• Aber das ist doch generell so und nicht nur bei NHS und wird auch nicht nur nach dieser Methode "gelehrt".
    Ich habe noch bei alten Kavalleristen aus dem 2. Weltkrieg reiten gelernt.
    Da hieß es immer "Durchsetzen! Aber mit sowenig Druck und so feinfühlig wie möglich!"

    Ja, es gibt noch viele andere gute Sachen. Hat doch keiner was anderes gesagt. Es gibt ne Menge Leute die absolut nach den Prinzipien von NH arbeiten, aber sich nie so nennen würden, oder den Begriff noch nie gehört haben.
    Und die Prinzipien gibts schon lange, lange vor Parelli oder dem Wort NH. (Hab ich gleich im ersten Post geschrieben).


    Gute Pferdearbeit ist gute Pferdearbeit. Gutes Reiten ist Gutes Reiten.


    Es geht nicht ums Etikett.

    • Neu

    Hi


    hast du hier Parelli* schon mal geschaut? Dort wird jeder fündig!


    • Und da wird drauf gehauen, wenn der andere nicht funktioniert wie er soll....Das Weichen ist da auch sehr oft ängstlich meidend zu sehen (wodurch es oft genug zu Sehnenverletzungen kommt)
      Also kann man nicht unbedingt behauten, dass Pferdesprache nur feinfühliges Druck machen und entspannen ist.
      Bei heutiger Haltung mit häufig wechselnden Besätzen eher nicht....

      Das ist auch wieder ne ganz ganz andere Baustelle.... Pferdekommunikation in einer schlecht funktionierenden herde auf zu kleinem Raum ist natürlich NICHT das Vorbild. Mei. Mann kann auch absichtlich alles hindrehen.


      Ich finde das ist hier so ein "Nitpicking" geworden.
      Ich wollte darstellen, was NH eben ist - und nicht hier ins Kreuzverhör genommen werden. Ungefragt würde ich nie damit anfangen und sicher niemanden missionieren.


      Macht gar keinen Spaß.


      Aber Honig, der ja gefragt hat, hat genug Input inzwischen.

    • Wenn ich jemandem was beeindruckendes zeigen möchte, dann die Pignon - Brüder. Freiheitsdressur, einer nur mit Stuten, der andere nur mit Hengsten.

      Na die beiden haben mir ja gerade noch gefehlt. Was zumindest von einem der beiden im Bezug auf Gott, Mensch und Tier zum Besten gegeben wird, findet man auch eher in der bibeltreuen, christlich verklärten und weniger der wissenschaftlichen, verhaltensbiologischen Ecke...

    • Gewalt ist doch nicht nur schlagen, prügeln, treten usw.
      Nur weil einer sein Pferd nicht durch die Gegend prügelt, schlägt, tritt, zerrt ist es doch nicht gleich gewaltfrei. Das kann natürlich gewaltfrei sein. Ich wollte nur damit sagen, das es auch ohne so etwas Gewalt sein kann. Aber eben andere Gewalt.


      Psychische Gewalt ist für mich mindestens genauso schlimm. Bestes Beispiel, für mich persönlich jedenfalls, der Join Up von Monty Roberts. Der ist alles andere alls gewaltfrei und ist, für mich, psychische Gewalt.


      Die Pferdekommunikation in einer Herde, die schon lange zusammen steht, ist normalerweise sehr ruhig. Da wird normalerweise nicht oder selten getreten, gebissen, gejagt. Aber am Anfang läuft es öfter mit treten , beissen, scheuchen usw. ab. Mal mehr und mal weniger Intensiv.
      Ich kenne einige Zusammenführungen die einfach waren und ohne Prügelattacken. Da wurde gerannt, mal ausgetreten mit viel Luft dazwischen, gequiekt und nach 5 Minuten war alles vorbei. Sie standen danach alles friedlich zusammen und haben gegrast.
      Ich kenne aber auch ein paar Pferde die wirkliche Prügelknaben sind. Da wird nach Monaten/Jahren immer noch getreten, gebissen, auf andere draufgehauen und einfach auf die anderen losgegangen. Wobei ich der Meinung bin, das bei solchen Pferden irgendetwas schief läuft oder schief gelaufen ist.


      Nur weil es Pferde gibt die so mit anderen Pferden umgehen, gehe ich so mit einem Pferd nicht um.


      Es geht doch eher darum, dass sich das Pferd darauf verlassen können muss, das wir in den verschiedenen Situationen immer gleich handeln.
      Und nicht das wir dann drauf hauen, psychische Gewalt/psychischen Druck benutzten. Dann folgt es uns doch nur aus Angst und nicht weil es gerne mit uns arbeiten möchte und zusammen sein möchte.


      Ich möchte jedenfalls das Pferd als Team/Partner und das mir gerne folgt, gerne mit mir arbeitet, gerne mit mir zusammen ist und Spaß hat. Und nicht weil es weil es Angst hat, gebrochen wurde oder unterjocht wird.


      LG
      Sacco

    • Für die, die das Thema ehrlich interessiert und die sich ein Bild von der Bandbreite von NH machen wollen (quasi den Strand betreten, statt sich mit dem Sandkorn Parellis 7 Spiele zufrieden zu geben) schmeisse ich zum Abschied ein paar Namen in die Runde...


      ansonsten ist NH einfach eine Reise, die man antritt mit und zu seinem Pferd. Jeder mit seinem eigenen Gepäck. Der Weg ist das Ziel.


      schon genannt:


      Mark Rashid (die Bücher sind echt lesenswert, keine "Kurse", sondern Erfahrungsberichte)


      Honza Blaha (Schwerpunkt Freiheitsdressur)


      ausserdem:


      Karen Rohlfs (klassische Dressur)
      Jeff Sanders, Steve Halfpenny


      in Deutschland z.B.:
      Judith Mauss

    • @frauchen07


      Welchen eigenen Ausbildungshintergrund hat letztere? Das wird auf ihrer Internetseite nicht ersichtlich.


      Honza Blaha ist zum Beispiel ein richtig gutes Beispiel dafür, dass Freigeitsdressur und Freiheit nichts miteinander zu tun haben. Das ist ziemlich knallhart.


      Diese beiden Illustrationen von "fed up Fred" finde ich dazu übrigens sehr passend:



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