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Rudelgedöns - Was kann man dagegen tun?

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      Nee, eig. nicht Rudelgedöns, sondern Dominanzgedöns.

      Schmeiss mal den Welpen hübsch auf den rücken und drück ihn runter und so was alles.

      Da es sich bei der Verfasserin um eine sehr junge, unerfahrene Halterin handelt, die halt irgendwas im Fernsehen gesehen hat, ist es nicht so der Untergang des Abendlandes.

      Aber trotzdem fand ich es gut, dass gleich gegengehalten wurde, denn sonst hätten die unbedarften Frager das am Ende noch probiert (das war so die sorte: wir probieren halt jeden Tipp mal an unserem Welpen aus... och Mist, wieder nicht funktioniert, der zwickt uns immer noch...)
    • man kann die menschen fast nicht ändern, viele hören nämlich nicht auf argumente, auch wenn man eine kynologische fachausbildung hat. trotzdem kann ich's nicht ignorieren. es geht ja hier nicht einfach nur um eine persönliche meinung, sondern es leiden tiere darunter.

      als halter sollte man einfach hundeschulen welche unwissenschaftlich arbeiten meiden. dann sterben die (irgendwann, hoffentlich) aus.
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    • lajosz schrieb:

      man kann die menschen fast nicht ändern, viele hören nämlich nicht auf argumente, auch wenn man eine kynologische fachausbildung hat. trotzdem kann ich's nicht ignorieren. es geht ja hier nicht einfach nur um eine persönliche meinung, sondern es leiden tiere darunter.

      als halter sollte man einfach hundeschulen welche unwissenschaftlich arbeiten meiden. dann sterben die (irgendwann, hoffentlich) aus.
      Letzter Satz ist top! Aber wie meinst du das mit du kannst es nicht ignorieren? Redest du die Leute auf der Straße an?
    • RafiLe1985 schrieb:



      Was kann man tun, damit das endlich aufhört?
      Handeln, nicht reden und Taten statt Worte sprechen lassen. Aktiv als gutes Beispiel vorangehen und durch die eigenen Hunde zeigen, dass es auch ohne Rudelgedöns und Alphagerede mit der Erziehung nicht nur schneller, sondern auch besser geht. Den anderen vor Augen führen, dass Gewaltlosigkeit weder weichgespült, noch strukturlos sein muss, sondern zuverlässige,und punktgenaue Reaktionen beim Hund hervorruft und Hund und Besitzer Spass macht.

      Ich doziere nicht und ich erkläre nicht, wenn ich nicht aktiv danach gefragt werde. Wer sich aber interessiert, mit dem unterhalte ich mich gerne.
    • Ich bin kein Fan von Cäsar M., ich komme aber mit ein paar der körperprachlichen Mittel von Maja Nowak gut zurecht.

      Ich spreche hier nicht vom Erniedrigen, Schlagen, Runterdrücken oder Sonstigem Mist.
      Ich spreche davon, körpersprachlich mit dem Hund zu kommunizieren.

      Wir haben bisher immer auch HSHs gehalten (auch meine Eltern schon) und unsere Hunde haben von uns stets absolute Klarheit verlangt. Nicht laut, nicht aggressiv, sondern ruhig und souverän und jede Lage in der Hand haltend. Wenn wir das liefern konnten, waren die Tiere immer sehr folgsam, wenn wir unsicher wurden, wurden es unsere Hunde auch. Eine positiv besetzte Dominanz also.

      Wenn man unter "Rudelführung" = "Familienführung" versteht, dass die ältesten Tiere die erfahrensten sind und in jedem Notfall wissen, was zu tun ist, dann ist Dominanzgehabe komplett überflüssig, dann läuft der Hund auch voraus und vor mir durch die Tür, ohne, dass ich meine Position verliere oder behaupten muss.

      Man kann sich von sehr souveränen Hunden und Menschen eine Menge abschauen, leider ist das Wort "Dominanz" in unserer Gesellschaft negativ besetzt, wozu C.M. auch noch beigetragen hat. Ich finde das schade, ich kenne Menschen, die diese positive Dominanz haben, ohne dass andere darunter leiden, sondern sich ihnen gern anschließen und ihnen die Entscheidungen überlassen, weil sie Vertrauen haben.

      Diese absolute Klarheit kann ich nicht immer liefern, aber ich arbeite daran. Auch unseren Kindern tut das gut, wenn ich es schaffe.
    • Ich höre es leider auch immer noch zu oft....
      "Du musst der Chef sein, du bist der Führer.... " mir hängt es zum Hals raus... ehrlich.
      Was dahinter steht versteh ich ja schon, dass ich meinen Hund zeige wo es lang geht und Sicherheit vermitteln soll damit er sich wohl fühlt.
      Ich hab mir um ehrlich zu sein seit ich Bonny habe nicht mehr so viele Gedanken darüber gemacht weil ich mich auf Bonny eingelassen habe. Sie zeigt mir mit ihrem Verhalten ob ich auf dem richtigen Weg bin.

      Ich bekomm auch immer noch mit wie Leute der Meinung sind dass man Hunde in Pipi und Kacka drücken muss um sie stubenrein zu bekommen. Kannte ich von früher auch als ich mich noch nicht so mit Hundeerziehung beschäftigt hab. Heut lehne ich es ab....
      Bonny, Chihuaua geb am 15.04.2015

      Unser Pfotothread: Bonny Ein Mini erobert mein Herz
    • Ich habe erst vor drei Jahren begonnen in die Welt der Hundeschulen, Vereine, Trainer einzutauchen.
      "Du bist der Chef!
      "Er wird dich beißen, wenn du ihm nicht zeigst wo es lang geht."
      "Der Hund darf nicht gewinnen."
      " Zuerst durch die Türe gehen."
      "Hund runter vom Sofa."

      Den Hund schlagen, am Nacken packen, am Halsband reißen ist mir durchaus begegnet, wenn nicht von den Trainern, dann von den Haltern.
      Herumschreien, Kasernenton, das alles gibt es noch und nicht so selten.

      Man muss sich schon umschauen, selbst stark sein in seiner Haltung, um nicht Erfüllungsgehilfe zu werden.

      LG, Friederike
      „Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, dass das was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.“
      Salvador Dalí




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