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Von Bienchen und Blümchen- der Imkerthread

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    • Von Bienchen und Blümchen- der Imkerthread

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      Hallo zusammen,

      nach Bitten um einen Imkerthread hab ich einfach mal einen eröffnet. Hier können wir uns dann über die Honigbienen austauschen, meinetwegen aber auch gerne über alles Gestreifte, was so summt und brummt. Ich schaue mal dass ich die überall verstreuten Bausteine und Fragen zusammen trage damit sie hier gesammelt sind, und nachher werde ich mich dann auch um ein paar grundlegende Basics kümmern, damit man das System Honigbiene schonmal kennt.
      Mit Malin (Herdenschützerin, *2010) und Öre (Tigerentchen, *2017)

      ...Wo die Gänseblümchen schnattern und der Löwenzahn brüllt...

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    • Ich hab mir jetzt noch als erstes zwei Fragen aus dem anderen Thread rübergeholt, die sind wichtig...

      frolleinvomamt schrieb:

      Letztens hatte ich eine Diskussion mit einem Bekannten.
      Er hatte irgendwo gelesen, dass den Königinnen die Flügel gestutzt würden, damit sie nicht schwärmen.
      Der Mann ist Vegetarier.
      Da warf sich mir die Frage auf, ob durch Bestäubung durch Wildbienen überhaupt intensive Obstwirtschaft möglich ist oder ob ich ihm im Sinne des Tierwohls doch eher eine weitgehende Einstellung der Nahrungsaufnahme empfehlen sollte.
      Das was dein Bekannter gelesen hat, stimmt. Manche Imker machen das in der Tat so. Es ist halt sehr bequem- die Flügel zu stutzen verhindert das Schwärmen dieser einen Königin. Aber das Volk kann sich ja trotzdem neue Königinnen ran ziehen, dann schwärmen halt die. Man kommt also trotzdem nicht drum herum wöchentlich zu kontrollieren und Königinnenbrut ggf. zu entfernen, wenn man keinen Schwarm will. Und manchmal nützt alle Kontrolle nichts und das Volk schwärmt. Dann muss man den Schwarm einfangen, und das macht halt etwas Mühe. Man kann also sagen: Gestutzte Flügel= fauler Imker.
      Ich finde das widerlich und würde es niemals machen. Aber so wie auch nicht alle Hühnerhalter ihren Hühnern die Schnäbel einkürzen, stutzen auch bei weitem nicht alle Imker ihren Königinnen die Flügel. Bei diesen typischen Supermarkt 'Honig' Sorten würde ich aber davon ausgehen. Vorteil beim Imker um die Ecke- man kann ihn fragen. Und man kann als Kunde sogar darum bitten mal mitgenommen zu werden, weil man sich dafür interessiert. Dann kann man sich die Königin auch selbst anschauen.
      Und zur zweiten Frage: Nein. Intensive Obstwirtschaft ist nicht mehr möglich ohne Honigbienen. Ohne Honigbienen ist der Obstertrag um ca. 50% geringer. Ebenso beim Raps (35%). Man merkt es deutlich, wenn keine Bienen zur Bestäubung da sind. Wenn ich möglichst vertretbar handeln möchte kaufe ich den Honig beim eigenen Imker, der idealerweise im Spätsommer nicht den kompletten Honig entfernt sondern den Völkern etwas davon lässt. Und der den Bienen die Pollen lässt und sie nicht mithilfe eines Gitters am Einflugloch abfängt. Das ist die für die Völker schonendste Art, Honig zu gewinnen.

      Pinky4 schrieb:

      Allerdings fällt mir jetzt auch wieder ein, dass ich als Antwort auf meine leisen Zweifel (was das Verfüttern lebender Tiere betrifft) bekam, dass die krank sind und nach dem Schlüpfen eh sterben würden.
      Das stimmt leider. Die Milbe befällt die Drohnenlarve und ernährt sich von ihr. Die Drohne schlüpft dann mißgebildet und ist auch gar nicht in der Lage, auf Hochzeitsflug zu gehen. Sie würde von den Bienen getötet und entsorgt.
      Mit Malin (Herdenschützerin, *2010) und Öre (Tigerentchen, *2017)

      ...Wo die Gänseblümchen schnattern und der Löwenzahn brüllt...

    • Schön, dass es jetzt den Thread gibt, vielen Dank!
      Hier dürfen sicher alle möglichen doofen Fragen gestellt werden? :ops: ;)

      ich hab da gleich mal eine.
      In unserer Nachbarschaft wüßte ich von keinem Bienenstock. IN einigen Km Entfernung baut jemand seit Jahren an etwas, was für mich wie eine Hobby- Bienenanlage aussieht- es geht aber kaum voran, da lebt mMn noch nichts.

      Sehe ich also eine Biene in unserem Garten, muss es eine Wildbiene sein?
    • An sich ja... wenn man sich nicht mit der Entfernung verschätzt. Das passiert schnell- aber da hat jemand ein echt cooles Programm erfunden:

      beespace

      Hier kannst du den Bienenstock dahin setzen wo du wohnst, dann rechts auf 5km setzen und mal schauen, wie weit die Bienen wirklich fliegen würden und wo noch ein Stock stehen müsste/könnte, damit er dich erreicht. =)

      Imker nutzen das Programm umgekehrt und stellen den Bienenkorb dahin wo die realen Bienen stehen, dann kann man gut sehen, wo die eigenen Bienen noch überall suchen. Mich hat das sehr überrascht, wie weit ihr Flugradius wirklich reicht.
      Mit Malin (Herdenschützerin, *2010) und Öre (Tigerentchen, *2017)

      ...Wo die Gänseblümchen schnattern und der Löwenzahn brüllt...

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