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Qualzuchten II

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      Marula schrieb:


      naijra schrieb:

      naijra schrieb:

      Wenn ein homozygotes Genpaar keinerlei negative Effekte hat, verursacht es keinerlei Leiden oder verkürzte Lebensdauer. Jenachdem, wofür das Gen codiert, wird da auch keine Variabilität toleriert - zB bei entscheidenden und überlebenswichtigen Stoffwechselvorgängen.
      Zum Beispiel bei den Genen, die für's Immunsystem codieren ist vermehrte Homozygotie und geringe Varianz allgemein aber sehr wohl negativ, selbst wenn die wenigen, gleichartigen Genvarianten, die man hat, tadellos funktionieren.

      Ehm, dir ist aber schon aufgefallen, dass ich in dem Zitat WENN geschrieben habe? Dass ich also nirgendwo geschrieben habe, Homozygotie sei an jedem Genort problemlos? Das Immunsystem ist so ein Bereich, in dem Homozygotie fraglos negative Effekte hat. Dein Beispiel trifft also nicht zu für das, was ich gemeint habe.

      Im Zusammenhang habe ich vom äusseren Erscheinungsbild gesprochen, bei welchem ja in der Tierzucht meist eine recht weitgehende Homogeniität angestrebt wird. Allerdings sind viele Wildtiere auch sehr homogen im Erscheinungsbild. Unter anderm auch, was Farbe von Fell oder Federn betrifft.

      Mal ein Beispiel: Krähen sind fast ausnahmslos schwarz befiedert. Es ist anzunehmen, dass sie am dafür codierenden Genort hochgradig homozygot sind. Schadet ihnen das, wären sie gesünder, wenn es sie auch in grau oder braun gäbe? Wären sie NOCH erfolgreicher als ohnehin schon erfolgreiche Kulturfolger?

      Auch Wildkaninchen haben fast alle dieselbe Grundfarbe. Sie dürften, wie viele andere Wildtiere auch am Aguti-Genort hochgradig homozygot sein. Solche Beispiele meinte ich, äusserliche Eigenschaften, die von einem oder nur 2, 3 Genorten kontrolliert werden. Aber es gibt auch Erbkrankheiten, die von einem einzigen Gen kontrolliert werden. Auch da ist es nicht schädlich, wenn das Tier homozygot für die Normalvariante ist, und es in der Population nicht viele schädliche allele gibt.

      Oder wozu sollen uns denn alle die zunehmende Anzahl von Gentests von meist rezessiv vererbten Krankheiten nützen, wenn nicht, um die schädlichen Allele in der Population zu reduzieren und damit die Homozygotie der gesunden Normalvariante zu erhöhen?
      Hunde:
      Rhian, Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006
      Splash, Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010
      Welsh Springers reloaded - die Bilder!
    • Belial schrieb:

      Das mag in der blanken Theorie so sein und funktioniert sicherlich auch, wenn ein Airedalefachmann Jack Russell richtet und dann evtl. nichts mit den Papiernamen anfangen kann.
      Aber es kann mir keiner erzählen, dass die Richter nicht in den Katalog gucken während einer Ausstellung.
      Weißt Du, Linda, Richter, so fern sie Richter bleiben möchten, haben sich an die Ausstellungsordnung zu halten. Sie werde sich hüten vor Beendigung ihrer Richtertätigkeit in den Katalog zu gucken. Das muß nur jemand sehen und es gibt massiven Ärger, übrigens auch für den Sonderleiter oder Ausstellungsleiter.

      Aber Du, als fleißige Ausstellerin, Sonderleiterin kennst dich natürlich hervorragend in diesem Genre aus. Darum kann dir keiner etwas erzählen und VDH-Ordnungen sind nur für die Theorie.
      Lieben Gruß Gaby, ihre schweren Jungs und Finn



      **Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens.**


      (Die Jungfrau von Orleans - Friedrich von Schiller)

      Bruno
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    • naijra schrieb:

      Marula schrieb:

      naijra schrieb:

      Wenn ein homozygotes Genpaar keinerlei negative Effekte hat, verursacht es keinerlei Leiden oder verkürzte Lebensdauer. Jenachdem, wofür das Gen codiert, wird da auch keine Variabilität toleriert - zB bei entscheidenden und überlebenswichtigen Stoffwechselvorgängen.
      Zum Beispiel bei den Genen, die für's Immunsystem codieren ist vermehrte Homozygotie und geringe Varianz allgemein aber sehr wohl negativ, selbst wenn die wenigen, gleichartigen Genvarianten, die man hat, tadellos funktionieren.
      Ehm, dir ist aber schon aufgefallen, dass ich in dem Zitat WENN geschrieben habe? Dass ich also nirgendwo geschrieben habe, Homozygotie sei an jedem Genort problemlos? Das Immunsystem ist so ein Bereich, in dem Homozygotie fraglos negative Effekte hat. Dein Beispiel trifft also nicht zu für das, was ich gemeint habe.

      Im Zusammenhang habe ich vom äusseren Erscheinungsbild gesprochen, bei welchem ja in der Tierzucht meist eine recht weitgehende Homogeniität angestrebt wird. Allerdings sind viele Wildtiere auch sehr homogen im Erscheinungsbild. Unter anderm auch, was Farbe von Fell oder Federn betrifft.

      Mal ein Beispiel: Krähen sind fast ausnahmslos schwarz befiedert. Es ist anzunehmen, dass sie am dafür codierenden Genort hochgradig homozygot sind. Schadet ihnen das, wären sie gesünder, wenn es sie auch in grau oder braun gäbe? Wären sie NOCH erfolgreicher als ohnehin schon erfolgreiche Kulturfolger?

      Auch Wildkaninchen haben fast alle dieselbe Grundfarbe. Sie dürften, wie viele andere Wildtiere auch am Aguti-Genort hochgradig homozygot sein. Solche Beispiele meinte ich, äusserliche Eigenschaften, die von einem oder nur 2, 3 Genorten kontrolliert werden. Aber es gibt auch Erbkrankheiten, die von einem einzigen Gen kontrolliert werden. Auch da ist es nicht schädlich, wenn das Tier homozygot für die Normalvariante ist, und es in der Population nicht viele schädliche allele gibt.

      Oder wozu sollen uns denn alle die zunehmende Anzahl von Gentests von meist rezessiv vererbten Krankheiten nützen, wenn nicht, um die schädlichen Allele in der Population zu reduzieren und damit die Homozygotie der gesunden Normalvariante zu erhöhen?
      Du hast "wenn" geschrieben, dich aber nicht auf irgendeinen bestimmten Genort beschränkt. Deswegen habe ich das Beispiel gebracht, wo Reinerbigkeit schädlich sein kann, selbst wenn das betreffende Gen an sich "gesund" ist, kein Defektgen das für irgendwas schädliches codiert.
      Du hast natürlich recht, dass nicht jede Reinerbigkeit schädlich ist!
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    • In einem anderen Artikel hatte ich allerdings gelesen, dass der Hund von der jetzigen Besitzerin freigekauft wurde aus einem wohl nicht so schönem Leben.
      Die OP's hat sie dann machen lassen um ihm eben ein besseres Leben zu ermöglichen(bzw ihr).

      Die Thematik über Sinnigkeit dieser Veranstaltung oder Unsinnigkeit gab es ja schon mal.
      Mit Mischlingshündin, geboren ca.: *01-11.01.2014
    • Rikah schrieb:

      Ein Großteil der startende Hunde stammen aus dem Tierschutz. Auch aus den Vorjahren.Ich mag solche Wettbewerbe, sie zeigen halt unperfekte Hunde.
      Ich finde das Konzept besser als das der Austellungen.

      ...und da viele der Hunde ein gesundheitliches Problem haben, ist das Preisgeld auch durchaus positiv angelegt, um zu helfen, Leid zu lidern.
      LG
      Raphaela

      Sooner or later we all must face our own Kobayashi Maru test...
      The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem. - Captain Jack Sparrow

      Ekko, Cardassia & Azog

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