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HerzHunde - wenn die Pumpe spinnt

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    • HerzHunde - wenn die Pumpe spinnt

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      "Ein Hund ist ein Herz auf vier Pfoten" :herzen1:


      Hallo liebe Besitzer herzkranker Hunde,

      da es hier so viele spezielle Threads zu bestimmen Wehwehchen gibt, dachte ich es ist eine gute Sache auch ein extra Thema für unsere herzkranken Hunde zu erstellen.

      Ich wünsche mir einen fairen Meinungs- und Erfahrungsaustausch, von welchen v.a. Besitzer von Hunden die erst vor Kurzem eine Diagnose bekommen haben (so wie wir) viel mitnehmen können. Gerade nach einer Diagnosestellung fühlt man sich verzweifelt und ist froh Erfahrungswerte anderer teilen zu können. Auch kann man sich hier zum Thema unterhalten und muss nicht andere Themen zweckentfremden bzw per PN schreiben-so haben alle was davon.

      Ob angeborene Herzfehler oder im Laufe des Lebens erworbene Erkrankungen, hier soll jeder willkommen sein und Verständnis finden.

      Na dann, auf geht's =)
      Es sind die ohne Schuhe, die jeden Weg mit uns gehen.
      Es sind die ohne Geld, die uns all das geben, was unbezahlbar ist.
      Es sind die, die nichts versprechen, die uns niemals enttäuschen.
      Es sind die, die nichts besitzen, die uns aber mehr geben, als manche Menschen.
    • Ich fang einfach mal an =)

      Dass mit Peppers Herz etwas nicht stimmt, wurde bei einer Routine-Untersuchung fürs TW impfen festgestellt. Eigentlich wollte ich den Termin für die Auffrischung herauszögern, aber da wir im Dreiländereck Polen:Tschechien:Deutschland wohnen und Pepper doch öfters mal mitnehmen, bin ich doch eher gegangen. Bloß gut kann ich sagen. Unser Haus-TA erzählte mir dann mehr oder weniger im Herausgehen "hab ich Ihnen eigentlich schon gesagt, dass Ihr Hund ein Herzgeräusch hat?!" :ugly: Nein, haben Sie noch nicht!! Er hat mir das ganze grob erklärt ("Stadium" 4/6) und meinte ich soll Pepper gut beobachten und wenn er irgendwann mal hustet, einen dicken Bauch bekommt oder nicht mehr laufen will, dann geben wir Tabletten. :muede: Nee, nicht mit mir! Ich werde nicht abwarten bis mein Hund Wasser in der Lunge hat und deswegen röchelt und es am Ende zu spät ist! Das hat mich sehr enttäuscht, da ich bis dato immer sehr zufrieden mit dem ​TA war, da er immer auf meine Extra-Wünsche eingegangen ist und auch zu Pepper nett war (da habe ich schon anderes erlebt!)
      Also fix Termin in der Tier-Kardilogie zum Schallen gemacht, Gott sei Dank hatten wir binnen weniger Tage einen Termin. Dazwischen habe ich mich mit einer anderen ​HH unterhalten, deren Hund auch Herzgeräusche hat, die haben weder das Herz schallen bzw. anderweitig abklären lassen noch lassen die es mit ihrem Hund gemütlich angehen...da wird munter weiter der Hund hinter dem Ball hergehetzt, ohn dass man sich Gedanken macht.

      Die Tage bis zum Termin habe ich mich bis zum abwinken im Internet über Herzerkrankungen beim Hund belesen. Immer wieder tauchte auf, dass v.a. (Zwerg)pudel und deren Mixe besonders anfällig für Klappeninsuffizienzen sind...na toll, in Pepper steckt ´ne ganze Pudelrotte drin.

      Der Kardio-Termin brachte dann die Gewissheit, geahnt hatten wir es ja schon: Mitralklappeninsuffizienz, zum Glück momentan nur geringgradig und ohne jegliche klinisch Symptome aber die Tatsache, dass die kleine Pepper-Herzklappe nicht mehr ordentlich schließt, steht. Lt. der Kardiologin ist das Herzgeräusch bei 2/6, das ist zumindest schon mal besser als das Ergebnis von unserem TA.

      Pepper ist ein -ansonsten- kerngesunder, agiler Hundemann im besten Alter von 7 Jahren. Dass er nicht mehr der ganz so junge Pepper ist, wurde mir dann klar als die Kardilogin immer wieder von Alterserscheinungen sprach. Alter? Mein Pepper? Den hab ich doch vorgestern er zu mir geholt und jetzt reden wir über eine Oldie-Krankheit? :( : Jammern und Bemitleiden brignt nichts, mein Wunsch und Ziel ist es, die Insuffizienz so lange wie möglich in diesem Stadium halten zu können.
      Extreme Belastungen haben wir Pepper noch nie zugemutet. Wir spielen hin und wieder Ball auf der Wiese, das werden wir jetzt sein lassen. Er kann von mir aus seinen Ball selber tragen und herumschleudern, aber werfen werden wir den sicherlich nicht mehr.
      Ansonsten läuft unser Leben sowieso gemütlich ab, wir laufen regelmäßig große Runden...was laut der Kardilogin auch gut ist, umso trainierter ist der Hund. Bei großer Hitze gehen wir nicht raus und Streß hat Pepper, außer bei Gewitter und Knallerei, auch keinen.

      Da wir ja zu den Pottkiekern gehören, belese ich mir grade intensiv mit dem Thema Zusätze fürs Herzl, v.a. Taurin und Weißdorn. Ich weiß dass damit schon viele gute Erfahrungen gemacht haben, vielleicht hilft es bei Pepper auch um ihn lange so fit zu halten wie momentan. =)
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      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von knabbermoehre ()

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    • eine sehr interessante Seite

      Tierkardiologie München

      Dort gibt es auch ein Forum, in welchen man sein Herzproblem schildern kann.
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    • Meine Alte Dame hatte einen gebrochenen Backenzahn, der raus mußte, beim Abhören vor der Narkose fiel das HG auf. (operiert wurde sie trotzdem in Narkose ;) )

      Ich machte dann einen Termin mit der Kardiologin der Klinik, im Schall fiel eine Mitrialklappen-Insuffizienz auf (nicht sooo selten bei Hunden >10 Jahre), der Vorhof war leicht vergrößert, aber noch im Rahmen, EGK war gut, also erstmal keine Medis, in 3 Monaten nochmal schallen.

      3 Monate später: Vorhof war größer geworden, jetzt Medis, Entwässerung und Cardisure.

      Ihr ging es immer prima damit, bei der Nachkontrolle 6 Monate später war der Vorhof wieder kleiner, Entwässerung auf ein Minimum reduziert, das klappte super, sie hat nie Probleme gehabt mit ihrem Herzen.!

      Übrigens hatte sie auch vor der Medikation NIE Husten, der Bauch war nicht dick... sie hatte lediglich Probleme mit warmen Temperaturen. Und eine erhöhte Atemfrequenz. Beides war nach Medikationsbeginn weg :D
    • Aragorn ist mit knapp zwei geschallt worde. Einfach zur Prophylaxe, weil Herzerkrankungen beim Irish Wolfhound häufiger vorkommen.
      Er hat eine leichte MItralklappeninsuffizienz, die auch nur im Schall erkennbar ist. Kein Herzgeräusch. Inzwischen sind 5 1/2 Jahre vergangen, wir lassen regelmäßig kontrollieren, aber er braucht immer noch keine Medikamente.

      Eine Freundin war mit ihrem Hund bei ihrem Haustierarzt, der wohl auch schallt. Die Hündin hat viel gehechelt, meine Freundin hat sich Gedanken gemacht. Der Tierarzt hat eine beginnende ​DCM festgestellt und jede Menge Medikamente verordnet. Sie ist dann zu einem Kardiologen gegangen, der den Hund für gesund erklärt hat. Alles, was dem Haustierarzt komisch vorgekommen war konnte er ihr auch logisch erklären, der Hund hechelt inzwischen auch nicht mehr, es gab komplette Entwarnung. Lange Rede, kurzer SInn: im Zweifelsfall würde ich mir da immer die Meinung eines Fachmanns einholen.
    • Siobhan schrieb:

      Lange Rede, kurzer SInn: im Zweifelsfall würde ich mir da immer die Meinung eines Fachmanns einholen.
      Das macht man ja als Mensch genauso, wenn man was "spezielles" hat, wird man doch vom Hausarzt auch zum Spezialisten überwiesen. Ich hab in einen Kardiolgen bei diesem Thema mehr Vertrauen, ganz einfach weil es sein Spezielgebiet ist, welches er noch "extra" studiert hat.

      Ich hab in unserer Klinik auch darauf bestanden, dass die Oberärztin den Ultraschall macht :ops: diese macht das schon lange und hat genügend Erfahrung, da will ich keinen Neuling ranlassen, der sein Studium erst beendet hat (obwohl die das auch können...ich brauch da was zum Nerven beruhigen :roll: ).
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    • dieser Artikel trifft es haargenau auf den Punkt wie wir uns gefühlt haben :verzweifelt:
      Schön war, dass wir an dem Abend nach der Diagnose eine Sternschnuppe am Himmel gesehen haben ;)

      "Dieser allererste Moment, noch während der Untersuchung einem erklärt wird, was man dort auf dem Bildschirm 'erkennt', wie sich was verhält und wenn dann die Worte schwaches Herz, krankes Herz, eingeschränkte Funktion und/oder nicht voll belastbar fallen - dieser Moment ist irre schwer zu beschreiben:


      Der eigene Hund liegt vor einem auf dem Untersuchungstisch, auf der einen Seite des Tisches der / die (hoffentlich) kompetente Kardiologe / Kardiologin, auf der
      anderen Seite du selbst, deinen Hund streichelnd und um Fassung ringend.


      Ohne jeglichen Argwohn oder Misstrauen liegt das Fell-Juwel da und lässt alles über sich ergehen.


      Er verlässt sich auf seinen Menschen, der ihn mit leiser, lieber und scheinbar fester Stimmlage davon überzeugt, dass Alles gut ist, er das Alles ganz toll macht und er überhaupt der allerbeste und liebste Hund der Welt ist.


      Als Mensch fängt man an, mit sich zu kämpfen: jetzt nur nicht aufgeregt sein - zumindest nicht nach Außen! Keine Panik, keine Unruhe aufkommen lassen, um das geliebte Fell vor sich nicht auch noch irre zu machen. (Es gelingt nur bedingt.)


      Du merkst einen Kloß im Hals aufsteigen und hast das Gefühl, gleich keine Luft mehr zu kriegen und dann spürst du auch schon, wie die Tränen hoch kommen - jetzt bloß nicht
      unsicher und unruhig werden!


      Allein die Worte des Kardiologen / der Kardiologin lassen die Diagnose wie ein sofortiges Todesurteil erscheinen - so präzise treffen sie einen.


      Vor dem inneren Auge fängt ein Film an abzulaufen: Wie hat alles angefangen? Wie verlief die gemeinsame Zeit? Was hat man zuletzt miteinander großartiges
      unternommen? Was wollte man noch zusammen unternehmen?


      Dann kommt eine Art Vor-/Abspann: Ende und Aus!


      Du wirst deinen Hund, mit dem du soviel Schönes, Lustiges, manchmal auch Trauriges und Nachdenkliches erlebt hast, bald gehen lassen
      müssen!


      Die Kardiologin kann dir für's Erste 100 Mal sagen: es ist noch (!) nicht so, dass er jeden Moment umkippt und stirbt, sein Herz ist nur etwas schwächer als ein Gesundes. Der Bereich der bestehenden Herzleistung ist noch (!) in Ordnung.


      Das interessiert dich erst mal nicht, in dir bricht das totale Gefühlschaos aus: Angst, Traurigkeit, Wut (warum ausgerechnet dein Hund?!), Hilflosigkeit, Ohnmacht, noch mehr Liebe zu deinem Tier, dann wieder Verzweiflung, Panik, Unsicherheit - und trotz allem musst du genau jetzt, nach Außen hin für dein Fell souverän wirken.


      Das ist richtig hart und gelingt ebenfalls nur bedingt.


      Du möchtest jetzt einfach nur deinen Hund nehmen, die Praxis verlassen und so tun, als hätte es diesen Termin nie gegeben. Aber das geht nicht.


      Es ist erst mal ein schwacher Trost: wenigstens hast du rechtzeitig bemerkt, dass etwas nicht stimmte und gleich gehandelt - ohne vorher an die Kosten zu denken.


      Nachdem du dich innerlich (einigermaßen) wieder gefangen hast, in der Verfassung bist, dem aufs Herz spezialisierten Tierarzt noch mal genau zu zu hören und zu realisieren:
      so schnell stirbt mein Tier nicht, außerdem kann ich ihm mit Medikamenten helfen! atmest du etwas durch.


      Du guckst dein Tier an, das immer noch seelenruhig auf dem Tisch liegt, dir den ein und anderen Mach ich das gut, Frauchen?-Blick schenkt und du denkst dir lächelnd: Ja, mein Schatz, supergut! Ich bin unglaublich stolz auf dich! (Und drückst eine Träne weg.)


      Ab jetzt beginnt eine neue Zeitrechnung für dich und deinen Hund."




      Quelle
      Es sind die ohne Schuhe, die jeden Weg mit uns gehen.
      Es sind die ohne Geld, die uns all das geben, was unbezahlbar ist.
      Es sind die, die nichts versprechen, die uns niemals enttäuschen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von knabbermoehre ()

    • EPonte schrieb:

      Ich erspare euch die Details, aber bei uns waren es von Diagnose bis zur Einschläferung leider nur 3 Monate :(
      Perikaderguss und Wucherung am rechten Vorhof.
      Ach du Sch... :shocked:

      :( :( :( :(

      :dagegen:
      Es sind die ohne Schuhe, die jeden Weg mit uns gehen.
      Es sind die ohne Geld, die uns all das geben, was unbezahlbar ist.
      Es sind die, die nichts versprechen, die uns niemals enttäuschen.
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    • Du wolltest zwar aktuelle Fälle hören bzw. lesen, aber vielleicht macht dir meine Erfahrung etwas Mut.

      Idefix, mein DJT-Mischling, fiel im Alter von drei Jahren eines Tages plötzlich um. Er war kurzfristig ohnmächtig.
      Zum Glück war es während der Sprechzeiten meiner TÄ, die ich in wenigen Minuten mit dem Auto erreichen kann.

      Nach Abhören und einfachem Schallen stellten sie eine Herzinsuffizienz fest, sein Herz war deutlich vergrößert.
      Sie verordneten Fortekor (ACE-Hemmer) und Lanitop (Herzstärkungsmittel) und machten mir Mut.

      Nach langen Gesprächen mit meinem Mann unseren Kindern, einer durchweinten Nacht, habe ich beschlossen meinen "verrückten" Terrier wie einen gesunden Hund zu behandeln. Lieber ein kurzes intensives Leben, als ein langes mit Einschränkungen an der Leine, kein Spiel, kein rennen und toben mehr.

      Natürlich waren die ersten Wochen und Monate von besonderer Aufmerksamkeit geprägt. Jeder Seufzer, jeder Schnaufer, jedes Hecheln wurde besonders beachtet. Aber auch das wurde Routine. Genau wie die strikt eingehaltene Medikamentengabe.

      Nach einem Jahr ließ ich ihn dann bei einem Kardiologen mittels Herzultraschall-Doppler untersuchen und siehe da, sein Herz war fast auf Normalgröße. Die Medikamente sollte ich weiter geben, den Hund auch bloß weiter gut und ausreichend bewegen. Nicht überstrapazieren, aber auch nicht schonen.

      Lange Rede kurzer Sinn, Idefix wurde 16 1/2 Jahre alt. Überstand im Alter noch zwei Krebsoperationen und zweimal eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.

      Schau mal, das hier fand ich auch hilfreich


      Hintergrundinformationen Herzerkrankung beim Hund: Bundesverband für Tiergesundheit e.V.
      Lieben Gruß Gaby, ihre schweren Jungs und Finn

      Bruno

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