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Vorkontrollen/Nachkontrollen No-Go's

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    • Vorkontrollen/Nachkontrollen No-Go's

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      Hallo ihr, mich wuerde mal interessieren, was fuer die jenigen unter euch die so wie ich VK's und NK's machen die No=Go's sind oder Dinge, die euch zweifeln lassen.

      Man liesst ja oft im Forum, dass Leute Fragen worauf man achten muss und natuerlich sind das in erster Linie ganz normale Dinge, aber vielleicht helfen ein Paar Erfahrungsberichte auch weiter und es interessiert mich irgendwo auch, was ihr so erlebt habt. Dazu sagen muss man's ja eigentlich nicht, aber ich will hiermit natuerlich keine Beleidigungen bestimmter Personengruppen bezwecken (so nach dem Motto Alleinerziehende gehen gar nicht). Und es muessen auch nicht unbedingt die Messiewohnung/Tierhorter Horrorstories sein, wir wissen alle, dass es das gibt und es selten ist. Mir geht es eher um die Faelle, wo es auf der Kippe stand oder wo es komisch gelaufen ist.

      Ich hatte vor kurzem eine VK die eigentlich super nett war, kleine Familie, auf dem Land, toller Garten, hoch eingezaeunt etc.
      Alle waren lieb und nett, nur der etwa 6 Jaehrige Sohn war auffaellig. Fuer mich kein Problem, ich habe selber eine leichte Form von Asperger und will natuerlich, dass man da foerdert und fordert. Das eigentliche Problem lag darin, dass diese Familie einen Hund aus dem Auslandstierschutz haben wollte der noch nie vorher mit Kinder n zu tun hatte und extrem geraeuschempfindlich und stressanfaellig war.
      Der kleine war sehr laut, unkoordiniert und hatte in der Zeit, in der ich da war zwei Wutausbreuche, die die Eltern kaum abfangen konnten. Sie haben sich entschuldigt und gemeint er waere sonst nicht so arg, aber trotzdem musste ich erklaeren, dass es von den Hunden einfach keiner werden konnte.
      Schade, denn an sich war es ein Traumzuhause, aber da brauchte es wirklich eher einen Schussfesten Therapiehund. Ich hoffe sehr, dass die Eltern den bewilligt bekommen.

      Ich fuehle mich immer etwas mies, wenn ich Leuten sagen muss, das geht nicht. Aber manchmal gehts halt echt nicht :verzweifelt:
    • Ich muss sagen, dass ich dieses gesamte Prozedere mit Vor- und Nachkontrollen an sich ein absolutes No-Go finde.

      Ich bin ein erwachsener Mensch und kann das selbst beurteilen, ob ich mir einen Hund leisten/zutrauen und für ihn sorgen kann oder nicht.

      Bei der Rasse muss man sicher schauen, was passt. Aber auch da sollte man als mündiger Mensch mit den heutigen Möglichkeiten selbst eine Entscheidung treffen können.

      Dass man sich als Tierpfleger interessiert, wohin der Schützling kommt und dass man das beste Zuhause für ihn finden will, sei davon unbenommen...

      Ich finde es nur wahnsinnig anmaßend, dass andere Leute meinen, sie dürften entscheiden, wer einen Hund halten darf oder nicht.

      Kein Züchter, den ich kenne, macht so ein Gewese um die neuen Zuhause seiner Welpen... Geschweige denn da hinzufahren (am besten noch mehrfach). Da werden ein oder zwei Gespräche geführt und entweder passt es dann vom Gefühl her oder nicht...
      Newton (Amadeus vom Pinselberg, LCD) - Labrador Retriever - *21.04.2014
      Hunter (Bungee Jumper‘s Hide and Seek, SCD) - Englischer Springer Spaniel - *22.05.2018
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    • Marmelade-on-Toast schrieb:

      aber trotzdem musste ich erklaeren, dass es von den Hunden einfach keiner werden konnte.
      Danke :)

      Und fühl dich nicht mies, im Endeffekt ist das wohl langfristig die bessere Entscheidung für die Familie und den Hund gewesen.
      Mein kleiner Taschenwolf - Gustav Ignatius *4. April 2017
      101 Garnelen und ihre Hausschnecken lassen grüssen!
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    • Ich habe auch schon einige VK gemacht und finde überhaupt nichts dabei- im Gegensatz!


      Ich höre einfach auf mein Bauchgefühl und teile dann meiner Bereichsleiterin meine ersten Eindrücke mit, häufig noch direkt im Auto danach.
      Und sie entscheidet dann, ob es passt oder nicht.

      Das ist immer noch besser, als wenn ein Hund diverse Male die Besitzer wechseln muss, weil sie sich völlig falsch einschätzen.

      Diese Hunde kommen nicht von einem Züchter, der sie von der ersten Minute an kennt!
      Häufig kommen sie direkt aus dem Ausland in die Endstellen, weil es so viele Pflegestellen nie geben wird.
      Da braucht es das Zusammenspiel einer fähigen Einschätzung der Orga im Heimatland und der Orga im Vermittlungsland.

      Zu häufig erlebe ich gruselige verniedlichende Beschreibungen von ​TS Hunden, die dann zu einer Fehlvermittlung führen.
      Oder VK, wo es eben über ein nettes "gegenseitiges Beschnuppern" hinausgeht, wo tatsächlich Kontrollterror herrscht.
      Das geistert leider viel länger in den Köpfen herum als die vielen positiven VK und die vielen glücklichen Neuhundehalter.

      NoGos sind für mich auffällige Unstimmigkeiten, ungepflegte andere Haustiere, auffälliger Dreck und unbeständiges Verhalten. (Aufregung ist da ausgeschlossen)

      Und wie schon eingangs geschrieben- ich fälle weder eine Entscheidung noch teile ich meine Tendenz mit.
      Das ist auch von Anfang an abgeklärt.
      Ich bin nur ein Fremder, der kurz, nett und unauffällig zu Besuch kommt und dann auch wieder geht.
      Ich komme nicht mehrfach vorbei und kontrolliere nach.

      Aber ich freue mich immer wieder, wenn ich höre, daß eine Vermittlung erfolgreich war. Manchmal bekomme ich auch Fotos, dann freue ich mich noch mehr.

      Deswegen bin ich für gute VK.

      PS: ich bin auch mehrfach vorkontrolliert worden und empfand es nie als unangenehm, weil es nicht mehr als ein kurzweiliger Besuch von wirklich netten Menschen war. Hat mich vermutlich geprägt. ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zucchini ()

    • RafiLe1985 schrieb:

      Ich muss sagen, dass ich dieses gesamte Prozedere mit Vor- und Nachkontrollen an sich ein absolutes No-Go finde.

      Ich bin ein erwachsener Mensch und kann das selbst beurteilen, ob ich mir einen Hund leisten/zutrauen und für ihn sorgen kann oder nicht.

      Bei der Rasse muss man sicher schauen, was passt. Aber auch da sollte man als mündiger Mensch mit den heutigen Möglichkeiten selbst eine Entscheidung treffen können.

      Dass man sich als Tierpfleger interessiert, wohin der Schützling kommt und dass man das beste Zuhause für ihn finden will, sei davon unbenommen...

      Ich finde es nur wahnsinnig anmaßend, dass andere Leute meinen, sie dürften entscheiden, wer einen Hund halten darf oder nicht.

      Kein Züchter, den ich kenne, macht so ein Gewese um die neuen Zuhause seiner Welpen... Geschweige denn da hinzufahren (am besten noch mehrfach). Da werden ein oder zwei Gespräche geführt und entweder passt es dann vom Gefühl her oder nicht...
      Sehe ich auch so.
      Obwohl ich mir durchaus vorstellen könnte, dass hier ein armer alter Hund einzieht, der sonst nur im Tierheim sterben würde. Aber das "bürokratische" Prozedere ginge für mich gar nicht.
    • Was ich nicht verstehe: Einerseits wird so heftig reagiert, wenn der Tierschutz viele Fragen stellt, Vorkontrolle und Nachkontrolle macht etc.

      Andererseits ist das Gemecker aber auch groß, wenn doch etwas schiefgeht - und dann die Frage auftaucht: Wieso hat der Tierschutz den Hund überhaupt in diese Umstände/Hände/Situation vermittelt.

      Und - wenn mich nicht alles täuscht - teils von den gleichen Leuten. Ja, :ka: wie nun? Und um auf die Frage zurück zu kommen.

      Ich hatte schon selbst Vor- und Nachkontrollen bekommen und durchgeführt. Klar, das ist keine so super-angenehme Situation.

      Bei mir ist gottseidank alles erfolgreich verlaufen. Die Schilderung im Eingangspost wäre für mich aber auch ein NoGo gewesen.

      Immer ein Auge hatte ich auf andere Tiere, freiliegende Kabel und andere gefährliche Fallen in den Wohnungen, bei geplantem Gartenaufenthalt Sicherheit des Gartens und das Bauchgefühl im Gespräch mit den Menschen.
    • Vor- und Nachkontrollen finde ich gut und richtig. Vor allem, wenn es um ​TS Hunde geht ( wie Züchter das machen weiß ich nicht). Klar gibt es auch Orgas/ Tierheime, die das richtige Maß nicht finden; dann muss man eben eine Alternative suchen. Auch schön, dass sich hier manche zu Wort melden, die augenscheinlich nichts mit ​TS Hunden zu tun haben :roll:
      Ich persönlich gebe meine Pfleglinge nur dann raus, wenn ich ein gutes Gefühl habe und keine roten Flaggen auftauchen.
      Wenn es den Leuten zu viel ist, ein paar mal zu mir nach Hause zu kommen, um den Hund kennenzulernen und niemanden in ihre Wohnung lassen möchten, dann gibts auch keinen Wauwau.
      Es können ja auch, wie im Eingangspost beschrieben, die besten Absichten dahinter stehen und es passt trotzdem nicht. :ka:
      dogs and angels are not
      very far apart
      [/quote]
    • Vorkontrolle,Momentaufnahme

      Ich finds gruselig,sicher zum Wohl des Hundes gut aber passt der Kontrolle meine Nase nicht,werd ich abgewiesen ?
      Schlechter Tag,abgewiesen?
      Besondere Bindung zu dem besagten Hund und nix ist gut genug?Untauglich?

      Ich muss das nicht haben.
      Vorallem nicht,wenn die Vorkontrolle frech ist und im Privatleben stochern will und danach noch,einen Hund falsch beschreibt bzw.wichtige Sachen untern Tisch fallen lässt.


      Beides selbst erlebt und grad wieder im Bekanntenkreis gesehen.
    • Ich muss sagen ich verstehe die Intention dahinter, gehöre aber auch zu denen die es extremst anmaßend finden.
      Da muss man teilweise für 10 Jahre altes Überraschungspaket von der Straße (und ich meine nicht die gute Art von Überraschung) einen riesen Aufwand machen während man außerhalb des ​TS alles einfach in Hand bekommt.

      Ich muss sagen, das war immer das was mich von einem ​TS Hund abgehalten hat, weil mich das eben wirklich stört.
      Ich habe es nur einmal mitgemacht, will der Hund so toll war und ich ihn unbedingt haben wollte. Ich meine ich habe ihn auch bekommen, aber es war so unglaublich unangenehm, dass es für mich einfach nie wieder ein ​TS Hund wird. Das ist es mir nicht wert.

      Ich sollte vllt dazu sagen, dass mir absolut klar ist, dass ich in dem Fall dass Problem bin. Ich hatte keine Horrorkontrolle oder so, das Einzige was man auch objektiv vllt als schlimm sehen könnte, ist dass ungefragt meine Schlafzimmertüre geöffnet wurde um da reinzuschauen.
      Aber im Endeffekt erpresst zu werden fremde Menschen in meine Wohnung lassen zu müssen um diese zu inspizieren. Da gibt es so viele Punkte in diesem Satz die mir gegen den Strich gehen. Gut, scheuert bei mir halt an ein paar Traumata.
    • Also onwohl ich VKs mache gehe ich nicht zu den Leuten ins Haus und gucke wie sauber die Toilette ist oder so :D

      Und ich erwarte auch nicht, dass das irgendwelche Superhelden sind ohne Job aber mit MIllionen. Ich frage halt, wo der Hund schlaeft, wo er futtert, wie lang er allein sein muss und ob sie sich schon freuen. Meisst unterhaelt man sich einfach ueber vergangene Hunde und das Leben und dann ist alles gut.

      MAn will ja eig. nur sichergehen, dass die 30 Jaehrige Hausfrau mit Garten am Ende nicht doch im 6. Stock wohnt. Wenn die Leute ehrlich bemueht wirken ist das schon sehr gut.

      Es gibt halt Ausnahmen wo die Hundewahl einfach die absolut falsche war, aber auch das ist selten. Die Leute koennen ja lesen ;)

      So ist es meist ein Besuch bei Gleichgesinnten mit Kaffee.

      Unabhaengig davon finde ich aber die Kriterien, die bestimmte Tierschutzvereine zur Vermittlung haben absolut pervers. Wir warten ja gerade auf unser Hundemaedchen weil wir Anfang November nochmal umziehen muessen. Und bevor wir sie und den Verein gefunden hatte haben wir es an einigen anderen Stellen versucht, denn eigentlich finde ich, dass es in Deutschland genug arme Hunde gibt und man die nicht noch aus dem Ausland reinfahren muss. Aber, und das sage ich ungern, aber, der ​TS hier zu LAnde ist teilweise sowas von bescheuert!

      Gruende, aus denen wir keinen Hund bekommen konnten:

      -Sie sind arbeitslos und ihr Partner arbeitet Vollzeit, wenn sie sich trennen kann der Hund nirgendwo hin. :fear:

      -Sie sind beide noch so jung, da trennen Sie sich sicher bald wieder. (26 und 30, verlobt, heiraten im Oktober. Okaaaayyyy... :ka: )

      -An Englaender vermitteln wir nicht. (Waaaaaas ??!!)

      -In den Armeewohnungen koennen Sie keinen Hund halten, da ist es voll asozial. (Die Wohnung ist modern saniert, mit Garten und hat 80qm, naja...)

      - An Soldaten vermitteln wir nicht, die ziehen dann irgendwann um und dann sehen wir den Hund nie wieder. (Haben sie Recht, aber ist ja auch unser HUnd und so lange er Hundegerecht wohnt und geliebt wird ist es doch egal, ob um die Ecke oder nicht?)

      -Sie sind zu jung.

      -"Sie werden sicher bald wieder arbeiten, dann muss der HUnd ja ewig allein sein?" "Ich kann nur halbtags arbeiten, daher hoechstens 5 Stunden, wenn ueberhaupt."
      "Das geht aber nicht, dass ist nicht artgerecht." Okay.... Geld ist ueberbewertet.


      Naja, einige davon waren im gleichen TH, anscheinend haben die SOldaten da einen schlechten Ruf. Ob das an der Erfahrung liegt, oder einfach an Rassismus kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls ist mein Verlobter ein netter, gepflegter, hoeflicher Typ, der sogar deutsch spricht und dann deshalb abgelehnt zu werden ist schon bescheuert. :motzen:

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