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Zu starke Verbindung zu Bezugsperson. Was tun?

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      frauchen07 schrieb:

      Das hat nix mit Bindung zu tun, weder zu stark noch sonstwie.

      Der Hund ist 8 Monate alt. Er ist den ganzen vormittag alleine, dann kommst du mittags, dann wieder den Nachmittag alleine.
      Also mehr oder weniger ganztags alleine mit einer Unterbrechung.

      Das ist schon mal sehr viel Zeit, in der er alleine ist.

      Da er erst 8 Monate alt ist, ist es völlig unmöglich, dass das lange Alleinesein schrittweise aufgebaut wurde, noch dazu nicht mit einer konsequenten Methode ("alles ausprobiert"). Zudem wurde er wohl relativ abrupt ganz alleine gelassen - denn zuerst hast du dich viel gekümmert, dann warst du plötzlich weg - es fehlen also einige Zwischenschritte.
      Also ist er in der Zeit, in der er alleine ist, nicht entspannt, sondern unruhig und hat Stress, Angst. Daher kackt er rein.

      Wenn du da bist, beschäftigst du dich intensiv mit ihm, um ihn "müde zu machen", ihr seid lange draussen, es wird gespielt und gemacht und getan. Die Aufregung kann er aber mangels ruhe nicht verarbeiten.

      Aus all dem entsteht ein unschöner Mix aus Überforderung des sehr jungen Hundes, zu wenig Ruhe und Entspannung, Konfusion durch die ganzen Erziehungsexperimente - und dabei kommt das Dauerbellen und das Koten raus.

      Jetzt ist sicher das eine oder andere Detail doch wieder ganz anders, aber das große Bild wird wohl etwa so hinkommen.

      Da gibt es keine schnelle Lösung. Der Hund muss lernen, zur Ruhe zu kommen, und das Alleinebleiben neu aufgebaut werden. Schwierig, klar, du musst ja arbeiten gehen. Aber anders geht es halt nicht.
      Ja, wie gesagt da ist nur meine Schuld, aber auf schnelle Lösung habe ich auch nicht erwartet. Ich glaube nur Routine und jeden Tag das gleiche machen wird uns helfen.

      Vielen Dank!
    • jeden Tag müssen Suchspiele nicht sein, er ist ja noch jung. Wenn es schon mal gut geklappt hat, Bau dir das wieder so auf. Übe mehr am Alltag anstatt zu viel Spiele mit ihm zu machen. Alles im normalen Bereich, damit ihm das auch nicht zu viel wird. Was er euch ja auch zeigt wenn er keine Lust mehr hat. Bedeutet, es ist to mouch, null Bock mehr.
      Nur über Futter arbeitet man mit einen Hund der andere Problematiken mit seinen Halter hat. Da geht es dann um Aufmerksamkeit und sozusagen Abhängigkeit. Da aber dein Hund das Problem hat wenn du verschwindest, ist es kontraproduktiv. Das macht es ihm ja noch schwerer.
      Er soll doch lernen, auch wenn du nicht da bist ist es ok. Nicht noch ...Mein Futter Automat geht zudem noch. =)
      LG Michi :-)

      Hier geht's zu unseren Pfotothread :
      Mister Knallkopf und seine kleine "Kirsche"
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    • Aus leidiger Erfahrung :

      Die wird weder bessere Routine, noch der Kong noch sonst irgendwas helfen. Du musst das alleine bleiben komplett neu aufbauen.

      Das heißt : Sitter für deine Arbeitszeit, jeden Einkauf etc. Und dann gehst du mit der gleichen Routine Minutenweise raus, sitzt vor der Tür, schaust auf ner Überwachungskamera wann er ruhig ist, kommst dann wieder. Wenn du Glück hast kannst du relativ schnell schon mal wenigstens 20 min einkaufen..
      Ich habe Monate gebraucht um auf zwei Stunden zu kommen, weil ich am Anfang zu viel wollte.

      Und gib nicht auf, man findet mit etwas Glück einen passenden Sitter. Ich musste zwei Hunde unterbringen wovon einer nicht stubenrein war und gerne die Einrichtung zerstört. Ich habe über ebay Kleinanzeigen jemanden gefunden.

      Wenn du den Hund weiterhin zwei mal am Tag so lange alleine lässt mit welcher Routine auch immer wird es nie klappen, und von Tag zu Tag wird es schwerer werden das wieder gerade zu biegen..
      Flocke, Prager Rattler *01.04.2011
      Wilma, Whippet *18.04.2017

      Die Monster in Bildern
    • Wenn du möchtest, dass dein Hund jemals entspannt und ohne zu bellen alleine bleibt, musst du ab sofort aufhören, ihn alleine zu lassen! Damit machst du dir nämlich jeden erreichten Trainingsfortschritt kaputt. Du brauchst dringend einen Hundesitter, dee den Hund während deiner Arbeitszeit betreut.

      In deiner Freizeit solltest du das Alleinebleiben dann komplett neu aufbauen. Ich würde dir dafür auch dringend kompetente Trainerunterstützung empfehlen! Aber bitte jemanden, der nicht über Strafe arbeitet und nicht glaubt, mit "Hund auslasten" sei alles getan. Mit 8 Monaten braucht ein Hund ohnehin noch keine großartige Auslastung.

      Ich finde übrigens, es ist überhaupt ganz schön viel verlangt von einem 8 Monate altem Hund, vormittags und nachmittags mehrere Stunden allein bleiben zu müssen.
      Hier geht's zum Chaos-Chi!Liebe Grüße von Lina & dem kleinen "Tyrannosaurus" Rex *29.10.2014, Langhaar-Chihuahua

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