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Schluss mit lustig für „Tutnixe“

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      Ja, @network und trotzdem gibts da technisches und theoretisches, was man lehren könnte und was helfen kann. Beim Fahren, zwischenmenschlich, unter Hundehaltern...
    • Ich bin SKN-geschädigt. Bei uns wars jahrelang Pflicht, erstens einen Theoriekurs zu machen und zweitens mit jedem neuen Hund einen Sachkundenachweis zu machen. Egal wie viele Hunde man hatte, egal wie viele SKNs der Hund schon hinter sich hat.

      Theoretisch! eine gute Sache.
      In der praktischen Realität einfach nur Schrott!
      Ich hab dermassen viel Unsinn gesehen und erlebt :headbash:
      Nein danke, wirklich nicht.
      Ds Bärnermeitschi im Mittuland mit zwöi Hüng um ne Gring vou Spinnzüügs.
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    • Hähä :D Ich bin um diesen Sachkundenachweis drumherum gekommen - weil der erste große Hund vor dessen Einführung angeschafft worden war, um ich beim 2. großen Hund dann schon 10 Jahre die Führung eines großen Hundes ohne Zwischenfälle nachweisen konnte.
      Als ich den 3. Hund anmeldete, wurde ich dann auf den SKN hingewiesen ... ich habe dann nur lächelnd auf meine gesamte Hundehaltung verwiesen, woraufhin die Sachbearbeiterin lächelnd einen Vermerk machte, und damit war der Fall erledigt.
      Der SKN-Nachweis wird hier meines Wissens nach auch nur bei 20/40 Hunden verlangt (=Gewicht ab 20 Kilo oder/und Größe ab 40 cm).

      Dabei scheint die Erziehungsmotivation der Menschen dem Hund gegenüber proportional zur Größe zu steigen. Das ist ein anekdotischer Eindruck aus meinem persönlichen Umfeld, und damit nicht allgemeingültig.
      Ich treffe aber auch verstärkt Hundehalter, die "Vorbehalte" unterschiedlichster Art gegenüber großen Hunden haben, und sich deshalb einen kleinen Hund zugelegt haben.
      Schlimm finde ich, wenn dieser Vorbehalt dann Angst vor großen Hunden ist. Nicht nur, dass diese Angst sich dann auf den eigenen, kleinen Hund überträgt (der daraus unterschiedliches Verhalten entwickelt) - manchmal habe ich dann das Gefühl, es wird von Menschen mit großen Hunden erwartet, dass diese sich in Luft auflösen.
      Ich selber frage mich dann, mit welcher Erwartungshaltung diese Menschen denn ihren kleinen Hund ausgesucht haben - ist da kein Gedanke aufgekommen, dass man als Hundehalter automatisch mehr Kontakt zu anderen, und damit auch großen Hunden hat? Kontakt heißt jetzt nicht automatisch, dass die Hunde auf engem Raum interagieren - aber man BEGEGNET sich doch, und selbst wenn ich (was ich in bestimmten Bereichen grundsätzlich tue) möglichst viel Platz mache, sehe ich da Verhaltensweisen, bei denen mir der betreffende Hund einfach nur leid tut.
      Ich hoffe, hier fühlt sich jetzt keiner persönlich betroffen; Ich habe bei dem Geschriebenen einfach einige reale Beispiele vor Augen, weshalb meine Aussagen nur eine persönliche, evtl. stark umfeldabhängige Beobachtung wiedergeben und keinesfalls als allgemeingültig in Stein gemeißelt zu betrachten sind.

      straalster schrieb:

      Würde ich sie in diesem Fall an die Menschen ranlassen, bin ich der Arsch und die Hunde haben gegebenenfalls das Nachsehen und eine unschöne Begegnung.
      Hier kann ich ein automatisches Kopfschütteln bei mir nicht verhindern.
      Für mich ist es selbstverständlich, dass meine Hunde NICHT einfach zu fremden Menschen hingehen. Ich habe von Beginn an darauf geachtet, dass andere Menschen/Passanten zum normalen Alltag gehören und für sie uninteressant sind.
      Würden meine Hunde das nicht so handhaben, müsste auch ich sie bei jeder Menschensichtung anleinen. Muss ich nicht, weil sie sich nicht für andere Menschen interessieren und diese deshalb in Ruhe lassen.

      flanagan schrieb:

      Ich plädiere für Benimmschulungen für alle Lebenslagen.
      Diesen Gedanken hatte ich auch schon. Nicht unbedingt Benimm, aber in den Schulen vielleicht mal tatsächlich verstärkt die Inhalte eines gesellschaftlichen Miteinanders darstellen, und welcher Zugewinn für alle entsteht, wenn man nicht nur die eigenen Belange in den Fokus stellt sondern auch noch eine Wahrnehmung für die Belange anderer hat.
    • Ob Führerschein oder Sachkundenachweis. Ich denke unterm Strich geht es doch eigentlich darum, dass jeder der sich einen Hund holt auch weis was für eine Verantwortung er damit übernimmt. Beim täglich füttern angefangen bis hin zur Rücksichtnahme und Erziehung des Tiers.
      Was mir immer wieder auffällt und was ich erschreckend finde, seit dem Marley da ist sehe ich einfach verschiedene Dinge anders und betrachte auch Hunde und Hundehalter anders. Und leider leider leider sind in so vielen Fällen null Interesse an der Seele des Tiers Vorhanden. Ich weis nicht wie ich es formulieren soll aber man sieht Hunde die zu funktionieren haben damit die Gesellschaft bewundernd sagt „ist das ein braver süßer Hund“ wie es im Innern des Tiers ausschaut spielt keine Rolle. Es gibt kein ehrliches Interesse am Tier. Kein ehrliches Interesse an Problemen die da sind. Ein knurrender Hund soll ruhig gestellt werden. Warum er knurrt spielt keine Rolle. Dieses denken der Menschen muss angegangen werden. Man muss wie auch immer doch einfach verdeutlichen dass ein Hund keine Kuscheltier ist das sich rein zufällig auch noch selbstständig bewegen kann.
      Vielleicht mache ich mir auch einfach zu viele Gedanken aber normal finde ich es nicht. Ob dafür ein Führerschein hilft, keine Ahnung. Ob es wie ein Sieb drei verschiedene Durchgänge bedarf bis alle ausselektiert sind, die sich nicht ehrlich mit dem Thema beschäftigen wollen, keine Ahnung. Mal abgesehen von den Vorfällen die es gibt und ein Mensch sich verletzt weil er mit einem Ast, Stock etc auf einen Hund hauen will, wir viele verkümmerte Hundeseelen vegetieren da draußen vor sich hin und fressen alles in sich rein weil der Halter nicht begreifen möchte. Ich habe sowas im eigenen weitläufigen Umfeld und es macht mich traurig und sauer und wütend und am liebsten würde ich dir Tiere einpacken und mit nehmen.
    • Hundundmehr schrieb:

      Hier kann ich ein automatisches Kopfschütteln bei mir nicht verhindern.
      Für mich ist es selbstverständlich, dass meine Hunde NICHT einfach zu fremden Menschen hingehen. Ich habe von Beginn an darauf geachtet, dass andere Menschen/Passanten zum normalen Alltag gehören und für sie uninteressant sind.
      Die stürmen auch nicht drauf los - das hab ich falsch ausgedrückt. Aber es gibt Menschen, die locken die Hunde freudig und würde ich sie dann nicht abrufen, würden die Hunde in einigen Fällen durchaus mal gucken gehen.
      Und mir ist es als Signal für andere einfach lieber, wenn die Hunde immer erstmal zu mir und gegebenenfalls an die Leine kommen.


      Danke, @flanagan und @Mona X - das Motiv bot sich aber auch ganz besonders an. Auch wenn alles andere gerade gewachsen ist und die Nasen arg zurückhängen. Dafür mit reichlich Babyfettfalten ;)
    • straalster schrieb:

      Die stürmen auch nicht drauf los - das hab ich falsch ausgedrückt.
      Ich habe das jetzt auch nicht als auf dich persönlich bezogen gesehen.

      Mir geht es alleine um die inhaltliche Aussage, dass ein Hund unaufgefordert Kontakt zu anderen Menschen aufnimmt. Weiß ich das, muss ich sichern. Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit.

      Wobei mir egal ist ob die Hunde gehen oder stürmen (wobei stürmen noch mal ganz andere Emotionen beim Gegenüber auslöst).

      Alleine durch das Hingehen wird der Mensch genötigt, sich mit dem Hund zu befassen.

      Das finde ich aufdringlich und ist somit für mein Empfinden eine Belästigung.

      Kleine Anekdote aus der vereinsinternen FdW (Feststellung der Wesensveranlagung) bei meinen Jungs - sie haben diese Prüfung beide am gleichen Tag abgelegt.
      Dabei müssen sie unangeleint und ohne Beeinflussung ihres Menschen eine nicht dicht gehende Menschengruppe passieren. Einer aus der Gruppe simuliert einen Jogger.
      Gewünscht ist ein Hund der unbeeindruckt und maximal mit freundlichem Interesse, ohne dabei aufdringlich zu werden, diese Gruppe passiert.
      Beim ersten Hund hat die Richterin den Jogger fünf mal aufgefordert, an meinem Hund vorbeizurennen, beim letzten Mal sogar frontal auf ihn zu. Mein Hund ist völlig unspektakulär einfach ein wenig ausgewichen, ohne dem Jogger besonderes Interesse beizumessen.
      Als ich dann mit dem zweiten Hund dran war, hat die Richterin sich an mich erinnert und lachend nach dem dritten Passieren des Joggers gesagt: "Reicht - die Hunde dieser Hundehalterin kennen Jogger und interessieren sich nicht dafür!"

      Ich erlaube mir, ein wenig stolz darauf zu sein ... :ops:

      Immerhin sind meine Hunde rassetypisch eher mit einer Bevorzugung großer Nähe ausgestattet, und fanden als Welpen jeden Menschen toll.
      Dass andere - zwei und vierbeinige - Lebewesen mit großer Nähe nicht so gut klarkommen und da durchaus andere Wünsche haben können, mussten sie erst lernen.

      Allerdings erkennt man anhand dieses Beispiels die große Diskrepanz, die zwischen erwünschten rassetypischen Anlagen und den Vorstellungen von Privathundehaltern und was diese aus diesen Veranlagungen machen, besteht: Diese grundsätzlich veranlagte soziale Fähigkeit des Golden darf keinesfalls zu einer "Der tut nix - also darf der alles"- Grundhaltung ausarten. Dann wird ein solcher Hund nämlich genauso zu einem Problem für die Umwelt, wie andere verhaltensoriginelle Hunde.
    • iinas schrieb:

      Ich weis nicht wie ich es formulieren soll aber man sieht Hunde die zu funktionieren haben damit die Gesellschaft bewundernd sagt „ist das ein braver süßer Hund“ wie es im Innern des Tiers ausschaut spielt keine Rolle. Es gibt kein ehrliches Interesse am Tier. Kein ehrliches Interesse an Problemen die da sind.


      Ich kann dich da sehr gut verstehen, diese Menschen habe ich leider ebenfalls in meinem Umfeld. Für meine große Schwester sind Hunde reine Prestigeobjekte, mit denen sie Aufmerksamkeit und Bestätigung bekommt. Für viele dieser Menschen (zumindest habe ich das so erlebt) muss der Hund dann entweder besonders aussehen oder gute Erfolge im Hundesport erzielen, der Charakter ist reine Nebensache und auf Bedürfnisse oder Probleme des Hundes werden nur eingegangen, wenn es sein muss. Vielleicht hat das auch mit dem generellen steigenden Leistungsdruck zu tun, dem auch der Hund gerecht werden muss?



      Aber: Es gibt auch Menschen wie du und ich, denen das Wohlergehen des Hundes sehr am Herzen liegt. Frauen und Männer, die sich rührend um ihre Hunde kümmern und zu Hundetrainern/Tierpsychologen ect. gehen, wenn ein Problem selbst nicht gelöst werden kann. Menschen, die ehrenamtlich bei Tierschutzprojekten mitarbeiten und sich große Mühe machen, die Situation von zB. Straßenhunden im Ausland zu verbessern. =)



      Ich habe sowas im eigenen weitläufigen Umfeld und es macht mich traurig und sauer und wütend und am liebsten würde ich dir Tiere einpacken und mit nehmen.


      Fühl dich von mir gedrückt, mir gehts da genauso :streichel:
      Ernie *01.05.2017: Twins mit Wolf und Tiger
      Lacey, rest in peace
    • wow... schrieb:

      straalster schrieb:

      Wurde dann noch ein schönes Gespräch aber angemeckert werden für Rücksichtnahme war erstmal merkwürdig.
      Solche Begegnungen hatte ich auch schon. Ich habe mich entschuldigt, daß das automatisiertes Verhalten von mir ist und ich dann nur auf den Hund achte und gar nicht auf die Leute.Aber trotzdem waren manche weiterhin geknickt- einer glaube ich auch sauer. Ich kann es etwas verstehen.
      Besonders ältere Leute freuen sich oft über Hunde (meinen zumindest). Und wenn man die Leute dann behandelt, wie jemand, der mit einer Hundebegegnung überfordert wäre, verletzt das irgendwie doppelt- einerseits, weil man ihre Freude ignoriert, anderseits, weil man automatisch von Hilfsbedürftigkeit ausgeht.
      Wenn man ohnehin täglich mit schwindenden Kräften oder Sinneswahrnehmung konfrontiert wird, kann das schon verletzen.
      Es kommt eben auch bei der Rücksichtnahme immer auf die Motivation an.

      straalster schrieb:

      @wow....

      In dem Fall war nicht ersichtlich, dass die beiden Interesse an den Hunden haben und eine Begegnung wünschen aber selbst wenn, nachzufragen schadet nicht. Ich finde es immer ein bisschen vermessen, wenn meine Hunde gewissermaßen als Gemeingut betrachtet werden und ich am besten Gedanken lesen soll. Ich sehe dann auch nicht ein, mich dafür zu entschuldigen, dass ich Rücksicht nehme und meine Hunde schütze.

      Ich gehe nicht davon aus, dass jeder Kontakt wünscht. Manche sind allergisch. Andere haben Angst. Wieder andere finden Hunde eben einfach störend. Würde ich sie in diesem Fall an die Menschen ranlassen, bin ich der Arsch und die Hunde haben gegebenenfalls das Nachsehen und eine unschöne Begegnung.

      Werde ich gefragt, erkläre ich das gerne.
      Aber angepatzt werden, weil ich meine Hunde nicht auf wildfremde Menschen zustürmen lasse oder vielleicht auch einfach nicht möchte, dass sie von jedem betatscht werden - das ist einfach vermessen.
      Ließ sich in dem Fall recht einfach aufklären und wie gesagt war es dann noch ein nettes Gespräch. Wäre mit einer einfachen Nachfrage und ohne ungehalten zu werden aber noch netter gewesen.
      Mein Eindruck ist, dass so einige Menschen anderer Leute Hunde als Allgemeingut betrachten, und beleidigt sind, wenn man ihnen vorenthält, ihren Spaß damit zu haben

      Ich habe auch schon erlebt, dass ich beschimpft wurde, weil ich meinen Hund nicht zu jemandem gelassen habe...

      Bei einem so menschenfreundlichen Hund wie meinem ist es aus erzieherischen Gründen zwingend nötig, ihn eben nicht einfach zu fremden zu lassen, weil er sonst eben auch die falschen Mal anspringt.
      Und abgesehen davon habe ich auch keine Lust, dass jeder an ihm herumgrabbelt. Schließlich ist das mein Hund, mit dem ich auf dem Sofa kuschele, und ich fasse ja auch nicht einfach so fremdes Eigentum wie Handtaschen, Jacken oder Regenschirme an.
    • Ich bin auch gegen einen Hundeführerschein, denn es ist zu befürchten, dass da nichts gutes bei herumkäme.

      Aber ich verzweifle doch öfters an der Blödheit einiger HH. Z.B. scheinen viele nicht zu wissen, wie man eine Leine kurz hält...
      Wenn ich meinen Hund an kurzer Leine auf die angewandte Seite nehme, lassen andere ihre Hunde einfach an länger Leine auf uns zu springen, selbst wenn sie heftig pöbeln.
      Ich weiche schon immer weiträumig aus(möglichst auf einen anderen Weg), obwohl ich einen unproblematischen Hund habe, weil ich nicht davon ausgehen kann, dass andere ihre Hunde vorbeiführen (oder von mir aus am Rand absitzen lassen) ohne Kontakt zuzulassen oder und allzu nah zu kommen.

      (Bei Hunden, die auch ohne Leine zuverlässig bei Fuß gehen, oder die von sich aus völlig desinteressiert vorbei gehen, ist es mir aber natürlich egal,ob sie angeleint sind)

      Es wäre schon erfreulich, wenn solche Basis irgendwie zum Allgemeinwissen würden...

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