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Zecken: So schützen und behandeln Sie Ihren Hund richtig!

Was sind Zecken und welche Gefahr geht von ihnen aus?

Zecken zählen zu den Spinnentieren und sind blutsaugende Schädlinge, die Menschen, Hunde und sonstige Tiere befallen können. Ein Zeckenbiss oder Zeckenstich ist ein ernstzunehmendes Problem, da das Tier sich mit seinem stachelartigen Hyposom im Körper verankert und das Blut seines Wirtes saugt. Hierbei ist die Übertragung von verschiedenen Krankheitserregern möglich, die direkt in die Blutbahn von Mensch oder Tier übergehen.


Zecken sind Auslöser verschiedener Erkrankungen beim Hund, weshalb eine frühzeitige Erkennung des Zeckenbisses mit richtiger Behandlung wichtig ist. Zu den häufigsten Erkrankungen von Hunden, die durch einen Zeckenstich übertragen werden, gehören:


- Borreliose: Dies ist die am häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit, die gleichermaßen Mensch und Tier betreffen. Die Infektionskrankheit wird durch Bakterien übertragen und betrifft neben weiteren Organen vor allem das Nervensystem. Die Behandlung ist therapeutisch komplex, da durch Weitergabe des Bakteriums über die Blutbahn eine Vielzahl von Organen betroffen ist.


- Anaplasmose: Auch dies ist eine bakterielle Erkrankung, die von Zecken übertragen wird. Bei vielen Hunden bleibt der Befall stumm und zeigt keine Symptome, in anderen Fällen tritt ein schwerwiegender Verlauf mit einem multiplen Organbefall vor.


- Babesiose: Bei der Babesiose dringen Einzeller in die Blutbahn des Hundes ein, die langsam die roten Blutkörperchen des Tieres zerstören. Hierdurch tritt eine Blutarmut ein, die häufig mit hohem Fieber und weiteren Symptomen einhergeht. Ohne rechtzeitiges Erkennen und Behandeln endet die Krankheit deshalb nicht selten tödlich. Die Übertragung findet hierzulande über die Auwaldzecke statt.


Das Auslösen einer Borreliose durch Zecken sowie sogenannte FSME-Viren ist übrigens auch für den Menschen hochgefährlich. Neben einer grundsätzlichen Überprüfung des Hundes auf einen Zeckenbefall sollten Sie als Hundehalter bei Ausflügen mit Ihrem Tier eine gründliche Zeckenprüfung am eigenen Körper durchführen.

Zecken sind grundsätzlich überall vom Stadtgebiet bis zur wilden Natur beheimatet. Besonders hoch ist die Zeckendichte in einheimischen Wäldern, die klimatisch die besten Konditionen für die Eier und Larven der Parasiten bieten. Das Risiko, dass Ihr Hund ein oder mehrere Zecken in seinem Fell hat, ist deshalb bei Wald- und Wiesenausflügen besonders hoch. Zeitlich ist der späte Frühling bis in den Hochsommer die gefährlichste Zeit, um einen Zeckenbefall zu erleiden.


Ein gründliches Bürsten des Hundefells nach jedem Ausflug ist dringend zu empfehlen, damit keine Zecke übersehen wird. Vor allem bei Hunderassen mit langen Haaren übersehen Tierhalter schnell den wenige Millimeter großen Parasiten, hier ist eine besonders gründliche Vorgehensweise zu empfehlen.

Das Zecken-Halsband mit abtötender Wirkung nutzen

Um sich die Mühen der täglichen Fellinspektion zu ersparen und Ihr Tier umfassend zu schützen, hält die moderne Tiermedizin verschiedene Möglichkeiten bereit. Eine der beliebtesten Lösungen ist das Zecken-Halsband, das Sie Ihrem Tier ganz bequem wie ein herkömmliches Hundehalsband anlegen. Die Halsbänder sind mit chemischen Stoffen ausgestattet, die eine Aufnahme der Blutmahlzeit durch die Zecken verhindern. Diese kommen hierdurch nicht mit der Blutbahn des Tieres in Kontakt und übertragen ihre Erreger nicht aktiv.


Das Zecken-Halsband ist beliebt, da es neben Zecken auch vor anderen Plagegeistern wie Flöhen schützt. Es ist mühelos anzulegen und gibt seinen Wirkstoff sehr langsam ab. Das Zecken-Halsband ist lediglich auf Größe und Gewicht Ihres Hundes abzustimmen und reicht mit seiner Wirkung für eine Frühlings- und Sommersaison vollkommen aus.

Natürlicher Zeckenschutz mit Tropfen und mehr

Viele Hundefreunde stören sich am Zecken-Halsband, da es sich um ein chemisches Produkt handelt. Ein natürlicher Zeckenschutz wird hier bevorzugt, damit Mensch, Tier und Umwelt nicht unter den Inhaltsstoffen des Halsbandes leiden. Der Fachhandel bietet Tinkturen auf einer rein natürlichen Basis an, alternativ können Sie direkt zu ätherischen Ölen oder klassischen Hausmitteln greifen. Zu den beliebtesten natürlichen Mitteln gehören:

  • Kokosöl
  • Bierhefe
  • Teebaumöl
  • Lavendelöl

Wesentlicher Nachteil im Vergleich zum Zecken-Halsband ist die schnell verfliegende Wirkung. Gerade in Urlaub werden Sie den natürlichen Zeckenschutz täglich neu auftragen müssen. Ähnlich wie beim Zecken-Halsband ist ein Auftragen des Öls im Halsbereich zu empfehlen. Dies ist die Stelle, an der Zecken am ehesten zur Blutbahn des Tieres gelangen, erst ab hier liegt eine echte Gefahrensituation vor.

Praktische Tipps und Hilfsmittel zum Zeckenschutz

Um einem drohenden Zeckenbefall vorzubeugen, führen Sie Ihren Hund gezielt in den entsprechenden Wochen des Jahres nicht durch hohes Gras oder dichte Waldlandschaften. Werfen Sie auch bei Verwendung eines Halsbandes oder natürlichen Hilfsmittels nach der Unternehmung einen Blick auf das Hundefell, um größere Sicherheit zu gewinnen.


Beachten Sie außerdem den aktuellen Gesundheitszustand Ihres Hundes, der gerade im Alter oder bei Krankheiten stärker unter einer Zecke leidet. In diesem Fall ist eine Tablettengabe als präventive Maßnahme empfehlenswert.


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Bild: Adobe Stock © DoraZett

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