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Unsere Hibbelhunde - schneller, höher, weiter!

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      Ok verstehe was du meinst. Auf dem Peak sollte man auch nicht korrigieren. Sondern in Bereichen wo beim Hund noch was ankommt. Sonst hilft es nix oder macht alles schlimmer.
      Pepe, Terrier-Mix (Oktober 1998 - 1.10.2011)
      Theo, Épagneul Breton (22.05.2002 - 22.02.2018)
      Hilde, Malinois (*Juni 2013)

      Fotos von uns - THEO - Ex- "Bre-Tonne" - und Schwester Hilde

      Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten sind im Hund enthalten. (Franz Kafka)
    • Hummel schrieb:

      oregano schrieb:

      Ich hab bei Finya als wir im AJT festgehangen sind zufällig rausgefunden, wie ich sie runter bekomme, wenn sie abdreht.
      Ab da habe ich das Hochdrehen bei Wildsichtung jedes Mal auf diese Weise korrigiert, da sie dadurch nicht mehr lernfähig und aufnahmebereit war.
      Nach ein paar Mal war die Sache gegessen. Sie hat vorher scheinbar einfach nicht gewusst, dass es nicht erwünscht ist, sich bei Wildsichtung so hoch zu fahren. Ich hab das nie gefördert, aber halt auch nicht bestraft und sie letztlich nicht mehr aus diesem Wahn rausbekommen. Danach hat sie irrsinnig schnell Fortschritte gemacht. Die ist schon ewig nicht mehr schreiend in der Leine gehangen.

      Bei Frodo habe ich mich lange gegen einen Abbruch dieser Art gewehrt, weil er so extrem sensibel ist, aber letztlich habe ich es doch ausprobiert und es funktioniert sehr gut und hilft ihm scheinbar.

      Bei Angst oder Panik würde ich das auch nicht verwenden, aber bei Hysterie schon.
      Ja, man kann sagen, korrgiert werden sollte die Aufregung, die sich in Aktion nach vorn umsetzt. Alles was im Rückwärtsgang ist, ist definitiv nicht gut zu korrgieren über Abbruch und da macht es alles auch eher schlimmer als besser - würd ich die Flossen von lassen..
      Aber ich stimme dir zu - vielen Hunden fehlt die verständliche (!) Info, dass die Aufregung schlicht unerwünscht ist.

      Daher @Juliaundbalou ich weiß zwar nicht was du meinst mit "in reine Aufregung würde ich nicht korrigieren", aber ich korrigiere nur Aufregung nicht das daraus resultierende Verhalten, denn das ist das Symptom imA.

      Ich vergleiche das gerne mit einem Mensch, der sich in irgendwas reinsteigert und deshalb gar nicht mehr klar denken kann (also fast am Hyperventilieren ist). Wenn man dem dann eine Ohrfeige verpasst oder vor ihm fest auf den Tisch haut, holt das die Person oft raus und man kann wieder normal mit ihr reden.
      So in etwa funktioniert das auch bei meinen Hunden.
      Your Love is like a Soldier, loyal till You die.
      ~James Blunt~


      * Finya - serbische Terpitzprinzessin *
      * Frodo - der Überflieger-Kleinpudel *


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    • Ich korrigiere zb nicht im Höhepunkt der Aufregung sondern schon die ersten Anzeichen dass Hund anfängt sich in was reinzusteigern. Das erkennen Außenstehende oft gar nicht und ich wurde schon angepampt wieso ich meinen Hund korrigiere wenn er eh nur zum anderen Hund schaut. Für aussenstehende schaut er nur. Ich kenne ihn und weiss dass die Art wie er schaut schon ein Anzeichen ist dass er sich bald ausklinkt. Wenn ich dann korrigiere ist die Sache gegessen und mein Hund ist bei mir. Warte ich länger und er steigert sich rein dann kann ich ihn verprügeln und er kriegt das nicht mit.

      Im Höhepunkt der Aufregung dringt ja meist nix durch, aber man kann sehr wohl den Ansatz, also bevor Hund fiept und sich ausklinkt, korrigieren. Das hilft zb auch bei meiner Ziva, die sich gerne mal in Sachen reinsteigert.
      Liebe Grüße von Bianca

      mit Prinzessin Ziva und Breitmaulfrosch Hector

      Unser Leben in Bildern
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    • @Avocado wenn ich genug Zeit und Raum habe, mache ich das genauso. Das ist am effektivsten.

      Beispiel von vorhin:
      Wir sind aus dem Auto raus und wollten zur Dummywiese. Balou fand eine frische Hundespur und verfiel innerhalb von einer Sekunde vom normalen „Ich-markiere-gleich-Schnüffeln“ in das „Plopp-plopp-ich-verliere-mich-und-werde-hektisch-Schnüffeln“.
      Kommando: Naaase hooooch.
      Nase geht hoch. Und nimm‘s - Lou trägt den Dummy bis zu Wiese, markiert entspannt zweimal auf dem Weg und das war‘s. Minimaler Zug auf der Leine.
      Danach wurde konzentriert gearbeitet und der Rückweg war entspannt.

      Greife ich eine Sekunde später ein, habe ich den Salat.
      Probier's mal mit Gemütlichkeit - oder auch nicht

      Balou (Golden Retriever, *25.10.2014)
    • Neu

      Avocado schrieb:

      Ich korrigiere zb nicht im Höhepunkt der Aufregung sondern schon die ersten Anzeichen dass Hund anfängt sich in was reinzusteigern. Das erkennen Außenstehende oft gar nicht und ich wurde schon angepampt wieso ich meinen Hund korrigiere wenn er eh nur zum anderen Hund schaut. Für aussenstehende schaut er nur. Ich kenne ihn und weiss dass die Art wie er schaut schon ein Anzeichen ist dass er sich bald ausklinkt. Wenn ich dann korrigiere ist die Sache gegessen und mein Hund ist bei mir. Warte ich länger und er steigert sich rein dann kann ich ihn verprügeln und er kriegt das nicht mit.

      Im Höhepunkt der Aufregung dringt ja meist nix durch, aber man kann sehr wohl den Ansatz, also bevor Hund fiept und sich ausklinkt, korrigieren. Das hilft zb auch bei meiner Ziva, die sich gerne mal in Sachen reinsteigert.
      Bei Emil gibt’s da auch verschiedene Arten was ich wann korrigiere. Wenn eine Hündin an uns vorbeiläuft (momentan scheint der halbe Wald läufig zu sein und Emils Hirn macht sich schnell auf den Weg in seine Genitalien) und ich sehe wie seine Nase zu ihr herumschießt bekommt er gleich ein "Weiter", oder auch mal einen schnellen Griff ins Geschirr um die Richtung zu korrigieren |) . Da muss ich sofort reagieren.
      Wenn Herr Hund aber wegen einer doofen Situation aufgeregt ist und eben bellen MUSS (und ja, glaubt mir, er muss dann tatsächlich), dann lasse ich ihn kurz bellen, bis ich merke das aufgeregte Bellen schlägt in doofes Kläffen um (hört man bei ihm recht gut), dann bekommt er ein "Genug", dann schnauft er, schüttelt sich und gut. Mal hüpft er noch ein bisschen, aber meist ist es dann gegessen. Das Bellen kann ich tatsächlich nicht sofort abbrechen, weil er es braucht. Er darf mir kurz erzählen, was doof ist und dann ist es "Genug", wenn er ins meckern fällt. Das klappt erstaunlich gut.
      Ich habe meinen Kindern auch nicht den Mund verboten, wenn sie mir was erzählen mussten, was sie bewegt hat. Finde das tatsächlich vergleichbar. Er berichtet mir auch wirklich in allen Lebenslagen gerne :ugly: .
      Kind kommt nachhause, er läuft in den Flur, guckt wers ist und kommt dann zu mir, bellt dreimal und hat damit halt Emiliys Ankunft mitgeteilt. Es ist total lustig, wie ein Butler sozusagen.
      Sowas macht er oft. Und wenns dann drei Beller sind, was solls. Er braucht das, es gehört halt zu seinem Wesen. Ich versuche nicht mehr es im Keim zu ersticken, das stresst uns alle beide. ich unterbreche es, wenn es in sinnlose Kläfferei umschlägt. Und damit fahren wir jetzt wirklich gut.
      Claudia und ihre Fellnasen
      Chica: geboren irgendwann 2005
      Emil: geboren 21.06.2015

      für immer in meinem Herzen mein Seelenhund Wusel: geboren 1999, gestorben 19.02.14

      Emils Kindertage
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      Wir machen weiter Fortschritte im Alltag. Ich versuche ja, Balou zu desensibilisieren, was Hundespuren angeht. Das ist eine echte Gratwanderung. Auf sehr stark begangenen Strecken (na ja, für unsere Verhältnisse: Dorfrunden und „stark“ frequentierte Feldwege) klinkt Balou meist aus und ihm wird übel. Die meide ich weiterhin und finde das auch nicht schlimm.
      Aber dann haben wir noch Strecken, die nur über ein kurzes Stück stark frequentiert mit Hunden begangen werden. Da gehe ich morgens alle zwei Tage mit ihm lang, an der Leine eine halbe Stunde. Das Stück, was so extrem für ihn riecht (vielleicht 2-3 Minuten?), schaffen wir mittlerweile mit „Naaaase hoooch“ und circa 10 Leckerlis total gut. Balou macht es Spaß und er gibt sich sehr viel Mühe :dafuer: Begegnet uns da doch mal jemand mit Hund, weichen wir in eine Einfahrt oder auf ein Wiesenstück aus und laufen dort kleine Bögen. Er nimmt meistens durchgehend Futter und das ist ein Riiiiesenschritt für uns :smile:

      Und das Training macht sich bezahlt:
      Gestern sind wir für eine große Runde aufgebrochen. Am Anfang des Waldweges tänzelte Balou und reckte die Nase hoch in die Luft: bis vor 2,5 Jahren war er mehrmals pro Woche bei einer Sitterin mit Hündin - diese liefen in größerer Distanz auf uns zu. Da beide aber keinen Kontakt mehr haben seit zwei Jahren, bin ich mit ihm durch das Gestrüpp auf die freie Wiesenfläche neben dem Waldstück. Er wollte sich völlig verlieren, erinnerte sich aber an das gewünschte verhalten und hat es ganz toll gemeistert - nicht perfekt, aber diese Hündin ist auch echt schwer für ihn :bindafür:
      Später kam ein großer Rüde auf einer engen Straße ohne Bürgersteige auf uns zu. Ich habe Lou neben der Straße auf einem Minigrasflecken Leckerchen verstreut und er hat diese fleißig gesucht, während der Rüde an uns vorbei lief. Ein kurzer Blick und das war‘s :dafuer:
      Zum Abschluss der Runde liefen wir auf einer frischen Hundespur entlang (den Hund konnte ich sogar sehen, Lou hatte wie immer Tomaten auf den Augen |) ) und Lou ließ sich weiterhin super ablenken. Die Besitzerin bemerkte uns irgendwann, blieb stehen, ihr Hund ging an der Schlepp in unsere Richtung und beobachtete uns sehr gespannt :ugly:
      Glücklicherweise ging ein paar Meter vor den beiden ein Seitenweg ab, auf den wir abbogen, sie folgte uns langsam :ugly: und ich konnte Lou ableinen und weiter weg schicken. Kein Problem.

      Vor kurzem wären drei Hundebegegnungen in 1,5 h noch zu krass gewesen. Gestern war alles prima, er hat sich immer gefangen, ist nicht ausgeklinkt oder Aggro geworden und bis nach Hause super ansprechbar gewesen (mit zwei Jagdansätzen :pfeif: ) und toll an der Leine gelaufen :applaus:

      Es dauert zwar echt lange im Vergleich zu „normalen“ Hunden, aber Hopfen und Malz sind anscheinend nicht verloren =)
      Probier's mal mit Gemütlichkeit - oder auch nicht

      Balou (Golden Retriever, *25.10.2014)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Juliaundbalou ()

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