ANZEIGE

Er verträgt keine Knochen - und jetzt? - BARF-Erfolg

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Er verträgt keine Knochen - und jetzt? - BARF-Erfolg

      ANZEIGE
      Nach vier Jahren Quälerei hab ich nun endlich raus, was unser Dicker nicht verträgt: KNOCHEN.

      Fragt nicht, was das für eine Odyssee war, bis ich das raus hatte. Ich (teil-)barfe jetzt seit ca. 3 monaten - eine reine Verzweiflungstat. Nachdem ich immer gesagt habe “wenn ich (schonkost) koche, verträgt er alles“, habe ich also endlich raus, was in der früher regelmäßig nötigen schonkost eben nie drin war...

      Nicht vertragen heißt, er reagiert mit extremem durchfall - bis hin zu Blutfontänen. Armer Tropf. Je mehr Knochen, desto extremer. Habe tatsächlich auch unter Teilbarf lange gebraucht um das zu checken. Raus kam es, als ich aus schlechtem Gewissen, weil ich auch Kohlenhydrate hinzufüge (15-20%), einen reinen Tiertag mit Gänseklein (Kaufland, 1,89€ 750g tiefgefroren- und alles drin was barfer sich wünscht) einlegen wollte. Erbrechen, Durchfall, das volle Programm. Seither habe ich das beobachtet, und es ist Tatsache: er verträgt keinerlei Knochen, von keinem tier auf diesem Planeten.

      Und wir wundern uns jahrelang, warum er kein Trockenfutter verträgt :ugly:

      Jetzt wo ich das weiß, muss ich aber Alternativen suchen. Ich lese überall von Eierschalen - aber die hamn ja nur calcium... Wo kriege ich dann genug phosphor her?! Kann das gesund sein, quasi pures calcium da rein zu machen?

      Oder gibt es auch andere Alternativen?
    • Nicht nur Phosphor, Knochen enthalten so viel mehr als nur Kalzium.

      Es ist grundsätzlich möglich, den Kalziumbedarf mit Eierschalen zu decken. Ein primärer Phosphormangel ist auch nicht zu befürchten, so lange man vorsichtig dosiert, denn grundsätzlich ist im Fleisch genug Phophor. Man darf aber das Kalzium nicht überdosieren, sonst riskiert man sekundären Phosphormangel, weil ein einseitiger Kalziumüberschuss die Aufnahme von Phosphor im Darm behindert. Aber genauso wichtig sind die anderen in Knochen enthaltenen Mineralien, von Magnesium über Eisen bis Mangan.

      Aber wenn er Knochen nicht verträgt, dann nützt es nichts, dann muss eine Alternative her. Entweder du fütterst so, dass die anderen Mineralien ausreichend in den verbleibenden Futterbestandteilen enthalten sind und ersetzt nur Calzium bedarfsgerecht mit den Eierschalen oder du schaust mal bei den Barf-Zusatzpülverchen-Anbietern. Mein Favorit wäre Futtermedicus, die bieten vergleichsweise ausgewogene Pulver an.
      Liebe Grüße
      Selkie mit Dina

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Selkie ()

    • ANZEIGE
    • Cool, danke für den tollen Tipp!

      Da gibt es ja ein ganzes Sortiment an verschiedenen Pulversorten, die mein Problem auf verschiedene Arten lösen. Ich denke, es wird aber auf das Optimix Cooking rauslaufen - da sind sogar Futterpläne fürs kochen ohne Knochen mit dabei.

      Futterpläne hab ich für meine beiden zwar schon, aber da kann ich direkt sehen, in welchem Verhältnis die da das Pulver noch drauf schütten, sogar je nachdem, ob es grade ein Menü mit oder ohne Milchprodukte ist. Nur mit der Menge der Innereien muss ich nochmal nachrechnen... Ich denke, das probier ich mal!

      Jetzt muss ich nur noch entscheiden, ob Mausi trotzdem Knochen kriegt. Ins Futter rühr ich die nie, sondern geb die als Leckerli,weil die Fütterungsdauer sonst so unberechenbar wird. Aber ihr andre Leckerlis geben als ihm ist erfahrungsgemäß auch eher schwierig...
    • ANZEIGE
    • Vielen Dank für die Antworten!

      Da wir das Problem ganz speziell bei Trockenfutter hatten (ohne irgendwas zuzufüttern), kann ich mir nicht vorstellen, dass er Knochenmehl verträgt. Im Trockenfutter sind die Knochen ja auch quasi zu Knochenmehl verarbeitet.

      Am schlimmsten war es spannenderweise bei dem “antiallergenen“ Struvitfutter von Hills (ja, Struvit hat er, auch. Ach ja, und HD. Und mit der Verdauung hatten wir lange Leishmaniose-Schübe im Verdacht, weil sein Schwesterchen das auch von Welpe an hatte. Tests waren aber immer negativ. Ein armer, Tierarzt-erprobter Tropf eben.) Das finde ich eigentlich seltsam, weil da ja extra wenig Calcium/Phosphor/Magnesium drin sein soll. Trotzdem hatten wir da die Blutfontänen.

      Bei allen anderen Futterversuchen war es “nur“ extremer Durchfall, teils 10x in einer Nacht. Da extremer, je höher der tierische Anteil (wir wollten ihm ja eigentlich was gutes tun mit dem 70%-Tier-Futter).

      Er verträgt somit ausschließlich Happy Dog (wäre jetzt natürlich interessant zu wissen, ob dort weniger Knochen drin sind als bei anderen Marken). Von Happy Dog kriegt er aber Struvit. Faszinierenderweise mehr, je weniger Calcium/Phosphor/Magnesium drin ist. O.o Fast, als könnte er irgendwas nicht richtig verwerten, sodass der Körper es anderswo hinschießt.

      Logisch erschließt sich mir das zwar alles nicht, aber so sind nun mal meine Erfahrungen mit dem Dicken. Und der Tierarzt war uns bisher auch keine Hilfe. Jedes mal ein anderes futter. Und jedes mal das selbe Theater.


      Bei Mausi haben wir dagegen überhaupt keine Probleme. Sie frisst was man ihr hinstellt. Sie legt nur schnell zu, weil kastriert, aber den Tierarzt braucht sie nur zur Impfung. Nicht mal die Leishmaniose macht ihr zu schaffen... Unglaublich dass das Geschwister sind.
    • Jessica123 schrieb:

      Er verträgt somit ausschließlich Happy Dog (wäre jetzt natürlich interessant zu wissen, ob dort weniger Knochen drin sind als bei anderen Marken). Von Happy Dog kriegt er aber Struvit. Faszinierenderweise mehr, je weniger Calcium/Phosphor/Magnesium drin ist. O.o Fast, als könnte er irgendwas nicht richtig verwerten, sodass der Körper es anderswo hinschießt.
      Nassfutter meinst du jetzt oder wie?
      Your Love is like a Soldier, loyal till You die.
      ~James Blunt~

      * Finya - serbische Terpitzprinzessin *
      * Frodo - der Überflieger-Kleinpudel *


    • Nein, Trockenfutter. Nassfutter hatten wir bisher immer nur zum Probieren und kamen damit gar nicht klar. Oft füttert mein Mann die zwei und ihm wird schlecht vom hundefuttergeruch. Vom selbstgekochten nicht. Daher gab es immer entweder ​TroFu oder srlbstgemacht.

      Von Happy Dog haben wir x verschiedene Trockenfutter durch, die haben ja ein riesen Sortiment. Er verträgt die alle gut, je weniger Calcium/Phosphor/Magnesium desto besser outputtet er. Gleichzeitig kriegt er aber umso schneller Struvit je weniger Ca/P/Mg drin ist, was eigentlich unlogisch ist. Der letzte Anlauf war Happy Dog Irland. Super Output - aber er hat 650 g pro Tag gebraucht, da kalorienarm, und nach nur vier Wochen hat ersich wieder eingepinkelt wegen Struvit, nachdem er zuvor nachweislich steinfrei war.

      Ich sitze also zwischen den Stühlen bei Kauf-Futter. Durchfall vs Struvit. Beides hält mich nachts wach und macht mein Dickerchen fertig.

      Aber a propos Nassfutter: wie machen das denn die Nassfütterer? Selbst wenn man das mit flöckchen mischt fehlen dem hund doch knochen, oder? Da sind doch nie welche drin...?

    ANZEIGE