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Tierkommunikation - was habt ihr für Erfahrungen?

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      Akado schrieb:

      CH-Troete schrieb:

      Skeptisch bin ich aus einem ganz simplen Grund:
      Wie kommen die Leute, die dies anbieten und verdienen damit, mit all dem Elend und der gefühlten Trauer und Ohnmacht klar?
      Kann jemand, der wirklich so empatisch ist, wie man das sein muss, um kommunizieren zu können, all das Leid wirklich einfach so ertragen? Geht man daran nicht zugrunde?
      Wenn ich mir vorstelle, Kontakt zu Tieren zu haben die in grosser Not sind, die Angst und Schmerzen haben und ich weiss, dass ich nicht helfen kann - ich würde wahnsinnig werden.

      Wie kommen die Leute damit klar?
      Das ist von der Theorie her ganz einfach, braucht in der Praxis einiges Wissen, viel Erfahrung und am besten Supervision. Die 'Zaubersätze' heißen: Mitfühlen, nicht Mitleiden. Und: Du kannst sie nicht retten.
      Das ist etwas, was ich für meine Arbeit im Salon lernen musste, auch ganz ohne Tierkommunikation oder wie auch immer man das bezeichnen will. Bei der Arbeit mit anderen Lebewesen, egal ob Zweibeiner, Hund, Katze, Meerschwein, egal ob als Hundetrainer, (Hunde-)friseur, Kindergärtnerin, Lehrer, Tierarzt, Altenpfleger,... wirst du immer mit schlimmen Dingen konfrontiert werden, die du nicht oder wenn nur geringfügig ändern kannst.
      liebe Grüße von
      Lisa-Marie

      mit meiner vollkommen verrückten Bande!
    • Akado schrieb:

      Mitfühlen, nicht Mitleiden. Und: Du kannst sie nicht retten.
      Du musst dich mit den gleichen Dingen auseinandersetzen wie ein Psychotherapeut oder Berater für Menschen.
      Alle, die es hier privat machen, können die Umstände ändern, unter denen die Tiere leiden, können sie also 'retten'.
      Das ist schon klar :smile:
      Das ist ja schon für "Normalos" manchmal fast zu schwer, für die Hochsensiblen Menschen muss es doch noch viel viel schlimmer sein.
      Dafür noch Geld zu nehmen und somit dies regelmässig / häufig durch-erleben und eben NICHT helfen zu können - da prallen für mich zwei Welten aufeinander die mich skeptisch machen.
      Weisst was ich meine?

      Den Spagat den die Profi-Hochsensiblen-Komunikatoren peramenet machen müssen, kann ich mir mit meiner bescheidenen Phantasie nicht vorstellen.
      Dass man sich möglichst professionell verhält, sich abgrenzt und wenig bis nichts mit nach Hause nimmt, ist klar weil notwendig.
      Wenn das also jemand schafft, der wirklich seriös arbeitet mit seiner Begabung und damit Geld verdient - mehr als Hut ab!
      Ds Bärnermeitschi im Mittuland mit zwöi Hüng um ne Gring vou Spinnzüügs.
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    • Man MUSS lernen, sich abzugrenzen, ganz klar. Die Tiere, mit denen ich kommuniziere, sind eben meistens solche, deren Umstände ich etwas verbessern kann, so dass dieses Gefühl des Mitleidens und der Hilflosigkeit nicht allumfassend ist.
      Wobei ich wirklich Probleme habe ist geballte Verzweiflung. Ich wohne in einer Gegend, in der Massentierhaltung zur Wirtschaftsgrundlage gehört und es gibt bestimmte Gegenden, in denen ich nicht oder nur mit sehr ungutem Gefühl spazieren gehen kann, weil dort z.B. Ställe in der Nähe sind und ich das Leid der Tiere greifbar in der Luft spüren kann.
      Ebenso geht es mir, wenn ich mal an einer Ampel warten muss und ein Schweine- oder Hühnertransporter fährt vorbei. Da muss ich sehr schnell die "Schotten dicht" machen, ansonsten wird es sehr unschön für mich.
      "I've learned to trust my instincts and commit fully to my choices, that there are no "bad" decisions and that even wrong decisions aren't fatal."
      (Gillian Anderson)

      Der Spinner

      Senta, mein Hund wird sichtbar - im Pfototalk
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    • Sunti schrieb:

      Ebenso geht es mir, wenn ich mal an einer Ampel warten muss und ein Schweine- oder Hühnertransporter fährt vorbei. Da muss ich sehr schnell die "Schotten dicht" machen, ansonsten wird es sehr unschön für mich.
      In solchen Situationen geht es mir nicht anders, ich muss meine Gedanken auch ganz bewusst in eine andere Richtung lenken, wenn ich solche Transporter sehe.
      Allerdings würde ich absolut nicht behaupten, dass ich mit den Tieren kommuniziere. Es ist die Vorstellung dessen, was die Tiere in diesem Moment empfinden, die mir zu schaffen macht. Also eine Übertragung meiner Empfindung auf die Tiere, die in dieser Situation für mich auch sehr real und spürbar ist, aber nicht umgekehrt. Mit-leid eben.

      Ich tue mich zugegeben sehr schwer mit der Idee der Tierkommunikation, möchte aber niemandem seine Wahrnehmung absprechen. Für mich selbst weiß ich, dass meine Intuition auf meiner Lebenserfahrung und der unbewusst ablaufenden Fähigkeit beruht, Feinheiten wahrzunehmen, zu verarbeiten und (unbewusst) Schlüsse auf Basis meiner bisherigen Erfahrungen zu ziehen.
      Bei meiner Hündin habe ich z.B. (vermeintlich wie aus heiterem Himmel) das Gefühl, dass sie Schmerzen hat. Sie überträgt mir aber ganz gewiss nicht ihre Gedanken oder Gefühle, sondern hat einen ganz leicht veränderten Gang, ein auf den ersten Blick nicht ersichtliches, aber doch angespanntes Gesicht und zeigt vermutlich noch andere, mir in diesem Moment gar nicht bewusste Anzeichen dafür, dass sie Schmerzen hat. Mir reicht morgens ein Blick, um zu sehen, ob sie Schmerzen hat, ich fühle, dass es ihr nicht gut geht und beim Abtasten bestätigt sich das auch sehr schnell. Aber das ist, wie geschrieben, keine Übertragung von Empfindungen oder Gedanken, sondern Mit- leid auf Basis der flüchtigen/ feinen/ unbewussten Eindrücke und der Erfahrungen, die ich gesammelt habe.

      An diese Art von nonverbaler Kommunikation glaube ich absolut, an die reine Übertragung von Gedanken und Gefühlen leider nicht wirklich.
    • Sunti schrieb:

      in der Massentierhaltung zur Wirtschaftsgrundlage gehört und es gibt bestimmte Gegenden, in denen ich nicht oder nur mit sehr ungutem Gefühl spazieren gehen kann, weil dort z.B. Ställe in der Nähe sind und ich das Leid der Tiere greifbar in der Luft spüren kann.
      Sorry, aber das kann doch jeder spüren, der ein wenig die Augen aufmacht für das, was um ihn rum passiert...

      Aber wenn man so sieht, wie viele Menschen auch menschliches Leid völlig kalt läßt ist es kein Wunder, dass man eben auch das Leid, der Tiere ignoriert, deren Ängste, Verzweiflung, Angst und Trauer fast greifbar sind....
    • Sunti schrieb:

      Ein Pensionshund war wahnsinnig unglücklich, als er zu uns in den Urlaub musste. Er fraß nicht ordentlich und jaulte Tag und Nacht. Dem habe ich einmal erklärt, dass ich weiß, er wird wieder abgeholt, und hab ihm auch verraten, wie viele Tage das noch dauert. Er hat danach wesentlich weniger gejammert und auch recht ordentlich gefressen.
      Du hast ja einige Beispiele aufgelistet, aber dass finde ich ganz interessant. Denn im Tierheim hat es sich genau anderes herum. Bei uns müssen die Tiere Bleiben und jedem versprechen das er jemals wieder herauskommt, wäre nicht die feine Englische..

      Können wir jetzt nach 3000 Hunden schlußfolgern, dass wir als Crew besondere Fähigkeiten haben, weil sie alle ab einem bestimmten Zeitpunkt vernünftig essen und sich das "jammern" einstellt?

      Bei den Affen funktioniert das übrigens nicht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Boomerang ()

    • Auch ich habe diese Erfahrung gemacht. Meine Amily hatte ca 5 Jahre Lungenfibrose, ich dachte oft jetzt…… Dann fühlte ich mich so hilflos, meine Tierärzin hat mir die Telefon Nr gegeben. An einem schlechten Tag nutze ich diese. Ich setzte mich zu ihr und telefonierte. Sie sagte Amy hatte Kopfweh, sie lag vorher ruhig, in diesem Moment fing sie an sich zu drehen und wenden, also total unruhig zu werden. Sie wollte ihre Ruhe sagte sie ihr. So ging ich raus und streichelte und puschelte ich nicht an ihr rum. Nach einiger Zeitkam sie wieder und legte sich zu mir. Am nächsten Tag liess ich sie gehen. Es tat mir furchbar gut… zählt da… ist es echt oder Schwindel….
    • Da ja inzwischen bekannt und erforscht ist, dass die meisten Hunde Umarmungen und einengen nicht mögen finde ich nur logisch, was bei dir passiert ist. Wenn ich fiese Kopfschmerzen habe nervt mich mein Mann auch, wenn er alle 5 minuten fragt, wie er mir helfen kann, auch wenn es nett gemeint ist.
      Und das telefonieren hat ja nun nicht Unsummen gekostet und wenn es hilft, mit einer völlig fremden Person über seine Probleme zu reden um besser damit umgehen zu können ist das doch gut! Damit hast du dir und deiner Hündin doch gutes getan.
      Ich sehe da aber überhaupt nix Richtung Tierkommunikation. Eine Person die übers Telefon ein Gespräch mit dem Hund führt... Bei aller Liebe, das ist echt Blödsinn.
      Ich bin der Meinung, die Frau hat dir geholfen, mit dir selbst ins Reine zu kommen.
      Wir sind auch dabei:

      Neues vom Stinketier ;)

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