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Pack die Badehose ein und dein kleines Ponylein..

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    • Kenjada.. puh.. wir sind gegen 11.30 los und waren glaube so 19.30 am Ziel. Man ist mit Pferd nicht wirklich viel schneller als ein Wanderer. Was man durch traben ab und zu einspart, braucht man mehr an Pausen zum knabbern und morgens und abends das auf und abpacken- allein mit den Hunden sind solch Tage kürzer. Aber die Horde ist dann eben nicht komplett. :herzen1:

      Avocado willkommen im Flachland. =)

      Milane haben wir den Tag leider nicht gesehen. Nein. Aber schön ist es da trotzdem gewesen. :smile:

      So, dann geht's weiter..

      Fortsetzung Tag zwei.. Marienwerder - Fichtenwalde

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      Nach der kleinen Pause ging es erfrischt weiter. Fröhlich zu Fuß, die Pferde mussten uns den Vortag schon ungeplant lange tragen- und uns taten noch etwas die Popos weh. Stundenlang fast nur Schritt reiten ist was furchtbares. :D



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      In den Abgründen dieses dichten Waldes :pfeif: ging uns das GPS Signal leider völlig verloren. Da war es wieder, dass Männlein mit dem merkwürdigen Humor. :lol: Aber ich hatte Karten ja offline- und zur Not auch noch in Papierform- und mit Kompass fanden wir trotzdem die Straße gen Sarnow, die wir überqueren mussten. Gibt immer zwei beim ärgern. :p Und wir waren wieder die Spielverderber..

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      Rechts oder links? Rechts wäre kürzer aber links sollte es die Pinnower Seen geben und wir brauchten Wasser für die Pferde. Also links weiter..



      Die Hunde waren ganz aufgeregt, sie rochen das Wasser aber nirgends gab es einen Zugang. Zwei nicht kleine Seen aber man kam nicht dran.. das Männlein gab noch nicht auf. :fear:

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      Wir entschieden uns, trotzdem erstmal eine Stunde Pause zu machen. Ein Baum mit etwas Blattwerk zum knabbern war schnell gefunden, wir hatten einen umgekippten Baumstamm zum sitzen..



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      und die Hunde nahmen das angebotene Laubbett zum relaxen nach etwas Wasser und einem Mittagssnack. Da Rouven sein Futter schon seit dem Vortag verweigerte , bekam er es mit meiner einzigen Tomatenfischdose serviert, dass fand Anklang. Was tut man nicht alles für die Kleinen. |)



      Wir kreierten also mangels Fisch Wraps mit Nutella und Studentenfutter. Super lecker. Ich find Wraps ja absolut wandertauglich. Haltbar, knautschfest, schmackhaft mit allem und sättigend. Am besten die von A.. mit Vollkorn und Leinsamen.



      Bevor wir der Versuchung erlagen, die Hängematten auszupacken, krabbelten wir auf die Pferdchen um noch bisschen Strecke zu schaffen.



      Die Wege in der Schorfheide sind ein absoluter Reitertraum. Wir sind auch den ganzen Tag niemandem begegnet. Einsamer, schöner und seenreicher geht kaum. :herzen1: Da geht's nächstes Jahr definitiv nochmal hin.





      Irgendwie hängen geblieben. :D Kleine Knabberpausen müssen schon ab und an sein. Hält die Motivation der Pferde hoch. :klugscheisser:



      Sieht wunderschön und völlig harmlos aus dieser kleine Weiher im Wald oder?

      Ich nutzte die Chance noch Wasser zu holen, es waren noch gute 10km zum Ziel, die zwei großen Hordenmitglieder hatten Durst. Hunde auch. Also mitgenommen und laufen lassen. Sie sausten auch gleich zum Wasser, ich tapste hinterher und stellte irgendwann fest, dass der Boden unter mir sehr wacklig ist.. also gut geguckt, wo ich hin trete. Rouven suchte auch vorsichtig eine Stelle, wo er trinken kann. Und Josy? :motzen:

      Dieses wahnsinnige Tier sorgte für den ersten Herzinfarkt des bis dahin so friedlichen Tages. In ihrem Pferdewahn und "nur schnell was trinken und dann wieder wachen gehen" guckte sie null ob die ausgeguckte Stelle tauglich ist, 30kg Schäferhund zu tragen und steckte prompt bis zum Bauch im Schlamm. Raus geholfen, vorsichtig Wasser geschöpft, derweil flitzte sie prompt ins nächste Moorloch- an dass ich höchstens robbend ran gekommen wäre.

      Ey fast 12 und völlig bekloppt. Wie hat man sowas verdient? :( Die ist schuld an jedem grauen Haar was ich habe, definitiv. Zum Glück kam sie allein raus.. und wollte es gleich nochmal am ersten Loch, wo sie versunken war probieren. :ugly: Ich hab sie ordentlich zusammen gestaucht, was sie von ihrem "ich bin der Superschäfer und kann fliegen und bin unverwundbar" Trip kurzfristig runter brachte. :hust: Den Moment nutze ich, um sie am Geschirr zu nehmen, an der ungefährlichen Stelle ins Wasser zu setzen und dann führte ich sie sicherheitshalber noch über den Torfboden und schickte sie zu den Pferden, eh ich den Wassereimer nach holte.

      Der Schlamm am Hund sollte uns teilweise bis nach Hause begleiten. Moorschlamm ist hartnäckig... :roll:



      Kurz vor dem Ziel.. wir waren alle müde und freuten uns auf Pizza und eine warme Dusche. Diese Nacht wollten wir bei einer Freundin von mir schlafen. Die Pferde bei einem Reitstall im Ort.



      Mitten in die Pizza- und Duschträume platzten diese Gesellen. :flucht: Huibuh findet Kühe doch gruselig. Ich nutze die Chance runter zu krabbeln, Füße auszustrecken und so wackelten wir im Abendlicht durch Fichtenwalde. Erst die Pferde versorgt, erklärt wie toll doch Hufschuhe sind und dann schnell zur Pizza geeilt.

      Es war ein wunderbarer Abend, wir hatten uns fast sechs Jahre nicht gesehen. Aber irgendwann schlug doch die Müdigkeit zu, wir hatten am nächsten Tag 40km vor uns und der Rest musste ja zur Arbeit. Konnte ja nicht jeder Urlaub haben. :pfeif:

      Fazit des Tages : Sattel hielt jetzt und alte bekloppte Hunde nicht an Moorseen lassen. :klugscheisser:
      Humor und Geduld sind Kamele, die uns durch jede Wüste tragen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nepolino ()

    • Findest du lange Schrittritte (was für ein Wort!) wirklich schlimm?
      Wir sind stundenlang im Jog und schnellem Schritt geritten, so frisst man energiesparend viele Kilometer am Tag.
      Dieses entspannte Schaukeln und das rhythmische Klappern der Hufe... *hach*

      Josy hat schon ein wenig was von einem Lemming, oder? ;)
      Eine(r) für alle und alle für eine(n)

      Wenn man tot ist, ist das für einen selbst nicht schlimm, weil man ja tot ist.
      Schlimm ist es aber für die anderen.
      Genau so ist es übrigens, wenn man doof ist...
    • Josy ist schon immer anders gewesen. :lol: Die hat mich in Wahnsinn getrieben auf der Tour. Normalerweise sind so 30km ihr Maximum wegen Rücken- früher waren 60,70,80 kein Problem und sie kam danach noch mit Stock an.. aber Troxocil sei "Dank" ging es ihr blendend und so hüpfte sie auch bei Kilometer 35 noch fröhlich bellend vorm Pferd auf und ab. xD Wie früher..

      Lange Schritt finde ich furchtbar ja. Mir tut nach kurzer Zeit alles weh und es ist so einschläfernd. Deswegen lauf ich längere Schrittstrecken fast immer. :pfeif: Lockeren, ruhigen Trab find ich cool. Nur ist da der bekloppte Schäfer der Fehler im System. Weil langsam traben ist doch eigentlich nur die Vorstufe zu einem zünftigen Galopp oder? |) Und um das Pferd ein bisschen aufzuheizen wird es lachend und voller Vorfreude angebellt... :motzen: xD
      Humor und Geduld sind Kamele, die uns durch jede Wüste tragen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von nepolino ()

    • Hey- Tag 2 und der Sattel hält! Was will man mehr. xD

      Ich mag die Bilder! Es macht einfach nur Spaß, euren Trip zu verfolgen... :dafuer:

      (vielleicht weil mir nicht der Bobbes weh tut und ich keinen Hund aus dem Moor holen muss :D .)

      Schorfheide = einsam - ist notiert. |)
      Viele Grüße
      Julia mit den Swiffern

      Freundschaft ist, Seite an Seite stark zu sein.

      Chuck & James & ihre Mädels - die Swiffer ❤️
    • Ich mochte unsere Tour auch- Popoweh gehört einfach dazu und naja Josy ist eben Josy. :D Zwei von der Sorte könnte ich nicht gebrauchen aber sowas extrem pferdefixiertes und lauffreudiges in Kombination gibt's auch nicht so oft. Ist eben meine kleine Prinzessin und mein Sargnagel gleichzeitig. :herzen1:

      Freut mich auf jeden Fall, wenns gefällt, dann ist die Freizeit während des Nachtdienstes sinnvoll gefüllt. :applaus:

      Schorfheide ist ziemlich, ziemlich einsam jepp. Und auch etwas hügelig. Und viel Wald. Wer es etwas lichter, flacher aber ähnlich einsam mag, der sollte die Gegend zwischen Beelitz und Treuenbritzen ins Auge fassen. Da wo ich wohn. Brandenburg ist schon toll zum leben- vor allem als Reiter. =)
      Humor und Geduld sind Kamele, die uns durch jede Wüste tragen.

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