ANZEIGE

Welpe wird mir zu viel!

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Welpe wird mir zu viel!

      ANZEIGE
      Hallo liebe Hundeliebhaber,
      Ich möchte euch vorab etwas erklären, damit ihr meinen Entschluss, einen Welpen zu holen versteht.
      Ich bin in einem Haushalt aufgewachsen, wo Hunde absolut tabu waren. Dies ging soweit, das ich als Kind nicht einmal Hunde anfassen durfte. Lange Zeit hatte ich große Angst vor Hunden. Nur wenn ich einen gut genug kannte oder betrunken war, konnte ich auf sie zugehen. Ansonsten habe ich immer die Straßenseite gewechselt und hatte sorgen Sie würden mich beißen.
      Nun bin ich 21 und lebe in einer WG. Es wohnen noch ein Kleinkind unter den Erwachsenen mit uns zusammen. Ich habe mir lange überlegt einen Hund zu holen. Zum einen als Therapie für mich selbst, um meine Angst zu überwinden und zum anderen weil ich endlich meine Faszination gegenüber dieser Tiere ausleben wollte.
      Von vorneherein war mir eines bewusst: egal wie anstrengend, wie laut, wie schlimm - ich werde den Hund behalten(ich komme am Ende nochmal darauf zurück).

      Nun habe ich seit gut einer Woche einen Border Collie mit ein Viertel Schäferhund mix. Der kleine rüde ist jetzt gut 9 Wochen alt.
      Und jetzt Asche auf mein Haupt: mir war nicht bewusst das Border Collies nur an erfahrene Hundehalter vermittelt werden sollen. Der Hobbyzüchter hat mir das alles sehr schmackhaft gemacht, ich habe ein Foto von ihm gesehen und habe dann auch nicht mehr lange überlegt. Ja ich war blauäugig, darüber möchte ich bitte nichts hören. Ich bin schon auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Jetzt habe ich ihn aber. Völlig verfloht kam er zu uns. Der arme musste(!) gewaschen werden mit Antifloh Shampoo, die Wohnung wurde entfloht, der Hund zum Tierarzt gebracht und Mittelchen dagegen bekommen. So. Soviel zu meinem Anfang mit dem kleinen.
      Ich wusste es wird hart mit einem Welpen, aber vom Welpenblues hat mir keiner was erzählt. Dann habe ich schöne Momente mit ihm beim Gassi gehen, wenn da nicht die Passanten wären. Das ist ein Border Collie Schäferhund mix. Wenn er jemanden anspringt finde ich das nicht lustig. Dann sage ich: ,,gehe bitte einen Schritt zurück‘‘. Wenn der Hund sich beruhigt hat, darf die Person sich wieder nähern(dadurch springt er jetzt immer weniger die Leute an). Daraufhin bekomme ich böse Blicke, aber ich möchte meinen Hund beibringen das er nicht irgendwelche Menschen anspringen darf. Dann höre ich Sachen wie: ,,das ist doch noch ein Welpe‘‘. Ja das stimmt. Sein Leben besteht ja auch nicht nur aus Training. Ich lasse ihn die Welt entdecken, bin total entspannt beim gassi gehen, denn er darf überall stehen bleiben und schnuppern. Dann bellt er draußen und ich möchte es ignorieren, dann kommen wieder Passanten die ohne mich zu fragen ihn streicheln und ihm gut zureden. In diesen Momenten bin ich so baff! Wie können die nur. Zuhause stresst mich momentan der Hund noch. Aber das ist doch normal sage ich mir. Ich muss mich an ihn gewöhnen. Ich liebe ihn jetzt schon über alles und hätte mir nie vorgestellt, das es sich so krass anfühlt einen Hund zu haben.
      Ich bin nicht einer dieser Menschen, die Tiere weggeben wollen sobald sie einem zu viel sind... dachte ich. Aber ich habe keine Kraft mehr. Ich gebe 110% gerade. Eine Freundin meinte gestern zu mir dass es noch schlimmer wird. Bis jetzt konnte ich mich noch fassen, aber seit heute morgen bin ich nur noch am heulen. Ich denke mir was das mit den Hund wohl macht, er spürt das alles. Ich saß auf dem Boden weinend und er kam zu mir und hat meine Hand abgeleckt. Das alles noch ein Jahr oder mehr zu machen, bis alles soweit entspannt ist schaffe ich nicht! Ich hasse mich dafür, diesen Schritt gemacht zu haben. Wenn ich ihn weggebe werde ich jeden Tag an ihn denken. Ich werde mich immer fragen wie es ihm wohl gerade geht. Und ich werde enttäuscht von mir sein, so schnell aufgegeben zu haben.
      Andererseits sehne ich mich nach meinem alten Leben gerade. Ich passe halbtags auf das Kleinkind in der WG auf. Das heißt ich kann nur einem von beiden Aufmerksamkeit schenken. Border Collies sind sensible Hunde und dürfen keine Sekunde mit Kindern allein gelassen werden. Das sieht dann folgendermaßen aus: ich spiele mit dem Hund, während das kind fernsieht. Schläft der Hund, spiele ich mit dem Kind. Wenn der Hund mal raus muss, ziehe ich hastig dem kleinen die Schuhe an dann ab raus. Das ist zu viel Verantwortung für mich. Diesen Stress habe ich 5 Tage die Woche, von 5-16 Uhr. Ich habe schon zugesagt auf den kleinen meiner Mitbewohnerin aufzupassen. Einen Rückzieher mache ich da nicht. Seine Mutter weiß bescheid und hat ein sehr schlechtes Gewissen. Aber auch keine andere Möglichkeit, so wie es eben in unserer Gesellschaft eben ist: Kitaplätze sind eine Rarität!

      Hätte hätte Fahrradkette, ich weis ich muss mir an die eigene Nase greifen. Aber es ist nunmal wie es ist, ich mache mich gerade schon genug selber fertig. Meine Nachricht ist bestimmt sehr durcheinander, aber so sieht es gerade in meinem Kopf eben aus.

      Würdet ihr diesen Welpen unter den Bedingungen weggeben? Ich muss schon an den den Gedanken wieder fast heulen. Aber wie gesagt ich vermisse auch mein altes Leben. Meine ganzen Mini Probleme sind mir lieber als das was ich jetzt durchmache. Was ist also eure Meinung?
      Liebe Grüße
      Hiba
    • ANZEIGE
    • ANZEIGE
    • Huhuuuu :winken:
      Willkommen im Forum :streichel:
      Oha, Du hast's ja echt nicht leicht grad :streichel: Danke für den ausführlichen Bericht, das ist alles bestimmt grad schrecklich für Dich.
      Okay, aufstehen, abklopfen, Krönchen richten und durchatmen!

      Kato_Collie schrieb:

      Würdet ihr diesen Welpen unter den Bedingungen weggeben?
      Ja.
      Ganz klar ja!
      Nicht weil ich Dich für doof oder unfähig halte - im Gegenteil! Du bist verantwortungsbewusst und tapfer genug, Dir den Schmerz anzutun, Dein Welpi wegzugeben. Meine Hochachtung :gott:

      Es wird in der Tat nicht einfacher und primär geht's mir - wie eigentlich immer :ops: um den Hund und ums Hundewohl.
      Der Kleine ist schon mal eine interessante Mischung, wenn Du da nicht wirklich weisst was Du tust - und Du wirst an "Experten" geraten die mehr schaden als nützen, und Du wirst das nicht abschätzen können - wird es für den Hund (!) tragisch.

      Setz Dich mit "Rasse XY" - in Not zusammen, informiere die Tierheime. Sie alle werden Dir beim vermitteln helfen.

      Bin stolz auf Deine vernünftige Einstellung :bindafür:
      Ich finde Dich enorm mutig, Deine Hundenagst anzugehen und Du machst das bisher auch toll mit dem Welpi! Aber weisst, da sollte das Herz lachen dabei, nicht weinen :streichel:

      Wenn Du mal alleine lebst, keine fremden Kinder um Dich rum hast, dann kannst Du Dir immer wieder einen Hund holen, diesmal entweder vom seriösen Züchter oder gleich aus dem Tierheim :smile:

      Okay? :streichel:
      WEnn Du Hilfe brauchst, an wen Du Dich wenden kannst wegem vermitteln, bitte sag Bescheid!
      Es sind viele Leute hier die sich auskennen mit Orgas und so weiter, Du bist jetzt nicht mehr allein :smile:
      Ds Bärnermeitschi im Mittuland mit zwöi Hüng um ne Gring vou Spinnzüügs.

      Instagram: chindlifraesser
    • Ich finde das gerade eine ganz schwierige Geschichte, zu der es keine einfache Antwort gibt. Zumal mit der Entscheidung ja du und dein Hund leben müsst. Deshalb kann ich dir nur anbieten, hier ein paar Gedanken als Anregung einzuwerfen. Vielleicht stößt der eine oder andere ja was an.

      Tatsache ist, der Welpenblues ist nichts ungewöhnliches. Du hast dir ein neues Familienmitglied zugelegt, zumal eines das völlig auf dich angewiesen ist: Klar, dass da erst mal alles Kopf steht. Und zwar sowohl vom Alltag wie auch emotional. Ich hab mich bei jedem meiner Hunde erst mal gefragt, was in aller Welt hast du dir da nur wieder eingebrockt... Dieses spontane rosarote Regenbogenidyll war es nie. Ich zumindest hab immer eine Weile gebraucht, und jedes mal wieder an mir gezweifelt. Und von vielen anderen kenne ich das auch.

      Womit wir beim ersten Punkt wären: Meist geht das vorbei. Man lernt sich immer mehr kennen, der neue Alltag spielt sich ein und entwickelt eine Routine, die viel Druck rausnimmt. Und wenn man das mit dem ersten Hund mal durch hat, dann weiß man auch aus Erfahrung, es wird sich einspielen. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite kostet ein Hund aber nun mal Energie und Arbeit, sein Leben lang. Auch das braucht man sich nicht schön zu reden, das ist der Preis für die Freude und (hoffentlich) innige Beziehung - im Prinzip wie in einer menschlichen Beziehung auch. Da muss man einfach wissen, was man will; nur die Rosinen rauspicken ist nicht drin.

      So weit zu dir. Gucken wir nun auf den Welpen, dann wird es noch komplizierter. Einerseits wirst du nie erfahren, ob du es nach Abflauen des ersten Chaos nicht doch geschafft hättest. Immerhin ging es ja sehr vielen Hundehaltern anfangs so, und fragt man sie Jahre später dann würden sie ihren Hund für nichts in der Welt wieder hergeben, und möchten keine Minute mit ihm missen. Gut möglich, dass es bei dir genauso wäre - und das kannst du nur rausfinden, wenn du nicht gleich aufgibst. Andererseits bindet sich der kleine Kerl mit jedem Tag mehr an dich, fühlt sich zuhause, sieht dich als verlässlichen Sozialpartner. So rum gesehen wäre es eher so, wenn schon abgeben dann lieber sofort, damit es für ihn nicht so ein dramatisches Ereignis wird sich gerade zurechtgefunden und innerlich gebunden zu haben, nur um dann rausgerissen und mit neuen Menschen und deren Umwelt konfrontiert zu werden. Zumal auch seine Entwicklung ja weiter geht, und später dann andere Dinge auf seinem "inneren Stundenplan" stehen. Ein echtes Dilemma also, das niemand für dich lösen kann.

      Das Stichwort abgeben führt außerdem zu einem weiteren wichtigen Aspekt: Wie und wohin? Es ist ja nun nicht so, als könntest du ihn zu einem verantwortungsvollen Züchter zurückbringen, wie es bei einer seriösen Zucht der Fall wäre. Sondern du hast einen Welpen von einem Vermehrer geholt, und der Preis dafür ist, dass du nun mit deinem Problem allein dastehst. Natürlich könntest du über die üblichen Inserate versuchen jemanden zu finden, der einen kleinen Mixwelpen übernehmen will und dir die schönsten Versprechungen macht. Bloß, wer sucht einen Welpen über diese Anzeigen? Nicht eben die Leute, die das wohlüberlegt angehen... Die Gefahr ist also groß, dass du deinen Kleinen damit zu einem Wanderpokal machst. Alternativ könntest du ihn auch dem Tierschutz übergeben. Aber auch da gibt es diese und jene, und du musst damit leben nie zu wissen, welchem Schicksal du ihn übergeben hast. So oder so keine einfache Lösung.

      Wie du nun entscheidest, das liegt ganz bei dir. Niemand hier kennt dich und kann dich einschätzen, und von daher kann dir wohl auch niemand raten. Ich kann also nur dir und deinem Kleinen wünschen, dass du die richtige Entscheidung triffst - für euch beide.
    • du hast (noch) keinen Borer Collie Schäferhund Mix, sondern ein Hundebaby.

      Das ist normal.

      Das wächst sich aus und wird alles noch ganz anders.

      Such dir mal schnell andere Hundehalter und evtl, auch ne Welpenschule, damit du lernst was geht, was kommt und überhaupt. Und mit gleichgesinnten die nächsten spannenden Wochen und Monate erleben kannst..

      Und dann kannst du nochmal darüber nachdenken, ob die Hundehaltung was für dich ist.

      Wenn du allerdings einfach wieder alleine sein willst mit dir und deinem Leben, dann gib den Knopf zurück, der wird sowas von fix ein neues Zuhause finden. Und da brachst auch nicht schuldbewusst zu sein. Das nützt wirklich keinem.
    • Hallo, Hiba, erstmal Glückwunsch zu Deinem kleinen Monster ;-)

      Denk Dir nix dabei, das ist ein ganz normaler Welpe.... Wie mir scheint, machst Du das auch mit der Erziehung gar nicht verkehrt, wenn ich die Beschreibung lese, wie Du auf anspringen etc. reagierst!

      Bleib da konsequent, wenn jemand den Hund fürs Anspringen streichelt, geh dazwischen mit einem donnernden NEIN - frag die Leute, ob sie es immer noch witzig finden, angeprungen zu werden, wenn das Kerlchen satte 30 Kilo hat und ausgewachsen ist. Wers net versteht - ganz ehrlich, nicht DEIN Problem. Dein Problem isses nur, wenn Du auf solche Leute Rücksicht nimmst, und hinterher nen Hund hast der lauter Unarten hat, weil Du Dich net getraut hast, Dich durchzusetzen. Manchmal muß man einfach auch zu Fremden bissel krätzig sein, ist so, gerade mit Welpen!

      Daß es Dir momentan nicht so gut geht, kann ich verstehen. So ein Welpe ist verdammt anstrengend, erzieht sich nicht von alleine und hat meist nur bunte Knete im Kopf :-) Aaaaaber: das wird besser. Nach und nach. Erziehung hilft. Klar, nicht von heute auf morgen, aber sukzessive wird das besser.

      Das Problem mit dem Kindergartenkind: bekommst Du Geld fürs Aufpassen oder ist das eine Gefälligkeit? Wenn Letzteres, bist Du nicht für ewig verpflichtet, und kannst jederzeit ne Alternative verlangen, wenns Dir zu viel wird (oder ist das eh eine zeitlich begrenzte Abmachung, bis ein KiTa-Platz gefunden ist?). Gerade als alleinstehende Person bekommt man eigentlich immer recht schnell nen KiTa-Platz, wenn man nur entsprechend sucht und das dringlich macht! Muß die Mama halt suchen! Du kannst auch sagen, Du machst das nur noch bis zum xxx (Datum), und bis dahin möchte die Mama nen KiTa-Platz suchen.

      Zuhause würde ich mit dem Welpen nicht allzu viel machen. Welpen brauchen ganz viel Ruhe, um das zu verarbeiten, was sie draußen erleben, und bei Dir im Haus neu lernen (Hausregeln, Gassizeiten, Futterzeiten, lernen, Frauchen/Herrchen zu "lesen", lernen, wo man hin darf, was tabu ist etc.) - damit haben sie sehr viel zu tun, und das ist anstrengend. Wenn man dann noch viel Spielzeiten draufsetzt auf dieses ganze Erleben, kann es sein, daß Du ganz schnell einen Hibbelhund in der Hand hast, v.a. wenn es dabei um Rassen wie den Border Collie geht. Guck Dir also bitte nochmal genau an, was Du daheim mit dem Hundekind alles tust, und beschränke Dich beim Spiel zB auf nur wenige Minutn, dann ist wieder Ruhe im Karton, sprich Welpi kriegt nen Kauknochen oder Zerrseil zum Beknabbern und hat wieder im Körbchen zu liegen. Damit schaffst Du Dir sowohl zeitlich Freiraum, fährst aber auch andererseits den Hund bissel runter, sodaß er nicht den Anspruch an Dich stellen wird, ganztägig bespaßt zu werden, oder immer nur mehr - mehr - mehr will.

      Daß Du Hund und Kind noch ohne Aufsicht zusammen läßt, ist klasse - da kann einfach zu viel passieren, weil Kinder das nicht abschätzen können, wenn sie einem Hund wehtun, oder ihn so hochdrehen, daß er dann irgendwann um sich schnappt.

      Ob Du den Hund doch lieber abgibst, das kann Dir aber niemand empfehlen. Ich würde es nicht tun, weil ich dieselbe Einstellung habe, von der Du schreibst: egal, was passiert, ich habe die Verantwortung für den Hund. Wenn Du aber selbst darunter zu sehr leidest, merkt das ja auch der Hund und wird nicht glücklich (wie übrigens auch umgekehrt!!), und nachdem der Hund noch ganz jung ist, denke ich, wird er sich auch bei einer evtl. Abgabe ganz schnell in der neuen Familie einleben. Das ist dann kein Grund, sich ewig Vorwürfe zu machen, denn Du tust es zum Wohl des Hundes! Aber dann mußt Du dazu in der Lage sein, einen Schlußstrich zu ziehen für Dich selbst - egal, wie es dem Hund dann geht, wo er ist etc.-es geht Dich nichts mehr an! Kannst Du das nicht, und bist jemand, der sich dann lebenslänglich Vorwürfe macht, dann such einfach Lösungen, jetzt MIT dem Hund umzugehen, denn dann verbessert die Abgabe Deine Situation nicht, weil Du Dir dann halt andersrum Vorwürfe machst *gg.

      Schaff Dir Freiräume, indem Du nen Hundesitter buchst für ab und an, sodaß Du Freizeit für Dich hast und ausschnaufen kannst, anschließend hast Du wieder den Nerv für den Terrorzwerg. Du kannst in einer Hundeschule/verein nette Leute kennenlernen, die auch Hunde haben, und mit denen abwechseln - Samstag nimmst Du meinen Hund, Sonntag ich Deinen, sodaß jeder mal nen ganzen Tag am Wochenende für sich hat. Vlt. ist jemand in der Verwandtschaft, der Dir den Hund gern mal nen Tag abnimmt? Wenn man Lösungen sucht, tut sich immer irgendetwas auf!

      Abgesehen davon: Du schreibst, während das Kind fernsieht, spielst Du mit dem Hund. Ganz ehrlich (auch wenn mich dieser Punkt wirklich nix angeht *hust..): ein Kleinkind hat in meinen Augen nicht vor der Glotze zu sitzen. Dann schnapp Dir die zwei lieber und geh ne Runde raus. Such Dir nen Park oder geh aufs Feld, bind den Hund an einen Baum, sodaß er einfach faul auf der Wiese liegt, mach mit dem Kind ein Picknick. Laß das Kind was malen und spiel eine Runde mit dem Hund. Das ist viel schöner, macht mehr Spaß, man bekommt den Tag rum, hinterher schlafen beide gut - und DU hast dann Deine Ruhe! :-) :-)

      Wie gesagt, die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen, denn damit mußt Du dann hinterher leben. Aber eines ist sicher: wo ein Welpenblues wie Du ihn jetzt hast, hat schon so mancher gehabt und überlebt. Ich würde deswegen keine übereilten Entschlüsse treffen. Mach Dir klar, was er jetzt schon gut macht, wo ihr Fortschritte gemacht habt. Genieß die und halte Dir das immer wieder vor Augen, wenn Du gerade in Frust versinken möchtest! Und denk darüber nach, was im Zusammenleben mit dem Welpen Dich am Meisten belastet. Und genau DAS ist der Punkt, an dem Du zusammen mit ihm als Erstes arbeiten mußt, notfalls mit Hilfe eines Trainers. Dann ist nämlich der größte Streß schon weg, und so kannst Du nach und nach alle Punkte angehen, die Dich stressen, immer den Punkt, der dann noch den meisten Streß verursacht, als Nächstes trainieren. Dann wirds schnellstmöglich besser :-) Und Besserwerden heißt, Du siehst mehr Fortschritte, größere Fortschritte, und kannst besser damit umgehen.

      Ich wünsche Dir, daß Du zur für Euch beide besten Lösung findest, wie auch immer die dann aussieht, und schicke Dir ein ganzes Packerl Mut, es einfach erstmal anzupacken. Tief durchatmen.... Du schaffst das! ;-)
      LG,
      BieBoss
      _______________________________
      Biene - Zwergpudel-Pinscher-Mix, *7.02.2007
      Bossi - Dt. Jagdterrier-Foxterrier-Mix, *4.06.2006
      Frieda - Dt. Jagdterrier, *~5.02.2001
    • CH-Troete schrieb:

      Huhuuuu :winken:
      Willkommen im Forum :streichel:
      Oha, Du hast's ja echt nicht leicht grad :streichel: Danke für den ausführlichen Bericht, das ist alles bestimmt grad schrecklich für Dich.
      Okay, aufstehen, abklopfen, Krönchen richten und durchatmen!

      Kato_Collie schrieb:

      Würdet ihr diesen Welpen unter den Bedingungen weggeben?
      Ja.Ganz klar ja!
      Nicht weil ich Dich für doof oder unfähig halte - im Gegenteil! Du bist verantwortungsbewusst und tapfer genug, Dir den Schmerz anzutun, Dein Welpi wegzugeben. Meine Hochachtung :gott:

      Es wird in der Tat nicht einfacher und primär geht's mir - wie eigentlich immer :ops: um den Hund und ums Hundewohl.
      Der Kleine ist schon mal eine interessante Mischung, wenn Du da nicht wirklich weisst was Du tust - und Du wirst an "Experten" geraten die mehr schaden als nützen, und Du wirst das nicht abschätzen können - wird es für den Hund (!) tragisch.

      Setz Dich mit "Rasse XY" - in Not zusammen, informiere die Tierheime. Sie alle werden Dir beim vermitteln helfen.

      Bin stolz auf Deine vernünftige Einstellung :bindafür:
      Ich finde Dich enorm mutig, Deine Hundenagst anzugehen und Du machst das bisher auch toll mit dem Welpi! Aber weisst, da sollte das Herz lachen dabei, nicht weinen :streichel:

      Wenn Du mal alleine lebst, keine fremden Kinder um Dich rum hast, dann kannst Du Dir immer wieder einen Hund holen, diesmal entweder vom seriösen Züchter oder gleich aus dem Tierheim :smile:

      Okay? :streichel:
      WEnn Du Hilfe brauchst, an wen Du Dich wenden kannst wegem vermitteln, bitte sag Bescheid!
      Es sind viele Leute hier die sich auskennen mit Orgas und so weiter, Du bist jetzt nicht mehr allein :smile:
      Hallo,
      Danke für die Antwort. Ich gehe gerade in die welpenstunde immer Samstag mit ihm. 4 Stunden haben wir noch vor uns. Das mache ich mit ihm. Mir ist das wichtig, da er jetzt besonders viel aufsaugt und lernt.
      Danach würde ich ihn abgeben. So richtig. Auch wenn ich selber gar nicht richtig dran glauben kann das er nicht mehr da ist. Das ist hier ein Hundeforum aber ich benutze es gerade als Auskotzforum.. aber sonst versteht mich niemand.
      Ich kann gerade nicht mit aber auch nicht ohne ihm. Ich bin seine neue Mama, ich fühle mich so schlecht. Alle sagen wie sehr er mich liebt, und das tut er auch. Er wartet wenn ich aus dem Zimmer raus gehe brav vor der Tür bis ich komme.. draußen schaut er immer wo ich bin, dann erst läuft er weiter. Wir sind ein Herz und eine Seele geworden, wirklich. Ich weiß nicht ob ich das richtigen gerade mache. Aber ich möchte endlich aufhören zu weinen .. ich habe einen klos im Hals, rauche gerade eine Kippe nach der anderen.. ich komme nicht mehr klar. Dieser verdammte Welpenblues.. ICH HASSE ES! Ich hab mich noch nie so gefühlt. Nicht mal nach Trennungen von einer Beziehung.

      Ich werde mir nie wieder einen Hund anschaffen. Das war mir eine Lehre..
    • BieBoss schrieb:

      Hallo, Hiba, erstmal Glückwunsch zu Deinem kleinen Monster ;-)

      Denk Dir nix dabei, das ist ein ganz normaler Welpe.... Wie mir scheint, machst Du das auch mit der Erziehung gar nicht verkehrt, wenn ich die Beschreibung lese, wie Du auf anspringen etc. reagierst!

      Bleib da konsequent, wenn jemand den Hund fürs Anspringen streichelt, geh dazwischen mit einem donnernden NEIN - frag die Leute, ob sie es immer noch witzig finden, angeprungen zu werden, wenn das Kerlchen satte 30 Kilo hat und ausgewachsen ist. Wers net versteht - ganz ehrlich, nicht DEIN Problem. Dein Problem isses nur, wenn Du auf solche Leute Rücksicht nimmst, und hinterher nen Hund hast der lauter Unarten hat, weil Du Dich net getraut hast, Dich durchzusetzen. Manchmal muß man einfach auch zu Fremden bissel krätzig sein, ist so, gerade mit Welpen!

      Daß es Dir momentan nicht so gut geht, kann ich verstehen. So ein Welpe ist verdammt anstrengend, erzieht sich nicht von alleine und hat meist nur bunte Knete im Kopf :-) Aaaaaber: das wird besser. Nach und nach. Erziehung hilft. Klar, nicht von heute auf morgen, aber sukzessive wird das besser.

      Das Problem mit dem Kindergartenkind: bekommst Du Geld fürs Aufpassen oder ist das eine Gefälligkeit? Wenn Letzteres, bist Du nicht für ewig verpflichtet, und kannst jederzeit ne Alternative verlangen, wenns Dir zu viel wird (oder ist das eh eine zeitlich begrenzte Abmachung, bis ein KiTa-Platz gefunden ist?). Gerade als alleinstehende Person bekommt man eigentlich immer recht schnell nen KiTa-Platz, wenn man nur entsprechend sucht und das dringlich macht! Muß die Mama halt suchen! Du kannst auch sagen, Du machst das nur noch bis zum xxx (Datum), und bis dahin möchte die Mama nen KiTa-Platz suchen.

      Zuhause würde ich mit dem Welpen nicht allzu viel machen. Welpen brauchen ganz viel Ruhe, um das zu verarbeiten, was sie draußen erleben, und bei Dir im Haus neu lernen (Hausregeln, Gassizeiten, Futterzeiten, lernen, Frauchen/Herrchen zu "lesen", lernen, wo man hin darf, was tabu ist etc.) - damit haben sie sehr viel zu tun, und das ist anstrengend. Wenn man dann noch viel Spielzeiten draufsetzt auf dieses ganze Erleben, kann es sein, daß Du ganz schnell einen Hibbelhund in der Hand hast, v.a. wenn es dabei um Rassen wie den Border Collie geht. Guck Dir also bitte nochmal genau an, was Du daheim mit dem Hundekind alles tust, und beschränke Dich beim Spiel zB auf nur wenige Minutn, dann ist wieder Ruhe im Karton, sprich Welpi kriegt nen Kauknochen oder Zerrseil zum Beknabbern und hat wieder im Körbchen zu liegen. Damit schaffst Du Dir sowohl zeitlich Freiraum, fährst aber auch andererseits den Hund bissel runter, sodaß er nicht den Anspruch an Dich stellen wird, ganztägig bespaßt zu werden, oder immer nur mehr - mehr - mehr will.

      Daß Du Hund und Kind noch ohne Aufsicht zusammen läßt, ist klasse - da kann einfach zu viel passieren, weil Kinder das nicht abschätzen können, wenn sie einem Hund wehtun, oder ihn so hochdrehen, daß er dann irgendwann um sich schnappt.

      Ob Du den Hund doch lieber abgibst, das kann Dir aber niemand empfehlen. Ich würde es nicht tun, weil ich dieselbe Einstellung habe, von der Du schreibst: egal, was passiert, ich habe die Verantwortung für den Hund. Wenn Du aber selbst darunter zu sehr leidest, merkt das ja auch der Hund und wird nicht glücklich (wie übrigens auch umgekehrt!!), und nachdem der Hund noch ganz jung ist, denke ich, wird er sich auch bei einer evtl. Abgabe ganz schnell in der neuen Familie einleben. Das ist dann kein Grund, sich ewig Vorwürfe zu machen, denn Du tust es zum Wohl des Hundes! Aber dann mußt Du dazu in der Lage sein, einen Schlußstrich zu ziehen für Dich selbst - egal, wie es dem Hund dann geht, wo er ist etc.-es geht Dich nichts mehr an! Kannst Du das nicht, und bist jemand, der sich dann lebenslänglich Vorwürfe macht, dann such einfach Lösungen, jetzt MIT dem Hund umzugehen, denn dann verbessert die Abgabe Deine Situation nicht, weil Du Dir dann halt andersrum Vorwürfe machst *gg.

      Schaff Dir Freiräume, indem Du nen Hundesitter buchst für ab und an, sodaß Du Freizeit für Dich hast und ausschnaufen kannst, anschließend hast Du wieder den Nerv für den Terrorzwerg. Du kannst in einer Hundeschule/verein nette Leute kennenlernen, die auch Hunde haben, und mit denen abwechseln - Samstag nimmst Du meinen Hund, Sonntag ich Deinen, sodaß jeder mal nen ganzen Tag am Wochenende für sich hat. Vlt. ist jemand in der Verwandtschaft, der Dir den Hund gern mal nen Tag abnimmt? Wenn man Lösungen sucht, tut sich immer irgendetwas auf!

      Abgesehen davon: Du schreibst, während das Kind fernsieht, spielst Du mit dem Hund. Ganz ehrlich (auch wenn mich dieser Punkt wirklich nix angeht *hust..): ein Kleinkind hat in meinen Augen nicht vor der Glotze zu sitzen. Dann schnapp Dir die zwei lieber und geh ne Runde raus. Such Dir nen Park oder geh aufs Feld, bind den Hund an einen Baum, sodaß er einfach faul auf der Wiese liegt, mach mit dem Kind ein Picknick. Laß das Kind was malen und spiel eine Runde mit dem Hund. Das ist viel schöner, macht mehr Spaß, man bekommt den Tag rum, hinterher schlafen beide gut - und DU hast dann Deine Ruhe! :-) :-)

      Wie gesagt, die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen, denn damit mußt Du dann hinterher leben. Aber eines ist sicher: wo ein Welpenblues wie Du ihn jetzt hast, hat schon so mancher gehabt und überlebt. Ich würde deswegen keine übereilten Entschlüsse treffen. Mach Dir klar, was er jetzt schon gut macht, wo ihr Fortschritte gemacht habt. Genieß die und halte Dir das immer wieder vor Augen, wenn Du gerade in Frust versinken möchtest! Und denk darüber nach, was im Zusammenleben mit dem Welpen Dich am Meisten belastet. Und genau DAS ist der Punkt, an dem Du zusammen mit ihm als Erstes arbeiten mußt, notfalls mit Hilfe eines Trainers. Dann ist nämlich der größte Streß schon weg, und so kannst Du nach und nach alle Punkte angehen, die Dich stressen, immer den Punkt, der dann noch den meisten Streß verursacht, als Nächstes trainieren. Dann wirds schnellstmöglich besser :-) Und Besserwerden heißt, Du siehst mehr Fortschritte, größere Fortschritte, und kannst besser damit umgehen.

      Ich wünsche Dir, daß Du zur für Euch beide besten Lösung findest, wie auch immer die dann aussieht, und schicke Dir ein ganzes Packerl Mut, es einfach erstmal anzupacken. Tief durchatmen.... Du schaffst das! ;-)
      ich bin zu Beginn mit Hund und Kind immer raus gegangen, aber der Stress war zu groß. Das habe ich mir auch so schön vorgestellt mit kind auf die Decke und Hund schläft. Aber der Hund rannte mir weg bis nach Hause und ich mit kind im Arm hinterher. Ich mache das nie wieder. Wie es dazu kam? Ja ich habe eine Sekunde die Leine fallen lassen. Das mit dem Fernseher ist echt eine Notlösung gerade. Sonst rennt das Kind dem Welpen hinterher und möchte spielen. Aber der Welpe beißt und ich bin dazwischen wie ein Schiedsrichter. Nein anders geht es wirklich nicht. Ich hab mir das alles auch anders vorgestellt.
      Tagesmutter hat das Kind erst ab Oktober. Bis dahin bin ich für beide zuständig.

      Ich weiß nicht ob es die beste Lösung ist ihn wegzugeben. Ich mache noch die Welpenstunden mit ihm, dann sehe ich weiter. Aber gerade (und nach euren Meinungen/Kommentaren) denke ich werde ich ihn danach abgeben.

      Lg
    • Kotz ruhig :smile:
      Ich hab' noch einen ausserordentlich lesenswerten Thread für Dich :smile:
      Hey @Selinmitmops :winken: was meinst Du, klingt das auch nach Welpenblues? :smile:
      Okay, hier der Thread:
      Überfordert und verzweifelt - Hilfe!
      Wenn Du magst, lies dort einfach mal bissel rein.

      So. Tief durchatmen! Es gibt immer Lösungen und wie vorher schon gesagt im andern Thread: wenn Du den Wurstli behalten möchtest, dann behalte ihn :smile: Das ist kein Monster, das wird auch kein Monster. Das ist auch einfach erstmal nur ein Hund.
      Kauf Dir Schokolade, das hilft :smile: aber selber essen, gell, für Hunde ist das giftig ;)
      Hör auf zu rauchen das ist eh schlecht - es ist doch die beste Zeit dafür, ich mein' es geht Dir eh schlecht, zunehmen wirst auch wegen der Schoggi - einen besseren Zeitpunkt zum aufhören mit dem Rauchzeugs gibt es gar nicht :D

      Streichel den Wurstel mal ganz lieb und atme... :smile:
      Ds Bärnermeitschi im Mittuland mit zwöi Hüng um ne Gring vou Spinnzüügs.

      Instagram: chindlifraesser

    ANZEIGE