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Milztumor - Erfahrungen mit OP?

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      Es heißt doch, der Hund sei noch recht fit.
      Was spricht denn dann gegen eine OP, außer eben das Alter an sich?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bubelino ()

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    • Puh... Danke für eure Antworten. Aber wie befürchtet, bin ich jetzt bin ich auch nicht klüger. Leider. Eure Antworten spiegeln all das wieder, was mir auch durch den Kopf geht.

      frolleinvomamt schrieb:

      Was mute ich dem Hund noch zu für welche gewonnene Lebenszeit?
      Das war auch das Argument des Arztes, wobei natürlich niemand sagen kann, welche Lebenszeit er noch hätte. Er ist im letzten Jahr deutlich gealtert, auch wenn ich ihn für sein Alter, das ja nur geschätzt ist, noch recht fit finde.

      gorgeous2000 schrieb:

      Aus meiner Sicht kommt ihr um eine OP gar nicht herum, denn wenn die Milz erst platzt, ist es meistens fast schon zu spät und man erkennt das oft nicht schnell genug.
      Im Prinzip heißt nicht operieren nur Warten, bis die Milz platzt und dann einschläfern.

      In eurem Fall hätte ich die OP schon lange gemacht, wo das Risiko, dass irgendwo Metastasen sind noch gering war.
      Genau das heißt es natürlich. Warten und die letzte Zeit so unbeschwert wie möglich machen oder operieren mit der vagen Möglichkeit, dass er dadurch noch ein, zwei Jahre gewinnt bei hoffentlich gleichbleibender Lebensqualität und der ebenso vagen Möglichkeit, dass er durch die OP massiv abbaut und wir die ihm ohne OP verbleibende Zeit sehr unangenehm machen.
      Ich weiß, auf welche Anzeichen ich achten muss. Die Klinik ist zwei Kilometer entfernt und rund um die Uhr besetzt und falls die Milz reißt, würde er unverzüglich eingeschläfert....

      Das Risiko, dass irgendwo Metastasen sind, war ja noch nie gering, da er seit Jahren tumoröse Veränderungen hat, deren Gutartigkeit ich einmal bestätigt habe. Und letztlich habe ich mich auf die Einschätzung der Klinikärzte verlassen. Es hat auch bei der erstmaligen Feststellung niemand gesagt, sofort operieren, obwohl ich natürlich danach gefragt habe und es natürlich getan hätte. Da hieß es noch, abwarten und kontrollieren und ggf bei Veränderungen die Milz entfernen.
      Die zweite Kontrolle ergab auch keine OP-Indikation und die dritte führte zu dem Tumor außerhalb der Milz. Da hieß es relativ klar: nicht operieren.
      Die letzte Kontrolle habe ich eigentlich mehr für mich machen lassen und mich hat die dann eröffnete Möglichkeit einer OP überrascht, weil die Aussage zuvor so eindeutig anders war.

      Mir geht es nicht darum, nichts unversucht zu lassen. Ich will nicht alles versuchen, sondern das machen, was mutmaßlich für meinen Sammi der beste Weg ist.
      Die Hündin, die wir im Sommer haben einschläfern lassen, hatte sicher kein schönes letztes Jahr. Sie war dement, blind und taub, niereninsuffizient, inkontinent, herzkrank und wir wussten nie, wie es ihr ging. Da sie aber immer wieder kurze Zeiten hatte, in denen Lebensfreude spürbar war oder in denen sie mit großem Appetit gegessen hat oder sie am Schuhregal schnüffelte, um herauszufinden, ob ihr Herrchen schon von der Arbeit zurück ist (Arbeitsschuhe) hatten wir nicht den Eindruck, das Recht zu haben, über ihr Leben zu entscheiden. Allerdings war sie ihr ganzes Leben lang irgendwie beziehungslos, fast autistisch, so dass es extrem schwer war, ihr Befinden einzuschätzen.

      Ein solches Leben wünsche ich keinem Hund. Und dennoch würde ich einen alten Hund deshalb nicht einschläfern lassen, solange noch etwas da ist, was Lebensqualität ausmacht und ihn sein altes Leben leben lassen.
      Sammi hat Freude an seinem Leben, ganz eindeutig. Auch wenn sein Leben kleiner ist als früher, beschwerlicher und er viel schläft. Und natürlich wünsche ich mir, dass er den aktuellen Zustand noch Jahre behält. Die Wahrscheinlichkeit dürfte aber gering sein.

      Manchmal wünsche ich mir, es nier erfahren zu haben, dann müsste ich jetzt nicht entscheiden. Und in der Klinik ist mir genau das gesagt worden...aber ich wollte es wissen.

      LG
      Andrea
      http://www.dogforum.de/index.php/Thread/90597-Sam-s/
    • Hedges schrieb:

      Manchmal wünsche ich mir, es nie erfahren zu haben, dann müsste ich jetzt nicht entscheiden. Und in der Klinik ist mir genau das gesagt worden...aber ich wollte es wissen.
      Du musst nichts entscheiden. Das Wissen um die Krankheit ist da. Muss man sich dafür oder dagegen entscheiden? Nein, muss man nicht! Man kann die Diagnose annehmen - fertig!

      Ich würde meinem alten Hund keine OP mehr zumuten , ich würde ihn in Würde sterben lassen, wenn Tag x da ist, aber nicht um jeden Preis sein Leben verlängern. Wer weiß, wie sein Leben im fortgeschrittenen Alter aussieht?
      Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
      Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
      Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
      Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben! ♡
    • Benni wurde im letzten Jahr mit 9 Jahren operiert. Jetzt geht es ihm sehr sehr gut und ich bin sehr froh, die OP gemacht zu haben. Aber direkt nach der OP ging es ihm so schlecht, dass ich es für einen Fehler hielt.
      Wenn dein Hund sowieso schon Metastasen überall hat, egal ob gut oder bösartig, würde ich mich wahrscheinlich gegen eine OP entschieden, aber von außen sagt sich das immer so leicht.
      Wenn eine OP in Frage kommt würde ich definitiv auch vorher die Lunge röntgen lassen. Wären da damals bei Benni Metastasen gewesen hätte die Klinik auch nicht operiert.
      Wir sind auch dabei:

      Neues vom Stinketier ;)
    • Grinsekatze1 schrieb:

      Ich würde meinem alten Hund keine OP mehr zumuten , ich würde ihn in Würde sterben lassen, wenn Tag x da ist
      Wenn man das zB als allgemeingültige Regel nehmen würde, wären zwei meiner Hunde schon tot. Die sind einen Tag (!) nach der echt großen OP mit Schnitt über ganzen Bauch beide auf der Wiese herumgehüpft wie 2jährige. Wäre ein Riesenfehler gewesen, ihnen das "ersparen" zu wollen.
    • Ich darf daran erinnern, dass der besagte Hund günstigenfalls 12 Jahre alt ist und maximal 15 Jahre.

      Aus Erfahrung weiß ich, dass alte Hunde die Narkose nicht mehr einfach so wegstecken. Und wenn der Hund in der vergangenen Monaten eh schon abgebaut hat, ja was erwartet man denn noch von einer OP? Lebensverlängerung um jeden Preis?

      Die OP hätte meiner Meinung nach - nach den beschriebenen Erkenntnissen - durchaus früher stattfinden müssen - aber da, wurde sie vom Tierarzt bereits abgelehnt. Der wird wissen warum!
      Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
      Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
      Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
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