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Diagnose Cushing

    • Diagnose Cushing

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      Hallo!
      Bei meinem 9-jährigem Yorkie wurde Cushing bestätigt. Einzige Anzeichen bei ihm war, dass ihm an den Flanken die Haare
      ausgingen. Zuerst dachte ich es käme vom Mantel, aber leider wuchsen sie über den Sommer nicht mehr nach. Eine
      Groomerin äusserte dann den Verdacht Cushing. Also ab in die Klinik, Blutbild war weitgehend o.k. Also dann Dexamethason-Test und
      dadurch wurde der Verdacht bestätigt.
      Ich musste, ehrlich gesagt, den Schock erst mal verdauen. Jetzt erfolgt eine Einstellung auf Vetoryl, ACTH-Test nach 10 Tagen sieht
      gut aus.
      Hat hier jemand Erfahrung? Wie sieht sind eure langfristigen Erfahrungen?
      Sabine mit Sandro, Yorkshire-Terrier, geb. Juli 2008
      und Bungee, Biewer-Yorkshire-Terrier, geb. 2009
    • YorkieFan schrieb:

      Einzige Anzeichen bei ihm war, dass ihm an den Flanken die Haare
      ausgingen.
      Kein vermehrt Trinken? Kein Heißhunger?
      Das sind eigentlich die häufigsten Anzeichen.

      Prognose: Eher schlecht.
      Man kann versuchen, den Organzerfall durch Vetoryl aufzuhalten.
      Leberdiät füttern.

      Hier ist es so, dass mein Hund trotz V. und Diät nicht alle Symptome ablegt. Manche werden besser, andere trotzdem schlimmer.

      Ist eine Scheißkrankheit!
      Johanna mit
      Crazy (*2004) Terrier-Mix aus dem TH Lübbecke
      Betsey (*2002) Kurzhaar-Border-Collie aus der Tieroase Birkenschold (ursprünglich aus Irland)
      und Ingo, Boy, Paula, Willi, Karlheinz und Tapsi (in den ewigen Jagdgründen)
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    • Prognose / Lebenserwartung
      Medikamentös gut eingestellte Tiere können Jahre bei ordentlicher Lebensqualität ihr annähernd normales Lebensalter erreichen. Noch besser ist die Prognose, wenn es gelingt, die Ursachen der Erkrankung zu beseitigen. Unbehandelte Tiere leben nicht lang und leiden sehr unter der Erkrankung.



      Quelle: Cushing Syndrom beim Hund: Symptome, Behandlung, Vorbeugung

      Einer meiner Oldies ist damit 17 Jahre alt geworden und hat weitgehend beschwerdefrei recht gut gelebt.

      Es hat (ähnlich wie bei Schilddrüsentabletten) etwas gedauert, bis er ordentlich eingestellt war, doch dann gingen alle Symptome weg. Es hat sich auch nichts verschlimmert und/oder weitere Organschäden (oder Zucker ... etc.) haben sich ebenso nicht ergeben (auch diese Werte wurden regelmässig kontrolliert). Den Fleischanteil hab ich unterstützend stark verringert (durch mehr Gemüse) und vorrangig Fisch gefüttert (Leber-/Nierendiät hat sicherlich ähnliche Effekte).

      Denke, man kann so pauschal nicht sagen, wie gut oder wie schlecht ein Hund damit leben kann. Das wird von Individuum zu Individuum unterschiedlich sein und viele andere Faktoren mit hineinspielen.
    • Es müssen wohl auch nicht alle Symptome auftreten, darum wird die Diagnose oft sehr spät gestellt. Sandro ist soweit fit, der zweite ACTH-Test ergab sehr gute Werte.
      Er hat zwar eine etwas vergrößerte Leber, aber die Blutwerte waren o.k. Gemüseanteil habe ich auch erhöht und er bekommt Mariendistel zur Leberunterstützung.
      Eine Scheißkrankheit ist es, das stimmt.
      Sabine mit Sandro, Yorkshire-Terrier, geb. Juli 2008
      und Bungee, Biewer-Yorkshire-Terrier, geb. 2009
    • Am Freitag habe ich ein Bekannte getroffen, ihr von Crazy erzählt.
      Sie: "Mist, das Leberfutter habe ich ins Tierheim gebracht. Aber Vetoryl habe ich noch, das bringe ich dir."
      Ich: "Was war los bei euch?"
      Sie: "Unser C. hatte Cushing."
      Ich: "Wie lange hat es gedauert?"
      Sie: "3 Monate von Diagnose bis Einschläfern."

      Soviel zu den guten Prognosen.


      YorkieFan schrieb:

      aber die Blutwerte waren o.k.
      Verlass Dich da nicht auf das Labor.
      Beobachte das Verhalten.

      Ich diskutiere hier seit Wochen mit den TÄ in der TK.
      Bei Crazy ist der Stimulationswert unter V. bei 47,8 ng/ml, also im guten Bereich.
      Es geht ihm trotzdem nur so mittelprächtig.
      Die TÄ gehen nach dem Laborwert und sagen: Alles gut!
      Ich sage: Nee!

      Irgendwo habe ich gelesen, dass der Wert so tief wie möglich abgesenkt werden sollte.

      Am Freitag hat Crazy den nächsten Test. Dann werde ich drauf bestehen, dass die Dosis erhöht wird.

      Die TÄ sehen den Hund 5 Minuten und ansonsten nur Werte.
      Ich muss mit dem kranken Hund leben und sehe, dass es ihm nicht gut geht.

      P.S.: Ich habe eine Beobachtungsliste gemacht mit den Symptomen, wo man ankreuzen kann, ob unverändert, schlechter, besser, ganz weg seit Behandlung.
      Bei Interesse schicke ich die gerne.
      Im Gespräch in der Praxis rauscht das sonst so durch.
      Johanna mit
      Crazy (*2004) Terrier-Mix aus dem TH Lübbecke
      Betsey (*2002) Kurzhaar-Border-Collie aus der Tieroase Birkenschold (ursprünglich aus Irland)
      und Ingo, Boy, Paula, Willi, Karlheinz und Tapsi (in den ewigen Jagdgründen)
    • @YorkieFan
      @frolleinvomamt hat absolut recht. Ich würde auch alles dokumentieren und mit dem TA jede Veränderung beraprechen. Grade bei Krankheiten wie cushing gibt es keine pauschal gültigem Dinge. Alles ist recht individuell und muss genau auf den einzelnen Hund abegestimmt werden.
      Leider richten sich die TÄ oft nur nach Messwerten und zahlen und berücksichtigen das Verhalten des Hundes nicht wirklich. Das ist einfach nur schade und zwingt uns HH leider, etwas zu drängeln. So war es jedenfalls beim alten TA bei uns. Der neue ist sehr offen...
      Euch und euren Hunden weiterhin alles gute
    • Meinem Hund geht es ja zum Glück sehr gut.
      Den Wert so niedrig wie möglich sinken lassen birgt aber die Gefahr ins Addison zu rutschen und das ist dann wohl tatsächlich oft genug tödlich. Cortisol ist ja nicht überflüssig sondern lebenswichtig. Nur eben nicht soviel wie bei den Cushing-Hunden.
      In der FB Cushing Gruppe gibt es einige Hunde die schon jahrelang mit Vetoryl gut leben. Es muss halt immer überwacht werden da sich der Bedarf auch ändern kann. Das macht mir dann Hoffnung und natürlich achte ich sehr darauf wie es meinem Sandro geht.
      Meine TÄ fragt auch genau nach, ob sich im Verhalten in irgendeiner Hinsicht was geändert hat. Bisher bestätigten die Laborwerte zum Glück meine Beobachtungen. Aber das ganze beschäftigt mich schon sehr, das muss ich schon sagen.
      Sabine mit Sandro, Yorkshire-Terrier, geb. Juli 2008
      und Bungee, Biewer-Yorkshire-Terrier, geb. 2009
    • YorkieFan schrieb:

      Meine TÄ fragt auch genau nach, ob sich im Verhalten in irgendeiner Hinsicht was geändert hat. Bisher bestätigten die Laborwerte zum Glück meine Beobachtungen.
      War bei uns auch so.

      Das Allgemeinbefinden meines Hundes floss massgeblich in die Beurteilung (und Tests) mit hinein (er war ja damals auch schon nicht mehr der Jüngste, 12 und hat dann von 5 Jahre damit gelebt). Es wurde sogar explizit danach gefragt und ich wurde ebenso instruiert, schon auf feine Veränderungen zu achten und bei den ersten Anzeigen von bspw. Schwäche oder Teilnahmslosigkeit ... etc. pp. sofort einzufliegen.

      Da sieht man, wie unterschiedlich das letztlich gehandhabt wird; schade und so etwas finde ich erschreckend:

      Vinimaus schrieb:

      Leider richten sich die TÄ oft nur nach Messwerten und zahlen und berücksichtigen das Verhalten des Hundes nicht wirklich.

      Konnten wir doch froh sein, dass das bei uns so nicht gelaufen ist ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Das Rosilein ()

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