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Bin ich auf dem richtigen Weg... oder auf dem Holzweg?

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      Wenn's eine Nummer kleiner sein und einfacher sein darf, kuck dir doch mal Wolfspitze und Elos an.
      Vielleicht wäre das ja auch was für dich.
      "Ein Tag kann eine Perle sein und ein Jahrhundert nichts" (Gottfried Keller)

      Jenseits von Afrika - Die "Löwenjäger"
    • Canoidea schrieb:

      Gibt es hoffentlich auch Gründe, die wirklich was mit Hunden (und auch noch Huskies) zu tun haben?

      So viel ist man einem Hund schon schuldig: Es muss eine Schnittstelle geben zwischen deinen Wünschen und den Bedürfnissen, die ein Hund hat. Und nein, damit meine ich nicht bloß Gassi gehen und fressen.
      Ich weiß, dass das allein als Anschaffungsgrund für einen Hund auf keinen Fall ausreicht. Aber diese Standartphrasen wie "Ich liebe Hunde"/"Ich will einem Hund ein Zuhause geben"/"Ich möchte einen Freund, der mit mir durch dick und dünn geht." usw. dachte ich könne ich mir hier sparen. Sonst hätte ich nicht in einem Hundeforum gefragt :p Der Wunsch nach einem Hund besteht schon länger als ich die "Probleme" habe, die aufgezählt sind. Ich habe mir meinen Eingangspost nocheinmal durchgelesen und du hast Recht, es klingt sehr danach als wolle ich den Hund als Therapeutenersatz hernehmen. Das habe ich nicht vor und würde vermutlich auch nicht funktionieren.

      AlexMITSam schrieb:

      Was ich bei jungen Menschen in Deinem Alter eigentlich immer so toll finde ist, dass sie zwar durchaus vieles "durchdenken", aber dennoch die Leichtigkeit besitzen Dinge dann einfach zu machen ohne ständig ein PRO und CONTRA abzuwägen........
      Gehörst Du auch zu diesen jungen Menschen oder bist du doch sehr ein "Kopfmensch"?

      Und die jungen Menschen, die ich kenne, die sind einfach derart genial, dass ich manchmal schon fast neidisch bin und mir wünschte, ich hätte ebenso diese Leichtigkeit, denn genau damit klappt in der Regel so viel mehr, als wenn man immer alles nur "verkopft".

      Das einzige was ich mir gut überlegen würde, wäre wirklich die Rasse-Wahl, aber auch da sollte das Herz eine große Rolle spielen.
      Ja, so einer bin ich. Ich würde mich sogar zu den Menschen zählen, die das zu oft machen. Daher plane ich meine (größeren) Vorhaben in der Regel einfach einmal durch (inkl. Kosten, Zeit,...), schreibe mir das alles soweit wie möglich auf, packe es in einen Ordner und damit gebe ich mich damit zufrieden, vielleicht ist ja irgendwann die Zeit reif. Habe inzwischen den 2. Ordner mit Projekten gefüllt, die meisten kann ich aber aus Geld- oder Platzmangel nicht durchziehen. Aber ich habe zum Beispiel letztes Jahr eine ältere Idee verwirklicht und einen amerikanischen Oldtimer gekauft, aber meine Fahrten seit dem halbiert. Der muss an jeder Tankstelle nachfüllen und das kostet :( . Ich kann mich gut mit sowas arrangieren, weil ich total auf Sound und Feeling in dem Auto abfahre. Und die Mehrkosten kann ich verkraften, denn im Alltag bin ich nicht darauf angewiesen. Nach dem Motto "Wenn es nicht ganz geht, dann geht's halb".
      Mit einem eigenen Hund geht's aber nicht halb. Deswegen und weil man über einen längeren Zeitraum eine nicht unbedeutende Verantwortung dem Tier gegenüber hat will das gut überlegt sein. Finde ich. Und weil ich mir meiner Ich-will-das-aber-haben-Entscheidungen bewusst bin, überlege ich lieber länger als nötig.

      PS. Der Innenraum des Autos ist mir total egal, ich fahre ihn wegen des Motors und der Karosserie :headbash:

      Pinky4 schrieb:

      Wenn's eine Nummer kleiner sein und einfacher sein darf, kuck dir doch mal Wolfspitze und Elos an.
      Danke, werde ich mir anschauen!
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    • RafiLe1985 schrieb:

      Mir macht wie gesagt eher Sorgen, was mit dem Hund passiert wenn man dann einen Vollzeitjob hat.
      Das finde ich auch schwierig und zwar insbesondere im Fachbereich Maschinenbau.
      Mein Mann hat Maschinenbau studiert und arbeitet seit 25 Jahren in dem Bereich, Autobranche, Fachbereich Automatisierung.

      In diesen 25 Jahren hätte er zu keiner Zeit die Möglichkeit gehabt, sich allein um einen Hund zu kümmern. Ja, er kann teilweise im Home Office arbeiten, aber er muss sehr oft beruflich verreisen, teils über mehrere Wochen.
      All seinen Kollegen geht es genauso.

      Ich weiß ja nicht, in welchen Bereich du zukünftig tendierst, aber darüber würde ich auf jeden Fall nachdenken.
      Hund mitnehmen ist bei meinem Mann definitiv nicht möglich, alle Kollegen, die Hunde haben (sind relativ wenige), haben einen familiären Background, der den Hund versorgt, in aller Regel Frau/Freundin.

      Zur Vollzeitstelle kommen dann nämlich noch die Überstunden, wenn ein Termin drängt.
      Da hat mein Mann gerne mal eine 50 Stunden Woche (und mehr).
      Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein. *Albert Einstein*

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Norma ()

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    • Dein Beitrag ist schon ein Weilchen her, aber deine Situation ist meiner damals recht ähnlich.

      (Hab jetzt nicht alle Seiten gelesen.)

      Ich hab mir mit 21 einen Hund aus dem Tierheim geholt, bin Studentin und lebe in einer 3er-WG in einem ca. 22 qm-Zimmer. Im zweiten Stock. Kein Garten, kein Auto, finanziell noch weitgehend abhängig. Auf den ersten Blick keine tollen Voraussetzungen, läuft jetzt aber schon über 1,5 Jahre super gut und ich bin sehr froh, dass ich den Schritt gewagt habe. Ich hab damals auch seeeeeeehr lange überlegt und Leuten Löcher in den Bauch gefragt.

      Also die Wohnungsgröße ist sicher kein Problem. Die Beschäftigung findet ja eh draußen statt, ein Hund braucht locker 15 h Schlaf am Tag und da ist es ihm ziemlich egal, ob er in ner kleinen Wohnung schläft oder in einer Villa.
      Ich hab das Glück, dass ich Wiesen und Wald quasi direkt am Haus hab. Wir sind sehr viel im Grünen unterwegs, da machen ihm die Wohnverhältnisse nichts aus.

      Solange du finanziell mit den laufenden Kosten hinkommst und im Notfall deine Eltern hinter dir stehen, seh ich da auch keine Schwierigkeit.

      Bauchschmerzen hätte ich eher beim Rassewunsch, denn ich kenne keinen Husky, der problemlos freilaufen kann und nicht außerordentlich eigensinnig ist. Außerdem sind Huskys sehr gesprächig, da wird beim kleinsten Mucks oder auch einfach aus Frust/Langeweile/... gefiept und gejault und geheult und gesungen. Das ist teils nerviger als Bellen. Deine Nachbarn müssten da evtl. dann sehr tolerant sein. Generell sind Huskys nicht gerade für ihre leichte Erziehbarkeit bekannt. Alle Huskys in meinem Umfeld neigen auch sehr dazu aus Langeweile oder Frust sehr schnell Sachen zu zerkauen und das ist nicht nur ärgerlich, sondern geht auch irgendwann richtig ins Geld.
      Ich würde mich eher bei den Spitzen umsehen, aber es gibt viele interessante nordische Rassen, die etwas moderater sind.

      Zweiter Knackpunkt ist evtl. die Betreuung - wer passt auf den Hund auf, wenn du mal vom Studium was hast, wenn du ne Woche Krankenhausaufenthalt hast, ... Da brauchst du mehrere zuverlässige und fähige Sitter in der Hinterhand, denn erfahrungsgemäß kann nicht jeder zu jedem Zeitpunkt einspringen. Oder die Leute sind dem Hund einfach nicht gewachsen, da hilft dann auch guter Wille nicht viel in dem Moment.
      Und wie geht es nach dem Studium weiter?
      Ich studiere Grundschullehramt, und nur deswegen habe ich mir einen Hund zugelegt, ansonsten wäre das für mich zu unsicher gewesen. Lehramt ist halt Gott sei Dank ein relativ hundefreundlicher Beruf.

      Aber ich denke, du bist dazu reflektiert genug, um das gut zu entscheiden.

      Es kommen immer unerwartet irgendwelche Schwierigkeiten, damit muss man eben umgehen, man hat sich die Situation ja selber rausgesucht. Man kann eh nicht alles planen.
      Mein Hund hat sich in den ersten Wochen schnell ganz anders verhalten, als vom Tierheim beschrieben - er ist eine Jagdsau und hat deswegen fast immer Schleppleinenknast, er hat anfangs aus diversen Gründen in diversen Situationen geschnappt und ging teils vehement nach vorne, er konnte nicht gut alleine bleiben und war/ist ein komplett selbstständiger und oft ignoranter kleiner Fellsack, der sich kein bisschen um mich schert. Ich liebe ihn trotzdem, hätte rückblickend viele Sachen ganz anders gemacht, lerne viel durch ihn und bin einfach froh, ihn damals adoptiert zu haben. Heute würde ich mir einen ganz anderen Typ Hund aussuchen. Es ist sicher was wert, solche Erkenntnisse relativ früh im Leben zu haben, anstatt sich dann endlich mit Renteneintritt den ersten Hund zuzulegen und dann schnell zu alt für Vieles zu sein. So kann man sich da viele Jahre austoben. xD


      Alles in allem ist es eine tolle Zeit während dem Studium, man ist noch total flexibel in vielen Dingen, und mit dem richtigen Hund kann das prima funktionieren. :dafuer:
      Elin Rumänischer Senfhund, *ca. 2011, hier seit Juni 2016
    • - Ich kann nicht mehr editieren -

      Das ist übrigens mein erster Hund, wir hatten nie Hunde in der näheren Familie und ich hatte nur Erfahrung mit der Erziehung von Pferden. :lol:
      Meine Eltern, eigentlich alle "relevanten" Leute waren so semi bis stark dagegen, nur meine Mitbewohnerin hat voll mitgezogen. Wir haben Elin mit dem Bus, Straßenbahn, Zug und wieder Bus in insgesamt 2,5 Stunden aus dem Tierheim zu uns in die WG geholt und dabei noch einen 20 kg-Futtersack (vom Tierheim geschenkt) mit geschleift.
      Würde ich jetzt so nicht direkt empfehlen ... Aber manchmal muss man Sachen einfach machen. |)

      Statt einem normalen Nebenjob sitte ich übrigens Hunde, neulich waren drei Pflegehunde auf einmal hier, darunter auch durchaus anspruchsvolle Zeitgenossen. Dann ist die WG voll, aber es macht Spaß und Elin freut sich und ich lerne unendlich viel dazu.
      Elin Rumänischer Senfhund, *ca. 2011, hier seit Juni 2016

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