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Der "gefährliche" Hund

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      Fenech schrieb:

      Danke für den Link! Now we’re talking...

      Heißt „Game“ Kampf auf Leben und Tod?

      Ich kann mir auch absolut nicht vorstellen, dass man mit einem Man Biter nicht züchtet. Die Hunde leben doch seit Jahrzehnten nicht in der Familie, sondern in Zwingern. Das wird sich wohl in dem einen oder anderen Kofferraumwelpen dann auch niederschlagen.

      Außerdem: wenn ich mir so anschaue, wie wenig die Gründungslegenden aus dem 19. Jahrhundert bei diversen Rassen der Realität entsprechen, wäre es schon komisch, wenn sie gerade hier 100%ig zutreffen.
      ich hab auch eine Daten Bank zu Game Dogs gefunden.
      Da sind auch Deutsche "gezüchte" Hunde drin
      Flauschige Abenteuer mit Mr Flauschig
    • Aoleon schrieb:

      lara12345 schrieb:

      Ich bin mitlerweile schon der Meinung, dass gerade der Staffordshire Terrier aus unklarer Herkunft und der Pitbull ein größeres Potential haben, als die meisten anderen Hunderassen.
      So ziemlich jede Rasse hat dieses Potential wenn sie aus beschissener Herkunft kommen.Darum nehmen die Beißvorfälle mit Golden und Labradoren seit Jahren ja auch so zu, weil die Hunde sehr oft aus dubiosen Quellen geholt werden.
      Und alle Rassen mit Schutztrieb und Beutetrieb sind eine Gefahr, egal obs der Staff, der Schäferhund, der Boxer oder der Schnauzer oder oder oder. Das ist kein Problem das die Staffs und Co gepachtet haben.

      Unseriöse Zucht ist für alle Rassen ein Problem und es gibt eine ganze Menge Rassen mit dem Potential andere Hunde zu gefährden.

      lara12345 schrieb:

      auch die Mythe, dass Hunde die Menschen beissen niemals zur Zucht eingesetzt wurden, halte ich für Unsinn
      Ich beziehe mich immer auf die Anfänge der Rassen zu Zeiten wo Hundekampf noch so ziemlich überall legal war.Ich beziehe mich ganz sicher nicht auf illegale und unmoralische Vermehrer aus welchen Ländern auch immer!
      Natürlich hat jede Rasse theoretisch da Potential. Hier ist das Potential aber schon lange verwirklicht worden. Ich selbst rede auch nicht von irgendwelchen "illegalen und unmoralischen Vermehrern" sondern von heutigen Game Dog Züchtern, bzw. denen, die in den 50er-,60er-, 70er-Jahren diese Hunde zum (damals und quasi bis in die frühen 2000er legalen) Hundekampf gezüchtet haben/ es heute noch tun.
      Weiß nicht, wie weit man da zurück gehen muss die Entwicklungen in diesen Jahren prägen die heutigen Leistungs-Blutlinien sicher mehr, als die Anfänge der Rasse im 19. Jahrhundert.
      Zuchtpraxismäßig nach strengem Pedigree, und nicht im kleinen, unorganisierten Maße. Diese Hunde werden im Ostblock immer beliebter und kommen über Polen hier nach DE. Die Gruppe, die genau dieses Blut möchte, das in den 90ern noch im Pit gekämpft hat, ist riesig. Da heißt es dann, die Hunde sollen Game sein, da man sie für die Wildschweinjagd verwendet. Zum großen Teil nicht einmal illegal, das wird es ja nur, wenn die Hunde wirklich kämpfen, das Züchten steht ja jedem frei.
      In den einschlägigen Communities gibt es so viele Deutsche, die nach genau diesen Verbindungen fragen. Du schreibst, als würde ich die Rasse hier schlechtmachen wollen, ich beziehe mich aber auf offensichtlich existierende Linien, die auch heute noch explizit auf Aggressivität, geringes Schmerzempfinden und Drive gezüchtet werden. Ich sehe dies bei keiner anderen Rasse in diesem Umfang. Dass das nicht im VdH und nicht im offenen Blickfeld passiert, tut doch garnichts zur Sache, denn so oder so, die Hunde kommen nach Deutschland. Und zwar in größerer Zahl, als man wahrhaben mag. Natürlich sind solche Hunde nicht mit z.B. im VDH gezüchteten Hunden Staffs gemeinsam.
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    • Fenech schrieb:

      Danke für den Link! Now we’re talking...

      Heißt „Game“ Kampf auf Leben und Tod?

      Ich kann mir auch absolut nicht vorstellen, dass man mit einem Man Biter nicht züchtet. Die Hunde leben doch seit Jahrzehnten nicht in der Familie, sondern in Zwingern. Das wird sich wohl in dem einen oder anderen Kofferraumwelpen dann auch niederschlagen.

      Außerdem: wenn ich mir so anschaue, wie wenig die Gründungslegenden aus dem 19. Jahrhundert bei diversen Rassen der Realität entsprechen, wäre es schon komisch, wenn sie gerade hier 100%ig zutreffen.
      "Game" heißt erst einmal, dass der Hund einen extremen Beutetrieb hat, dazu ein sehr geringes Schmerzempfinden. Das muss nicht auf den Hundekampf zugeschnitten sein, sondern kann auch z.B. bei Jadghunden (besonders Terriern) ein Kriterium sein.
      Ich denke schon, dass die Gründungslegende stimmt, aber dass ein Hund der sehr erfolgreich ist, nicht zur Zucht verwendet wird, trotz der hohen Preis- und Welpengeldern, ist eigentlich schwer vorstellbar und wird auch seit spätestens den 60ern nicht mehr so praktiziert.

      Mein Punkt war nur, dieses Blut wird in großem Maßstab gezüchtet und auch nach Deutschland importiert. Selbst Züchter, die nach eigenen Angaben nicht für Hundekämpfe züchten, nutzen die selben selektions- und Ausbildungsmethoden (laufbänder, tug-of war, schwere Ketten, Hunde die sehr nah nebeneinander angekettet sind);
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    • Fenech schrieb:

      Außerdem: wenn ich mir so anschaue, wie wenig die Gründungslegenden aus dem 19. Jahrhundert bei diversen Rassen der Realität entsprechen, wäre es schon komisch, wenn sie gerade hier 100%ig zutreffen.
      Es gibt Bildmaterial von den Kämpfen damals, wo man deutlich die 3 Menschen mit im Ring sieht. Das googel ich dir jetzt aber nicht.
      Davon ab weiß ich wie man damals lebte und eben auch das man nicht lange fackelte. Viele Hundehalter hatten eben nicht viel Platz, da lebte die 8-köpfige Familie in einem Häuschen mit 4 Zimmern plus vielleicht nem Gärtchen so groß wien Handtuch. Da war der Hund eben nicht die ganze Zeit draußen angekettet, sondern lief bei der Familie im Haus mit rum weils anders garkeinen Platz gab.
      Gabs mit dem Hund Probleme wurd er erschlagen, da wurd kein zweites Mal drüber nachgedacht.

      Übrigens stehen die auch heute noch mit den Hunden im Ring. Inwiefern da Beißer toleriert oder glorifiziert werden weiß ich nicht, denn diese Art von "Zucht" ist unmoralisch, diese Art von Käufern handelt unmoralisch und das hat nichts mit den echten, sauber gezüchteten Staffs und Co gemeinsam von denen ich (und andere) hier reden.

      lara12345 schrieb:

      Ich selbst rede auch nicht von irgendwelchen "illegalen und unmoralischen Vermehrern" sondern von heutigen Game Dog Züchtern, bzw. denen, die in den 50er-,60er-, 70er-Jahren diese Hunde zum (damals und quasi bis in die frühen 2000er legalen) Hundekampf gezüchtet haben/ es heute noch tun.
      Wer Hunde nutzt die nicht dem Standard entsprechen, sondern sich bewußt dafür entscheidet Hunde zu züchten denen eben dieses wichtige Merkmal feht, der handelt unmoralisch.
      Wer Hunde vermehrt, egal wie, die bewußt für Aggression stehen, der handelt unmoralisch.
      Ob das je nach Land legal ist oder nicht, es ist unmoralisch.
      Wer solche Hunde kauft, wissentlich, vorsätzlich, handelt ebenso unmoralisch.
      Mir geht es, wie wohl auch den anderen Befürworten, um Hunde die nach ihrem Rassestandard gezüchtet werden. Da liest man immer von liebevoll, von im besonderen sehr gut gegenüber Menschen sein.

      Und ich wiederhole mich: Ich spreche von den Anfängen. Von den Menschen die mit diesen Hunden lebten, zu der Zeit wo die Städte wirklich proppenvoll waren, wo man mit zig Leuten in wenigen Räumen lebte und wo einfach kein Platz war um den Hund in irgendwelchen Zwingern zu halten.
      Es sei denn man hatte Grundbesitz, aber der Großteil dieser Hunde ging an den normalen Mann in der Stadt.





      Wie normal diese Hunde waren sieht man ja an den Bildern die ich in meinem vorletzten Post verlinkt habe.
      Familienhunde halt.

      Lustig ist es auch wenn man nach Willie sucht, dem Bullterrier von General Patton.
      Bilder von Willie im Sessel liegend, während eines Treffens zwischen wichtigen Armeeleuten.
      Willie auf dem Panzer, mit im Jeep, egal wo, der Hund war dabei. er schlief mit Patton im selben Van, Patton schmiss ihm zu Ehren sogar eine Geburtstagsfeier.
      Kann mans noch deutlicher machen das diese Hunde eben keine Zwingerhunde waren? Das sie ganz normal in der Familie lebten?
      Dolores del Rio, James Ellroy, Basil Rathbone, zig berühmte Menschen hatten Bullterrier die sie überall mit hin nahmen. Kaum möglich wenn diese Hunde nicht genau das gewesen wären was sie waren und sind: Menschenfreundlich.

      Und da man das ja offensichtlich extra dazuschreiben muss: Aus seriöser Zucht.
      Troublemakers, die tun nix! Die wollen nur spielen!
      Prinz Arren: 03.04.2012* Mini Bullterrier
      Prinz Hamilton: 26.09.2012* Whippet

      Vorgegangen, unvergessen: Trolly † 2002, Löle †2012 und die anderen
    • Aoleon schrieb:

      Und da man das ja offensichtlich extra dazuschreiben muss: Aus seriöser Zucht.
      und genau das ist aber das Problem. Wenn Klaus-Günther mit seinem Kampfhund daherkommt, weiß ich nicht, was seine ursprünglichen Beweggründe waren, genau so einen Hund zu sich zu holen und ob er nun aus seriöser Zucht stammt oder nicht doch aus dubiosen Quellen.

      Hier gehts zum Fotothread von Chilly und Bonnie: Kleine Lady und blonder Prinz


      “You never know how strong you are until being strong is your only choice." Bob Marley


    • Neu

      Mag sein, dass der Rassestandard die Entstehungsgeschichte widerspiegelt. Außerdem gibt es ja auch heute tausende SoKas, die genauso meschenfreundlich sind und leben wie die Hunde auf den geposteten (übrigens echt coolen) Bildern.

      Es geht ja hier eigentlich auch nur am Rande um den Bullterrier. Weiß gar nicht, wann ich überhaupt den letzten gesehen habe.

      Ich kann mir aber nur schwer vorstellen, dass die genetisch angelegte Sequenz, die ich züchterisch immer weiter herausarbeite (wie ich aus den links herausgelesen habe, wohl eher Jagdverhalten?), fehlerfrei zwischen Hund und Mensch unterscheidet.

      Und in D kann man leider davon ausgehen, dass der Staff/Pit zu 90 % (?) aus unseriöser Quelle kommt. Entweder direkt oder aus denn Tierschutz.

      Ich denke, dass hier ein Großteil des Problems (sofern es denn überhaupt ein rassespezifisches gibt) liegt. Plus was das für Typen sein müssen, die sich illegal nen Schwanzverlängerungs-Welpen importieren oder hier im Hinterhof vermehren. Da kann man sich die Aufzucht des Welpen schon vorstellen.
    • Neu

      Es geht ja um Kampfhunde. Und da zählt der Bullterrier leider dazu. Klar hat sich das hier Richtung Staff verschoben, aber im Endeffekt gilt für Bullterrier die gleiche Einschränkung. Und ich finde es einfach dämlich, einige Tiere auf Grund bekloppter Halter zu diskriminieren und teilweise (hier im thread gelesen) diese Rasselisten gut zu finden.
      Wenn man sich einen Hund holt, sollte man sich im klaren sein, WAS man sich da ins Haus holt. Egal ob Terrier, Hüti oder Dogge.
      Wir sind auch dabei:

      Neues vom Stinketier ;)
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      Sehe ich ja genauso.
      Ich finde es auch beides wichtig. Keine Diskriminierung und keine Verharmlosung von Rasseeigenschaften. Wie bei jeder anderen Rasse auch.

      Wobei man wohl unterscheiden muss zwischen den Rasseeigenschaften laut Standard und der tatsächlichen Veranlagung der Population aus bestimmten Linien. Dieses ‘game’ sein trifft es für mich sehr gut, ganz ohne Wertung. Entspricht meiner Beobachtung. Familien-Mitlaufhunde, die mit wenig Erziehung und Auslastung funktionieren, sind viele nicht. Gerade diese ‘Power’ ist ja mit das faszinierende an ihnen.

      Und natürlich hat der Staff/Pit kein Privileg auf bestimmte, in falschen Händen problematische Eigenschaften.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Fenech ()

    • Neu

      @Fenech da hast du absolut recht - das wirklich gefährlich an diesen Hunden ist im 'normalfall' (wenn denn vorhanden) das fehlgeleitet Beutefangverhalten. Kommt bei Staffs, Rottweilern, aber auch zahlreichen Terriern leider vor.
      Der Trigger kann im Normalfall nicht gefunden werden.

      Auch die Staffs, die Kinder schwer verletzt haben, könn(t)en ganz toll mit Kindern sein, nett, die sogar wirklich mögen. Schlimm wird es dann, wenn die Hunde (aus ungeklärtem Trigger) umschalten ins Jagdverhalten.
      Deshalb sag ich immer und immer und immer wieder: Diese Rassen müssen sinnvoll lernen, Bewegungsreize NICHT zu beantworten. Sinnloses Hetzen ist nicht einfach 'nur' zu vermeiden, sondern zu trainieren. Der Abbruch muss Bombenfest sein.
      Deshalb ist der Fall Chico für mich auch ein absolutes Rätsel: Unfälle (gerade mit Kindern) mit Staffs &co. passieren meines Wissen nach immer im Funktionskreis Beutefangverhalten, nicht in der eigentlichen Aggression.

      Zu den Hunden aus mit Absicht aus bestimmten Linien gezogenen Tieren äussere ich mich mal nicht. Dafür fehlt mir einfach alles - und so leid es mir tut: Diese Hunde sollte man meiner Meinung nach sehr genau prüfen und ggf. Euthanisieren und was ich am liebsten mit den Besitzern machen würde, verschweige ich wohl besser :motzen: :kotz:
      Wer glaubt, dass Diamanten die besten Freunde einer Frau sind, hat nie einen Hund gehabt....

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