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Willkommen - ein Hund zieht ein: So gestalten Sie die Eingewöhnung stressfrei

Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe

Mag die Freude noch so groß sein: Überstürzen Sie nichts und überfordern Sie den Hund nicht. Stellen Sie sich vor, Sie begegnen fremden Menschen, die Sie mit in Ihr Haus nehmen, neugierig anstarren, überall berühren und auch noch ihre Freunde dazu holen, damit diese Sie ebenfalls mit Augen und Händen inspizieren können. Wie würden Sie sich fühlen?


Mit dem Einzug Ihres Hundes legen Sie den Grundstein für ein gemeinsames Leben. Sicher haben Sie bereits viele Überlegungen vor dem Einzug angestellt, was der Hund alles benötigt und wie Sie ihn in sein neues zu Hause integrieren. Davon weiß der Hund aber nichts - er wird einfach in eine fremde Umgebung gebracht und soll da nun bleiben.


In dieser Situation ist Ruhe ganz besonders wichtig. Strahlen Sie selbst Ruhe aus, lassen Sie den Hund alles in Ruhe erkunden oder sich einfach zurückziehen, um aus sicherer Entfernung das Geschehen zu beobachten. Je nach Veranlagung ist er vielleicht auch ganz auf Sie fixiert und folgt Ihnen wedelnd auf Schritt und Tritt. Das mag Sie freuen und er soll wissen, dass er bei Ihnen willkommen ist und geliebt wird, dennoch ist überschwängliche Begeisterung vermutlich noch etwas zu viel für Ihr neues Familienmitglied. Der Hund muss einfach erst einmal ankommen können.


Das bedeutet keinesfalls, dass Sie ihn ignorieren oder völlig sich selbst überlassen sollten. Es gilt, die goldene Mitte zu finden zwischen liebevollem Empfang im neuen Heim, einer ruhigen Atmosphäre zum Eingewöhnen, dem Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse des Hundes und einer völlig normalen Alltagsroutine.

Geordneter Rahmen und feste Abläufe geben Sicherheit

Ihr Hund soll und möchte sich in die Alltagsroutine integrieren. Das kommt Ihnen zugute, denn je besser der Hund integriert ist, umso harmonischer gestaltet sich das Zusammenleben. Ebenso gibt es Ihrem Hund Sicherheit.


Richten Sie von Anfang an geeignete Plätze zum Schlafen und als Rückzugsmöglichkeit für ihn ein. Dasselbe gilt für Futter und Wasser. Feste Abläufe bedeuten für den Hund, dass er sehr schnell erfassen kann, was als nächstes auf ihn zukommt. Daran kann er sich orientieren: Die äußere Stabilität eines routinierten Ablaufs mit immer denselben ritualisierten Handlungen stabilisiert ihn auch innerlich. Vor allem Welpen und Junghunde, aber auch traumatisierte Vierbeiner profitieren von einem geordneten Rahmen.


Statten Sie sich eventuell mit Hundekeksen und Leckerlis aus, um den Hund jederzeit belohnen zu können, wenn er gewünschtes Verhalten zeigt. Leckereien können auch eingesetzt werden, um seinen Liegeplatz anfangs interessant zu machen und eine positive Verknüpfung dazu herzustellen. Setzen Sie sie gut dosiert ein und nur zur positiven Bestätigung. Weiß Ihr Hund, was in seiner neuen Umgebung von ihm erwartet wird, erleichtert ihm das die Integration enorm.

Weniger ist oft mehr

Jeder Hund ist anders und deshalb kann es keine pauschale Anleitung zur Eingewöhnungsphase geben. Der eine findet sich schnell zurecht, der andere braucht viel Zeit. Beobachten Sie Ihr neues Familienmitglied daher und beurteilen Sie individuell, wie viel ihm zuzumuten ist. Gibt es noch andere Haustiere, kann es ratsam sein, die Zusammenführung behutsam zu gestalten und den Hund nicht sofort mit anderen Tieren zu konfrontieren. Auch Nachbarn, Freunde und Bekannte müssen sich gedulden. Sie können den Hund immer noch kennenlernen, wenn dieser bereit dazu ist. Anfangs kann es außerdem ratsam sein, zunächst kürzere Spaziergänge zu unternehmen und dazu immer dieselbe Strecke zu wählen. So kann sich auch ein unsicherer oder junger Hund mit der Umgebung und den Gerüchen vertraut machen, findet seinen Platz, um sich zu erleichtern und weiß, was ihn erwartet, wenn es nach draußen geht. Für Abwechslung, Spiel und Spaß ist immer noch Zeit, wenn Ihr Hund auch innerlich ganz bei Ihnen angekommen ist.


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Bild: Adobe Stock © Masson

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