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Autofahren mit älterem Hund der sich nicht hinlegt

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    • Autofahren mit älterem Hund der sich nicht hinlegt

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      Hallo,
      unsere Hündin ( Mischling aus Spanien / Labrador, Retriever, Ridgeback und angeblich Boxer ) 35 Kilo ist mittlerweile 10 Jahre alt.
      Sie ist noch nie gerne Auto gefahren. Wir haben immer vermutet, dass der Transport als Welpe mit dem Flugzeug "psychische Schäden" bei ihr hingerlassen hat. Das Tierheim sagte damals sie sei im Fahrgastraum
      transportiert worden, aber als 10Wochen alte Hündin war sie schon so groß wie ein Zwerg oder Mittelschnauzer das glaube ich nicht. Sie wird hinten im Laderaum gewesen sein.
      Sie war schon immer sehr schreckhaft und ängstlich, vorallen Dingen wenn Sachen klappern oder umfallen oder wenn Wind die Markise wackeln und klappern lässt.
      Aber sie ist ein wahnsinnig liebevoller Hund und unserer behinderten Tochter im Rollstuhl treu ergeben.
      Im Auto konnte sie noch nie entspannen. Sie hat eine sehr große bequeme Hundebox aber sie legt sich einfach nicht hin. Sie bleibt die gesamte Fahrt sitzen und schaut nach vorne oder zur Seite raus.
      Jetzt merken wir aber langsam, dass sie nicht mehr so "rund läuft" und auch nicht mehr so lange Strecken Gassi gehen möchte. Sie humpelt nicht aber sie läuft einfach gemütlich und langsam.
      die letzte Autofahrt hat sie jetzt wirklich gestresst und nach dem aussteigen hat sie auch einen Tag gehumpelt. Wir vermuten dass das Stehen im Auto einfach zu sehr auf ihre alten und wohl eh nicht mehr so ganz fitten Gelenke ging.
      Was machen wir nun bei der nächsten längeren Fahrt die in 4 Wochen ansteht ? Wir könnten Sie Zuhause lassen bei meiner anderen Tochter in ihrer gewohnten Umgebung. Aber dann trauert sie und leidet weil sie einfach immer bei dem behinderten Kind (und mir) sein möchte. Aber mitnehmen und im Auto stehen lassen geht auf gar keinen Fall und zum Hinlegen kann ich sie ja nicht zwingen. Auch wenn ich den Deckel der Box zumache sitzt sie eben mit eingezogenem Kopf darin. Das geht gar nicht. Wir bräuchten etwas, was das Gewicht entlastet. So dass sie sitzen kann aber von einem Bauchgurt so gehalten und entlastet ist, dass keine Belastung auf die Vorderpfoten kommt. Im Prinzip wie wenn man den Hund mit einem Geschirr anschnallt. DAs haben wir auch schon versucht vor einigen Jahren aber das mochte sie auch nicht. Mir sagte nun kürzlich ein Hundebesitzer mit älterem Hund, dass es wichtig wäre, dass die Box schmal genug ist, damit er sich anlehnen kann. Das kann ich mir vorstellen. Aber trotzdem muss es noch zusätzlich Entlastung für die Vorderbeine geben.
      Weiß jemand Rat ? Ich bin auch nicht sicher ob ich sie vom Tierarzt mal mit dem gesamten Programm durchchecken lassen soll denn Röntgen und Co würde ja Narkose bedeuten. Sie ist fröhlich, frisst, trinkt, mache also keine Anzeichen von Schmerzen oder Unbehagen. Einfach nur alles deutlich langsamer und das ist mit 10 ja nicht verwunderlich. Was auch schlecht ist, ist das Treppensteigen im Haus. Aber wenn wir sie im EG einsperren damit sie nachts nicht mit zu uns ins Schlafzimmer kommt, ist sie traurig und bei der ersten Gelegenheit wenn jemand vergisst die Türen zu schließen entwischt sie und läuft eben doch wieder die 2 Stockwerke nach oben ins Schlafzimmer.....
      Ich bin wirklich dankbar für Euren Rat,
      liebe Grüße,
      Katrin
    • Ich sehe da zwei Möglichkeiten:
      Entweder lasst Ihr sie zu Hause, oder Ihr macht keinen Urlaub.

      Alte Hunde werden unsicher, fühlen sich am wohlsten in ihrer gewohnten Umgebung.
      Die Augen lassen nach, das Hören klappt auch nicht mehr so gut, und das Erbsenhirn tut sich schwer, Veränderungen zu verarbeiten.

      Klar kann man das alles vom ​TA untersuchen lassen.
      Nur ... einen unternehmungslustigen "Was kostet die Welt"-Hund kriegt man dadurch nicht wieder.
      Johanna mit
      Crazy (*2004) Terrier-Mix aus dem ​TH Lübbecke
      Betsey (*2002) Kurzhaar-Border-Collie aus der Tieroase Birkenschold (ursprünglich aus Irland)
      und Ingo, Boy, Paula, Willi, Karlheinz und Tapsi (in den ewigen Jagdgründen)
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    • Habt ihr es mal auf der Rückbank mit Geschirr+Anschnallgurt versucht? Mein Rüde konnte sich da in der Anfangszeit besser entspannen, indem er halb auf dem Schoß von jemandem lag. Also jemand setzt sich hinten mit hin, er wird "angeschnallt" und liegt dann neben oder halb auf derjenigen Person. Ist vielleicht nicht so sicher wie der Transport in einer Box, klar, aber soweit ich weiß auch möglich und auch legal. Wir hatten es in der Anfangszeit meist so gemacht und jetzt Anfang diesen Jahres auch auf der Rückfahrt nach einer OP, als er sehr unruhig und taumelig war.

      Edit: Zum Röntgen braucht es meist keine Narkose! Mein Rüde wurde in seinen letzten Monaten min. 3 mal ohne geröntgt, war kein Problem. Es würde sich bei euch evtl. doch einmal anbieten, 10 Jahre finde ich jetzt nicht sooo alt...
      Jule mit Buddy im Herzen, geb. ca. 2007, bei mir vom 19.02.2013 - 02.09.2018 (DSH + Husky + X)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von olianda ()

    • Mein Rüde hat 6 Jahre lang im Auto nicht entspannt, mit Box schon überhaupt nicht, ohne Box ging es - aber er stand fast immer. Im ersten Auto hatten die Hunde eine richtig große gemütliche Liegewiese, Ömi schnarchte, der Herr stand. Später im großen Kofferraum ebenso. Bei einer 6 stündigen Autofahrt hat der damals noch junge Kerl sich irgendwann hingelegt, er stand bis zur Erschöpfung. Im letzten Jahr ist Ömi nicht mehr in den Kofferraum gekommen, also habe ich das Autobett auf den Rücksitz gelegt und Hunde durften dort mitfahren. Und von dem Tag entspannt der Hund im Auto :ka: Und das nach all den Jahren, wir haben das jetzt wo Ömi nicht mehr ist auch beibehalten - ist dann halt so.

      10 Jahre finde ich noch nicht wirklich alt, da sollte ein Hund noch nicht so müde und alt wirken, wie Du es beschreibst.
      Liebe Grüße Jana und Wuffel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ninma ()

    • Man kann auch in Absprache mit dem ​TA mal über ein paar Tage ein Schmerzmittel geben.
      Ändert sich das Verhalten deutlich, habt ihr eine Antwort und könnt überlegen, ob und wie weit ihr eine Diagnose treibt oder aber mit dauerhafter Schmerzmittelgabe das Alter erleichtert.

      Für manche Rassen ist 10 ein doch ordentliches Alter. Wenn der Mix so wie vermutet ist, trifft es bei Euch zu. Auch wenn es da immer Ausnahmen gibt.

      Sicher ist, dass der Hund vermutlich nicht 20 werden wird.
      Für die Zeit die bleibt, würde ich mich mit den Autofahrten eben einschränken. Was sein muss, dann aber durchziehen.

      Wenn der Tierarzt eine kleine Narkosetauglichkeits-Untersuchung macht, wäre darüber viel abgeklärt und ihr habt mehr Sicherheit.

      Röntgen, EKG und Ultraschall geht tatsächlich auch ohne Narkose.
      Aber am besten mit Termin und Vorankündigung. Dann können die ​ das organisieren. Auch wenn ein großer Hund nicht 1A stilllegt.

      Letzlich kann man auch über Ernährung unterstützen und durch viele Natur-Heilmittel für spezielle Altersprobleme.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Maxzimmer ()

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