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Hundeerziehung: Führung, Dominanz oder Laisser-faire... eure Meinung interessiert mich! :)

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      Terry schrieb:

      Kommandos ignoriert bei mir jeder Hund und mir ist das Ganze viel zu umständlich. Darum "dressiere" ich auch nicht (mehr) auf bestimmte Worte. Während Nia schon reagiert (von sich aus), wenn ich nur ihren Namen sage (mache ich automatisch wenn was ist), reagiert Ashkii auf gar nichts. Barry hat in Situationen, in denen es darauf ankam, auch nicht auf Kommandos reagiert. Da fing ich an mich anders damit zu beschäftigen. Der Alltag gibt vor, wie ich mit jedem Hund individuell unser Ziel erreiche: Ohne andere zu belästigen, sich oder andere zu gefährden, in uns ruhend unterwegs zu sein.
      Ich hab eigentlich keine richtigen Kommandos, weil ich sie einfach nicht brauche. Es kommt durchaus vor, dass ich mal ein paar Tage überhaupt nichts von Sina "verlange" weil sie mittlerweile in den allermeisten Situationen weiß was erlaubt ist und was nicht. Bei mir gibt es ein Abbruchkommando "ey" und das habe ich bei allem eingesetzt was ich verbiete. Mittlerweile brauche ich das Abbruchkommando im Alltag nur noch sehr selten.
      Ich glaube, ich kann an 1 Hand abzählen wann ich zu Sina z.B. "bleib" gesagt habe wenn sie in der Autobox warten muss obwohl die Türe auf ist. Dafür brauchte es nie eine Belohnung, sie hat verinnerlicht, dass sie da nicht von alleine rausgehen darf bis ich die Leine in die Hand nehme. Sobald ich das tue, latscht sie langsam aus der Box, ich leine sie an und dann darf sie raushüpfen.
      Sitz und Platz kann Sina wahrscheinlich schon gar nicht mehr weil ich das nie brauche. Sina reagiert unwahrscheinlich gut auf meine Körpersprache und da muss ich gar nicht so extrem sein.
      Ich benutze nur sehr wenige Kommandos, die sitzen dafür bombenfest und werden auch in Extremsituationen nicht ignoriert - und ich hoffe, das bleibt auch weiterhin so.
      Auch wenn sie einen Feldhasen sieht und ich "da bleibn" sage, bleibt sie bei mir. Sie wird dann allerdings schon extrem hibbelig wenn der Hase vor uns herläuft und wir hinterhergehen (und ich muss sie dann 100% im Auge haben), dann leine ich sie lieber an bevor ich riskiere, dass sie doch durchstartet.
      Liebe Grüße von mir und Dackelmädchen Sina ☆07.09.2016☆

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      Mein Schicksalshund Sina
    • Durch Barry habe ich mir angewöhnt zu schauen ob meine Hund ein bestimmten Laut haben auf den sie von allein reagieren. Hatte bei Barry damals mal geschnalzt (weiß gar nicht mehr warum) und ihn hatte es förmlich herumgerissen. Brauchte ich aber selten, später gar nicht mehr.
      Bei Ashkii sind es verschiedene Laute. Was mir gerade so einfällt (wenn es mir denn einfällt) und eher nur nebenbei. Bei Nia mal ein "komm mal her" oder "warte" oder..... Sie ist von allein immer um mich rum bzw. kommt von allein zu mir wenn sie etwas wahrnimmt (Tiere, Menschen, Autos).
      LG Terry mit Ashkii (Bearded-/TibiMix) und Nia (BernerSenne-/DSH_/CollieMix)

      Unvergessen mein "Fels in der Brandung" Barry (DSH-/KangalMix 1999 - 2010) sowie Katerchen der immer ein Hund sein wollte
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    • Lucy_Lou schrieb:

      Ich finde es auch vom Lernerfolg her sehr viel nachhaltiger, wenn der Hund die Entscheidung selbst trifft, bzw. sich selbst eine alternative Lösung wählt.
      Das -- finde ich -- ist das höchste Ziel in der Hundeerziehung.
      Vertrauen in den Hund.
      Nicht permanente Kontrolle.
      Johanna mit
      Crazy (*2004) Terrier-Mix aus dem TH Lübbecke
      Betsey (*2002) Kurzhaar-Border-Collie aus der Tieroase Birkenschold (ursprünglich aus Irland)
      und Ingo, Boy, Paula, Willi, Karlheinz und Tapsi (in den ewigen Jagdgründen)
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    • frolleinvomamt schrieb:

      Lucy_Lou schrieb:

      Ich finde es auch vom Lernerfolg her sehr viel nachhaltiger, wenn der Hund die Entscheidung selbst trifft, bzw. sich selbst eine alternative Lösung wählt.
      Das -- finde ich -- ist das höchste Ziel in der Hundeerziehung.Vertrauen in den Hund.
      Nicht permanente Kontrolle.
      Das hängt halt auch von jeweiligen Hund ab... Wenn mein Hund mir mit Haut und Haaren vertraut und sich immer wieder bei mir rückversichert, werde ich mit wenig Einwirkung und kaum Kontrolle ein sehr gedeihliches Miteinander haben können.

      Hab ich eine canines ****** daheim sitzen, wird mein Vertrauen sehr schnell enttäuscht sein, wenn es zu den ersten unschönen Vorfällen kommt, und ich muss Kontrolle ausüben.

      Es gibt solche und solche Hunde.

      Natürlich sollte mein Ziel sein, möglichst wenig auf den Hund kontrollierend einzuwirken und ihm ein Maximum an Freiheit zu schenken... hatten wir hier schon auf den vorherigen Seiten, glaub ich :smile:
      Aber der Hund muss sich das schon auch "verdienen", indem er mitarbeitet. Einfach laufen lassen kann man das mMn nicht...
      You don't have to be faster than the bear... you just have to be faster than the slowest guy running from it...
    • Laufen lassen ist auch nicht die Basis. Bevor ein Hund soweit ist, dass er sich in seinem Rahmen (der nichts und niemanden ernstlich stört) bewegen kann, wird der Mensch als "Erziehungsberechtigter" immer eingreifen müssen.
      Nach meinen Erfahrungen/Beobachtungen fängt die Kontrolle aber schon an, wenn 1. gar kein Bezug zu einer Situation für den Hund erkennbar ist und 2. Mensch seinen Hund noch gar nicht kennen gelernt hat und auch nicht kennen lernen wird, weil Hund sich nicht im angemessenen Rahmen entwickeln kann. Bis jetzt konnte ich in meinem Umfeld beobachten, dass die "Hilfe mein Hund ist in der Pubertät und hört plötzlich nicht mehr"-Rufe draus resultierten, dass die Basis dem Hund gar nicht gelernt wurde, sondern in erster Linie Dressur betrieben wurde. Jegliches künstliche Herausnehmen des Hundes durch Ablenkung/Umlenkung usw. aus einer Situation, birgt das Risiko, dass Hund nicht lernt, Situationsbedingt auch ohne Anweisung des Menschen zu handeln.

      Meine Hunde dürfen jede Situationen von Anfang bis Ende aktiv "mitbekommen" (also kein Umlenken oder Ablenken).
      LG Terry mit Ashkii (Bearded-/TibiMix) und Nia (BernerSenne-/DSH_/CollieMix)

      Unvergessen mein "Fels in der Brandung" Barry (DSH-/KangalMix 1999 - 2010) sowie Katerchen der immer ein Hund sein wollte
    • Als ich meinen Hund als Welpe aus dem Tierheim geholt habe, war ich noch Recht jung (18) und hatte noch nie einen Hund gehabt. Weil er so süß war/ist, hab ich ihm selten irgendwas verboten und seine Spinnereien mit Lachen oder Lob belohnt. Ein Fehler, den ich nie wieder machen würde!
      Ich glaube nicht so wirklich an Dominanz á la "Ich bin Mensch, du bist Tier, du machst das, was ich sage!", aber ich denke schon, dass es wichtig ist, den Hund so zu führen, dass er sich den Konventionen anpasst. Es ist ja auch zu seinem eigenen Wohl. Mit viel Ratgebern und Hundeschule hab ich jetzt einen ganz lieben Hund, der aber immer noch seinen eigenen Kopf hat. Das ist aber für mich okay so, er ist ja nicht mein Spielzeug, was ich steuern kann. Falls ich eines Tages mir einen weiteren Hund in die Familie hole, würde ich trotzdem schauen, dass er mich als Frauchen akzeptiert und weiß, dass es im Endeffekt auf meine Anweisung ankommt. Mein Kleiner ist zwar artig, aber wie gesagt - ein unglaublicher Dickkopf. Ich liebe ihn trotzdem über alles. :)
    • JuliaRH schrieb:

      dass er sich den Konventionen anpasst
      Das ist ein wichtiger Punkt, denn das ist für jeden HH anders.
      Wenn man in einer komplizierten Umgebung wohnt (viele Außenreize) und dazu noch einen Hund hat, der sich leicht ablenken lässt, muss man stärker einwirken.
      Oder wenn man ein permanent hohes Gehorsamkeitslevel einfordert, weil man den Sport in den Alltag integrieren möchte.

      Für die meisten HH reicht es völlig, wenn der Hund im Auto nicht kotzt, die Katze in Ruhe lässt und im Restaurant entspannt unter dem Tisch liegt.
      Und das sind eher Themen der Gewöhnung als des Drills.
      Johanna mit
      Crazy (*2004) Terrier-Mix aus dem TH Lübbecke
      Betsey (*2002) Kurzhaar-Border-Collie aus der Tieroase Birkenschold (ursprünglich aus Irland)
      und Ingo, Boy, Paula, Willi, Karlheinz und Tapsi (in den ewigen Jagdgründen)
    • Neu

      DerFrechdax schrieb:

      frolleinvomamt schrieb:

      Lucy_Lou schrieb:

      Ich finde es auch vom Lernerfolg her sehr viel nachhaltiger, wenn der Hund die Entscheidung selbst trifft, bzw. sich selbst eine alternative Lösung wählt.
      Das -- finde ich -- ist das höchste Ziel in der Hundeerziehung.Vertrauen in den Hund.Nicht permanente Kontrolle.
      Das hängt halt auch von jeweiligen Hund ab... Wenn mein Hund mir mit Haut und Haaren vertraut und sich immer wieder bei mir rückversichert, werde ich mit wenig Einwirkung und kaum Kontrolle ein sehr gedeihliches Miteinander haben können.
      Hab ich eine canines ****** daheim sitzen, wird mein Vertrauen sehr schnell enttäuscht sein, wenn es zu den ersten unschönen Vorfällen kommt, und ich muss Kontrolle ausüben.

      Es gibt solche und solche Hunde.

      Natürlich sollte mein Ziel sein, möglichst wenig auf den Hund kontrollierend einzuwirken und ihm ein Maximum an Freiheit zu schenken... hatten wir hier schon auf den vorherigen Seiten, glaub ich :smile:
      Aber der Hund muss sich das schon auch "verdienen", indem er mitarbeitet. Einfach laufen lassen kann man das mMn nicht...
      Ich muss da noch mal was zu sagen. Also klar, ich hab da die passenden Hunde zu und das ganz klar auch so ausgesucht! Aber an sich geht es mir nicht um maximale Freiheit für den Hund, ich mach es mir selbst eher gerne sehr einfach :ops: . Ich finde es sehr viel komplizierter (und irgendwie fehlt mir da auch der Antrieb zu |) ), außerhalb von annähernd Labor-Bedingungen (also z.B. Hundeplatz), auf Perfektion hinzuarbeiten. Erst recht, wenn da sonstwas an Ablenkung ist. Ich erspare es mir eher, monatelang darauf hin zu arbeiten, dass der Abruf oder ein Platz in jeder Reizlage funktioniert und ich immer mit dem Kommando zum Hund durchdringen kann, egal was da gerade konkuriert. Ich persönlich finde so ein Ja-Nein-System mit Umlenkung im Ansatz sehr viel einfacher, gerade wenn es von Welpe an umgesetzt wird und man eben entsprechende Typen Hund dafür hat. Lenkt man es dazu ein wenig so, dass der Hund denkt, selbst die passende Idee gehabt zu haben und leben die anderen Hunde in der Gruppe das gewünschte vor, ist es fast ein Selbstläufer. Wobei ich tatsächlich keinen Wert auf Perfektion lege, die sollen niemanden belästigen (auch kein Wild) und sich entspannt in der Umwelt bewegen und gut ist. Die Shelties dürfen auch melden, die Hunde dürfen allgemein mitteilen, wenn sie was wollen oder was nicht wollen... alles gut

      Grisu bleibt übrigens meist an der 10-Meter-Flexi, vor allem seit er annähernd taub ist, da mache ich es mir auch einfach mittlerweile :roll: . Zu 98% funktioniert es gut, aber ein "doofes" Risiko eingehen mag ich auch nicht (unter dem im Zweifelsfall ein anderer Hund zu leiden hätte).
      Sara mit den Weltenbummlern

      Grisu: Australian Shepherd, 09.04.2007
      Smilla: Sheltie, 08.03.2014
      Joey: Australian Shepherd, 26.12.2015
      Faye: Sheltie, 12.12.2017

      mit Lucy und Aicha für immer im Herzen
    • Neu

      Lucy_Lou schrieb:

      Lenkt man es dazu ein wenig so, dass der Hund denkt, selbst die passende Idee gehabt zu haben

      Wie machst du das bei einem Hund, der zb gerne jagt?

      Ich hatte ja mal einen Podenco- Mischling, einen ehemaligen Straßenhund, der wann immer möglich bzw. ich unkonzentriert, sich losgerissen hat und mitsamt Leine im Wald zur Jagd verschwunden ist. Alles Training, Hundeschule, verschiedene Ansätze, alles, was ich damals versucht hab, lief irgendwie ins Leere, da der Hund sich einen Kehrricht darum geschert hat, was ich gerade von ihm gern gesehen hätte. Gemacht hat er nur das, worauf er grad Bock hatte. Wenn er also grad Lust hatte, den wohlerzogenen Hund im Biergarten zu mimen, Glück für mich, hat er einen Hasen auch nur gerochen, war er weg bzw. extrem schwierig auf Spur zu halten. Ohne Leine ging leider gar nicht.

      Mich würde dein Ansatz sehr interessieren, wie bringst du dem Hund bei, dass er im Endeffekt macht, was du willst, aber aus eigenem Antrieb und ohne dass immer ein Leckerli winkt (was bei dem Jagdtrieb damals sowieso genau 0 Komma 00 gebracht hat, leider)?
      You don't have to be faster than the bear... you just have to be faster than the slowest guy running from it...

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