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Warum nicht mehr Herdenschutzhunde?

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    • Chris2406 schrieb:

      Doch, die machen Unterschiede und zwar ganz gewaltige.
      Um in den "bis aufs Blut verteidigen"-Modus zu kommen, muss die Herde erst einmal angegriffen werden.
      Das tun die wenigsten Wanderer - auch wenn viele Wanderer sich für die Hunde, die alles unter dem Gesichtspunkt Herdenschutz bewerten, überaus verdächtig verhalten. Solche Wanderer werden dann halt vehement verbellt. Bis ein ​HSH im Einsatz einen sich der Herde gegenüber aggressiv verhaltenden Wanderer ernsthaft verletzen würde, hätte der Wanderer viele, viele Chancen, sein Verhalten zu überdenken und den Rückzug anzutreten, sprich, man muss sich als Wanderer schon richtig ins Zeugs legen, um die Hunde zu sowas zu provozieren.

      Die Schweizer Herdenschutz-Jahresberichte zeigen leider, dass es tatsächlich solche Wanderer gibt - dort gibt es Pfefferspray gegen HSH, Steinwürfe und Co. Und auch bereits erfolgreiche Initiativen von Tourismus-Verbänden gegen ​HSH im Einsatz.
      Und wenn man diese Jahresberichte richtig liest, stellt man fest, dass bei den durchschnittlich 20 durch ​HSH bei Wanderern verursachten Verletzungen im Jahr (200 Hunde sind dort plus-minus im Einsatz) fast ausschliesslich um Bagatellverletzungen handelt (Hämatome, Abschnappverletzung ohne Gegenbiss, Kratzer) - richtig interpretiert bedeutet das, dass sich die ​HSH auch bei massivem Fehlverhalten der Wanderer überaus moderat verhalten.
      Hi Chris,

      Ich habe immer mal wieder von Beißvorfällen auf Wanderer, Fahrradfahrer usw. gelesen. Das ist halt schon etwas, was in Deutschland natürlich absolut verpönt ist und richtig Probleme machen kann. Gerade halt, wenn es eng ist und man kaum Ausweichmöglichkeiten hat. Oder eben halt Angriffe von ​HSH auf andere Hunde, die ebenfalls Probleme machen können. Die "bis aufs Blut" Ausdrucksweise ist natürlich hier etwas zu viel, das stimmt, allerdings ist halt die Bereitschaft doch dazu da.
      Und Sorgen machen mir ja die Hunde nicht nur hinterm Zaun, sondern eben auch, wenn die Schafe mal ausbrechen sollten, und dann die Schafe und Hunde in der Weltgeschichte herumstreifen. Da weiß man halt nicht, was einen dann so erwarten kann.

      Ich weiß, dass die ​HSH keine blutrünstigen Bestien sind und im Grunde finde ich die Idee toll, solch einen imposanten Hund auf meiner Weide zu haben. Allerdings habe ich über sie keine ständige Kontrolle und sie sind noch dazu die meiste Zeit des Tages sich selbst überlassen. Bei einer fest eingezäunten, riesigen Fläche könnte ich mir das allerdings wirklich vorstellen.
      LG Maren
      Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Liebe und Zeit.
      Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie zu bieten haben.
      Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.

      (Roger Caras)
    • Irish Terrier schrieb:

      Ich denke, der ​HSH ist der verkehrte Ansatzpunkt, Meinem Empfinden nach wird es mehr bringen wenn Schäfer wieder ( wie früher üblich) mit ihren Herden ziehen und die Herde nicht hinter einem Elektrozaun "abgestellt" wird.
      Der Ausdruck "abgestellt" ist aber auch nicht sehr nett gewählt ;-)
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      (Roger Caras)
    • Irish Terrier schrieb:

      Chris2406 schrieb:

      Also Tierhalter zurück ins Mittelalter und der Rest der Bevölkerung darf weiter in der modernen Zivilisation leben?
      Das bspw. empfinde ich als etwas unschön und aggressiv.

      Aber genau das wäre ja die Konsequenz aus der Forderung, Weidetierhalter sollen wieder umher ziehen, um ihre Herden vor übergriffen zu schützen :ka:

      Mag sein, dass es sich hart anhört, aber an der Reaktion sieht man doch, dass man die Folgen der Forderungen nicht bis zum Ende durch gedacht hat.
      LG
      Raphaela
      The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem. - Captain Jack Sparrow
      Ekko, Cardassia & Azog
    • Zudem gehen die Wölfe ja auch am hellichten Tag an Schafe, selbst wenn der Schäfer in unmittelbarer Nähe ist. Also Wanderschafherden sind auch nicht unbedingt geschützter unterwegs.
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      (Roger Caras)
    • Puh. Also, ich als Schafhalter muss schon sagen, dass diese echt abstrusen Vorstellungen von Schafhaltung und Einsatz von Hunden erschreckend sind. Erschrocken bin ich drüber, weil das so von jemandem kommt, der sich ja Gedanken darüber macht. Ich will lieber gar nicht wissen wie die dann bei jemandem aussehen, der gar nicht drüber nachdenkt.
    • Helfstyna schrieb:

      Irish Terrier schrieb:

      Chris2406 schrieb:

      Also Tierhalter zurück ins Mittelalter und der Rest der Bevölkerung darf weiter in der modernen Zivilisation leben?
      Das bspw. empfinde ich als etwas unschön und aggressiv.
      Aber genau das wäre ja die Konsequenz aus der Forderung, Weidetierhalter sollen wieder umher ziehen, um ihre Herden vor übergriffen zu schützen :ka:

      Mag sein, dass es sich hart anhört, aber an der Reaktion sieht man doch, dass man die Folgen der Forderungen nicht bis zum Ende durch gedacht hat.
      Nun, wenn ich mir eine Schafherde / Ziegenherde halte, dann ist das genau der Tod, den ich sterben muss will ich nicht riskieren, dass mein Vieh schutzlos ist im Sinne von der ​HSH wird das schon regeln.

      Wobei Handy. PC und Co. durchaus via Akku und Bank laufen ;-) und es mittlerweile im Outdoorbereich durchaus Annehmlichkeiten gibt, die leicht sind und wenig Platz benötigen.

      Etwas semihaft in der Richtung machen zu wollen halte ich persönlich für nicht ganz durchdacht.
      stör mich nicht, ich schau mir grad die Welt mit der Sichtweise und Sichthöhe meines Hundes an ;-)

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