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Wie groß sind welche Gefahren auf Wanderungen für Hunde tatsächlich?

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      Wildschweine machen mir auch Angst, in unseren Wäldern gibt es die wohl auch zuhauf, begegnet bin ich noch keinem. Das darf ruhig auch so bleiben. :pfeif:
      Wie verhält man sich denn richtig gegenüber Wildschweinen? Ich würde wohl versuchen, mich unbemerkt und ruhig vom Acker zu machen, aber was macht man, wenn so ein Viech einen ins Visier nimmt?

      Auch bei Wölfen wüsste ich nicht, wie ich mich verhalten soll. Da hab ich zwar wegen mir allein keine Angst, aber mit Hunden in ihrem Revier haben die ja schon u.U. ein Problem. Und ich seh meinen Hund bei einer Begegnung ehrlich gesagt bellend in der Leine stehen ...
      Bei uns kommen nur ab und zu mal einzelne Wölfe auf Wanderschaft vorbei, aber das könnte sich auch schnell ändern, soweit ich das mitverfolge.

      Ansonsten hab ich Angst, dass mein Hund abhauen und sich verlaufen (überfahren, geschossen werden, ...) könnte, aber aktuell ist er eh an der Schleppleine. In fremden Gebieten wär ich wohl je nach Situation auch mit Freilauf vorsichtig.
      Ich hab mal 8 Tage lang geholfen, einen American Staffordshire zu suchen, der sich mit Schleppleine losgerissen hatte. Der Kerl ist zwar zäh wie sonstwas, hat aber trotzdem nicht heimgefunden und hing dann fast verdurstet in ein Gestrüpp eingewickelt, als wir ihn gefunden haben. Den Anblick werd ich nie vergessen.

      Vor kleineren Verletzungen hab ich keine Angst, weder bei mir, noch bei Elin. Schwierig wird es wohl vor allem, wenn man selber oder der Hund nicht mehr laufen kann. (Und bei uns in der Wäldern hat man prinzipiell keinen Handyempfang.)
      Was macht man bei sowas? Ich kann meinen Hund ja nicht schwerstverletzt irgendwo liegen lassen und mehrere Stunden nach Hause laufen. Elins 25 kg kann ich zwar schon mal ein Stück tragen, aber nicht kilometerweit.
      Gibt's eigentlich irgendwo einen guten Überblick über Erste Hilfe beim Hund? Wenn ich da so drüber nachdenk, hab ich glaub eher so ein gefährliches Halbwissen. :???:

      Kühe und Herdenschutzhunde find ich auch sehr respekteinflößend, aber das ist ja meistens vorhersehbar und jetzt nichts, wo ich Panik schieb.
      Elin Rumänischer Senfhund, *ca. 2011, hier seit Juni 2016
    • Ich habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht :ka: Jedenfalls nicht über den gesunden Menschenverstand hinaus.
      In den Bergen würde ich meine Flachlandnulpen wohl anleinen, weil die die Absturzgefahr nicht kennen. Die würden ahnungslos über die nächste Klippe galoppieren |)

      Ansonsten halt Abstand zu anderen Tieren halten, kein Freilauf an (wirklich) befahrenen Straßen, kein Betreten von Eisflächen (der Große ist mal mit Höchstgeschwindigkeit auf eine überschwemmte und gefrorene Wiese gerannt und volle Lotte ausgerutscht. Da hatte ich echt Sorge, dass der sich jetzt richtig weh getan hat).

      Btw, die erste „Statistik“: ich denke never ever werden jährlich 40.000 Hunde von Jägern erschossen.
      Nero - Golden Retriever - *05.12.2014
      Odin - Golden Retriever - *30.06.2015
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    • Elin. schrieb:

      Wie verhält man sich denn richtig gegenüber Wildschweinen? Ich würde wohl versuchen, mich unbemerkt und ruhig vom Acker zu machen, aber was macht man, wenn so ein Viech einen ins Visier nimmt?

      Elin. schrieb:

      Auch bei Wölfen wüsste ich nicht, wie ich mich verhalten soll. Da hab ich zwar wegen mir allein keine Angst, aber mit Hunden in ihrem Revier haben die ja schon u.U. ein Problem.
      Nach dem was ich mir bisher heraus gefunden habe, würde ich allgemein immer erstmal versuchen mich langsam und darauf bedacht dem jeweiligen Tier (oder eben den Tieren) keines Falls je ihren Fluchtweg einzuschränken, zurück zu ziehen.

      Bei Wölfen (sehr unwahrscheinlich sie zu treffen!) wird allgemein empfohlen sie durch weit, auch nach oben, ausladende Armbewegungen, Händeklatschen, Brüllen usw.zu vertreiben.
      So etwas aber NIEMALS bei Wildschweinen versuchen!
      Wölfe interessieren sich für Hunde, aber fürchten Menschen.
      Von daher: Hunde dicht bei sich zu behalten ist der best mögliche Schutz vor dieser, realistisch betrachtet, aber wohl dach sehr geringe Gefahr.
      Es gab schon Wölfe in Deutschland die sich auch Menschen genähert haben, aber nach dem was ich bisher in Erfahrung bringen konnte, extrem wenige und alle weil sie (auf dem Truppenübungsplatz Munster) wohl positive Erfahrungen mit Menschen gemacht haben/ angefüttert wurden.
      Keines Falls sollte man versuchen vor Wölfen davon zu rennen! Das animiert sie.
      Im Angriffsfall (statistisch wirklich extrem unwahrscheinlich) wird auch zum Einsatz von Pfeffersprey geraten.

      @wiejetztich: Was die Statistiken betrifft, sind das einfach die, die ich eben gefunden habe, wenn du andere hast: her damit!! ;) :dafuer:
      "In the End, we will remember not the words of our enemies, but the silence of our friends." -Martin Luther King, Jr.-

      Ayuin -Hüter der Zeit-

      Unsere Alben
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    • Was Wölfe und Hunde angeht, hat Frank Faß mal ein paar mögliche Szenarien beschrieben, die häufiger vorkommen können:
      Wolfcenter - Vision & Standpunkte / Hund und Wolf

      Wenn ich mich in eher unwegsamen Gegenden mit hoher Wildtierdichte bewege, sollte ich mich mit der Lebensweise dieser Wildtiere ein wenig vertraut machen. Um beim Beispiel Wolf und Wolfsbau zu bleiben: die Wolfswelpen kommen nach der Paarungszeit im Spätwinter etwa Ende April/Anfang Mai zur Welt. Um diese Zeit bis 6 - 8 Wochen nach der Geburt ist der Wolfsbau von Wölfen "bewohnt", danach siedeln Wölfe um zu s. g. Rendevousplätzen, wo sich die älteren Tiere dann regelmäßig blicken lassen und der Nachwuchs den Tag verdaddelt. Wenn der Wolfsbau wolfsmäßig leer steht, können da aber auch mal andere Tiere drin "wohnen".

      Hier ist mal ein Video aus Schweden - da wird eine HH mit Hund von einem Jungwolf "gestalkt" (Haus und Auto gehören Verwandschaft, sind aber verschlossen):
      Hon förföljdes av varg in på gårdsplanen - Svensk Jakt

      Auch aus Schweden - der HH hatte die Sache mit dem Anleinen wohl noch nicht gelesen, aber im Verlauf völlig unspektakulär:
      129619337744768

      Bisherige Berichte von Hund-Wolf-Begegnungen in D schildern die Hunde in solchen Momenten als eher kleinlaut. Auch solche, bei denen man das im Vorfeld nicht so erwartet hätte. Draussen unterwegs - auch wenns schon her ist und Wölfis da noch nicht vorkamen in D - war mir immer das Wichtigste: wenn Hund oder Pferd irgendwo partout nicht langwollen, hat das in der Regel einen Grund.

      LG, Chris
      Die Vierbeiner der Wild-Bunch-Ranch


      ---

      Doggensabber hält die Welt zusammen!
    • Ich habe mir zumindest letztes Jahr mal einen Hundeverbandskasten fürs Auto gekauft und bin ganz stolz auf mich.

      So verkehrt finde ich die Frage nicht. Eine frühere Bekannte von mir, kleine zarte Frau, war mal mit ihrer Deutschen Dogge im Wald wandern und Dogge fiel weit entfernt vom Auto um - da hast du schon ein Problem.

      Mit meiner alten Hündin habe ich mit letztes Jahr verlaufen, da war sie 14 und auch da ist man recht verzweifelt, wenn man Hund nicht weit tragen kann. Gut Handy haben wir immer dabei, aber oft wandern wir auch in der Pampa. Das schlimmste was mir passiert ist, als ich mit beiden Hunden mutterseelenallein über eine Flussbrücke musste. Meine Hündin verklemmte ihr Beinchen an der Brücke und schrie nur panisch, mein Rüde würde panisch und ich dachte wir stürzen alle in den Fluss. Kein Handyempfang, kein Mensch weit und breit , eingeklemmter Hund, Angsthund ... zum Glück konnte ich sie befreien und danach wollte ich eigentlich nie wieder einsam laufen ... eigentlich.....

      Wildschweine treffen wir oft, in der Regel rennen die mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit recht nah an uns vorbei, beachten uns aber nicht. Kühe mag ich hinterm Zaun, ohne lieber nicht.

      Um Wölfe mache ich mir gelegentlich Gedanken, da es nur wenige km entfernt welche gibt. Um mich habe ich keine Angst, aber um die Hunde. Keine Ahnung wie man sich richtig verhält.

      Im täglichen Leben denke ich allerdings nicht daran, gerade mit meinen jetzigen Hunden muss ich eh sehr umsichtig durchs Leben gehen. Man kann nicht alles absichern, da wird man ja verrückt.
      Liebe Grüße Jana und Wuffel
    • Ich hab Schiss vor Felsstürzen, also wenn's zackig runter geht und man das nicht sehen kann weit vorher, und vor Mountainbikefahrern.
      Wildschweine hatte ich immer Schiss aber das ist irgendwie weg :ka:
      Wölfe und Bären sind mir aktuell zu abstrakt, nicht dass wir hier keine hätten aber ich weigere mich aktuell noch, das in meine Gedanken zu lassen.
      Ds Bärnermeitschi im Mittuland mit zwöi Hüng um ne Gring vou Spinnzüügs.

      Instagram: chindlifraesser
    • Mona X schrieb:

      zuri.denia schrieb:

      ich überlege was mit "Wanderung" bzw. "ausgedehntem Spaziergang" gemeint ist?!


      Ganz fremdes Gelände weit weg von Zuhause im Urlaub bei TagesTouren oder morgens in bekanntem Gelände los und dann einfach eine ausgedehnte, stundenlange Tour...
      Eigentlich eher ersteres, aber wenn du was dazu schreiben möchtest gern auch das zweite.
      An Stadtwanderungen dachte ich bei meinen Fragen eigentlich schon eher nicht. Aber wenn du magst... ;)

      Ich schenke Dir ein a ;) ich wohne in der InnenStadt und finde es hier "gefährlich" weil man nie wissen kann was hinter der nächsten Ecke lauert :D Spaß beiseite...

      Ganz blöd gesagt - wer in fremder Umgebung ohne vorher nachzudenken losläuft (Gebirge/Wald/Weiden mit Nutzvieh/totale Einsamkeit ohne HandyEmpfang für Notfälle) kann sich und den Hund/die Hunde durchaus in Schwierigkeiten bringen?!

      Wanderkarte mit "HöhenLinien" ist immer gut.

      (wir haben hier "hinter den Sieben Bergen" freilebende Wisente...




      ...denen möchte in nicht (mit Nachwuchs schon gar nicht) im Wald oder so begegnen :D hoffentlich informieren sich die vielen NiederländerTouris bevor sie mit ihren Hondjes "losdackeln")
      KONNY und Denia

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von zuri.denia ()

    • Zu der Situation schwer verletzter Hund und kein Handy Netz:
      Ich denke, wir (ich bin auf wirklichen Wanderungen mit Ayu und zweibeiniger Begleitung unterwegs) würden aus Zweigen und Kleidung eine Trage für Ayuin schustern.
      "In the End, we will remember not the words of our enemies, but the silence of our friends." -Martin Luther King, Jr.-

      Ayuin -Hüter der Zeit-

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    • Hi,

      für Wandern in unbekanntem Gelände habe ich eine Notfallapotheke für Hunde mit. Daheim allenfalls mein Handy :roll:

      Wildschweinbegegnungen hatten wir schon öfter. Ronja liebt sie und denkt wohl, es wären Super-Kumpels, beide lassen sich aber zu mir rufen.

      Wir sind bisher immer einfach ruhig stehen geblieben. Und es ist nix passiert.

      Einen wirklich schönen Pilzplatz meide ich seitdem aber.

      LG Nicole
    • Wildtiere sorgen mich (Biologin mit Wildbezug) bei Lotte nicht (wir treffen ständig auf Wildschwein- und gelegentlich auf Wolfsspuren), da sie jeglichen Ärger vermeiden will. (Bei meiner Wachtel hatte ich ständig Sorgen wg Wildschweinen).
      Auch bei kleinen Runden um den Block habe ich Angst vor Giftködern und aggressiven Hunden.

      Wir würden gerne mal in Murmeltier-Gebieten wandern - da habe ich allerdings Angst vor Kühen. Steilhänge, Abgründe etc sind auch gefährlich. Aber unterm Strich halte ich Menschen für am gefährlichsten (Giftköder, angreifende Haustiere)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Bretonlotte ()

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