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Vom Tierschutz konfiszierte Katzen - Wie damit umgehen?

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      Echt schlimme Geschichte :(

      Zum Thema: als ich meine beiden aus dem Tierheim geholt habe, waren sie auch extrem asozial , was das Futter anging. Sie waren auch extrem dünn. Wenn wir die Näpfe auf den Boden stellen wollten, sind sie hoch gesprungen und haben sie uns aus der Hand geschlagen und haben vom Boden gefressen. Die beiden waren so extrem, dass ich sogar Antibiotikatabletten in den Napf werfen konnte und sie haben die einfach mitgefressen :shocked: Ich habe dann angefangen sie zu clickern. Das erste was sie dadurch gelernt haben war, zu sitzen und zu warten, bis ich die Näpfe auf dem Boden hatte. Die Zeit und die Gewöhnung, dass es wieder dauerhaft Futter gibt, haben dann das restliche zu einem normalen Katzenleben dazu getan. Du schaffst das schon mit den beiden :bindafür:
      LG Yasmin

      Bo 5.12.2004
      Sam 1.7.2005

      Lilly + Fee 1.8.2013

      Shingo, Emma, Rambo, Blacky und Terry für immer im Herzen
    • oh nein ist das traurig :(
      Ich kann mir aber vorstellen, daß sich das mit dem Fressen wieder normalisiert, wenn sie wissen, daß wieder alles seine geregelten Bahnen läuft.
      Ich persönlich würde vermutlich nicht klagen, das ist viel Streit, Streß und Nerv.
      Ich würde die Katzen auch gar nicht rauslassen, ich hätte zuviel Schiß, daß sich der Ex dann was einfallen läßt, um ihnen vielleicht nochmal was anzutun.
      mit Chilly dem Labradoodle und Bonnie dem Bonsaipon



      Kleine Lady und blonder Prinz
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    • Also das mit dem Freigang wollte ich erst in Angriff nehmen, wenn die beiden wieder auf dem Damm sind und es warm draußen ist. Ich peile nächstes Jahr Frühling an oder sowas. Je nach dem wie die beiden drauf sind. Sorry dass ich mich da nicht eindeutig ausgedrückt hatte.

      Boomerang schrieb:

      Kennen sich Katz´und Hund?
      Ja die kennen sich. Bzw. Frieda kennt die beiden und umgekehrt. Die haben ja auch schon eine gewisse Zeit zusammen gewohnt. Damon halt nicht, aber der ist grundsätzlich Pazifist. Da mach ich mir die wenigstens Sorgen drum.

      leiderHundelos schrieb:

      Von mir leider aus Zeitmangel auch nur ganz kurz:

      Freigang:
      Die ersten Wochen ja sowieso nicht, bis sie sich bei dir wieder Zuhause fühlen. Nach ein paar Wochen/Monaten siehst du wie sie sich entwickelt haben und ob Freigang eine Option wäre. Wie alt sind die beiden denn? Da die Trennung vor drei Jahren war auf jeden Fall älter als 3 Jahre. Sie waren anscheinend noch nie in ihrem Leben draußen im Freigang, vermissen es also zum Glück in dieser Zeit nicht, und du siehst dann wie schlimm die Fresssucht noch ist und ob sie wohl den Gefahren des Freigangs gewachsen wären (nicht zu vertrauensselig Fremden gegenüber, Autos...) oder besser Wohnungskatzen bleiben.

      Futter:
      Den ganzen Tag hochwertiges Nassfutter zur Verfügung stellen! Am besten an zwei unterschiedlichen Plätzen. Nicht so einfach mit Hund, aber nur so hätten die Katzen die Chance wieder ein natürliches Sättigungsgefühl zu erlernen. Katzen sind von Natur aus Häppchenesser. Sicher kann man gesunden Katzen problemlos beibringen dass es nur zwei Mal am Tag etwas gibt, zuerst sogar getrennt voneinander weil sie sich angreife. Gerade bei Tieren die aber länger auf Futterentzug waren ist das aber nicht so toll. Also mindestens zwei sichere Plätze, es muss immer ein Rest Nassfutter im Napf sein und dann lass sie fressen bis sie kotzen. Und das werden sie, und du wirst auch viel Futter wegschmeißen....
      Aber irgendwann werden sie sich einkriegen wenn sie merken dass sie rund um die Uhr Fressen bekommen.
      Ganz wichtig: Kein unbegrenztes Trockenfutter!
      Nicht weil viele Trockenfutter ungesund sein soll weil sie zu viel Getreideanteil haben und eher so keksmäßig gut für die Zähne sein sollen usw, sondern weil es im Magen nachquellt. Eigentlich kein Problem aber ungünstig wenn Katz alles wie bekloppt einsaugt. Im besten Fall kotzen die Katzen noch mehr als wenn sie sich bei Nafu überfressen, im schlimmsten Fall trägt die Katzen gesundheitliche Schäden davon. Wo wir beim Thema Nieren wären! Da die meisten Katzen nicht gerne trinken und eher durch die Beutetiere ihren Flüssigkeitshaushalt regeln ist Trockenfutter da auch kontraproduktiv. Es entzieht dem Körper sogar Flüssigkeit und die Katzen können gar nicht so viel trinken wie sie müssten. Welche Katze trinkt bei einer Tasse Trofu schon zwei Tassen Wasser? Ich würde, wie bereits schon erwähnt eh kritisch auf die Nieren achten ob die einen Schlag wegbekommen haben.

      Hund:
      Muss man alles gucken ob die sich nach drei Jahren noch verstehen. Es ist ja einer von den beiden Hunden mit denen sie mal zusammen gelebt haben. Man muss halt nur gucken wegen dem Futter. Dass der Hund den Katzen das nicht wegfrisst und natürlich auch den Hund getrennt von den Katzen füttern.
      Zur Zeit sieht es noch so aus, dass die beiden langsam wieder ans Futter gewöhnt werden müssen, da ihr Körper das gar nicht gewohnt ist ausreichend zu fressen. Deswegen soll ich laut Tierarzt am Tag zunächst viele kleine Mahlzeiten geben. Wenn die wieder richtig verdauen können, dann werde ich versuchen denen immer Futter zur Verfügung zu stellen, aber so wie ich die Frau vom Tierheim verstanden habe muss ich die beiden in getrennten Räumen füttern, weil sie sich sonst angehen. Dann kann ich halt kein Futter stehen lassen...


      leiderHundelos schrieb:

      @Cinnemaus

      Mehrere kleine Portionen am Tag wäre für mich die zweite Option, wenn es nicht klappt das Nafu immer zur Verfügung zu stellen. Aber man muss ja auch arbeiten usw und dann baut sich wieder die Erwartungshaltung auf bei den Katzen dass sie die nächsten Stunden nichts mehr im Napf haben...
      Ich würde mir da wirklich jetzt schon mindestens zwei Plätze schaffen an die der Hund nicht kommt, aber wo die Katzen gut ran kommen und in Ruhe fressen können. Selbst wenn die sich vor dem Napf angehen, schnell versuchen das zu unterbrechen und der anderen Katze den anderen Platz zeigen. Irgendwann gibt sich dass dann und die fressen wieder an einem Platz und sogar aus einem Napf.
      Wir haben einen ganzen Raum den die Hunde aufgrund einer Babytür nicht betreten können, den Katzen aber zugänglich sein wird. Die Idee mit dem unterbrechen finde ich sehr gut!

      Zu der Sache mit der Anzeige: Mir geht es nicht darum, dass er gelogen hat. Mir geht es auch nicht um etwas persönliches... Mir geht es darum, dass er die beiden Katzen willentlich hätte verrecken lassen. Das ist Tierquälerei! Egal ob er mein Ex ist, ein guter Freund oder ein völlig fremder Mensch, das ist eine Straftat und sollte meiner Meinung nach nicht ungesühnt bleiben. Das Tierheim meinte, dass es nur deswegen wohl nicht zu einer automatischen Anzeige gekommen sei, weil die Tiere in dem Moment "freiwillig" dem Tierheim übergeben wurden und den Tieren somit geholfen werden konnte. Anders wäre die Sache gewesen, wenn er sich weiter verweigert hätte, dann hätten sie eine Anzeige erstellt um die Katzen auf dem Wege da heraus zu bekommen. So wurde leider noch keine Anzeige erstellt und ich finde das einfach falsch.
      Ich kann aus 20m Entfernung die Wohnung meines Nachbarn verwüsten. Mit seiner Katze und meinem Laserpointer
    • Hallo,

      puh, mir wurde ganz anders beim Lesen Deiner Geschichte.
      Gott sei Dank sind die beiden in Sicherheit nun.

      Wegen einer möglichen Anzeige würde ich mich einfach mal von einem Anwalt beraten lassen, ob das Sinn hat und was Du erreichen könntest.
      Du hast die Tierschutzleute als Zeugen der Verwahrlosung, was gut ist.
      Aber bevor Du direkt zur Polizei gehst und das Ganze dann eingestellt oder auf den privatrechtlichen Weg verwiesen wird, wäre anwaltlicher Rat sicher gut, damit Fu weist, wo Du stehst.

      Liebe Grüße alles Gute mit den beiden Stubentigern
    • Dass die zwei beim Thema Futter jetzt völlig abdrehen ist ja normal und verständlich. Ehe an Freigang etc. gedacht werden kann, müssen sie wieder auf Vortdermann gebracht werden, aber das hast du ja eh vor.
      Wichtig ist, den ausgehungerten Körper nicht mit unfassbaren Futtermengen zu überlasten. In der ersten Zeit (2-3 Wochen) sollten die beiden über den Tag hinweg kleine Portionen bekommen, natürlich getrennt, um einander nicht angehen zu müssen. Ja, sie versuchen, den Napf mitzufressen, das ist normal. Aber ein zuviel an Futter überlastet die Organe, deswegen muss man durch diese blöde Zeit einfach durch. Wichtig: Nassfutter! Wie leiderHundelos schreibt, Trockenfutter quillt im Magen auf und führt eher zum Kotzen. Nach und nach kann die Futtermenge der einzelnen Portionen erhöht und die Häufigkeit der Fütterungen verringert werden.
      Bis sie wieder Normalgewicht haben, kann die Futtermenge weit über dem eigentlichen Bedarf liegen. Sie können auch mal kurzzeitig ein Waschbärbäuchlein bekommen, auch das ist im Rahmen. Das pendelt sich ein. Wenn sie endlich gelernt haben, dass der Napf nicht mitgefressen werden muss und dass das Futter wirklich nachwächst, kann man auf normale Fütterung umstellen und auch wieder Trockenfutter bekommen, wenn sie es mögen.

      Ich habe derzeit mit einer Mutterkatze zu tun, die nicht abgemagert, aber sehr hungrig und deshalb sehr aggressiv ist. Sie hat schon größere Mengen vertragen, mit ihr musste man nicht mehr so vorsichtig sein wie mit deinen. Aber normales Fressverhalten kannte sie auch nicht. Einige Tage lang habe ich sie richtiggehend gemästet, sie wurde reichlich rund und hockte teilweise entgeistert vorm Napf, weil sie nicht mehr wusste, wohin mit dem vielen Futter. Sie bekam locker das vierfache von dem, was eine normale Katze braucht - immer, wenn der Napf leer war, hab ich nachgelegt. Irgendwann konnte sie einfach nicht mehr. Seitdem hat ihr Fressverhalten sich normalisiert. Ihr fehlte einfach das Körpergefühl, das Sattsein. Heute habe ich sie gestreichelt :applaus: Und sie ist wunderbar schlank, die kurze Mast macht nicht sofort fett ;)

      Man bekommt sowas wieder hin, aber es kann schon recht lange dauern. Es tut einem leid, dass sie sich nach dieser schweren Zeit nicht sofort sattfressen dürfen, aber bleib um ihretwillen hart - schnelle Erfolge gibt es bei solchen Fällen nicht, aber langsam und geduldig kommt man ans Ziel.
    • Zwei bis drei Wochen? Echt, so lange? Ich wusste dass man die ersten Tage danach kleine Portionen füttern soll um zu gucken das Darm usw langsam wieder in Gang komm. Aber ich dachte nach zwei, Tagen, nicht Wochen, ist " rund um die Uhr ratsam damit sie schnell lernen dass wirklich immer Futter da ist und sie nicht erst zwei oder drei Stunden warten müssen bis es wieder was gibt und dann auch schneller Reste lassen und wieder Anfangen nur zu essen wenn sie wirklich merken dass sie wieder Hunger haben
    • Der Organismus braucht einige Zeit, um sich wieder an Futter zu gewöhnen. Das ist individuell unterschiedlich, aber bei sehr ausgehungerten Tieren würde ich das sehr, sehr langsam angehen. Einige Tage reichen da im Normalfall nicht.
      Der Körper ist im absoluten Ausnahmezustand, die Funktion sämtlicher Organe läuft auf Sparflamme, um weniger Energie zu verbrauchen. Das alles muss sehr langsam angekurbelt werden. Ich kenne leider einige Fälle, in denen die Tiere bis auf die Knochen abgemagert waren, die Muskeln so weit atrophiert, dass sie nicht einmal mehr aufstehen konnten. Die brauchten alle Wochen. Eine sogar fast 2 Monate, bis sie normal fressen konnte.
    • Vielen Dank für den Hinweis! Ich werde mal gucken, was die im Tierheim mir morgen sagen. Die sind ja jetzt schon seit 2 Wochen da und morgen werden sie auch noch einmal von einem Tierarzt angeschaut, bevor ich sie zu mir hole. Ich habe schon ordentlich Futter gekauft, Nassfutter und auch Trockenfutter. Aber das mit dem Trockenfutter leuchtet mir ein. Aber das wird ja so schnell nicht schlecht. Ich habe jetzt auf anraten eines TA Kittenfutter gekauft und werde das mit normalem mischen, damit das etwas mehr Kalorien hat.
      Morgen hole ich die beiden und dann mache ich mir erst mal ein Bild davon. Vielen Dank für eure Tipps! Ich werde weiter berichten!
      Ich kann aus 20m Entfernung die Wohnung meines Nachbarn verwüsten. Mit seiner Katze und meinem Laserpointer
    • Soooo, heute sind die Beiden angekommen. Nachtschatten hat glücklicherweise schon etwas zugenommen... Lenny ist nur immer noch arg dürr... Aber ich finde das Fressverhalten hier nicht sonderlich auffällig... Lenny hat seinen Napf nicht mal leer gemacht. Die zwei sind total munter und es ist so, als wären sie nie weg gewesen. Selbst die Hunde haben den beiden nicht die Bohne etwas ausgemacht. Die im Tierheim sagten, dass die beiden schon ein bisschen an Trockenfutter gewöhnt wären, aber sie vorwiegend Dose bekommen. Ich halte mich jetzt an deren Anweisung.
      Ich bin so froh, dass es alles gut läuft! Die beiden fühlen sich schon wie zu Hause... <3
      Ich kann aus 20m Entfernung die Wohnung meines Nachbarn verwüsten. Mit seiner Katze und meinem Laserpointer

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