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Hundeschule - mein Hund ignoriert mich!

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      Hallo. :winken: Wir hatten ein ähnliches Problem. Wir waren seit sie Welpe ist in der hundeschule. Alles war super.. Sie war sehr ruhig und hat immer brav gehorcht etc. Im ersten junghundkurs fing es dann an. Sie ist schon vor dem junghundkurs im auto komplett ausgerastet wenn wir auf dem parkplatz standen. Jedes mal wurde es schlimmer. Sie hat sich an der leine tierisch aufgeführt und hat wirklich kein einziges kommando mehr ausgeführt. Leckerlis waren ihr total egal. Und es wurde immer immer schlimmer. Sobald sie dann auserhalb der hundeschule einen Hund gesehen hat ist sie völlig ausgerastet wei sie dort hin wollte. Das war aber anfangs nicht so, sondern kam im laufe der zeit.

      Nun ist meine Maus 9 monate alt. Und jetzt weis ich dass sie sich einfach nicht konzentrieren konnte da sie 1.den platz komplett mit aufregung verbunden hat und 2.deshalb so gestresst war dass sie nicht mit mir arbeiten konnte... Da ganze war ein teufelskreislauf.. Ich wurde immer frustrierter und wütender, dadurch wurde sie noch aufgeregter usw.

      So also was habe ich getan: ich habe das mit der hundeschule gelassen. Den so kommt man sowieso nicht vorran. Der hund kann in so einer aufregung nicht lernen. Ich mein, dass ein so junger hund bei ca. 6 anderen Hunden auf sein Herrchen achtet, ist ja eigentlich in der Hundewelt königsdisziplin. Das wäre ja fast als gehst du mit deinem kind in einen spielzeugladen und sagst dem kind es darf nur dich anschauen, keine Spielsachen anfassen und volle konzentration auf dich xD
      Also was habe ich anschließend gemacht. Ich habe ganz klein angefangen. Ein hund kam uns entgegen. Ich bin einfach selbstbewusst daran vorbei gegangen, egal was mein hund gerade zu meinen hat. Denn an der leine wird nicht beschnuppert oder gespielt. Nach einigen Wochen lief das schon viel besser. Sie schaute zwar den hund noch permanent an und blieb anund zu mal stehen, aber kein winseln und in die leine hängen mehr. Sie hatte halt langsam gelernt dass an der leine sowieso nichts passiert.
      Das ganze habe ich auch ohne leckerlis oder sonstiges genacht. Sie hätte sie ja sowieso nicht gewollt.
      Als nächsten schritt fing ich bewusst an ihre aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Ich rede mit ihr, sie schaut mich mal kurz an und wirdc belohnt. Und das baue ich eben momentan weiter aus. Und hunde sind im gegensatz zu damals zwar noch eine grose ablenkung aber kein grund mehr um völlig auszurasten.

      Falls spielen er wünscht ist, lasse ich sie ein sitz oder platz machen. Leine sie ab aber halte sie noch fest. Sobald sie mich mal kurz anschaut darf sie losrennen. Das ganze musste eben am anfang mit einem grosen abstand geschehen. Und ich habe sie eben nicht so lange warten lassen um die frustrationsschwelle nicht ganz so auszureizen. Wenn sie mit dem hund spielt, dann lass ich sie auch spielen und versuche nicht ständig meinen hund abzurufen. Das einzige was ich mache, ist dass ich ihr mal einen ball werfe, den dann auch gerne beide hunde himterherlaufen dürfen. Aber So bin ich ein wenig im spiel integriert und nicht ganz so abgeschrieben. Und siehe da sie lässt sich sogar mittlerweile tatsächlich schon in günstigen momenten aus dem spiel abrufen. Da ich ja nicht das spiel beende, sondern mit ihr spiele.

      Was ich damit sagen will ist, dass die hundeschule teilweise wirklich eher kontraprodiktiv ist in dem Alter. Arbeite erstmal daran dass dein hund ohne hunde schon sehr stark auf dich fixiert ist, und dann arbeite daran dass sie bei einem hund noch auf dich reagiert. Und dann steigert du langsam und kannst wieder in die hundeschule gehen. Denn wenn ein vogel schon so imteressant ist, dann brauchst du ja garnicht erwarten dass sie bei mehreren hunden auf dich anspringt. Nimm du dir den stress da weg. Mir tat das wirklich so gut.

      Ps: finde heraus was dein hund am tollsten findet. Meine schäferhundin springt garnicht auf leckerlis an. Die ist so eine renn und spielmaus. Und das nutze ich aus. Als belohnung wenn sie zu mir kommt, bekommt sie eben kein leckerlie sondern ich renne ein stück mit ihr oder spiele mit dem Ball. Und wenn ich merke der ball wird uninteressant, dann weis ich die ablenkung ist zu gros oder sonstiges und ich vergrösere den Abstand. :) :D
    • Danke an @Tini2904 für deine Erfahrungen. Das hört sich tatsächlich an als würdest du von unserem Hund berichten :gott:

      Im gesamten Stadtgebiet herrscht Anleinpflicht und in den umliegenden Wäldern gilt in der Regel das gleiche. Wir fahren vor allem an den Wochenenden gerne mal ein Stück weiter, damit die Gassistrecken nicht langweilig werden.
      Ich bin ganz ehrlich, so lange der Rückruf nicht klappt, will ich sie nicht ableinen. Wahrscheinlich würde sie nicht davon laufen, aber meine Angst wäre da zu groß. Mit der 20 Meter Schleppleine könnte ich es aber sicher versuchen. Dann hätte sie zumindest nicht das angeleinte Gefühl und könnte sich mehr als zwei Meter von uns weg bewegen. Um ehrlich zu sein kenne ich auch keinen Hund in unserem Umfeld, der sich die meiste Zeit ohne Leine draußen bewegen darf, und trotzdem pöbelt dort niemand so :ka:

      Und ich werde mal mit unserem Trainer sprechen und fragen, ob er uns beim Gassigehen mal begleiten möchte und Aikas Problem live analysieren kann. Wie gesagt war sie gestern auf dem ihr unbekannten Weg absolut aufmerksam und hat sich auch kaum für die anderen Hunde interessiert.

      Vielen Dank für die zahlreichen Antworten! :winken:
      Das Glück beginnt bei einer feuchten Nase und endet mit einem wedelnden Schwanz.
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    • Ich habe jetzt nicht jede Antwort gelesen, habe selbst folgende Erfahrung gemacht:

      Gerade im Junghundealter beginnen sich die Hunde etwas von ihren Besitzern zu "lösen".
      Sie trauen sich mehr zu, ihr Radius vergrößert sich,....
      Und das ist ein Alter, in dem vele Besitzer eben gern mit anderen Hundehaltern unterwegs sind, weil die Hunde gern spielen, man sich austauscht,....
      Junghunde sind dann schnell abgelenkt und der Besitzer tritt in den Hintergrund, denn bei der Interaktion mit anderen Hunden werden Glückshormone ausgeschüttet.
      Der hund fühlt sich in dem Moment also glücklicher als bei seinem Besitzer.
      Ich habe in dieser Zeit immer besonders viel mit den hunden allein gemacht und immer besonders tolle Dinge eingebaut - also quasi Dinge, die der Hund liebt, so dass er in meiner Nähe halt besonders glücklich ist.
      Natürlich gab es auch Treffen mit anderen, aber eben vie Interaktion mit mir.
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    • AikasFrauchen schrieb:

      Danke an @Tini2904 für deine Erfahrungen. Das hört sich tatsächlich an als würdest du von unserem Hund berichten :gott:

      Im gesamten Stadtgebiet herrscht Anleinpflicht und in den umliegenden Wäldern gilt in der Regel das gleiche. Wir fahren vor allem an den Wochenenden gerne mal ein Stück weiter, damit die Gassistrecken nicht langweilig werden.
      Ich bin ganz ehrlich, so lange der Rückruf nicht klappt, will ich sie nicht ableinen. Wahrscheinlich würde sie nicht davon laufen, aber meine Angst wäre da zu groß. Mit der 20 Meter Schleppleine könnte ich es aber sicher versuchen. Dann hätte sie zumindest nicht das angeleinte Gefühl und könnte sich mehr als zwei Meter von uns weg bewegen. Um ehrlich zu sein kenne ich auch keinen Hund in unserem Umfeld, der sich die meiste Zeit ohne Leine draußen bewegen darf, und trotzdem pöbelt dort niemand so :ka:

      Und ich werde mal mit unserem Trainer sprechen und fragen, ob er uns beim Gassigehen mal begleiten möchte und Aikas Problem live analysieren kann. Wie gesagt war sie gestern auf dem ihr unbekannten Weg absolut aufmerksam und hat sich auch kaum für die anderen Hunde interessiert.

      Vielen Dank für die zahlreichen Antworten! :winken:
      Ja meine lasse ich so auf nur in ganz sicheren gebieten frei laufen. Sonst kommt sie auch an die leine, weil der rückruf zwar ganz gut klappt aber eben noch lange nicht perfekt.
      Vielleicht gibt es ja bei euch hundefreilaufflächen die eingezäunt sind. Ich weis zum beispiel dass mein hund nicht wegläuft wenn er mit einem anderen spielt. Da ist der hund viel zu interessant :D
      Ich lasse sie aber auch nur an orten spielen wo ich auch eim gutes gefühl habe. Denn dann kann ich eben auch ruhig und entspannt bleiben, was sie wiederrum merkt. Schäferhunde haben sowieso ein gutes gespür dafür..meine zumindestens ganz extrem.

      Genau frage mal deine trainerin.. Mit der bin ich tatsächlich auch ein paar mal gassi gegangen. Oder frage mal die anderen leute in der hundeschule. Ich habe mich mit 2 person dort super angefreundet und wir treffen uns auserhalb der hundeschule dann öfter und tranieren eben ganz unbeschwert auch gemeinsam und tauschen uns aus.
      Oder evtl gibt es auch reine spielstunden in der hundeschule. Klar verbindet sie dass dann komplett mit spielen, aber für den anfang ist es evtl auch nicht schlecht damit sie eben auch hin und wieder hunekontakt ohne leine hat. :bindafür:

      Ich wünsche dir ganz viel Glück und bewahre die nerven..
      Ich bin jetzt ganz nach dem motto "wenn sie keine leckerlis oder ablenkung von mir will, dann KANN sie nicht auf mich hören auch wenn sie vielleicht will". Und automatisch geht die erwartunngshaltung runter, man wird ruhiger und probiert es mit gröserem abstand und siehe da es klappt :) und wenn nicht dann vielleicht am nächsten tag.. und die wut auf den hund ist so auch weg haha :applaus:

      Und was ich dir noch als tipp geben kann, wenn hund mal wieder auserhalb der hundeschule und auch ohne hunde sehr unaufmerksam ist und vermeintlich die nase nur am boden hat um die gerüche aufzusaugen :D mache einfach mal ständig einen richtungswechsel.. Du gehst vor, der hund überhot dich, du drehst um.. Und das meine ich jetzt garnicht zum thema leinenführigkeit.. Sondern einfach das der hund sich mehr an dir orientiert. Ich merke bei meiner dass weniger viel mehr ist. Umso mehr ich mich zum affen mache, umso weniger hört sie auf mich. Also mache ich alkes ganz selbstverständlich. Sie will zb was haben/spielen etc. und führt sich deswegen auf,... sie bekommht es nicht. Ganz einfach. Und da versuch ich mich auch garnicht zum affen zu machen oder richtiges verhalten zu erzwingen. Wenn sies dann richtig macht zb aus zufall, dann bekomnt sie ihren willen.. Und dann geht alles ganz schnell in die richtige richtung.

      Und zum thema richtungswechsel: Wenn sie abdriftet mache ich so lange einen richtungswechsel bis sie wieder gedanklich bei mir ist. Dann lobe ist sie stimmlich und sie darf weiterschnuppern. Das hilft bei mir wirklich wunder. Mitterweile muss ich auch nur noch 2/3x beim spaziergamg diesen extremen richtungswechsel machen.

      Vielleicht ist deine hund ja genauso.. Ein versuch ist es wert.

      So jetzt habe ich wieder ganz schön viel gesvhrieben :D ich drücke dir ganz fest die daumen :)
    • AikasFrauchen schrieb:

      Im gesamten Stadtgebiet herrscht Anleinpflicht und in den umliegenden Wäldern gilt in der Regel das gleiche. Wir fahren vor allem an den Wochenenden gerne mal ein Stück weiter, damit die Gassistrecken nicht langweilig werden.
      Ich wohne auch in der Stadt und hier gilt bis auf gekennzeichnete Hundewiesen auch überall Anleinpflicht. In Parks und kleinen Wäldchen lasse ich meine Hund trotzdem frei laufen. Das schon seit dem ersten Tag, als er bei mir war ^^
      Dagegen sehe ich aber im Gegensatz zu dir in einem kleinen Örtchen, wo meine Mutter wohnt, wo alle Hunde, die ich sehe, ständig angeleint laufen, dass die nicht gut mit Hundebegegnungen umgehen können xD

      Und was du bei deinen Nachbarn siehst, ist schon das Ergebnis. Wenn du deinen Hund ständig an der Leine führen möchtest, frag deine Nachbarn, wie sie es gehandelt haben. Ansonsten ist halt jeder Hund unterschiedlich. Was bei anderen gut läuft, muss nicht zwingend bei dir auch gut laufen.

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