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Auswirkungen von menschlichem Verhalten auf den Hund

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      Studien kenne ich keine.
      Ich bin jedoch sicher, dass sich unvorhersehbare Gefühlszustände, veränderte Bewegungsabläufe, nicht einschätzbare Stimmung und laute, gereizte Stimmen... auf den Hund auswirken.
      Wie der Hund damit umgeht ist allerdings völlig verschieden.
      Einige leiden wohl still und eher unbemerkt für die Umgebung.
      Bei anderen ist irgendwann mal Schicht im Schacht.

      LG, Friederike
      Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen



    • WOW, schon mal ganz lieben Dank für Eure Berichte :gut:
      @Beaglebine ich bin noch auf der Arbeit und heute erst sehr spät zu Hause. Darf ich Dich morgen mal dazu anschreiben per PN?
      Mir ist das Thema SEHR wichtig!
      Manu
      Carla , Zwergteckel, *26.06.2006
      Dexter, BaT Coonhound, *15.12.2015
      Für immer im Herzen: Lenny, the greatest love of all 20.01.2002 - 06.05.2015

      Die genaueste Vorstellung von der Machtlosigkeit des Menschen, haben zweifellos Gott und der Dackel.
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    • Mit einer Studie kann auch ich nicht dienen aber mit einer Beobachtung aus dem Umfeld. Ein junger Mensch mit chronischer Krankheit hat sich einen Hund (Terrier-Pudel-Mix) angeschafft. Jahrelang war alles super.
      Dann änderte sich der gesundheitliche Zustand der Person. Nach mehreren OPs und Behandlungen sind Folgeerkrankungen dazu gekommen - unter anderem auch Panikattacken ... ich finde, dass macht sich beim Hund sehr bemerkbar. Sie ist nun eindeutig unruhiger, sichtbar gestresst und neigt zum Schnappen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass der Hund schneller altert.
    • Ja, wirkt sich definitiv aus.
      Mein ältester Sohn neigt zu cholerischen Verhalten und Pino zieht sich sehr von ihm zurück. Er lässt sich auch ungerne von ihm anfassen.
      Auch anderes Verhalten (Stimmung) wirkt sich aus: Mein Mann meint immer er müsste nur den Hund angucken und weiss wie es mir geht.
      Pino scheint sich mir irgendwie immer anzupassen.
      Studien kenne ich leider auch keine.
      Jede große Reise beginnt mit einem ersten Schritt“
    • Definitiv bemerken Hunde ihr soziales Umfeld und dessen Verhalten. Wenn das unberechenbar ist, dann merken sie das natürlich auch.

      Ich glaube aber, dass es Riesenunterschiede zwischen einzelnen Tieren gibt. Vom Sensibelchen, das sichtbar gestresst reagiert, wenn in seiner Gegenwart heftig gestritten wird - hin zu Hunden, die sich schlicht zurückziehen (wir gehen hier ja immer von Verhalten aus, dass nicht auf den Hund zielt).

      Ich hatte einen Pudelmix, der war stumpf wie Toastbrot (ist keine Kritik, bester Hund ever :)) - andere berichten, wie der Hund auf leichteste Stimmungsänderungen reagiert. Der Pudel? Ging in Situationen, in denen es mir absolut schlecht ging, maximal in einen anderen Raum, wenn ich zu laut geweint habe.

      Ich sage damit *nicht* dass er mein Verhalten, meine Stimmung, nicht gemerkt hat - aber er hat es eben auch nicht als seinen Job angesehen, nach mir zu schauen. Anzeichen von Stress habe ich bei ihm auch nicht wahrgenommen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gersi ()

    • Natürlich beeinflußt das den Hund.

      Ich war früher recht jähzornig (aber nur in Richtung Schimpfen, also nicht, indem ich Sachen herumgeschmissen hab oder so *gg) und hab mir das mit den Hunden ziemlich schnell (weitestgehend) abgewöhnt. Ein Hund, der sich bei nem bösen Schimpfwort schon unter der Eckbank verkriecht, ist kein erbaulicher Anblick.....

      Kommt aber auch wieder auf den Hund an - Frieda ist eine, die dreht sich einfach rum und dreht einem das Hinterteil zu, wenn ihr was komisch ist (zB beim Staubsaugen, oder wenn jemand schimpft) *gg Auch wenn sie grad auf meinem Bett liegt, die dreht sich einfach um und ignoriert mich dann. Manchmal zuckt sie auch net mal mit der Wimper.

      Biene bleibt, egal wo sie grad ist, im Körbchen mit "ich bin nicht da"-Blick, oder verläßt unauffällig den Raum und macht sichs woanders bequem. Hab aber bei ihr eher das Gefühl, das ist nur, weil es sie nervt und sie ihre Ruhe haben will ;-) (nach 2 Minuten isse eh wieder da und stalkt mich, sie könnte ja sonst versäumen, wenn mir was Freßbares runterfällt *gg).

      Bossi hingegen springt sofort auf, wenn ich einen Teefilter als "Sch..Ding!" beschimpfe, der mir vor lauter Hektik beim abendlichen Aufräumen neben den Mülleimer gefallen is, und verläßt den Raum mit unsicherer Haltung. Obwohl der normalerweise so im Spiel und so echt Hardcore ist, austeilt und einstecken kann - aber damit kann er gar nicht umgehen. Wenn ich ihn dann rufe, kommt er schon wieder - aber beschwichtigt erstmal, bis er sicher ist, da kommt nix nach. Er weiß halt einfach net zu unterscheiden, ob er gemeint ist, oder ich vor mich hinschimpfe. Aber liegt wohl daran, daß er generell sensibel ist: der is von den Dreien eigentlich der Einzige, der reagiert, wenn man zB traurig ist oder so, und dann echt herkommt, und kuschelt.

      Also: drei Hunde, drei Reaktionen bei ähnlichen Situationen.

      Aber ist ja eigentlich auch klar, daß das einen Hund beeinflussen muß: Hund hat nix verbrochen, kann den Ärger vom Menschen mit nix verknüpfen. Er weiß also nicht "ok, ich habe das Brot vom Tisch geklaut, jetzt schimpft Fraule gleich wieder", weils halt immer so ist, sondern der Halter schimpft einfach, egal, was der Hund grad gemacht hat. Hund weiß also weder, was er lassen muß, um dieses lästige Verhalten des Halters nicht mehr zu provozieren, noch, was er tun kann, um das zu beenden. Lebt damit in ständiger - ich nenns mal "Erwartungsunsicherheit". Daß das Folgen haben muß (Streß!), ist eigentlich klar. Insofern brauchts dafür eigentlich keine Studien....

      Ob der Hund dadurch streßbedingt irgendwann nach vorn geht, ist Sache des Individuums.... Ich schätze mal, da ist von "ich zieh mich zurück" bis zu "ich geh nach vorn" alles drin, je nach Charakter.
      LG,
      BieBoss
      _______________________________
      Biene - Zwergpudel-Pinscher-Mix, *7.02.2007
      Bossi - Dt. Jagdterrier-Foxterrier-Mix, *4.06.2006
      Frieda - Dt. Jagdterrier, *~5.02.2001

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BieBoss ()

    • Ich bin mir sicher, dass jeder Hund das zu 100% mitbekommt. Vom Charakter wird es dann ankommen, ob und wie er reagiert.

      Das kleine Sonnenscheichen hier zu Hause, bekommt bei "zwischenmenschlichen Problemen" absoluten Stress und versucht auf beiden Seiten zu beschwichtigen. Die beiden Großen schlagen (bzw haben sich) sich sofort "auf meine Seite". Shira nur durch rigeroses Ignorieren der anderen Partei und extreme körperliche Nähe zu mir. Sanny auch ganz aktiv und sehr beeindruckend.
      LG Saskia und das Bull-Terrier-Team


      Shira – Old English Bulldog *29.11.2010
      Lito – Irish Soft Coated Wheaten Terrier * 26.11.2016
      Sancho – Cane Corso für immer unvergessen im Herzen <3

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