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Der Welpe kommt bald

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      Schmuh schrieb:

      Hm, das Rassenthema dehnt sich ja nun aus.

      Was mir nur dazu einfällt: ist es überhaupt sicher, dass die Elterntiere zu den angegebenen Rassen gehören?
      Das sind nun Rassen, die eher seltener in Deutschland gezüchtet werden, entsprechend mit nachweisbarer Abstammung. Ich hätte die Befürchtung, dass die Hunde aus dem Tierschutz kommen und die Rassebezeichnung eher nach Schema "sieht so aus, klingt total besonders, also ist der Hund bestimmt ein *füge beliebige Rasse ein*" erfolgte.

      Bei allem Für und Wider von nicht gängigen Rassen mit eventuell speziellen Anforderungen an Erziehung, Zusammenleben und Haltung: mir wäre wichtig, sicher zu wissen, was in den Welpen drin steckt - und somit auch, mit welcher Entwicklung und welchen Eigenschaften man eventuell rechnen muss.
      Oh, solche Beispiele kenne ich auch:
      Bei uns war viele Jahre lang ein „Berger des Pyrénées-Fake“ auf dem Hundeplatz aktiv. Das Tier sah aus, wie der BdP aus dem Kosmos-Hundebuch. Die Besitzer wussten allerdings alle vier oder fünf Rassen, die an ihrem Hund beteiligt waren und ein Berger war nichtmal entfernt dabei. :ka:

      Vor einigen Jahren bin ich auf der Homepage eines Tierheims auf einen Hütehundmix gestoßen, der sich - nach meinem Hinweis - als völlig zugewachsener, reinrassiger Irish Soft Coated Wheaten Terrier enttarnen ließ.
      Neues aus der Wheaten-Burg ...
      von und mit den Irish Soft Coated Wheaten Terriern
      Elvis *07/2007 & Fynn *11/2017
    • @Elli73

      Ich hoffe erstmal, dass wir Dich nicht verschreckt haben mit den vielen kritischen Kommentaren. Die sind wirklich nur zu Deiner Unterstützung gemeint. Mit der Kenntnis der Ursprungsrassen möchte ich mich den kritischen Stimmen anschließen. @dagmarjung und @Elin. haben besonders schön aufgedröselt, was an den genannten Ursprungsrassen die Besonderheiten sind - sie sind das komplette Gegenteil von Easy-Going-Hunden.

      Ich verstehe auch, dass Ihr jetzt nicht gerne einen Rückzieher machen möchtet. Die Vernunft spricht aber tatsächlich dafür, dass Ihr genau das tut. Falls Eure Entscheidung gefallen ist:

      - Ihr bekommt eine kleine Wundertüte ins Haus. Wappnet Euch, dass Euer Welpe ein ziemliches Potential auspacken kann.

      - Es kann passieren, dass Ihr diesen Hund nie ableinen könnt. Könnt Ihr damit gut leben bzw. ist es das, was Ihr möchtet? Seid Ihr bereit, dem Hund eine Beschäftigung zur Kanalisierung etwaigen Jagdtriebs zu bieten, damit er händelbar ist?

      - Welche Ansprüche stellt Ihr an die Erziehung? Macht Euch klar, dass da möglicherweise viel Zeit investiert werden muss. Das Ihr nicht auf vorgefertigte Konzepte zurückgreifen könnt, sondern viel Feingefühl und Rücksicht auf die Bedürfnisse des Hund braucht.

      - Ich würde Euch raten, zeitnah eine gute Welpenschule zu besuchen bzw. einen Hundetrainer, der sich mit Jagdhunden vom Urtyp und eigenständigen Hütern auskennt.

      Wenn Ihr jetzt sagt: Ok - das machen wir und damit können wir umgehen, wenns nötig wird. Dann drücke ich die Daumen und hoffe, dass Ihr viel Spaß auf Eurem gemeinsamen Weg habt.

      Wenn Ihr jetzt sagt: Hmmh - das ist jetzt alles sehr schwarz gemalt, so extrem wird das nicht kommen. Dann wünsche ich Euch genau das. Das kann aber gewaltig schiefgehen.

      Ein kleines Wort noch zu den Besitzern der Elterntiere: Ich war ganz lange im Tierschutz aktiv. Das, was die machen, ist das komplette Gegenteil und hat mit Zucht nix zu tun.

      Bei meinem ersten Post in Eurem Thread bin ich gerade wegen des Begriffs „Züchter“ davon ausgegangen, dass Ihr Euch wirklich einen Rassehund holen möchtet. Als begeisterter Tierschutzbefürworter würde ich genau das Hundeanfängern empfehlen, die einen Welpen möchten. Denn ein guter Züchter klärt Interessenten über Rasseeigenheiten auf und steht auch für die Zukunft mit Rat und Tat zur Seite - und nimmt den Hund zurück, wenn es doch nicht klappt.

      Liebe Grüße
      Nicole

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Stinkelilly ()

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    • Ich glaube, das Hauptproblem bei solchen Rassebeschreibungen ist, dass sich ein Hunde-Neuling gar nicht genau vorstellen kann, was die einzelnen Eigenschaften bedeuten.

      Wenn ich „jagt auf Spur und Sicht“ lese, schrillen bei mir alle Alarmglocken, weil ich weiß was das bedeutet. Jemand der das nicht weiß, könnte eventuell naiv annehmen, dass man das schon irgendwie „aberziehen“ kann...

      Aber ich glaube, je mehr wir nun versuchen, den Welpen auszureden, desto eher wird er genommen...
      Newton (Amadeus vom Pinselberg, LCD) - Labrador Retriever - *21.04.2014
      Hunter (Bungee Jumper‘s Hide and Seek, SCD) - Englischer Springer Spaniel - *22.05.2018
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    • Noch ein paar Worte zum Berger des Pyrenees, zusätzlich zu dem, was Elin schrieb:

      Diese faszinierende Hunderasse hatte ich vor Jahren auch in Erwägung gezogen und mich deshalb genauer damit befasst, mich mit vielen Haltern getroffen, eine große Rasseveranstaltung besucht usw. Ich bin dann nach reiflicher Überlegung wieder vom Berger abgekommen, weil ich bei aller Begeisterung auch die Schwachpunkte gesehen habe. Jeder Hund ist ein Individuum, und Sozialisation und Erziehung spielen auch eine Rolle, aber die rassetypischen Tendenzen werden gerade bei einer großen Veranstaltung mit einer Vielzahl von Hunden doch klar sichtbar. Es ist eine Illusion anzunehmen, gerade der eigene Hund würde sie nicht zeigen.

      - sehr sensibel, reizempfindlich, durch zuviele Reize leicht überfordert, neigt dann zur Nervosität und Hibbeligkeit.
      -" reserviert, mißtrauisch gegen Fremde" ist eine positive Umschreibung für eine Tendenz zur Ängstlichkeit. Wobei der Berger sich nicht wie der Sheltie zurückzieht, sondern schnappend nach vorne geht. (Stichwort: Maximum an Energie)

      Das klingt sehr negativ, ich liebe die Rasse aber trotzdem sehr. Nur wohne ich als Single in der Großstadt, ich will einen Hund, den ich überall hin mitnehmen kann, ohne seine Nervenstärke zu überfordern. In der Straßenbahn, zum Flohmarktbummel usw.
      So niedliche Wuschelhunde wie die Bergers verlocken viele zum spontanen Anfassen. Man kann nicht immer alles verhindern, da ist es schon schön, wenn der Hund den Fremden nicht gleich in die Hand beißt. In Frankreich ist diese Eigenschaft übrigens durchaus bekannt, da lassen die Leute die Finger vom Berger, in Deutschland kann das aber recht anstrengend werden.

      Noch ein Wort zum Hütetrieb: Hütehunde hüten nicht, weil sie die Schafe so lieb haben, sondern das Treiben und Stellen entstammt dem Verhaltenskreis des Jagens. Es ist also keineswegs gesagt, daß ein Mix aus Hüte- und Jagdhund weniger anstrengend ist als ein reiner Jagdhund.

      Schmuh schrieb:

      Ich hätte die Befürchtung, dass die Hunde aus dem Tierschutz kommen und die Rassebezeichnung eher nach Schema "sieht so aus, klingt total besonders, also ist der Hund bestimmt ein *füge beliebige Rasse ein*" erfolgte.
      Das wäre in diesem Fall sogar eher positiv und eine solche Promenadenmischung wäre vielleicht einfacher zu händeln als ein Mix aus zwei so speziellen Rassen.
      Da wir aber nur die Angaben des Vermehrers haben, beziehe ich mich eben darauf.

      Dagmar & Cara
    • Hejhej
      Ich mach mich mal ganz nackig :ugly: aufgrund ner ziemlich unbedachten Aussage meines Mannes u der darauf folgenden Initiative von mir :headbash: haben wir seit 8 Wochen einen teckel....u glaube mir, hier kam, verbunden mit noch anderen Ursachen die totale Depression bei mir. So schlimm, dass ich fast wieder zum Züchter zurück gebracht hätte. Ich bin nämlich eher für groß u fell :ka:

      Unser großes Kind hat sich sehnlichst nen hund gewünscht, seit Jahren, hat komplett kein Interesse.... Das hatte ich auch so nicht gedacht. Nennt mich blauäugig etc. ihr habt sicher Recht.

      Ich mache hier das beste daraus, er ist ja trotz allem ein süßes Ding. Vor allem aber weiß ich seit ca ner Woche das hier in absehbarer Zeit noch ein Hund dazu darf, wenn es mein Herzenswunsch bleibt. Mal gucken, da wird nix überstürzt

      Viel Text, mein Fazit, erkläre deinem Mann vlt nochmal ganz in Ruhe warum nen Retriever vom Züchter o von ner Orga die sicherere Wahl, auch für den Familienfrieden wäre ;)
    • Meine Hündin kommt aus Kreta und wenn ich mir Bilder vom Lagonikos in ihrer Ahnentafel zu finden ist. Reinrassig vermutlich nicht, sondern eher ein Mix. Wie eine Freundin von mir mal sagte "Bei der hat irgendwas mit Hanf mitgemischt". Also eher eine chilligere Vertreterin.
      Der Jagdtrieb ist zum.Glück an ihr vorbeigegangen bzw. sie ist zu faul dafür. Aber sie kann Kleintiere schnell und sicher töten und wenn sie die Gelegenheit hat, nutzt sie diese auch. Eine Bekannte von mir hatte Ratten. Als wir sie besucht haben, hat sie einen kurzen Blick auf den Inhalt geworfen und sich dann scheinbar entspannt aufs Sofa gelegt. Bis die eine Ratz ausgebüchst ist. Da war sie innerhalb von ner Sekunde da und im Jagdmodus. Ratz hat's überlebt, da ich zum Glück ne Sekunde schneller als sie war und sie festgehalten und dann aus der Wohnung entfernt habe.
      Aber sonst passt einiges aus der Rassenbeschreibung. Unter anderem das "selbständige" und "ursprüngliche". Die Nase ist eher ne Katze (die sie sonst nicht mag) im Hundekostüm. Ich finde das toll. Aber "Erziehung" im klassischen Sinne geht nicht. Es ist eher so ein aushandeln. Naja, wenn ich ehrlich bin lautet der Deal: "Prinzessin Hoover sagt an, Bodenpersonal erledigt". |)
      Fremde Menschen braucht sie nicht unbedingt. Kinder sind als Winzlinge super, da die Chance gut stehen, das was zum Futtern abfällt, wenn das Kind isst. Ansonsten findet sie Kinder eher nervig.

      So viel mal zur Rasse.

      Nu aber noch generell:
      Dein Mann möchte einen Hund aus dem TS? :dafuer: super Idee. Aber warum macht ihr das dann nicht? Eure "Verkaufsstelle" ist vom ​TS weit entfernt. Von ner durchdachten Zucht allerdings auch!
      Brot kann schimmeln. Was kannst du?


      *Hoover & Lolek*

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