Junghund sucht permanent Beschäftigung?

  • Hallo nochmal :smile:


    Ich weiß, so einen ähnlichen Thread hatte ich schonmal gestellt.
    Ich habe meinen Hund überfordert und jetzt sind wir gerade dabei ihn wieder 'runterzufahren'.
    Ich glaube heute habe ich die Lösung gefunden. Also eigentlich hat meine Mama sie schon vorher unabsichtlich ,gefunden'.
    Da ich im Urlaub war und Sie nicht durchgehend mit ihm sein konnte, war er auch mal alleine im welpensicheren Zimmer.
    Und da es so heiss war das Rollo und das Fenster zu und dann sofort :sleep:


    Wenn er wach wird, höre ich das sofort und gehe runter und nehme ihn mit zu mir.


    Habe jetzt zwar kein Zimmer mehr, weil Hundi drinnen schläft, aber was solls :ka:
    Sie hat ihn auch mal ins Wohnzimmer oder in die Küche genommen.
    (ging vorher nicht, da er alles angeknabbert hat)
    Komischerweise macht er das immer noch, wenn ich ihn zu Hause an der Leine hab immer noch und zieht wie bekloppt.


    Mein Hundi schläft jetzt viel mehr als vorher.
    Nur, wenn er wach ist sucht er permanent Beschäftigung.
    Also rennt herum, steht vor dem Schuhregal. Frauchen: Nein!
    Manchmal lässt er es und geht woanders hin. Manchmal klaut er doch einen Schuh.
    -> Frauchen hinterher, Schuh aus dem Mund und Hundi geht zum Tisch und steht davor. Frauchen steht auf: Nein!
    Das selbe wie beim Schuh :headbash: Versuche den Weg zu blockieren, dann setzt er sich hin. Nach 2 sek steht er wieder auf.
    In meinem Zimmer (aber nur wenn ich mit ihm bin!) zerrt er an der Decke vom Bett oder am Spannbettuch usw..


    Versuche jetzt, ihn wenn er aufwacht, nicht direkt zu beschäftigen.
    Meint ihr, das pendelt sich mit der Zeit ein, wenn sein Schlaf in Ordnung ist und die Aktivität heruntergefahren?


    Wie viel sollte man überhaupt seinen Junghund beschäftigen?
    Fühle mich immer schlecht, weil ich denke irgendwie ich mache zu wenig mit ihm zusammen :tropf: :( :



    Wäre sehr dankbar, wenn sich jemand Zeit nimmt und mir hilft. :ops: :rollsmile:
    Vielleicht hat jemand die selben Erfahrungen gemacht?

  • Wie alt ist dein Hund? Könnte es evtl. der Zahnwechsel sein?


    Hat er genug Sachen, mit denen er sich selbst beschäftigen und an denen er herumkauen darf?
    Immer nur verbieten ist auch nicht gut. Irgendwann muss er mal was machen dürfen ;)


    Was machst Du denn jetzt mit ihm so am Tag?

  • In einer Woche wird er 6 Monate alt.
    Kauknochen liegen eigentlich immer herum, findet er aber uninteressant, wenn sie nur da rumliegen.
    Geht er eher selten dran.
    Spielzeuge habe ich höchstens eines rumliegen, da geht er aber gar nicht dran, es sei denn ich spiele damit mit ihm.
    Er war/ist ja noch sehr überdreht, deswegen hab ich die Spielzeuge entfernt


    Zahnwechsel könnte auch gut sein, ist gerade glaub ich im ,Höhepunkt'.
    Aber ich glaube seine Unruhe ist die primäre Ursache..


    Morgens um 6-7, wenn er aufwacht draussen auf eine Wiese Pipi und Kaka.
    Dann um 8 eine 5min Runde Gassi.


    Und um 20.30 heute nochmal 5min. Sonst eigentlich nicht.


    um 8, 12, 16 und 20.30 gibt es Essen dann immer zur Wiese pipi und vielleicht kaka.


    Zwischendurch den Tag über kong, spielen, kauknochen und nur zum Pipimachen vor die Haustür auf eine Miniwiese.


    Einmal am Tag Zähneputzen üben manchmal lasse ich das auch aus.


    Samstags fahren wir zur Hundeschule


    Zwischendurch halt im Alltag ,eingebautes' lernen, z.B Sitz bevor wir aus der Tür rausgehen, bleib solange ich mein Frühstück mache.


    Jetzt wo ich wieder zu Hause bin, versuche ich mal so 2x die Woche Freilauf im Wald (würde dann aber c.a 15/20min weg sein) und 1x in der Hundeschule mit anderen Hunden.


    Wir haben 5 Tage lang erstmal gar nichts ausser nach draussen zum pipi und kaka machen gemacht und danach nur 1 Mal am Tag gassi.


    Ist das immer noch zu viel ? :ops:

  • Und irgendwie hat er die komische Angewohnheit, aufgedrehter zu werden, sobald ich mich hinlege :ka:
    Wenn ich stehe, legt er sich manchmal einfach hin. SItzen geht auch noch manchmal, aber sonald ich liege wird er aufgedreht :headbash:

  • Der Hund geht nur immer kurz zum lösen raus, maximal mal 20 Minuten in den Wald? Das empfinde ich als zu wenig Bewegung für einen jungen gesunden Hund, wo soll er denn hin mit seiner Energie?


    Freie Bewegung in reizarmer Umgebung würde ich mal ausprobieren... müde Hunde sind brave Hunde.

  • Also rennt herum, steht vor dem Schuhregal. Frauchen: Nein!Manchmal lässt er es und geht woanders hin. Manchmal klaut er doch einen Schuh.
    -> Frauchen hinterher, Schuh aus dem Mund und Hundi geht zum Tisch und steht davor. Frauchen steht auf: Nein!

    Ich nehme das mal als Beispiel. Er soll keine Schuhe klauen, du sagst NEIN, aber nicht, was er statt dessen tun soll. ;)
    Versuch mal, wenn er zu den Schuhen gehen will, ihn zu dir zu rufen, mach dich interessant!
    Damit kommst du weiter, als mit NEIN. Für ihn ist NEIN, glaube ich, schon ein Spiel geworden. Er macht Blödsinn, du reagierst, er hat Aufmerksamkeit und gewonnen.

  • Ich habe meinen Hund überfordert und jetzt sind wir gerade dabei ihn wieder 'runterzufahren'.

    Es ist wichtig, auf genügend Ruhezeiten beim jungen Hund zu achten. Aber es ist ganz normal, daß der Junghund, wenn er älter er wird, auch immer aktiver und ausdauernder wird und nicht mehr wie ein neu angekommenes Hundebaby nur mit Fressen Schlafen, Lösen zufrieden ist. Welt entdecken, Schnüffeln, Spielen, Rennen, mal zu Besorgungen mitgenommen werden, das kann und soll ein 6 Monate alter Junghund auch erleben.


    Wenn das Runterfahren vorher wirklich ein so großes Problem war, dann war es auch richtig, erst mal ganz betont auf Ruhe zu achten. Aber dauerhaft würde ich das nun nicht beibehalten, sondern allmählich wieder etwas mehr Aktivität zulassen.


    Dagmar & Cara

  • Du musst jetzt die Balance neu finden. Nebst der Ruhe soll er aber auch was mit dem Kopf machen dürfen. Futter im Garten suchen etc. Und unbedingt auch mal körperlich auspowern und müde sein.


    Denn: dein Hund wird älter und somit auch kräftiger und zwischendurch soll er auch toben dürfen. Nur muss man früh genug stopen damit er nicht wieder kipt und hinüber ist.

  • Überfordert wird ein junger Hund meiner Meinung nach übrigens vor allem oft geistig, weil wir in einer schnellen Welt leben und sehr viel von unseren Hunden erwarten.
    Bewegung, irgendwo im Feld ohne viele Begegnungen empfinde ich da als unproblematisch - der Hund kann seinem Bewegungsdrang nachgehen, wird Energie los, bleibt aber trotzdem ansprechbar. Das entspannt Hund und Halter. ;)

  • Ich finde dieses Ruhe halten nimmt hier im Forum langsam echt seltsame Züge an.


    Das ist ein junger Hund, der natürlich (jung halt) viel Energie hat.
    Der aber nie einfach mal rennen darf, keine Chance kriegt mal Energie abzubauen, die Welt zu erkunden, sich die Füße zu vertreten, etc.


    Klar schläft der Junghund mehr, wenn ich ihn allein in einen dunklen, reizarmen (weil welpensicheren) Raum sperre. Der hat ja auch kaum eine andere Wahl als zu schlafen.
    Und wenn er dann mal raus darf, dann soll er trotzdem ruhig, ausgeglichen, zurückhaltend und bloß nicht aufgeregt sein? Warum?
    Klar will er dann flitzen, rennen, spielen. Die Welt ist spannend und für einen so jungen Hund einfach auch ein riesen Spielplatz.

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