontakt.


    Nun zur Geschichte, heute stand ich daneben und sah wie meine Hündin immer um die kleinste herumwuschelte und sie ableckte und wie immer war.
    Und ab einem bestimmten punkt hate sie dann plötzlich keine lust mehr.
    Das kleine Mädchen blieb dann stehen, hat sich keinen zentimeter auf den Hund zubewegt aber plötzlich zog meine Hündin die Lefzen leicht hoch und schnappte langsam und leicht in richtung des Kindes...ohne Knurren oder sonstige vorwarnung :???:.
    Das lefzen hochziehen kam vielleicht 1 sekunde direkt bevor sie in die richtung schnappte.


    Ich hab mich total aufgeregt und es ihr erstmal ein "Aus" zugerufen woraufhin sie auch sofort wegging, aber irgendwie sahen die anderen Familienmitglieder das sehr locker.
    Sie meinten auch das käme öfters mal vor und das Kind müsse dann lernen den Hund in ruhe zu lassen. Sie würde ja auch nur in die richtung schnappen, hätte aber nie direkt jemanden gebissen (Got sei dank).
    Hier allerdings mein problem das Kind hat den Hund ja in ruhe gelassen!
    Und wenn mein Hund genervt ist kann sie ja auch einfach weggehen (hinter ihr war der ganze freie Raum, da war niemand.).
    Es war auch nichtmal was in der nähe wie Futter oder Spielzeug, auch nichts in der Hand des Kindes.
    Jetzt hab ich schon echt angst wenn das Baby kommt, ich meine die kleine mit 1.5 Jahren kann zwar auch dem Hund aus dem weg gehen, aber mein Baby?
    Wenn das z.b auf der Decke liegt oder im MaxiCosi etc.
    Ich kann doch nicht mitangucken wie der Hund nach dem Kind schnappt nur weil er genervt ist und selbst nicht weggehen will.


    Was mache ich jetzt also am besten?
    Ich hab sie vorhin natürlich mit "Aus" direkt davon abgebracht, aber was ist wenn sie dann irgendwann einfach komplet ohne vorwarnung zubeißt?
    Bei knurren soll man es ja z.b auch nicht verbieten, da der Hund dann lediglich die Warnsignale fallen lässt.
    Wie bring ich ihr also bei das SIE sich verziehen muss wenn es ihr zuviel wird?


    Würde mich wirklich über ein paar Tips freuen.


    LG

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  • sieht aus der entfernung aus, als wenn der hund das kind reglementieren wollte, also erziehen.. da wird vorher nicht geknurrt, sondern einfach mal schnell und gezielt in die richtung geschnappt. der hund kann lernen, dass er das kind in keinem fall zu erziehen hat. hast doch schön reagiert :)


    grundsätzlich sollte man meines erachtens ein baby und einen hund NIEMALS alleine lassen, nicht mal 2 sekunden. laufställe sind zwar nicht hip, aber sehr nützlich... wen auch immer man da rein setzen will... vornehmlich vllt das baby, das eh noch nich so viel durch die gegend kullert, sofern der hund da nich reinhüpfen kann... ansonsten die tür zwischen den beiden schließen...
    das kinderzimmer sollte meines erachtens ab sofort für den hund tabu sein, nicht erst, wenn das baby da is... und auch das fahen im auto muß umstrukturiert werden, falls der hund auf dem rücksitz mitfährt bisher...
    im grunde müßt ihr sofort anfangen, jede situation, die durch das baby anders wird, so zu gestalten, wie sie gehandhabt wird, wenn das baby da is.


    dann fängst du auch am besten schon morgen an, einen kinderwagen zu schieben, eine puppe zu bemuttern, den hund weniger zu beachten... so bezieht der hund die wegfallende beachtung durch dich nicht auf das baby, sondern lernt bevor das kind da ist, dass nun eine andere person hauptansprechpartner wird.


    der hund sollte lernen, dass du zwar weniger bis kaum noch was mit ihr machst, dass aber eine andere person mindestens so cool und toll bist wie du, denn du wirst in erster linie die hauptperson für das baby werden, also eher sowieso keine zeit mehr wirklich für das hundi haben.


    da darfste nicht aus egoistischen gründen (schmusen und spaß mit dem hund haben wollen) die welt deines hundes durcheinander bringen.

    Meine Beiträge beruhen auf Erfahrungen aus über 5 Jahren Resozialisierungsarbeit mit ausgesondeten Diensthunden aller Art und mit meinen eigenen Hunden. Aber man lernt nie aus...


    Riesenschnauzer/ Münsterländerin*2007
    PJRmix *2008/ Jan2013 über Regenbognbrücke
    Borderrüde *2007
    Senfhund *2010

  • Hallo Cathy,


    Deine Nelle ist ja noch nicht mal zwei Jahre alt.


    Sie lernt noch, zu kommunizieren und ich denke, sie hat vielleicht auch schon vorher ein bißchen gezeigt, daß es zuviel war. Ich kann das nur schätzen, aber gerade die Border habe ja sehr feine Zeichen, eventuell hast Du schon vorher was übersehen.


    Kinder und Hunde sollte man nicht alleine lassen, so sehe ich es auch.
    Meine Kollegin hat eine Dogge und einen kleinen Sohn, jetzt 1,5 Jahre, die Dogge ist 7.
    Der Kleene und die Dogge spielen zusammen, sie geht sehr unbedarft an die Sache ran und man kann sagen, es ist gut, denn es ist noch nichts passiert.
    Allerdings sind unsere Hunde keine Maschinen und gerade deswegen ist es so wichtig, sie lesen zu können.


    Hast Du Nelle vom Züchter?
    Hat die kleine Kinder?


    Gruß
    Bianca

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  • Bitte lass dich durch den Vorfall mit dem Husky-Mix, der jetzt in der Presse aufegputscht wird, nicht total verunsichern.
    Du kennst deinen Hund am besten und du kannst schon jetzt daheim etwas ändern. Es ist tatsächlich nicht schlecht, wenn der Hund schon jetzt nicht mehr der Nabel der Welt ist, wenn er es denn überhaupt war. Und Regeln sind wichtig.
    Bei uns hat geholfen, dass der Hund immer und überall mit einbezogen wurde, wenn es um das Kind ging.
    Schon als wir das Zimmer eingerichtet haben, war Hundi dabei, hat die neuen Möbel, die Veränderungen hautnah mitbekommen und das Zimmer immer schon geliebt. Auch bei Kinderwagen oder Autositz. Er durfte sich alles genau ansehen, abschnuffeln und wir haben es ganz nebenbei und selbstverständlich in die Wohnung gebracht.
    Als das Kind dann einzog durfte Bruno gleich mal mit der Nase ran und schnuffeln, es gab nen Leckerchen und ich habe ihn niemals aus dem Zimmer ausgesperrt, wenn ich zum Wickeln und zum Füttern mit dem Baby drin war. Auch dann gabs Leckerchen. Brunos Job ist z.B. die Windel zum Müll zu bringen und dann gibt es ne Belohnung. Das findet er klasse und wartet ganz artig neben der Wickelkommode.
    Wenn unser Baby auf dem Boden liegt, darf Bruno dabei sein, wir lassen ihn daneben ablegen und zusehen. Er wird nicht ausgeschlossen. Er darf nicht ans Spielzeug, ganz klar, schnuffeln aber mehr nicht.
    Ich könnte es noch lange so weiter schreiben............
    es funktioniert, wenn man es will und der Hund sonst auch hört und relaxt reagiert.
    Bruno musste auch erst lernen sich zurückzuziehen, wenn es zuviel wird, wenn z.B. ältere Kinder hier sind. Er macht es, geht in seine Box und gut ist.
    Wir belohnen ihn für jedes gute Verhalten. Legt er sich 2 Meter weit weg, wenn wir auf dem Boden sind, wird er gelobt! Er darf aber eben auch ans Kind ran, wir sind natürlich dabei.

    ***************
    Kirsten mit Bruno

  • Dein Hund wird sicherlich nicht ohne Vorwarnung zupacken. Du solltest einfach gut managen, und deinen Hund gut beobachten, wann ist er gestresst, was genau macht ihm Stress.


    Gib ihm feste Grenzen , in denen er sich bewegen kann, das gibt die nötige Sicherheit.


    Sei nicht zu verkrampft, aber sei deutlich und konsequent.


    Ich persönlich unterbreche die Kinder schnell, wenn ich sehe, dass einem der Hunde ( in der Regel ist das der Grosse, der Kleine findet alles toll, was mit ihm angestellt wird, Kämmen, Frisieren, Eincremen, Anziehen, das volle Programm, hauptsache, die Blagen spielen mit ihm :lol: ) was unangenehm wird.


    In der Regel sind das so Aktionen wie Umarmen, Drücken-Wollen, sowas halt.
    Der Grosse legt wert auf seine Individualdistanz, und die bekommt er auch.
    Momentan bedeutet das Managen, weil mein Sohn grad das Laufen lernt und die Hunde auch mal mit seinen "Laufhilfen " wie Stuhl oder ähnlichs umrennt.


    Also wird der Hund so platziert, dass das nicht passieren kann und er vor der Rennsemmel sicher ist :gut:


    Aber das sind nur Beispiele. Ein Säugling kann ja erstmal nix, von daher kommen die richtigen Anforderungen erst mit der Mobilität des Kindes

    Melanie mit Bandit & Anton
    und Mücke im Herzen



    BX und Labbi

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • genau wie Dein Hund reagiert unsrer auch bei unserem Sohn.
    Wenn der Jüngste ihn mal wieder zu sehr nervt, geht er mit den Lefzen hoch und deutet an, als würde er schnappen. Aber dann passiert immer das gleiche, er leckt ihm im nächsten moment übers gesicht...
    Er warnt ihn,wenn es ihm zu viel ist, und gebissen hat er noch nie.
    Allerdings ist bei uns unser Sohn nie unschuldig an solchen situationen, und ich nehme ihn sofort weg,und erklär ihm,dass er ihn nicht ärgern darf.


    Ich lasse die Kinder nie alleine mit dem Hund, und das ist echt wichtig, denn so weiss unser Hund IMMER das ich mich darum kümmere,wenn er geärgert wird, und das ICH das Problem löse.
    Mittlerweile sieht er immer zu mir,wenn ihm was nicht passt,sodass er nicht mal mehr knurren braucht.
    Bis unser Jüngster nicht mehr so unberechenbar ist,werde ich das auch beibehalten.

  • Zitat von "Nelle"


    Und wenn mein Hund genervt ist kann sie ja auch einfach weggehen (hinter ihr war der ganze freie Raum, da war niemand.).


    Und genau das Weggehen als Alternative kann man den Hunden wirklich gut beibringen.


    Ich habe nun keine Vergleichsmöglichkeiten in Bezug auf Babys, aber all unsere Hunde haben z. B. gelernt, unsere alte, mittlerweile verstorbene Hunde-Omi, absolut in Ruhe zu lassen - auch, wenn diese auf ihren dementen Traumpfaden zu dicht an denen vorbeigeschlappt ist und die anderern so genervt hat. Die Hunde-Omi konnte nichts dafür, fast blind und taub hat sie mit dem warnenden Brummeln der anderen nichts anfangen können, aber die anderen konnten ja auch nichts dafür.


    Da hieß es dann für uns, einige Wochen lang verstärkt die Hunde zu beobachten und man merkt das "Genervt-Sein" eines Hundes ja meist schon weit vor dem ersten Warnknurrer, gar Abschnapper und dem jeweiligen Hund dann den "Ausweg" weggehen zu zeigen, immer wieder und wieder - bei dem einen ging es schneller, bei dem anderen mussten wir mehr nachhelfen, aber alle haben es gelernt. Das Weggehen wurde beim allerersten Anzeichen des Genervt-Seins abverlangt, der Hund gelobt, wenn er sich woanders hingelegt hat und jedes "gute" Verhalten des Hundes grundsätzlich verbal bestätigt.


    Wenn also z. b. die Omi bei ihren Wanderungen einfach unter einem anderen Hund durchmarschiert ist, der so :schockiert: guckte, aber mucksmäuschenstill stehenblieb - gabs ein dickes Lob. Auch für jedes Warten oder gar zurückweichen, wenn sich die Laufpfade kreuzten - dickes Lob. Wollte Jenni trinken und ein anderer Hund war schon am Napf und machte einen Schritt zurück - dickes Lob.


    Das "Ich bin genervt, also gehe ich" hat sich nach kurzer Zeit bei allen sehr unterschiedlichen vier Hunden absolut zuverlässig etabliert.


    Das wirklich schwierige war der Umgang mit dem Knurren - verbieten wollte ich es nicht, aber gleichzeitig dem Hund klar machen, dass allerspätestens dann der Punkt zum Weggehen gekommen ist. Es gab also kein nein oder aus dafür, sondern ein "Zwischending" einen leicht mahnend ausgeprochenen Hundenamen in Kombination mit der Anweisung, den Platz zu wechseln. Und dann sofort ein dickes Lob dafür.


    Man kann es sicher nicht hundertpro vergleichen - so´n altes Hunde-Ömchen und ein Baby, aber die Grundlagen, ein Lebewesen für den Hund im Grunde für Tabu zu erklären, sind sicher ähnlich.


    LG, Chris

  • Hallo,
    tut mir leid das es so lange gedauert hat mit dem antworten.
    Hier ist momentan soviel streß das ich kaum zu mehr als einem kurzen durchlesen vom Forum komme :/.


    Ich kam leider auch nicht so dazu den Hund in letzter zeit zu beobachten ob sich soetwas nocheinmal wiederholt hat.
    Mir gesagt wurde zwar nichts, aber das wurde ja vorher auch nicht...
    Leider merke ich das sich beim Hund in letzter zeit mehr Frust aufbaut einfach weil sie jetzt schon sehr zurückstecken muss da ich einfach nicht so kann wie ich gerne würde.
    Dadurch ist sie auch viel mit "der Oma" zusammen und jetzt auch viel mit den Kindern, wo sie gemerkt hat wenn Kinder da sind kriege ich weniger aufmerksamkeit.
    Das ist natürlich alles unglaublich kontrapdroduktiv und jetzt versuche ich für sie jemand zum Gassigehen ausfindig zu machen um ihr wenigstens den Frust zu nehmen.


    Asterix ich hab meine Nelle nicht wirklich von einem Züchter, vermehrer möchte ich es auch nicht nennen da es ein einmal wurf war und die Welpen auch vornehmlich sozialisiert wurden und die Eltern vom Züchter waren.
    Kleine Kinder hat sie dort allerdings nur von Gästen kennengelernt, denn die eigenen waren schon "ausgewachsen" und eher in meinem atersbereich ;).
    Hier hat sie die Kinder dann leider auch erst später richtig kennengelernt da sich Kind und junghund gegenseitig zu sehr hochgepuscht haben.



    Das generelle problem ist einfach das ihre laune so wechselhaft ist (wie im beispiel, einen moment leckt sie dem Kind über das Gesicht, das Kind bewegt sich 0 und plötzlich wird es angekeift.)
    Evt. ist das ja auch auf den Frust zurückzuführen und sie findet Kinder eben nur toll wenn man was essbares abbekommen könnte.
    Ich versuche aufjedenfall sie jetzt etwas deutlicher zu lesen wenn ich die gelegenheit habe und sie ggf. rechtzeitig wegzuschicken.


    Chris danke für die kleine anleitung, werde es jetzt auch so handhaben und versuchen es ihr beizubringen.
    Genug rückzugsmöglichkeiten gibt es hier ja.
    Aber ich denke verbieten sollte ich lieber lassen, oder?
    Für den fall das sie dann später einfach lernt noch unvorhersehrbarer zuzuschnappen.


    Danke für die ganzen antworten aufjedenfall.


    LG

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